Jahrgang 
10 (1889)
Seite
283
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Bibliographie.

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Bildnisse. Frankfurt a. M., Literarische Anstalt, Rütten &Loening. 256 SS.

[Die ersten 35 SS. erschienen ursprünglich als Bonner Disertation.Unter den daselbst mitgetheilten 10 Thesen lautet 7: »Der Name»Baumgarten« im »Teil« lässt vermuthen, dass Schiller mehr als dieIdee von Goethe übernahm. 8. Idee und Entwickelung des Xenien-planes sind durchaus Eigenthum Goethes.] Scharfsinnige Untersuchungmit manchen werthvollen Hinweisungen auf Goethes persönliche undliterarische Beziehungen. Als Eigenthum Goethes an Lavaters Werkwerden erwiesen: 1. »Nasenbeitrag« nicht gedruckt, nur einzelneStücke daraus z. B. IV, 90fg. 2. »Zweytes Fragment von der Physiog-nomik überhaupt, Zugabe« I, isfg. 3. »Drittes Fragment. Einige Gründeder Verachtung und Verspottung der Physiognomik. Zugabe« I, 2ifg.4. »Zehntes Fragment. Von den oft nur scheinbaren Fehlschlüssen desPhysiognomisten. Zugabe« I, 140%. 5. »Neuntes Fragment. Von derHarmonie der moralischen und körperlichen Schönheit. 16. Zugabe.Judas und Compagnie nach Rembrand« I, n8fg. 6. Stücke aus der11. Zugabe zum Neunten Fragment »Über einige Umrisse aus WestsPylades und Orest« I, in. 7. »Ein Kopf nach Raphael G.« (im 17.Fragment) I, 198%. 8. »Ein zweyter Kopf nach Raphael H.« (das.)I, 200fg. 9. Unheil über Klopstock II, 241. 10. »Homer nach einem inConstantinopel gefundenen Bruchstück« I, 245 fg. (ausser den beidenersten Absätzen), n. »Rameau« I, 266. 12. Interpretation von zweiTafeln (vielleicht ganz) II, 11-15. 13. »Drev weibliche SilhouettenWr.« (= Wetzlar) II, uafg. 14. »Vier männliche Silhouetten« II, 125fg.15. »Frankfurter Persönlichkeiten« II, 129 fg. (von Lavater stark um-gearbeitet). 16. »Eingang« (zum Abschnitt über Schädel) II, 137 fg-

17. »Thierschädel. Aristoteles von der Physiognomik« II, 139142.

18. »3. Tafel. Vier Thorenköpfe ; drey männliche, ein weiblicher« II, 183.

19. »Helden der Vorzeit. Scipio« II, 254. Titus (ausser Anfang undSchluss) II, 255, Tiberius (desgl.) II, 256, Brutus II, 257fg., Cäsar II,259. 20. »Isaac Neuton« II, 276279 (durch Lavater überarbeitet).Im 3. und 4. Bande nur ein zeichnerischer Beitrag Goethes, einzelne

ausschliesslich Hinweise auf ausländische und solche inländische Zeit-schriften, die mir nicht zugänglich sind. Sehr erwünschte Ergänzungenaus elsässischert Blättern und aus entlegenen Büchern verdanke ichHerrn Dr. E. Marckwald in Strassburg i. E. Herr Oswalt, der Verlegerdieses Jahrbuchs, der demselben seit seinem Entstehen eine -weit überdas gewöhnliche Verlegerinteresse hinausgehende Theilnahme schenkt,hat auch für diesen Band die meisten Notizen über neu erschieneneÜebersetzungen Goethescher Werke beigesteuert. Die dem Jahre 1887und früheren Jahren angehörenden Erscheinungen sind mit einem Kreuzbezeichnet. Die diesmalige Bibliographie ist am 31. Dez. 1888 abge-schlossen, da der Umfang derselben sonst zu gross geworden wäre;nichts später Erschienenes ist mehr aufgenommen, ausser den in der»Deutschen Dichtung« Bd. V, Heft 7 veröffentlichten Briefen Goethesan Deinhardstein. Viele Verfasser und Verleger haben mir, häufig auchohne direkte Aufforderung ihre Arbeiten zugeschickt, wofür ich meinenbesten Dank sage; bei Anderen hat selbst wiederholtes Bitten nichtsgenützt. Soll diese Bibliographie irgend die Vollständigkeit erreichen,welche sie erstrebt, so müssen namentlich die Verfasser von Zeitungs-aufsätzen in weit höherm Grade mir ihre Arbeiten zugänglich machen,als dies bisher geschehen ist. L. G.]