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dem Kayftr Carolo V/ in Italiänischer,und das geschlccht-registerdes Hauses Este in Lateinischer spräche geschrieben hat. u-
pver, tuiicmp. cUal. I. I. 7 tziti. L^vvncx. 6^r/i-sr iküLir.
Lo/>^»r L 6r„/rnrL»r icrirc. ciellL Uigur. öec.
Falieri / eine von den allerältesten familien unter den Edlen zuVenedig , welche vor aiters den namen Anastasio geführt. Es sindaus derselben; Dogen gewesen, nemlich Vitalis, Orbelaphus, undMarinus . Von den beyden letzten sind zwey absonderliche articulzu lesen. Vitalis Faliere bestiege den Hertzoqlichen thron an. 1084nach Dominico Sylvio. Er soll von dein Constantinopolitani-schen Kayser Alerio I die belehnung über die prvvintzen Dainra-tien und Croatien , ingleichem von dein Occidentaiischen KayftrHenrico IV unterschiedenes zum behuf seiner Republic erlangthaben. Er starb in dem jähre 1096, und bekam zum NachfolgerVitalem Michaeli I- Seit der unglücklichen begebenheit mit demDoge Marmo Fasten ist diese familie gleichsam in einer beständi-gen Unterdrückung geblieben; da sie doch vorher nicht nur zu Ve-nedig , sondern auch in gantz Italien,eine von den vornehmsten ge-wesen, theils weil sie sich daselbst mit den grösten Häusern verschwä-gert, theils auch,weil sie die oberherrschafft über Ravenna und überandere örter in Romagna gehabt, Qwi aucm. L-mL, IM.
Vcncc. clc rep. V^nein. aleNiff. iZu Qouvern.
^vVeniie. p.
Lalieri/ (Ordelapho) ein Hertzog von Venedig , welcher an.Hör erwählet wurde, und Balduinö, dem Könige von Jerusalem ,mit einer mächtigen flotte einen grossen theil von Syrien wieder-um erobern halff. Nach diesem brachte er gantz Dastnarien, Croa-ticn,nebst unterschiedenen andern von der fte weit entfernten prs-vintzcn, unter der Venetianer herrschafft. Als eine zeitlang hernachdie stadt Zara rcbellirte, und sich dem Könige in Ungarn unrer-warff, segelte er mit einer flotte dahin, cmpfieiig aber an. 1 n 7, alser die söldatcn bey stürmung der stadt aufzumuntern suchte, einetödtliche wunde. «je l,XLN!pI,L vir. iiiuik-. v^ner.
Lalieri / (Marino) Hertzog zu Venedig , ward zu dieser würdea». i;54 erhoben, als er eben eine Gcsimdschafftzu Akom verrich-tete. Nachdem er 9 monal regieret, gcrieth er auf die gedancken,sich touvcr^in zu machen, und die Ralhsherren meuchelmörderi-schcr weise hinzurichten. Einige wollen , er habe sich zu diesen ge-dancken aus raach verleiten lassen, weil ein gewisser Michael Zen,oder Slcn seine frau, oder eine andere ihne sehr nahe angehendePerson zur unkeuschheit verführet hatte, ohne daß er durch dieRichterliche form ihne zur straffe habe dringen können. Anderemelden,er habe dieses frevle stuck aus blossem ehr-geitz unterfangen.Das vorhaben wäre den pallast unter währender ralhs-versamm-Illng anzugreiffcn, wozu - s obcrhäupter bestellet waren, deren je-dcs'60 mann mit sich dahin bringen solle. Zur ausführung wäreder 16 april bestimmt, an welchem deswegen noch alljährlich einex-ncrzi pi^occUiv» um den Marr-platz gehalten wird. Allein Ber-trard Pclizzari, einer von dieftr varthey, offenbahrte es einem vonden Raths-hcrrcn, welcher es alsobald den übrigen zu wissen that,worauf sie noch in selbiger nacht 16 von den vornehmsten radeis-führern nebst dem Falier arrestirten, und in weniger als 8 stundennoch 400 andere mitschuldige darzn bekamen, von welchen einigegehcncket, andere ersaufft, einige aber nebst Falier enthauptet wur-den. Darauf entdeckten sie ibrer noch 500, welche aber, weichebey Vollziehung dieses Vorhabens nichts mithatten zu thun habenwollen, gnade erlangten, ohngeaehter sie ch gebilligct hatten. Der-jenige, so es eröffnet, wurde mit der würde eines beehret,und bekam eine jährliche pension von 1000 krönen. Allein da ermit dieser belohnung nicht zu frieden war, sondern den Rath derundanckbarkcit beschuldigen wolle, wurde er ansio jähr lang »achRagusa verwiesen, und, als er von danncn nach Ungarn entfliehenwo!ce,kam er unterwegcns um. 1. ,z. inff. 6u Oouv. a-
Vcnile. *
ssssVI8GI- ein alt volck in Italien,so nicht weit von Rom seineWohnung hatte. Sie wurden von den Römern unter das joch ge-bracht , wie man im Limo sindet. Monte Fiaftone ist anietzv dieHaupt-stadt dieser landschasst, gleich wie vor zeiten Faicria. Dasgebiete der enu-,»,,,,» erstreckte sich ehemals von dem Loftanischenmcerc bis nach Piombino , und von deut fluge Paglia bis an denberg Svracte gegen die Veienciner zu. Heut zu tage sind darinnendie Grafschaffl Petigliano,Castro,der see Bolftno, inonte Fiaftone,Bagnarea, Grastgnano, bis an die Flamüüsche straffe und den flußTiber . Auf der andern feite gegen dem berg Soracte zu war derwald Ciminia und einige andere stadle. 1.6 c. 19.
