Band 
Zweyter Theil
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tMgtfolgkk. üonsli Lsü. clirist. Ls/-slblss.

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tLd!US.

von Spanien diesem seinem natürlichen bruder einen gewissen 8 -cre -t-rium zu / namens Juan-st Soro. Als man aber nachgehendZwahrnahm / daß dieser mensch den besagten Printzen / zumahl nachder glücklichen see-schlacht bey Lcpanto / und nach der eroberungvon Tunis /zu allerhand Neuerungen und wider das Königliche in»rcresse lauffenden dingen anreihte / entfernte man ihn mit dem tituleines 6 °n- 7 !>!-?mvcciicorz von der armade/ und setzte hingegen sei»neu ftind Juan -st Escovedo / welcher in dem Hause des GönsalvoPerez / eines vaters des Antonio Perez / war auftrzogen/ unduachgehends durch den Printzen Ruy Gomcz weiter befördert wor»den/ an seine vorige stelle / mit der ausdrücklichen ordre / daß ersich in derselben nach den absichten des Spanischen Hofes richtensolte. Allein er fieng es gar bald an / wo es sein verfahr gelassenhatte / lind seeundirte nicht nur / sondern erregte auch / den ehr»qeitz des Don Juan- Da nun der König dessen genugsam ber»sichert war / und Escovedo sich endlich gar unterstund / an- 1577mit sehr nachdencklichm commißionen von seinem Printzen nachMadrid zu kommen/ fand man weder rathsam / ihn langer aus-zuhalten / noch mit einer antwort abzufertigen / noch auch (ausfurcht vor dem Don Juan) wegen seines Verbrechens öffentlich zustraffe zu ziehen. Endlich fiel der König / nachdem er den Cardi»Mund Ertz-Bischoffvon Toledo / Dort Caspar ae Quiroga /wie auch den Marggraftn von Vclez/ darüber zu rathe gezogen/darauf/ daß man ihn (als ob es von einem prtvat-fcinde herrühr-te) massacriren solte. Er trug solches tu geheim seinem Staats»Seeretario/ Antonio Perez auf/ und dieser (dem man schuldgiebt/ daß er ohnedem den Escovedo als seinen mitbtihler / oderdoch als seinen verrather / bey der schönen Printzeßin von Eboln /einer gemahlin des Printzen Ruy Gomez schaffet) ließ solchen be>fehl gleich nach dem osterfcst an. 1578 durch 6 unbekannte Personen/deren anführer Garsia Arze soll geheißen haben / am hellen tagevollziehen. Bevor Escovedo seinen gelst aufgegeben / sollerdcnAn-tonio PercZ / als seinen mördcr genennet haben. Was wegen die-ser Hinrichtung inSpanien erfolgt/siehe unter dem arlicnl perez.Was den Don Juan anlangt / so zog derselbe / so bald er diese be»gebenheit mit seinem Seeretario vernommen / sich solche als einoffenbares kennzcichett des von seinem bruder aus ihn geletzten nnß»irauens / dermaßen zu gemüthe / daß er den 1 ocr. des gedachten1578 jahrs gleichfalls in dem lagev vor Namttr mit tode abgieng,Etwan 14 tage vorher hatte er an 2 von seinen vertrauten/ nemlichan den Doriaund andenMendoza/ deren dieser letztere PhtlippiII Ambaffadeur zu Genua war / mit diesen formalren geschrieben /daß / nachdem man ihm bie bände abgehauen (womit er aus desEscovedo tod zielte) er entschlossen wäre/ sich in dem ersten gefcchteden kopfmtzwey schlagen zu lassen. -st st nmoris u-

Ucrer./e ViN. ci'Lng!. rom. r ^>. rgz, Z04. lM. I. !<> 4 -

Vszncs rom.; p. 464.

