Jahrgang 
10 (1889)
Seite
296
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Bibliographie.

kung, von Professor Dr. Th. Stipfle. Zweiter Band. ErsteAbtheilung. Von Lessing bis zum Ende der roman-tischen Schule der Franzosen. Gotha, E. F. Thiene-mann, XIV und 210 SS.

4. Capitel, S. 5262: »Aufnahme von Goethes Jugendwerken«.Neue stark verkürzte Bearbeitung der im G.-J. VIII, S. 206222 ab-gedruckten Abhandlung; ausser Clavigo und Werther werden noch»Götz« und »Stella« behandelt. 10. Capitel, S. 122140: »Einfluss vonGoethes dramatischen Schöpfungen«, die meisten werden sehr kurz ab-gemacht, ausführlich behandelt wird nur der »Faust«. S. 139: Zusammen-stellung einiger im G.-J. nicht erwähnter französischer Journalartikelüber »Faust«. 11. Capitel, S. 141147: »Goethe als Epiker in Frank-reich«: Epos, Romane und »Dichtung und Wahrheit«; die Zusammen-fassung des Einflusses, den Goethe geübt, ist sehr allgemein gehaltenund nichtssagend. Im 13. Capitel folgen: »Einfluss der deutschen Lyrikauf die französischen Romantiker«, ferner noch 4 kleine Abschnitte»über die Franzosen und ihr Verhältniss zur Goetheschen Lyrik«.

H. Meltzl v. Lomnitz: Zur angeblichen Sprachhärte Goethes.(Zeitschrift für deutsche Sprache 11. Heft, S. 517519.)

Steigenberger: Über Goethes Eigenart. (Jahresbericht der Kreis-lateinschule Grünstadt.)

5. 2026: Abdruck eines in Kaiserslautern bei der Generalver-sammlung pfälzischer Gymnasial- und Studienlehrer gehaltenen Vortrags.Sucht den Satz auszuführen: »Ein Beispiel genialster Subjectivität, dieAlles auf sich bezog und in der künstlerischen Gestaltung der eignenPersönlichkeit ihre Lebensaufgabe erblickte, ist Goethe«.

(Schröer): Über die Quellen Goethescher Anschauungen.(Chronik des Wiener Goethe-Vereins No. 5, S. 19, 20.)Wendet sich gegen die Ansicht, dass Goethe viele Worte undAnschauungen Anderen entlehnt habe; er habe vielmehr in solchenAussprüchen nur eine Bekräftigung dessen gefunden, was er selbstlängst gefühlt.

W. v. Biedermann: Goethes productive Kritik. (Wissenschaft-liche Beilage zur Leipziger Zeitung No. 128, 8. Dez.,S. 589592.)

Bespricht diejenigen Dichtungen »welche ihre Entstehung derkritischen Entgegenstellung gegen das Werk eines andern Dichters ver-danken«: Romeo-Plan gegen C. F. Weisse; Gedichte im Anklangean Hagedorn; »Cäsar« gegenüber Shakespeare, »Faust« gegen die Puppen-komödie u. v. A. Besonders werden auch einzelne Lieder, welcheGoethe »elenden« Liedern oder ausländischen Gedichten entgegensetzte,aufgeführt.

Ludwig Geiger : Zu Goethes Geburtstag (»Die Nation«, No. 48,S. 677679.)

Erinnerung an den 28. August und Ermahnung, den Tag mehrals bisher üblich zu feiern. Besprechung der Schriften von F. Bertheau,G. Schmid, K. Fischer, G. Trezza und Th. Vogel.