PH.-»c^ännor. in itzivium.
FaMrk/ siehe ^awkirk.
FaUez/ siebe Bauduin.
^aUopius/sGabriel) ein sehr berühmter Xkc-Zicuz,war zu Mo-dena an. 1490, oder, wie andere wollen, 152; gebohren. Er hatteeine ungcmeme begierde die natur auss genaueste zu untcrsuchcn,durchrciste danncnhero fast gantz Europa , sich mit gelehrtenmännern zu unterreden. Dadurch erlangte er so wohl in der astro-nomie und philosoplste , als auch hauptsächlich in der botanie undanatomie grosse wiffenschasst, wie er dann hierinnen unterschie-dene dinge erfunden , davon noch heut zu tage nw, t uünp,^,^ dennamen führet. Zu Padua wurde ihni anfangs eine profeßion inder anatomie, und nach Lein rode des Bonasidii an. 1940 die >Eu-r2 iff»x>!ic>u>i> aufgetragen. Er ftlbsten aber starb an. 156; in dem7; iahrc seines atters, hingegen andere wollen, daß er kaum das )9jähr überlebet, Seine schrisslen sind: inir>rmiE8 -nscomic«; ob-
tervscioncs siiLroniic«; cic colonous rrnÄ. lle mclliciruc « gu-r
fa! fam
clllrurgiL llicimr z oblervLtiones ü- venir; cls psrriduL timllznbus'cle meäicLmemis ffmpücitzus z lls Msrerig aiellicinrli in Iwrum pri-
mum Oinicoritzis; cie rks-wLlibus Lgu>5 z ge mecLÜis argue foffllikm -tzc mcciicLmenris purbLnrinus lllNviicwus; en,ffo!L sei tviercuri^lemtze lte ulccribus eorumgue ipccistzus ; cle lllvrbo Ozillco - tze
uiceridus ftnguinrum porrium z cle vulneritzus in Ebnere . ^ vulneri-tzus cLpiris, oculorum, nsll, colli, vstorum öcc. commeniLriusin tkip-pocrLtis Nbruni cle vulneribus cspiriz; lle csutcriis ; lle lumorikmprLter nsrursm ; ffc clecurLUoncz cxpotirio libri Qrleni lle ollltzus.tze Uixaris trsÄis ollibus; merbotzus contulrsnlli; <le compolliionsniecNcsmenloruni; cie Licsnis guibuLliLm Lvnipolirionibus mctz>c!zSc quL-cxrrs nieäicmLm in ulu Ninr. Über diese Wird ihm auch emanderes werck, so den titul führet: li-cre-i a.vsrll c wiraculos L.ffinri in rrL libri, von einigen beygelegt ; allein der wahre suÄordessen ist Johannes Bonacius. t»a. t. cbron.
meciicor. OÄsseL«». vn. inefficor. elvg. vir. ciock.
rbcsrr. e!og. I x. rio. Freier, rlis^rr. ge z„g.
Falmouth / eine stadt in dem Kirrier-Hundred, in der westli-chen gegend von Cssrnwall,hat aufder südlichen feite einen vvrtref-lichen haven,der so groß und sicher ist, daß 100 schiffe darinnen ste-hen mögen, ohne daß eines das andere sehen kan, und wird bey dereinfahrt von 2 castellen beschützet, welche König Henrieus VIIIerbauet hat. Er ligt sehr bequem absonderlich vor die schiffe,so ent-weder in den sana! hinein gehen oder heraus kommen. Carolus IImachte Charles Lord Barklen zum Grafen von Falmouth, und alsdieftr an. 1665 aufder see umgekommen , wurde von eben diesemKönige an. 167; George Fitz-Roy, so nachgehends Hertzog vonNorthumberland worden , zum Burggrafen von Falmüth ge-macht.