Escuriä! / ist ein klein dörff/ ungefehr? meüen voll Madrid /auf den Alt-Castilianischcn gräntzen und gegen das geburge a-Tabluda zu gelegen / woselbst ern kloster und coNrZwm stehet/si)Königliche geinächer in sich fasset/ und wegen seiner grosse und kost»barkerk weltberühmt ist. Man gehet zwischen reihen von Ulmen»bäumen hinaus in dieses gcbäude/ welches den ebenen Und gleichenräum fast gantz einnimmt / und danuenhero bey nahe gar .einenvarhofhat. Das^ porkal ist mit marmor-säulcn ausgeftchre» / auswelchen zu oberst der heilige LauMttus stehet. Das Königlichewaapen ist gleichfalls allda zu sehen / welches wie man sagt/ in ei-nen donner-kiel eingegraben worden / davon bloß die arbeit überüovöo thalersoll aekostet haben. Das gantze gcbäude aber stellet er-neu rost vor/zum cmdmcken desjenigen / ciüfwelchem 8. Lauren-tius gemartert worden. Es sind sehr prächtige zrmmer m diesempallaste / und die dar;» gebrauchten steine/ so von färbe grauirchtund mallen gewittern däurhasst sind / geben dem gantzen bäumngeringes ansehen. ES hat solches der König Phllrppus II innerhalb28 jähren / dem heiligen Laurentio zu ehren / auffuhren lassen /nachdem er in der belagcrung 8. QUintin dessen kloster zur bmrcricgebrauchet. Wiewohl andere dieses einem gelübde zuschreiben / wel-ches er/dadieFrantzoftn an- 1557 bey 8»Quinlln aüt tage Lau»renttt von ihm geschlagen worden / soll gethan haben. Wre dannauch dre spitzige antwort eines frantzösischen gesandten dahin zielet/welcher/daihmedieses gebäu gezeiget / und dabey/umiynemetwas ausszuziehen/gemelder ward/ es käme dieses gcban von einemgelübde Phil. II. her/ sö er in der schleicht bey 8. Qmnttn gethan /älsoöald antwortete: der ein. solches gelübde gethan / mußte sichgewißlich gar sehr geförchtel haben. Sonderlich ist tn dem L«cur>Äizu bewundern die grosse menge so vieler steine / woraüs das gantzegcbäude verfertiget ist/ welches 17 creutz-gange und 22 Hose hat.Das kloster Hat4 creutz-gänge / ausser demjenigen/ welcher nochabsonderlich den apotbeckern eingeräumet ist. Die 8. Lanrentti-krr-che ist ein schön gcbäude / welches mit bildern und vielen aus ertzverfertigten und vergülderen kunst-stncken ansgezieret ist. 3 um ho-hen altar gehet man auf 17 stuffm von porpyyr-stelnen /und istderselblgemit4reyhen Pfeilern / so von jaspis verfertiget / umge-ben. Das tabernackel/wo die monstrantz stehet / pranget mrk nn-zählich viel edelgesteinen / und das -n-onum, ,0 ausemem einigen«garsteinegemacht/ wird aufzooooo cronengeschätzt«Gleichwieaber der schätz an aold / perlen und edügesteincn gantz unglaub lichist / also soll ein einiger schranck von reliquien/deren 4 M alldabchnden / an seinem werthe den schütz zu 8. Marco m Beneolg

efe esi ...

übertreffen. Dle lerichker ünv lampen sind von lauter gölde/ und zudarinnen liegt täglich ein neuer schmuck fertig. Un-ist eine gewölbte capclle/ worinnm du cür-mr der Könige in Spanien liegen. Dieses prächtige werck / sy auss und Porphyr g!bam^ Aud wird Pantheon genennet / weil das^nstkt darzu von demPüntheon zu Rom genommen worden/

wird/ und die Königinnen auf der lincken Das""!^..-m hät 4sMMNgc ln jlch / nebst vielen grossen gemachern. Die bibliocheeistmchtallein wegen der herrlichen gemählde/sondern auch wegengtojsen menge bucher zu bewundern/indem beyiooooostücksich alldabcstnden ,ollen/ ohne diejenigen zu rechnen/so von den vornehmstenmchen-vatern mit eigener Hand geschrieben zu seyn geglaubetwec«den.Vor zelten verwahrte münallda über zooo Slrabrsche An.1671 hat das kloster durch einen brand grossenschaven gelitten /

Abt allemal cln0ra»a <i Lrp2Z!ie ist. Im übrigen soll man IN die-lein magnlfigiien gebaude nsoo ftuster / 1400 chüren / und so ei-nc grosse anzahl von salen und zimmern finden / daß die dazu ge-ydiigeiischllillkt 7000 psund wägen. 8pLniicke ksiic-vcicvleid. Ä,I.16)5,166'.

