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langte auch bald darauf die peokeklioncm cxrrzor6inLr!»m I.L.und da ihm in der orciinsriL Bartholomäus Socinus vorgezogenwurde / gab man ihm an dessen stelle die prokcll,c»icm juris c-no-"icl. solches hatte Socinus angestifftet, weil er hoffte / daßFelinus, welcher bereits mit ziemlichem daselbst das jus
rznonicum docirte, des Dem rühm verdunckcln solle. Es zeigtesich aber das gegentheil, daher Felinus aus Verdruß sich von ban-nen weg begab/ welches verursachte/ daß Decius von den cursc»-rikus stelle bemühet / und noch dclr^n übet (Mge-
lassen wurde / als er seine besoidung forderte. Weil sie nun uber-dem wegen des Verweises/ st sie seinethaiben vonLaurenlio6c vie-«Uc>- bekomme»/ übel auf ihn zu sprechen waren / so wolle er dievocsrion, die er nach Siena hatte / annehmen. Doch kam esendlich dahin, daß er blieb / nachdem man ihm einigen Vortheilversprochen, und daß er nach verfliessung zweyer ,ahre dem L-ocinosolte adjunqirct werden. Da aber Socinus / der sich damals zuSiena aufhielt/ solches erfuhr / ließ er sagen: wenn dieses ge-schehen solte/ wolle er nicht wieder nach Pisa kommen/ dannen-bero man dem Philippo zu verstehen gab / wenn L-ocmus wiedernach Pist käme, könte er nur seinen abschied nehmen. Also be-gab sich Decius nach Siena , und wurde daselbst Professor erstlichMis LLnomo - hernach aber auch jur>§ cvikr. Uni das jähr 1490that er eil,e reise nach Rom / und wurde von Innocentio XII zumXucillor cli NolL ernennet. Er wolle sich in den geistlichen standbegeben; weil er aber von einer concubine gczeuget, kunte er dieobern or6i>»-; nicht erlangen, und ließ also diesen schluß fahren.Da er nun wieder nach Siena kam / und die andern Profcssoresdaselbst ihm sehr zuwider waren, gieng er von bannen nach Pisa ,allwo er bald das st? canoni-um, bald das st? civile lehrte, undgrosse strcitigkeiten hatte, bis er endlich an.,i?c>2 nach Padua deruffen wurde; von dannen wolle ihn der Konig in FranckreichLudovicus XII nach Pavia haben, erhielte auch solches, ob ihngleich die Venetianer nicht gerne wegließen. Er kam also nachVavia an. izo; und erfüllete die Hoffnung, die man von ihm ge-schöpffet hatte. Doch verursachten ihm die strcitigkeiten, die derKönig in Franckreich mit dem Römischen Hofe hatte, grosse ver-drüßllchkeiten. Denn da er von dem Könige, wegen Haltung ei-nes Oonciiii, um rath gefragt wurde, hielte er dafür, daß auchetliche wenige Cardinäle befugt wären, ein Concilium zu deruffen,und bcwieß solches in einem eigenen tractat, worauf auch dasConcilium zu Pisa gehalten wurde, auf welches er sich mit denBischöffen, welche die Frantzösische parthey hielten, begab. Die-ses verdroß Iulium II dergestalt, daß er Decium in den bann that,auch wurde er aller seiner guter, bey erobcrung der stadt Pavia ,beraubet, und weil er nirgends in Italien sicher genug war, begaber sich nach Franckreich, woselbst ihn der König zu einen: Rath desParlaments zu Grenoble machte, nachdem er auf der academiezu Valence eure zeitlang die Rcchrs - gelchrsamkeit gelehret hatte.Nach dem tobe Iulii wurde er durch Lconem x. von dem bannabsolviret, auch von dcmstlbigen -6 protiMioncm juriz c-nomci uachRom deruffen, welches er aber, damit er den König in Franckreichnicht beleidigte, ausschlug. Nachdem aber Ludovicus XII gestor-ben, wurde er wiederum nach Pisa vociret; allein, der KönigFranciscus I wolle ihm solches nicht verstatten , sondern schickteihn nach Pavia , das st- canonicum daselbst zu lehre». Da er nunin Italien kam, befand er, daß die stadt Mayland von den Kaystr-jichen völckern belagert war; dannenhero er wieder nach Pisa kehrte, und endlich zu Siena den i z oct. an. im 8i sten jahreseines alters starb. Er hat unterschiedene schafften hinterlassen,
gls : v-cciurLS luper gccrcrsliL ; iicm iuoc, A, coclicem ;
connliorum lib, IV; kommen: 6e rcgulir juri«, Ücc. 6e
rl-r. leg. imcrp. I.r. e. ia clog. crp. 88. in kill.
jur. civ. I- Z. c. Z9. in viri; ^Cr. clc llripr. llc. XVI.
killoire 6c vaupliine t. 2. >.15. in viris vir. 60A,
in spp. g6 kill. lik. in rkcak. p II.
