Jahrgang 
auf das Jahr 1897 (CFM K 59 : 1897)
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Artus II.

K. Karl: Ei, seht den schönen Saal, der Gäste große Menge.Ist das ein Grüßen froh, ein lustiges Gedränge.

Mir scheint, man hab' bereits nicht übel pokuliert,

Denn Jung und Alt ist schon so ziemlich animiert.

Ob wohl trotz alledem man uns noch leiht das Ohr?

Rupertus: Was denkt' Ihr Majestät! Es schweigt der ganze

Chor,

Wenn ihr die Hand erhebt und bittet um das Wort.

K. Karl: So war es wohl vor Zeit doch hier an diesem

Ort,

Wo man mich kaum mehr kennt? Thut's doch an meiner Statt!Rupertns: Des Kaisers Majestät will sprechen. I'aooat()uW lüo oonsoripta plsbs ininorurn MntiuniH!t vodis iinporo: l?iat silsntiuw!

K. Karl: Gott grüß Euch, werthe Herrn, und Euch vieledle

Frauen,

Die mir in selt'ner Weis' vergönnt ist, hier zu schauen.Ich weiß, warum Ihr all' versammelt seid zumalIm schönsten Festgewand allhier in diesem Saal,

Und zweifle keineswegs, daß schon von manchem MundMit süßer Rede ward genannt des Festes Grund.

Doch hab' ich mir erlaubt, auch noch zum Fest zu nahen,Daß meinen Glückwunsch Ihr in Hulden mögt empfahen.Mir ist vergönnt, Ihr wißt, am Münsterthurm zu thronen,Herabzusehn auf die, so meine Stadt bewohnen.

Und Sonntags sonderlich, wenn laut die Glocken schallen,Da seh zum Gotteshaus ich gern die Menge wallen,

Denn ob ein weltlich Amt mir nur vom Herrn bescheert,So war die Kirche doch mir lieb und theuerwerth;

Denn wer vor Gott sich beugt in Demuth als ein Christ,