Jahrgang 
10 (1889)
Seite
311
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Bibliographie.

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Platz im Tempel der Unsterblichkeit fordern, der Priester aber Probenseiner Würdigkeit verlangt, werden Scenen aus »Egmont, Iphigenie,Tasso und Faust« vorgeführt. Nach beendeter Unsterblichlichkeitsprobelässt der Priester die Apotheose zu und gibt der Büste einen Platzzwischen Shakespeare und Schiller. Das Register ist sehr unvollständig;es gibt unter Goethe kaum die Hälfte der angeführten Stellen an.

Chronik des Wiener Stadttheaters 1872 - 1884. Ein Beitragzur deutschen Theatergeschichte von Dr. Rudolf Tyrolt.Wien 1889, Carl Konegen. 280 SS.

Von S. 216248: »Alphabetisches Register aller am WienerStadttheater vom 15. September 1872 bis 15. Mai 1884 aufgeführtenGoetheschen Stücke«, dem ich folgendes entnehme: Egmont 4mal,zuerst 7. Mai 1874. Faust ijmal, zuerst 7. November 1872. DieGeschwister 9mal, zuerst 4. April 1873. Götz von Berlichingen 41ml,zuerst 27. April 1876. Iphigenie auf Tauris, 3mal, zuerst 30. September1878. Über diese letztere Vorstellung heisst es S. 134: »Dem Drängendes Vortragsmeisters nachgebend, gab Laube am 30. September »Iphigenieauf Tauris« mit Frl. Frank. Goethes Meisterwerk machte eine Kassen-einnahme von 300 Gulden !«

3. GEDICHTE.

Goethes Gedichte. 2 Bde. (Min.-Ausg.) 12. (X, 500 u. XIV,436 S.) Stuttgart, Krabbe.

Hermann et Dorothee. Texte allemand, publie avec un avant-propos, des sommaires et des notes explicatives, parB. Levy, ancien inspecteur general de linstructionpublique. Nouvelle edition. In-12 0 . IV, 115 p. Paris,Hachette et Co.

Hermann et Dorothee. Edition classique de texte allemand,publiee avec une notice biographique et litteraire etde notes en francais, par R. Gtlthlin, agrege des languesvivantes. In-12°. XX, in p. Paris, V 1 : Bolin et fils.

Ch. Wirth: Zu Hermann und Dorothea. VI, 51. (Blätter fürdas bairische Gymnasialschulwesen. XXIII, 9.)

H. Besser: Der Pfarrer in Goethes Hermann und Dorothea.(Neue Jahrbücher für Philologie u. Pädagogik Bd. 136,Heft 11 u. 13.)

Machold, W., Goethes Hermann und Dorothea. Erläutert fürden Schulgebrauch. Gera, Hofmann. 119 S. 8.

A. Huther: Über die realistischen Elemente von Goethes»Hermann und Dorothea«. (»Zeitschrift für den deutschenUnterricht«. II, 7287.)

Goethe schöpft nicht aus der Erzählung von den Salzburger Emi-granten, sondern gestaltet den Stoff unabhängig von dieser Quelle mitschöpferischer Kraft. Goethe behandelt in dem Gedicht ein aus seinem