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Der Herzog hatte ihm drei „Tenore" und Texte zukommen lassen,damit er dieselben durchcomponire. Inzwischen überreichte ihm der unsschon bekannte Hieron. Baumgartner in Nürnberg im Auftrage Albrechts„Ein schone zwifache vergulte schewren (Becher) aufs Pest gemacht aufFunsfzig Gulden Rhein, (rheinisch) und auf paiden poden E. F. G. undderselben gemahel meiner gnedigsten Frawen Kleinat und Wappen, dabeyauch Funsfzig gülden Rhein, an gellt und gutter Muntz." Er dankt fürdies fürstliche Geschenk nun recht höflich und sendet als weitere Dank-bezeigung „mit sex stimm gesetzt und intituliert also, Hniä retrikrmlwDomino pro oirmistus spim rotristuit roilii: Ouliosm suluturisuooipium ot noinon äomini iiivoLubo'). Darzu schickh ich E. F. G.zwei psallm, ainen mit vieren (Stimmen) Doris in a<sjutorimn iriornwilltsnäs^), den andern mit fuenfen, Ds proCrmäis olurauvi uä ts,Domino, dabey ist an E. F. G. mein underthenigsi höchst pitt, wollesolch klaine und schlechte musika von mir in gnaden annemen u. s. w.Datum München asftermontag nach Margarethe im fünfunddreyssigisten Jar.E. F. G.
Underthenigister gehorsamsterLudwig Sennflgenannt Schwytzer.
Zwei Jahre später schreibt Senfl wiederum an den Herzog und zwarwie folgt:
Durchleuchtigster Hochgeborner Fürst Gnädiger Herr. E. F- G.seien mein underthenig gehorsam willige Dienst zuvor bereit. GenädigerFürst und Herr. Ich möchte bei E. F. G. nicht on ursach der Undank-es Vers 12 ff. des 115. (116.) Psalmes. Es ist bezeichnend, wie LasGeschenk des Bechers ihn an den mystischen „Becher der Heils" erinnert.Man erinnere sich übrigens, wie Josquin, um Ludwig XII. an ein Ver-sprechen Zu mahnen, den Psalm componirte (118s119s) Llemor ssto verbiIni, und hernach zum Dank Lonitstsm weist! eum SSI-VO tno. Letzterer istübrigens nicht nachweisbar, Ersterer eine der berühmtesten Compositionen, diewir von Josquin besitzen.
2) Es ist der oben besprochene Psalm.