December / war ehemals der gottin Vesta gewrcdmet, und hatden namen daher bekamen, weil er nach der ersten Römischen jahrs-rechnung der zehnte monat gewesen. Von einigen liebedienern desKaysers Commodi wurde er Amazonius genennet, weil sich dessenconcubine Martia stets als eine Amazonin abschildern ließ. DieAthcnienser hiessen ihn von ihrem Gott Neptuns, Posidäon, dieDeutsthen aber haben ihnaufbefehl Carvli N. den heiligen und«achgehends den Christ-monat benähmet, weil in selbigem das ge-dächtniß der geburt Christi gefeyert wird. *
December / (Petrus Candidus) siehe Candidus December.VLdNVIKI'waren gewisse regiments-personen zuRom,wel-che zu dem ende bestellet worden,daß sie dem Römischen volck sollengesätze schreiben. Denn nachdem diese stadt durch die unter den bür-ger-und zunfftmeistern entstandene streitigkeiten viel unheil erlitten,gab ein gewisser mann, mit namen Hermodorus, so von Evhesovertrieben worden, den Römern den rath, daß sie; abgesandtennach Athen und in die andern vornehmsten und dem regiment nachdest-bestellten städte vom Griechenland schicken sollen, um derselbensttten und gebräuche zu erlernen. Nachdem nun solches geschehen,verfertigte man 0I7MP 82,2.^ Ki. 451,^.«. zoz aus
den erlerneten fremden gesehen und gewohnheiten erstlich i«und gleich darauf mit beyftigung noch zweyer, die so genannten 12tafeln., Als diese 10 männer sich das erste jähr in chrem amt wohlaufgeführet, und ohnedem? über die zu erst ausgefertigte tafelnnoch mehrere gesätze nöthig geachtet wurden, bestätigte man sienoch fürs folgende rahr. Aber da siengen sie schon an ihre sitten zuanderen. Am gröbsten wäre, daß sie auch nach dessen endigung kei-ne neue Obrigkeitliche Personen an ihre statt wehlen liessen, sonderneigenmächtig ihr amt und gemalt fortsetzten. Es hätte ihnen auch,ohngeacht hohe und niedere dawider murmelten, noch eine ziem-liche zeit gut thun können, weilen damahlen kein anderer Magistratin Rom wäre, und sich niemand gerne von sechsten zum Haupt auf-werffen, oder der gefahr zu erst blos stellen wolle. Aber dieser leu-then, und sonderlich des Appii Claudii übermuth, und an Virginiaversuchte unerträgliche gewaltthätigkeit ( sihe App. Claudius undVirginia) brachte endlich das volck in Harnisch, ,und gäbe demeVirginium, Iulium und Numitorium der Virginiä vater, bräuti-gam und Oiicic zu anführeren. Woraufdie Deccmviri nicht nurabgeschafft , sonderen die zwey vornehmsten App. Claudius undSp- Oppius gar in fessel und bände gemorsten worden, darinnender erste sich selbst das leben name, der andere aber auch noch vordem urtheil starbe. Die übrigen wurden ins elend geschickt und allergütereingezogen. r-'",. l.v-s». i. 10L >r. Ne>.2.
I s. Ko?-. I.rs. S.r.z är v>r. UI. c. ,r.
Liv- Oei I 17. Ors/1. r. iz. *
Decemius/ (^»Znus) teutschen Ursprungs, als sein bruderMagnentius an.; ?c> zum Kayser erwählt wurde, empfienge er hin-gegen von ihme die wurde und macht eines Cäsaris, und wurde derprovintz Gallien vorgesetzt. Es findet sich auch in dem berühmtenFaschischen müntz-cabinet zu Basel , eine müntz, darinn Decentiusgar Augustus oder Kayser mit dem höchsten gemalt betitulr wird:muß erst kurtz vor seinem tod gepräget seyn. Indessen wäre dieserHerr bey dem allem nicht gar glücklich. Erstlich schlüge ihne Cho-nodomarius der Allemanische König, so in Gallien eingefallen,auß dem selb. Bald hernach jagte ihn Poemenius von Trier weg,daß er sich in das innere Gallien begeben mußte. Aber da überfielenihne erst die schlimme zcitungen, wie sein bruder in Pannomm,Italien und in Dauphin- geschlagen worden, und sich aus Verzwei-felung zu Lyon den 11 aug. an.; z; entleibet hatte. Da stunde esnicht lange an, das er auf seine fachen gantz ver;weiflende,sich durchden strick das leben name am 18 aug. zu Sens an. z 5als er weni-ge monate über 2 jähr Cäsar, und erst in den leisten tagen Augustusgemessn, §. in cvron. §o-
!. 2. c 7.I. 2. *
Decianus/ (Tiberius ) ein berühmter Rechts-gelehrter , warvon Udino , einer stadt im Friaul , gebürtig. Er gab anfangs einenadvocaten in seinem vaterlande und zu Venedrg ab, nachgehendsward er bey Bernardo Naugerio PodestZ zu Vincenza und Padua-rill-llor, hieraufward ihm die ?-okeill>, oinnnLiinm aufgetragen,und das ,-iiiessorzr bey Franeisco Venerio, nachmaligem v»8°, bißer endlich Hicron. Cognato, oder Cagnoio zu Padua in der ?rnkct.Ilons juris folgte , aüwo er auch an. i;8l im7> jähre seines alteräverstorben. Er docirte zu einer zeit mit dem Marco Mantua Bcna-vidio und Jacobs Menschis, schrieb auch 5 voium. conliMLt. und r
volum. rrLÄat. criminalcs ?. I elo^.