Decize / eine kleine stadt in Franckreich in der landschasst Ni-vernois, wo der flns, Airon in die Loire fällt, über welche letztere da-selbst eine schöne brücke qebauet. Sie ist der alten Vadicußiancr ihrveccr.L, und die Römische müntzen, welche daselbst gefunden wer-den , erweisen, daß es eine alte städt sey. Die Hertzoge von Revershaben allster ein schönes schloß, e,«- Kill. äst Mvcrnois.
Deckendorff/ eine kleine stadt in Bayern , nicht weit von derDonau , gehört in das rent-amt Straubingcn. An. 16; z und 1641machten die Weimarischcn und Schweden althier grosse unruhe.Es wird daselbst eine Hostie mit grosser Heiligkeit verehret,in welchedie Jüdcn sollen gestochen und blut daraus gcpressct haben.
kopoz-. kLvsr. Ns^critck. srlss.
Decker/ (Johann) ein Jesuit,gebürtig vonHaesbrouk in Flan dern , begab sich zu Rom in die soeictät Jesu. Hernach studirt erzu Neapolis , und als er in die Niederlande gekommen, lehrte erlange zeit daselbst. Nachgchends, als man ihn in Stcycrmarck ge-schickt , wurde er Cantzlcr aufder academie zu Gratz, woselbst er den
jan. an. 1609 im 69 jähre seines alters starb. Er hinterließ Meo-
rcmrkL 6e anno sc morrc Nomini ; 6c primario 6ivins: oc IiumgnT
ckronologice vincuio in in rom. Lc, Johann Decker / der Rath inBraband gewesen , und an. l6;c> 6iller»ric>ne5 -c 6cciiioE jucir he-raus gegeben, ist von obigem unterschieden. diki.
kiki. Nest.
VDLKss'I'JI.L8> ist ein Name,welcher den Päbstlichen briefengegeben wird,worincn eine antwort aufcinige den Päbsten von ei-nem Bischoffe oder geistlichen richtcr, oder auch wohl einer Privat-person vorgelegte fragen enthalten. Man hat keine ältere als vondem Pabst Siricio an, ungeachtet Jsidoruö Mcrcator, wie er sich
ded
dce
nennet, viele ältere vorzeigen will. Der erste c-sii-llor der
kum ist Dionysius Eriguus, welcher bey Siricio anfanget, uns
mit Anastasio endiget. Gedachter Jsidorus gab seine coU-L-on zuansang des 9 seculi heraus,und sänget von den ersten Pabsten/ nem-lich dem Elemente und dessen nachsolger, an. Gregorms IX ließ or-vecrersics unterschiedlicher Päbste von an. 115 0 an , da GratianuZ
sein volumcn Qccrcr. unter dem trtul: concoräism 6ikcor6mrium c.ä-
nonum heraus gegeben, biß i2;o colligiren. Desgleichen schob erauch noch einige andere mit eyn von einigen Päbsten und Vatern, sovor dem Gratiano gelebt. Diese oecrc^les sind in 5 buchee einge-theilet, worzu Bvnifacius VIII an. 1297 noch das sechste hinzusetzen lassen. Clemens V brachte aufs neue die llccr«- des Concil»zu Vienne , aufweichen: er an. i;n präsidiret, wie auch seine ei-gene briefe und conll.rur.onc; zusammen , weil er aber darüber starb,hat sein Nachfolger Johannes XXII selbige unter dem titul Cle-mentinarum an. 1; 17 heraus gegeben, ohngeachret es Clemens aufseinem tod-bette verbotlen. Zuletzt wurden unter des Pabsts Jo-hannis XXII namen exrcsvLgznces, und zu ausgang des i z seculiextravagantes communs? publickeret. kill. 6u 6roir canon.
