Jahrgang 
9 (1888)
Seite
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Epilog zum Faust.

20 Sie schafft aus kleinen Kreisen Welt in WeltWir fragen nicht in eigensinngem StreiteWas dieser schilt was jenem nur gefällt,

Wir ehren froh mit immer gleichem MutheDas Alterthum und jedes neue Gute.

25 O glücklich! wen die holde Kunft in FriedenMit jedem Frühling lockt auf neue FlurVergnügt mit dem was ihm ein Gott beschiedenZeigt ihm die Welt des eignen Geiftes SpurKein Hinderniß vermag ihn zu ermüden30 Er schreite fort so will es die Natur.

Und wie des wilden Jägers brauft von obenDes Zeiten Geifts gewaltig freches Toben.

Die Abkündigung von Geists Hand, 3 eigenhändige alte Correcturüber gestrichenem Wenn nicht was neues widerspricht. In Johns späterAbschrift findet sich von Goethe als 2 eingeschoben Der Deutsche sitftverständig gu Gericht (im folgenden: Und vor dem gestrichenen Wirmit Bleistift), 6 corrigirt Goethe eigenhändig Es hat wohl [einen ver-gessen?] Anfang hat ein Ende; also eine Stanze mit einem selbständigenSchlussruf. Wir geben hier die ursprüngliche Fassung.

Titel Abschied und 113 von Geists Hand, der Rest eigenhändig.Nach 14 gestrichen

Dem neuen Triebe, diesem neuen Streben

Begegne neue Kunft und neues Leben.

Auf neue Scencn der Geift gewandt.

Das Ganze von diagonalem Strich durchzogen.