Ze c!ar. IeA. inrer^r. I. r c. 170. ^
VLLI 8 I 0 M 8 sind eine gewisse art
gesetze desKaysersJustinianisso er nach dem ersten coMce,redochnochvor Verfertigung derPandecten und inllirurionü ausgehen lassen,undin welchen er die zwrstigkeiten ,so unter den sscten der Römischen Rechts -gelehrten über einigen zweifelhafften fragen im schwän-ge giengen, entscheiden wollen. Sie nehmen ihren ansang von demjähr ? ;c>, alsLampadius und Orestes zu Rom Bürgermeister ge-wesen, oder, nach Strauch» Meinung vielmehr von an. 529, undgehen biß aufdasjähr z; z. Sie sind allerseits in dem andernrcpetikT prs:lc6tMni§ genant, befindlich; esistaberdeydenGelehrtenNicht ausgemacht, welche eigentlich dazu zu rechnen. Alciatus undandere nehmen ihr kennzeichen von den über-und unterschrrMnher, und meinen, daßwo die überschrifft: Julians nr-r-f. oder
Ioanni n-L-k. k>r«r. und die unterschrifft : ü>pc:onaiiskui.smpsö>löc Oiellisvder pollLonlui^rum <?c Orellis anzutreffen ^da-
selbst auch einevon gemeldtenci-cillonibus vorhanden ssyn muffe.Nachdem aber sullinisnus jn gedachten jähren an erwehnte kr«t->
Aos ?r«torio auch küonkiturlanes, so vondm vecigonibus allerdingsunterschieden, ergehen lassen /so ist das sicherste merckmahl dieses,wenn ein gesetzt die wider einander lauffenden Meinungen der altenRechts-gelehrten erörtert. Denn wenn gleich nach diesem grundsa-tze so dann mehr, als zo gezehlet werden sollen, so ist dieses doch mitder art zu crcerpiren, deren die compUsroies des <.'ociic,s sich bedie-net , indem dieser aus allerhand unter gewisse Mulm zusammen ge-brachten 6-Lgliienris bestehet, und wol seyn kan, daß eine «lecitio-,zuweilen aus mehr theilen bestanden, folglich auch unter mehr alseine rubric gebracht werden müssen , leicht zu beantworten. Unterden neuern haben Linglois, Raguellus, Baro, Mcrillius, Lud-well, Strauch und Dominicus Bassus selbige zusammen zu suchenund mit anmerckungen zu erläutern sich angelegen seyn lassen. o»/r.
-roöi- H.pcrerz, i. 6. c. 14. all jo llccill ,
r 1 cl. 1709.. p. r lü. feg. ^
Decms; oder Cajus Messms G-uintus Trajanus De-cius; war von Bubala aus nieder-Pannonien gebürtig. Erbrachte sich durch den krieg in die höhe, und wurde von den rebelli-schen legionen, welche Marinum nach dem gewaltsamen tobe derbeyden Philippen an. 249 erwehlet hatten, zum Käyssr ausgeruf-fen. Er gab grausame edicte wider die Christen heraus, wodurchdie ergrimmten götzen-diener angefrischet wurden, desto mehr Chri-sten-blut zu vergießen. Diese grausame Verfolgung, welche fürdie siebende gerechnet wird, währte bis an. 2?7, da der Tyranneuntergieng. Denn als um diese zeit die Gothen in die provintzMösien und Thracien eingefallen waren, und alles verheerten,stürtzte sich Decius in einen morast, worinnen man seinen leichnamniemals hat wieder finden können, damit er solchergestalt seinenfeinden entgehen möchte, welche seinen söhn Quintum ErenniumEtrussum Messmm Decium getödtet,und seine armee geschlagenhatten. Er regierte 2 jähr,und zwar so,daß er seiner thaten halber(die bemeldte Christen-versolgung ausgenommen) billich unter diebesten Kayser kan gezählet werden. z-rKor. uikor.
