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Bibliographie.
gleichen von Äusserlichkeiten des Materials zum Ziele. Wieviel im einzelnen Fall die Textgestalt gewonnen, Hesse sichgleich an einer der ersten Nummern, dem tagebuchartigenersten Briefe Goethes an den Herzog (S. 7—12) erweisen.Für Sicherung des Chronologischen ist viel geschehen, zueinem reinen Facit allerdings lässt sich bei der Menge nurfür den nächsten Zweck geschriebener und undatirter kurzerBillets nicht gelangen. (Vorbericht zu den Lesarten S. 271.)Mehrere Datirungen sind im Apparat nachträglich berichtigt,zum Theil durch glückliche Combinationen von der Hellens,zum Theil auf Grund der von C. A. H. Burkhardt aus denAusgabebüchern Goethes zusammengestellten Portonotirungen,die nach nochmaliger von dem Genannten ausgeführter Durch-arbeitung der Quellen als tabellarischer Anhang zu den Les-arten gegeben werden, wie sie von jetzt ab den Schluss einesjeden Bandes bilden werden. Dem vorliegenden Bande istschliesslich beigegeben der im vorigen Jahresbericht verheisseneNachtrag zum zweiten Bande, eine Anzahl Berichtigungennnd Ergänzungen zum Text wie zu den Lesarten enthaltend.
Die nächsten Bände wird Eduard von der Hellen heraus-geben , dessen ständige Bethätigung an dieser Stelle ge-sichert ist. (Archivar seit dem 1. November 1888.) Für dieContinuität der Arbeiten sowohl wie für die Einheitlichkeitder Ausführung ist damit die Gewähr gegeben. Von da ab,wo das Weimarische Material die Hauptmasse bildet, ergebensich bei einer blos zeitweiligen Benutzung der reichen und(mit Ausnahme der Periode von 1786—1794) an Umfang stetigzunehmenden Bestände des Archivs mancherlei Übelstände,welche auf die Dauer durch nebenhergeleistete Beihülfe ausdem Archiv nicht zu heben sind. Nur der, dem das Ganze über-schaulich und vertraut, das Nothwendige jederzeit zugänglichist, kann Uber die vielfachen Schwierigkeiten dieser Arbeitsicher hinwegkommen. Bernhard Suphan.
B. UNGEDRUCKTES. 1
1. GEDICHTE, SCHRIFTEN.
Goethes Antheil an Lavaters physiognomischen Fragmenten.Von Eduard von der Hellen. Mit einigen dreissig Ab-bildungen ; darunter drei bisher nicht beachtete Goethe-
1 [Die wenigen Beiträge Anderer zu der folgenden Bibliographiesind durch Namensunterschrift kenntlich gemacht; einige Notizen habeich Kürschners »Signalen für die literarische Welt« und dem »Literatur-blatt für germanische und romanische Philologie« entnommen, fast