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Werk glücklich zu Ende bringen könnte; ein Jüngling in der KapelleMaximilians, seit jungen Jahren von Jsaak unterrichtet, und dessenGaben, wenn nicht Alles täusche, etwas Bedeutendes (uli^uicl prss-slnrrnri) versprechen. Er meinte aber, fügt Minerius hinzu, meinenLudwig Senfl. Wirklich sind eine bedeutende Anzahl solcher Komposi-tionen von Senfl erschienen. Indessen müssen wir gestehen, die so scharfbeobachteten metrischen Regeln machen für uns diese Musik ganz uner-quicklich ; sie erinnert uns, lächerlich genug, unwiderstehlich an die Furien-chöre in Gluck's Orpheus, und wenn man meint, die Schrecklichen singenzu hören:
Efii rnni äsll' Imvfiv, irs, 1s enligirrs sie.so ist es vielmehr die Humanistenschule in Jngolstadt, welche ein vier-stimmiges IntSAsr vitrs oder Nrsesrms ntnvis absingt.
Wir nehmen es weder Senfl noch Glarean übel, wenn sie im Sinneihrer Zeit componiren wollten, was schon so viel Musik in sich trägt, daßes keine andere mehr ertragen kann. Aber wir werden sofort Senfl aufeinem fruchtbareren Gebiete thätig sehen.
Es sind uns nicht eben viele Daten über seinen äußern Lebenslaufaufbewahrt. So diel wissen wir, daß Senfl im Jahr 1519 in Wienwar, wo er eine Kantate auf den Tod Maximilians aufführte. Undwenn Karl V. ihm am 19. Februar des folgenden Jahres ein Geschenkvon 20 Gulden rheinisch macht, so läßt das wohl voraussetzen, daß Senfldem Kaiser bei der Thronbesteigung einen musikalischen Glückwunsch ge-bracht hatte. Wenige Jahre später finden wir unsern Zürcher in Mün-chen, diesmal als Kapellmeister des Herzogs Wilhelm von Baiern. Damithat er seine bestimmte Stellung im Leben eingenommen und arbeitet nunmit voller Kraft und mit dem Bewußtsein seines Talentes. In dieseZeit fällt wohl auch seine Verehelichung.
Die Amtspflichten Scnfl's bestanden in der Leitung der sonn- undfesttäglichen-Mustkausführungen beim Gottesdienste, wobei natürlich vor-ausgesetzt war, daß er neben den bedeutendsten Werken Anderer aucheigene Motteten, Psalmen, Magnificat u. s. w. zum Vertrag bringen