t 6 c. jr-ZH icq. v/o/. i. 7 c. r.
p. Decius Mus / ein Römischer Bürgermeister, welcherseine tapfferkeit bey unterschiedenen begebenheiten sehen ließ.Als er ä n ;ü4i, 4. e ^4;, /r. n 411 nur einsthlechter Tribunusbey der armee war, erloftte er den Bürgermeister Cornclium vonseinem gefährlichen posten, und trug viel mit zu dem siege widerdie Samnites bey. Nachgehends da er mit Manlio Torquato
u.414, »4. ;S44, .-v. c:. Z40, zugleich Bürgermeister war,
gelobte er sich aus anlaß einer Weissagung den unter-irdischen gott -heilen für sein vatterland in währender schlacht zwischen den Rö-mern und Lateinern; da es bann geschahe, daß die Römer selbigegewonnen, und Decius Mus gelobtet wurde, wie dann die Bür-germeister schon zuvor beschlossen, daß derjenige von ihnen beyden,dessen flügel zuerst in Unordnung würde gebracht werden, für dasheyl der armee sterben solle. Dieser Bürgermeister hinterließeinen söhn, der gleichfalls P. Decius Mus hieß, welcher summusPontifex oder Hohepriester war, und ^ mal Bürgermeister wur-de. In seiner ersten bürgermeistcrlichen regierung ä. v 442,L. vi.; 672, c. z 12 nahm er einige örter in Thustia ein. Inder andern ^ v. 446, ZÜ76, /r zc-8 schlug er die Samm-
ler, und nachgehends die von Apulien , unweit Benevento . Dasdritte mal war er Bürgermeister r. 4-; 7, 1^1. ;68?,> c.297,und da er ir. v 4?y,.^. .^1 ;689, ir. <2 29^ wider die Gallier, Thu--ftier und Samniter stritte, gelobte er sich gleichfalls, nach demerempel seines vatterö, den höllischen gottheiten; welches aber dmRömern nicht den geringsten Nutzen würde geschafft haben, wo-ferne nicht <Lcipio und Martins bey guter zeit darzu gekommenwären. Dessen söhn, auch P. Decius Mus genannt, opfferte sichausgleiche weiss aus, da er Bürgermeister zu Rom war, «. 47;,z !v> Z7v;,^ ^ 279, und in einer schlacht wider Pyrrhum föchte,welcher letzte darinnenverwundet wurde und 20000 mann verlohr.Jedoch wird dieses letzteren nicht sofast in denen Röin. Historien,als von Cicerone gedacht. Dieses gcschlecht,ungeachtet es nur einplebejanum, oder von geringer ankunfft gewesen, hat sich doch garsonderlich berühmt gemacht. Es gcdencket auch Tacitus einesDem, der sich dem Laefarinas, der Africam durchstreiffete, tapfferwidersetzte, und getödtet wurde, indem er ihn verfolgte. Ln«,
i. 7. 8, >0 tTri I. 5 c. s ex ; L 6 1. Dioä Ä,«/. I. ir,
p'rKo, äe vir. iNiM,. c. i6> 27. in lutcul. ö, I. cle 6n»
Uc nar 6eor. pro llomo tus. I. Lr c. r.5. l 29 c r. l. I c. 14,
DrcrE I.; snn. *
Decius / ein Gouverneur zu Rom unter dem Honorio an. 4°2»Symmachus schrieb an ihn viel bricfe. xrowp. coci.
tlleoci.
Decius / (Antonius) ein Italiänischer Poet, lebte an. ie 90 rstarb aber noch gar jung. Er ist sonderlich durch ssme tragodie«bekannt, und daß er ein guter freund des Torquato Tasso gewesen.
Decius / (Philippus) ein berühmter Rechts-gelehrter, warein natürlicher söhn Tristani s- Dcrio, welcher am Mayländi-schen Hofe in ansehen gewesen. Erwurdean.i4?4.gebobren,und zu Mayland in guten wmensshafften unterrichtet; da er aberwegen der vest diesen ort verlassen mustc , begab er sich zu seinembruder Lancellotto, der zu Pavia die rechts - gelehrsainkeit lehrte.Er legte sich also im 17. jähre seines alters auch auf dieses lluMum»und machte wegen seiner Hurtigkeit im disputiren seinen lehrmei-stern, Jasoni Maino und Jacobs Puteo, viel zu schaffen. Jnseinem 19. iahre difputirte er pubiice mit grossem rühm, zog dar-auf mit seinem bruder nach Pifa, der dahin zum juris
bernffen ward, und that sich allda so hervor, daß man ihm im -r.jähre seines alters die proüllivo«« intti-mioaum auftrug. Er er-II. theil. D langte