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des Vaterstädtchens rollte, auch für dieses, wo nicht einen freundlichenAbschiedsblick, doch einen versöhnlichen Abschiedsgedanken gehabt haben.
Aber Jugendeindrücke sind unvertilglich und treten oft, bei Beginndes Alters, mit verschärfter Deutlichkeit hervor.
Zimmermanu fand in Hannover, mit Göthe zu reden: „äußeresAnsehen, Ruhm, Ehre, Rang und Vermögen", aber er fand auch dieDämonen wieder, welche ihn in der Kleinstadt gequält hatten.
In der großen Ausgabe des Buches „über die Einsamkeit" fallter mit verdoppelten Keulenschlügen über die Kleinstädter her, mit welchenman am Ende beinahe Mitleiden empfindet, und im Norden vonDeutschland, nach zwanzig verflossenen Jahren, kann der königlichbritische Leibarzt die alten Fratzen nicht los werden. Das Thema ist:Hartnäckige Einsamkeit als das einzige Rcttungsmittel in einer Klein-stadt. Trotz der sorgfältig gebauten Perioden einer sogenanntenklassischen Prosa widerstrebt es uns, diese äußerlich gedrechselten undinnerlich so wild menschenfeindlichen Sätze zu wiederholen; wir beschränkenuns auf ein anderwärts niedergelegtes zusammenfassendes Wort, dasnoch bitter genug lautet:
„Ich kenne kein unglücklicheres Schicksal, als genöthigt zu sein ineiner kleinen Stadt zu leben. Gewiß, ganz gewiß werden die Menschenda schlimmer, als sie es insgemein sind. Ob sie gleich nicht stehlenund morden, so macht doch, die braven Leute ausgenommen, einer demandern das Leben so betrübt als es nur immer möglich ist. Ich wardoch in Brugg kein Monstrum, kein Verbrecher, kein Scheusal dermenschlichen Gesellschaft und doch haßten mich meine Mitbürger vierzehnlange Jahre." Und nun genug von der Kleinstadt.
Es ist eine bekannte Erscheinung, daß wir, auf Besuch bei einemFreunde, uns unwillkürlich sein Heim, seine Studierstube, die Lindenseines Hofes, Licht und Schatten seines Gartens, kurz seine ganzeLebensbühne idealisiren, weil uns eben der fremde Besitz nicht wie dereigene durch den Staub der Gewohnheit und den Verdruß des Alltags-