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Neue Mittheilungen.
dann höchftens nur gesorgt wird, daß die Sammlung nichtäußerlich zu Grund geht, wie es z. B. hier ift. Das wärennatürliche Mitglieder der Gesellschaft.
Endlich: entwickelte sich die Gesellschaft ftufenweisimmer fortschreitend wie der Plan hofft, so wäre freilichbeim Anfang eine kleine Summe hinlänglich. Allein manmuß auf Zeiten gefaßt seyn, in welchen Einzelne erft dasGanze Zusammenhalten und soll es dann nicht fallen, somuß es 1 gewiß seyn, daß jede tüchtige Arbeit erscheinenkann und honorirt wird. Es kommt mir auch vor, daßRegierungen nicht leicht zu wiederholten Beiträgen zuftimmen sind. Vielleicht glückt es aber, daß im Anfängealle Fürftenhäuser in Deutschland unterzeichnen und aufdiese Art ein ansehnlicher Schatz gesammelt wird.
Zu dem §. 14. hätte ich folgendes zu bemerken:
Eine Sammlung der handschriftl. Quellen ift sehrnöthig, mußte sich aber vorerft auf die altdeutschen be-ziehen, warum das angelsächsische hervorgehoben wird,sehe ich nicht, es bleibt wichtig genug, aber dem aller-nächften, dem altdeutschen, der Vorzug. Hierzu kommtdie Schwierigkeit für das AngelS. etwas bedeutendes zuleiften, da deshalb Reisen und Aufenthalt nach Copen-hagen und England wo die Hff. liegen durchaus nöthigsind. Vielleicht ift die Behauptung aus dem Irrthume ent-ftanden, die noch ungedruckte Evangelien-Harmonie, wo-von sich eine HS. ietzt in München, die andere in derCottonianischen Bibliothek zu England befindet und welcheein in jeder Hinsicht ausgezeichnetes Werk ift, sey angel-sächsisch, sie ist aber rein altsächsisch und gehört zu deraltdeutschen Literatur. Ferner bearbeitet Herr Rafk inCopenhagen nicht nur Others und Wulfftans Reise undwill Anmerkungen zu dem von Thorkelin vor kurzem aus-gegebenen AS. Gedicht liefern, sondern er hat auch eine
1 In der Hs. zweimal »es«.