Esebeck/ eine AVeliche Familie in dem FürstenrhüM Anhalt /deren stamm-schloff gleiches namens in dem Braunschweigischettnlcytlvelt von Schoningen gelegen. Nachdem aber dieses schloß /welches der Kayser Henricus I dem anherrn dieses geschkchts vorseine m der lchlacht bey Merseburg erwiesene tapffcrkeit soll geschen-kt haben/bald in andere Hände gekommen / hat sich dieses ge-lch echt m dem Hertzogrhum Magdeburg und Fürstenlhum Än-halt niedergelassen / und allda unterschiedliche Ritter-sitze / alsvoynau/ Zghmig undLibena/änlich gebracht. Ludolph und Bal-dulii von Esebeck werden in dem vertrage / welchen der Kayser Ol-tol V mit seinem bruder Henricowegen der landeskheilung am120; aufgerichtet/ alszeügenund Kayserliche^.-n,ae.ittezbenen-net. Ein ander/ namens Ludolph / hat seinen zehenden zu Künste»de an. i2;7an das Stifft Halberstadt verkaufst.Heinrich wird ineinem an. 1292 ausgefertigten a,p>omacc als zeuge angeführt. Nocheiner des Namens Heinrich vertrat um das jähr ^92 die stelle ei-ucs Kertzvglichcn Braunschweigischeu Cämmer-junckcrs. Nur-chard commandierte in dem ;o jährigen kriege die Ritter-vserde indem Hertzogrhum Magdeburg . Dessen anderer söhn/ JoachimFriedrich / ward Chur -Sachsischer Cammer-juncker.Asmüs lebtegegen ansganq des 17 seculi und hatte 2 söhne/ die waren 1) Hart-wig Jordan/ der in Ungarn / als Chur-Sächsischer Hanvtmann /geblieben. 2) Joachim Friedrich / Herr auf Libena / Zähmig «nvGroß-Saltzä / der sein geschlecht fortgepflantzet. ^W.4nv.kiit-i. 7,

Eselswiese/ heist ein gewisser grüner platz oder anqer nahe beyder stadt Qvcrfurt, welcher wegen eines jahr-marckts, so jährlich inder östee-ipoche daselbst gehalten wird / in der umliegenden gegendberühmt ist. Man erzehlt, daß ein geistlicher von dem geschlechwder alteü Grafen vön QMftM / namens Bruno / zu anfange des1 i/eculi durch den Pabst Sylvestrnm II ekncnnet worden/ den un-gläubigen Preussen das evangelmm zu predigen. Von dannen feyer ermnals,llm feinen bruder, Gebhärd, als regierenden Grafen, zubefuchen, nach Qverfürt gekommen, und als er wieder zurück nachPreussen reifen wollen, habe der efel, aufwelchem er geritten, nach-dem er bis zu der obgedachtett wiest marschirt, durchaus nicht wei-ter fortgewolt. Wiewohl nun BrUilo deswegen nach Qverfurkziirück gekehrt, fo habe er doch nach wenig tagen die reist nachPreussm fortgefttzs, und fey dastlbst von denen, die evzn bekehrengefucht, an. 1008 jämmerlich hingerichtet worden. Seine angehö-rigen, welche dasjenige, fo mit dem efel vorgegangen, ä!s eine Vor-bedeutung diefes traurigen endes angesthen, sollen darauf an demort,wo derselbe stöttig worden,eine capelle haben ballen lajsen,welchenachgehcnds mit vielen invulgentzen versehen, Und deshalden durchvielsältige wallfahrten besucht worden; woraus endlich der öor-ermeldeie jährmarckt entstanden, kremu ?. r ; r-,i.

446, ckron. in vic. licnrici II-

Esenö/ siehe Essens.

Esion-geber / siehe EZVöii-geber.

Eskdale / lat. TlH-. ist eine kleine provitttz vön dem mittägigenSchottland,zü welcher noch eine andere,namens Eusdalestal. o,v---gerechnet wird. Gegen osten unterscheidet sie der fluß Terkas vönLiddesdale, und an den andern seilen gräntzen sie an Tcvwtvale,Tweedale und Annandale. Ihre gantze lange macht ungefähr -rund die breite 8 Meilen aus. Eusdale liegt gegen morgen und hatihren namen von dem fluß Eus, welcher ist von norden gegen sudendurchläufft, und endlich in die Esk fallt. Dstftr letztere fluy, wcl-üikv dLk MöÄllh den namen Hldt / dnechsteklcht dieselbe

von osten gegen Westen, und wird in die schwache und m die wcisseEsk eingetheilt. In beyden provmtzen m der mercttvurdlgstc ortder stecken Rcbum, welcher ander werssen Esk liegt. Das übrigefind nur dörffer, wiesen, vieh-weyden, berge und moraste.

«Zelic I Lcoils p. 1089^

Eölittgett/ siehe Esilingen.

Esmendrewille / siehe (Boje Johann Uü-)

Esoaane / (Johannes ck) war aus Däuphrne gebürtig / und«ab einen Prediger bey der Frantzosifchm kirche zu Londen ab.

UrhM Ek Seine