Jahrgang 
10 (1889)
Seite
326
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Bibliographie.

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und blüht. | Doch wer mir in die Augen sieht | Und nicht sogleich vondannen flieht, 1 Der hat die Lieb im Herzen«.

Goethes Verhältniss zu Hottinger. (In: R. Luginbühl, Ph.Alb. Stapfer, helvetischer Minister der Künste undWissenschaften. (17661840.) Ein Lebens-und Kultur-bild. Basel, Detloff 1887.

S. 133ff. (Abdruck eines Goethe-Briefes.)

Das Werk ist jetzt Französisch übersetzt:

Philippe-Albert Stapfer, ancien ministre des arts et Sciences etministre plenipotentiaire de la republique Helvetique 17661840 parRodolphe Luginbühl. Traduction autorisüe par lauteur avec un por-trait dapres un dessin de Mauzaisse. Paris, librairie Fischbacher (Societe.anonyme) Rue de Seine, 33. 1888. 415 SS.

Otto Harnack: Goethe und Wilhelm Humboldt. (Vierteljs.für Literaturgesch., 1. Band, 2. Heft, S. 225 243.)Hinweis auf den Kreis der 5 Männer, welche den ästhetischenMittelpunkt Deutschlands ausmachten: ausser den zwei: Schiller, Körner,H. Meyer; ausführliches Eingehn auf Humboldts ästhetische Arbeit überHermann und Dorothea. Beider verschiedene Bertrachtung Roms;Verhältniss zu Schiller. Beide sind unerschütterlich verbunden: »esivar die Allseitigkeit und Ganzheit ihres Interesses an der Auffassungund Erkenntniss des Menschen und der Ausprägung seines Geisteslebensin dem natürlich gegebenen Stoffe«.

Jean Paul in Weimar. Nach Originalbriefen. Herausgegebenvon Brix Förster. (Nord und Süd 46. Band, 138. Heft,S. 3S 2 ~3 8 °-)

Druckt die unverkürzten und unverstümmelten Briefe an Christ.Otto ab, die in dem 182933 erschienenen Briefwechsel verändert undverkürzt worden waren. (Über alte Weimarische Persönlichkeiten, be-sonders ausführlich über das Verhältniss mit Charl. v. Kalb.) Die vierHauptstellen über Goethe (17. Juni 1796, 30. August, 12. September1798, 27. Januar 1799) sind indessen fast wörtlich im Briefwechselgedruckt; nur dass es einmal statt »er wird nach 6 Monaten den Faustvollenden« heisst nach »9« und statt »gescheute Diätetik« »geschickte«.Der Wiederabdruck war also gänzlich unnöthig.

Immermanns Werke. Erster Theil, zweite Abtheilung. Heraus-gegeben von M. Koch. (Kürschners deutsche National-Literatur Band 159.) Berlin und Stuttgart. W. Spemann,334 SS.

S. 291 bis Schluss: Einleitung des Herausgebers, dann Neudruckdes früher in die Werke nicht aufgenommenen »Briefes an einen Freundüber die falschen Wanderjahre Wilhelm Meisters und ihre Beilagen«,ferner des dem Goetheschen Pater Brey nachgeahmten Stückes »Einganz frisch schön Trauer-Spiel von Pater Brey, dem falschen Prophetenin der zweiten Potenz«. In beiden wird Pustkuchen, der Verfasser der»falschen Wanderjahre« mit Witz und Schärfe verspottet. In demselbenBand Einleitung S. 9: Goethes erstes »kophtisches Lied« gibt die Situationzu Immermanns »Merlin«. S. 15 fr.: Merlin und Faust.

Goethe und Karl August. Studien zu Goethes Leben vonHeinrich Düntzer. Zweite neubearbeitete und vollendete