Anmerkungen der Herausgeber.
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No. 21. Arthur trennte sich von seiner Mutter, verliessWeimar, nachdem er Goethes bekannten Stammbuchvers vom8. Mai 1814 erhalten hatte und begab sich nach Dresden. Vondort schickte er Anfang Juni 1815 durch Vermittlung desDr. Schlosser sein Werk, »über das Sehen und die Farben«an Goethe, der sich damals in Wiesbaden befand, mit einembisher nicht bekannten Briefe, in welchem er die Bitte aus-gesprochen haben muss, Goethe, als dessen Bundesgenossener sich erkläre, möge das Werk herausgeben, eine Bitte, aufdie er noch häufig mit einer gewissen Hartnäckigkeit zurück-kommt; vgl. S. 56, 62, 63. Da er keine Antwort erhielt,so liess er einen Mahnbrief folgen, eben den unsrigen, aufden Goethe aus Frankfurt am 7. September antwortete, dasser das Werk »gelesen, überdacht und sich an demselbenerfreut« habe. Er bat, ihm das Mskr. bis zur Beendigungseiner Reise zu lassen.
No. 22 traf Goethe gleichfalls noch in Frankfurt. Dievon Sch. erwähnte No. der »Heidelb. Jahrb.« ist entwederdie 1814 No. 27, S. 417—430 oder die Bemerkungen vonFries in der Besprechung von Hegels »Logik« das. 1815No. 25 (beide angeführt von Goethe, Hempel 36, 532). DieBesprechung der Leipziger Literatur-Zeitung, 1. August 1815,deren Benützung ich der Güte des Herrn Dr. G. Wustmannin Leipzig verdanke, füllt fast die ganze No. 183, Sp. 1473bis 1480. Es ist eine Besprechung der unten zu No. 26 zunennenden PfafPschen Schrift, eine genaue Inhaltsangabederselben mit lobenden Bemerkungen. Diese Inhaltsangabekann hier nicht wiederholt werden; es mag genug sein mitWiederholung einer Stelle, die Sch. vielleicht am ehesten imAuge hatte: »Herr Pfaff endigt seine Vertheidigung Newtonsmit einer Aufforderung an Herrn von Goethe, nach einerruhigen Prüfung des gegen ihn Vorgebrachten der Wahrheitzu huldigen und damit die durch den Angriff auf NewtonsRedlichkeit und Wahrheitsliebe so heftig beleidigten Manendesselben wieder auszusöhnen. Den Erfolg dieser Aufforde-rung müssen wir abwarten. Wenn wir aber Herrn von GoethesBehandlung Newtons und derer, welche seine Farbenlehrevertheidigen, erwägen, so zweifeln wir sehr, dass wir hier dasBeispiel, welches Clairaut seinen Zeitgenossen gab, werdenerneuert sehen, vielmehr müssen wir vermuthen, ScaligersBenehmen, der als Heros der Literatur seiner Zeit sich andie Quadratur des Kreises gewagt hatte, und damit übelanlief, wiederholt zu finden; Herr von Goethe führt wenigstensgegen seine Gegner dieselbe Sprache, welche Scaliger gegen dieVertheidiger Archimeds brauchte .. Beyde trösten sich übrigensmit der Nachwelt.« Die Stelle aus Plato (S. 53), zu deutsch:
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