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Abhandlungen.
Protokolls der Sitzung vom 7. August, kaum anders konnteals den Hamburger Hauptpastor als Ankläger anzusehen.Goeze seinerseits klagt über Deinets absichtliche Ver-läumdungslust, bis endlich die Sache aufgehellt wurde.
Die Bücherdeputation, vor welche Deinet am 7. Augustgefordert wurde, wollte es bei einer von ihm gegebenenZusage für die Zukunft bewenden lassen; der Rath aberwar diesmal strenger und beschloss am 22. August ihn»wegen seines abermaligen Vergehens in eine Strafe von20 Bahr, zu condemniren«. Die Gegenvorstellung Deinetsvom 31. August, die wieder von Schlosser abgefasst ist,protestirt wider die Fassung des Protokolls und fordert dieÜbersendung der Akten nebst einer vierwöchentlichen Frist.
Ehe diese Angelegenheit zu Ende geführt wurde, erhobsich wieder ein neues Unwetter. Das lutherische Prediger-ministerium, das in der Goeze’schen Sache ganz unbetheiligtgeblieben war, erhob am 9. September 1772 abermalsBeschwerde wegen mehreren theologischen Recensionen.Man machte geltend, in der Beurtheilung einer aus demEnglischen übersetzten Predigtsammlung (von Prof. Schulz inGiessen herausgegeben) in No. LIII (vom 3. Juli) findesich folgende Stelle: »Daß man sich auf unsern Gemein-plätzen (wodurch die Kirchen verstanden werden) mit derLehre von der Sünde, der Buße, dem Glauben und derVerdammniß herumtummele«. 1 Ferner wird Klage geführtüber eine Anzeige der von Münter herausgegebenen Be-kehrungsgeschichte des Grafen Struensee (in No. LXXII vom8. Sept.). Hier ist folgende Stelle beanstandet: »Tausendesind aus eben der Ursache (wie Struensee) heimlich undöffentlich (Feinde der Religion), tausende, die Christumals ihren Freund geliebt haben würden, wenn man Ihnihnen als einen Freund, und nicht als einen mürrischenTyrannen vorgemahlt hätte, der immer bereit ist, mit demDonner zuzuschlagen, wo nicht höchste Vollkommenheit ist.Wir müssen es einmal sagen, weil es uns schon lange aufdem Herzen liegt: Voltaire, Hunte, la Mettrie, Helvetius,Rousseau, und ihre ganze Schule, haben der Moralität undder Religion lange nicht so viel geschadet als der strenge,kranke Pascal und seine Schule«. Die erste jener Recen-sionen dürfte wohl wieder von Bahrdt geschrieben sein;jedenfalls rührt sie von einem Theologen her. Die zweitehat bekanntlich in Goethes Werken Aufnahme gefunden;aber Seuffert und Scherer haben sie ihm dennoch abge-sprochen. Für Goethe sprechen indessen verschiedene
Siehe das Protokoll des Predigerministeriums vom 9. Sept.