cie originc j»r. kill. jur. ecclcli
Dedekennus / (Georgius) war zu Lübeck , an. 1574gebohren»und legte daselbst einen guten gründ in der gelchrsamkeit / weswe-gen er zieh, ohngcachtct alles einwendcns seiner muttcr, von demstudieren nicht wolle abwendig machen lassen. Er besuchte hieraufunterschiedliche Universitäten/ und wurde endlich an. 1:90, da ersich zu Franckfurl an der Oder aufhielt, nach Schonberg in demRatzeburgischen zu einem Prediger deruffen. Nachdem er diesemamtF jähr vorgestanden, übernahm er eben dergleichen tunAio,i zuNeustadt in dem Hollstcinischen, mit welcher er an. 1605 die stelleeines Predigers zu Hamburg , dahin man ihn wiber sein vermuthe»erfordert, verwechselte. An diesem letztem orte starb er an. :6rS,und hinterließ unter andern : trsüscuM 6e pec-Lrorum c-tulls; prLxia
conllientiLrum ; c»nlill»ri 2 lium conllkoruw ÜL 6ecillonum ckctrurur»Ac. aicmoc. rkeol
Dee/ lat. Deva oder Diva, ist der Name unterschiedener flüssein Groß-Britannien. Einer entspringt in dem Fürstenthum Wa les , in Merionethshire, länfft bald anfangs durch einen kleinen see,namens Lin-Tigid oder Pimble-meare, und zwahr mit einem sostarckcn ström,daß dessen gewäffer mit dem sinnigen nicht vermischetwird, gehet hernach durch Deubich-Flint und Chester-shire ,undfällt bey der stadt Ehester in einen kleinen busen von dem Jrrlän«dischen meer. Es werden viel lachst darinnen gefangen. Ein andrerentspringt an den gräntzcn der Schottischen vrovintzcn Athol undMarr, wendet sich gerade ost-wärts, durchläufft einen theil der letzt-gedachtenlandsthaftnind unterscheidet sie hernach von dcrGrafschaftMcrnis , biß er endlich, nach einem laufvon 60000 schritten , beyNew-Abcrdeen sicli in das mecr ergieße:. Noch ein anderer, welcherviel lachst führt, entspringt in dem nördlichen theil der Schottlän-drschcn provini; Gallowav, aus einem see gleiches namens, läufstgerade südwärts, und fällt endlich bey Kirkoubright in das meer.
6clic. 6e Or krersgric.
Dee/(John,) ein Englischer .'llstk-m-licusund seltzame Person,ist gehohren zu Londen den 1 z Jul. 1527. von Rolandö Dee einemehrbaren und wohlhabenden burgcr,welcher diesen söhn in griechischund lateinischer sprach wohl hat lasseninformiren, und 1542 des-wegen nach Cambridg gesandt bat; Per hat er mit ungemeinemfleiß seinen lluäw obgelegen, und biß in die 18 stunden täglich dazuangewendet: weil er nun ein sonderbahre tust zu der V-rkcll beysich verspürte, begab er sich an. 1:47 in Holland um bey Gemma Frisio , Gerhards Mercatore und andern ^»rkemsrici- sich in dieserkunsi zu perfccrionirei:: welches ihm sehr wohl gelungen. Nachseiner zuruckkunfft nach Cambridge machte er viel 1000 observatio-nen über der sternen lauss, und beobachtete nicht nur deren distantz,lauff rc. sondern auch deren inlluxus in diese untere weit, und zu-stand der menschen. In das von Henrico XII neu aufgerichteteKollegium Vrinitsris dastlbsi wurde er als 5ociuz, und §ccun6snuik»coLll<>r 1-ingiiL- Q-Xc-r aufgenommen; und ließ allda die Comö-die des Aristophanis, genannt, künstlich durch machinenrepr-rscnriren: welches viele der mechanischen Künsten unerfahrnefür Zaubercy - Merck angesehen. Ob schon er nun in Engellanbwegen seiner grossen wissenschafft in ceomerris und übrigen ma-thematischen fachen in grossem ansehen wäre, nähme er sich vor,um , wie er sagte, die reine warheit und schätze der himmlischenweißheit tieffer einzusehen, Engelland zu verlassen, und zog 1548.nach Löwen / da er als ein oracuium jn allerhand verborgenenwisscnschafftcn angesehen, und auch von fürstlichen Personen be-suchet wurde. Nachdem er allda zwey jähre zugebracht, undauch etwas in llu6,'c> hin? gethan, käme er nach Paris , und docirtemit ungemeinem zulauff auf eine neue art Kuci>6is Lieme»». da-durch er in die fteundschafft vieler berühmten Manneren gekom-men/ und leicht eine Profeßion hätte erlangen können, wann ernicht das freye leben vorgezogen hätte. Da er wieder nach En-gclland kam, genösse er zwar ein einkommen von dem x-cror zuUpton, wurde aber sehr unter Maria wegen der Religion ange-fochten , auch der zauberen angeklagt: Anno 15;; wurde er dergefangenschaffc befreyet, in deren er solte ewig verbleiben, undlegte sich sonderlich auf das llu6>um suriquitscum von Enqelland,da er eine grosse menge alter instrumenten und co6icunlmLnull,i.prorum zusammen brachte. Nachdem Königin Elisabeth auf de»thron kam, verfertigte er, auf rath des Grafen von Leicester, einSckeciam Lllroioßic-cn, darinnen er nach den reglen der/tttroioei»ins«- untersuchte, welcher tag glücklich wäre zu der Köniam:n-uxur-l>sa: dadurch er zwar in der Königin kundsame kam,
adkk