Falfter/ lat. k-Mri-, eine insul auf der ost-fee,welche dem Köni-ge von Däncmarck gehöret, und zwischen den insuln Mone vst«wäris, Laland westwärts,und Seeland nordwärts lieget, wovon siedurch ein enges meer, so man Grone Sund nennet, abgesondertwird. Sie ist 4 Meilen lang und breit, und hat nur 2 kleine städte,Nicöping und Studköping, ist aber sonst an getreyde und andernfrischten sehr fruchtbar. s- Uelc. vr».
Lalsterbo / ein kleiner ort an der süd-westlichen spitze der land-schasst Schonen, z Teutsche meilen von Malmö südwärts, gelegen,allwo viel Heringe gefangen werden.
AlZ / (Raymundns) ein berühmter ^»iileur,wurde an. i6>zzu Stockholm gebohren, und verlohr feinen vater, welcher bey derKönigin Maria Eleonore hof-jubelierer war, in dem ? jähre seinesaiters. Zwey jabr hierauf wurde er zu seines Vaters brudec, Herrnvon Falzburg, Schwedischen Hof-und Regierungs-Rath < nachStetin geschickt; allein seiner mutter Unpäßlichkeit ruffte ihn wie«der nach Schweden , da er unterwegs einen schiff-bruch aussteheninnste. Nachdem er sich in seinem vaterlande so wohl bey gsld-arbcitern als mahlern und wachs-poßirern unterrichten lassen,gieng er an. 1680 nach Coppenhagen, von dar nach Lübeck undHamburg,und über WoIffenbüttel,Erffurt,Coburg, Bamberg undNürnberg nach Augsvurg, allwo er die kunst, in stahel zu ardeilei!,vollkommen lernte. Von hier besuchte er München,, und kam an.1682 über Ulm zu Slraßdurg an, allwo er die Frantzösische sprächelernte, und an. iü8z Paris besuchte, auch sich anfangs beydemKöniglichen Kle-^iULul-, a>, Cheron, in dienste begab. Allein weilseine iucdaillen ibm jedermans Hochachtung erworben, hielte er esfür rathsamcr, für sich zu arbeiten. Weil er nun also sehr viele »---mnm^.die in des Königs Historie liessen, mitungcmemerkuustverfertigte,ließ ihm der König, ausser dem ordentlichen lohne, jähr-lich eine pension von 1200 pfundcn reichen. Inzwischen lernte erauch die music, und durchreiste die vornehmsten Provintzcn inFranckreich. Hieraus giengeran. 1686 über Brüssel in dic vercl-nigtcn Niederlande , von dar aber nach Engelland, und als er vonhier nach Holland wieder zurück gekommen, wolle er Schweden wiederum besuchen, dessen König ihm so fort zu Stettin etwas ge-wisses jährlich reichen ließ. Allein als der Churfürst zu Branden-burg , Friderieus, an. 1688 die regierung feiner lande antrat, lieg erihn zu sich beruften , und machte ihn zu feinem lexKKlicur. An.1694 erhielte er die erlanbniß, abermals »ach Schweden zu geoen,von danncn er aber mit grosser Mattigkeit zu Berlin ankam. An.1701 reifere er auf erhaltene erlaubniß nach Hannover , allwo erverschiedene m-mUWsiL verfertigte, dabey aber in eine harte kranck-hcil sicl; als diese sich wiederum in etwas gelegech gieng er nachBerlin , und starb daselbst an. 170z den 26 may. Seine mcda>llcn,welche in den n»vis i>r:e-L->i? angeführet werden,
befinden sich in dem Königlichen müntz-cabinet zu Berlin ,
licie^riz »n. >7^ p.^41, 407 eic 408, Ln. 1704 p. z.
bibi. sn. 1704 p.
sssssslss, unter diesein namen haben die Heyden das gcrnchtals eine gotthcit verehrt, und derselben unterschiedene tempel ge-widmet. Die erde soll,und zwar durch den zorn der götter gcmtzet,sie gantz zuletzt,als eine schwester der deyden riefen Cai und Enccla-di, hervor gebracht haben. Bey dem Virgilio ist eine vollkommenebeschreibung davon zu finden, llb. 4. in wcic.
in LäMÜi. 7-Ee/ psnck. ni^rb. p. ,.79.
Lamagosta / lat. k-mi -wAnk-, ist eine Bischöfliche stadt aufder ins»! Cypern, unter den Ertz-Bifchoffvon Nicosia gehörig,neWeinem bequemen haven. Man hält dafür, daß sie vor dickem Sala-min, Thamassus oder Arstnoe genennet ivorden. Sie ligt m: hin-tersten theile der inful,auf der gegen Syrien zu liegenden feite, allestadt Famagvsta ist vierecktgt,hat 2 meilen im umfange, und ist »nr