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eine berühmte Persönlichkeit; er war in Florenz Kapellmeister und-bei Piorsrmo umAuiüoo in persönlicher Gunst gewesen und zugleich-innig befreundet mit Fosc^uiu äes ?rös, und diesem wo nicht eben-bürtig, doch nahe verwandt. Nach Deutschland zurückgekehrt, wurde erMitglied der kaiserlichen Kapelle in Innsbruck und pflegte nun dasdeutsche vierstimmige Lied, in welchem er Vor sich seines Gleichen nichthatte, und nachher nur von Einem übertreffen ward, der jetzt noch seinSchüler war. Wer erinnert sich bei dem Namen Jsaak nicht unwill-kürlich an das Lied: Innsbruck, ich muß dich lassen, das später unterdem Titel: O Welt, ich muß dich lassen, in die Kirche verpflanzt wurde„und mit den Worten: Nun ruhen alle Wälder, O Welt, sieh hier deinLeben, heute noch gerne gesungen wird.
Senfl stand noch unter der ttzrulu Jsaaks, als schon sein Name-bekannt genug war, um eine Prophezeiung künftiger Größe zu recht-fertigen. Erinnern wir uns, daß wir im Anfange des 16. Jahrhundertsin der Blüthezeit des deutschen Humanismus uns befinden, da die Spracheund die Anschauungen der Griechen und Römer auf allen Gebieten maß-gebend waren. Anders als in den Palästen der Medicäer machte sichin Deutschland der Humanismus geltend, er setzte sich hier „auf dirSchulbank und wurde eine fleißige Gelehrte." Da war der berühmte-Professor Conrad Celtes, der den Brauch einführte, zum Schlüsse dertäglichen Horazvorlesung eine Ode durch das ganze Auditorium singenzu lassen, und wer unter seinen Schülern einigermaßen musikalisch war,componirte drauf los, natürlich nicht ohne die haarscharfe lateinische Metrikgewissenhaft in der Musik anzuwenden. So haben uns Hofheimer, Gun-delius, Judenkunig und Andere ganze Bücher voll Kompositionen überTexte aus Horaz, Ovid, Martial, Catullus, Propertius hinterlassen. Abernach der Ansicht des gelehrten Celtes war der Tonsatz seines SchülersTritonius der beste, und als dieser selber Lehrer geworden, wurde nichtsAnderes mehr gesungen. In seinem Alter griff Tritonius noch einmalauf seine „classischen Lieder" zurück, verbesserte da und dort. Aber dasjugendliche Feuer war verraucht und er sagte: es sei nur Einer, der das