Band 
Zweyter Theil
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Z28 föi

tung er Mich M 1 andernmal mit erwünschten» forigang mrf sichgcnoinmen. Nach seiner zurückkunfft begab er sich in sein Ertz-Bißthnm zu Arles , hielte an. 14;? ein S-ncNium zu Avlgnon alsPäpstlicher raun»,,!?, und starb daselbst an. 1464 im ? 8 sten jährsein s altcrs. Von ihm hat das coUegnim «-oxU»u,n zu Toulouse ,daraus so viel berühmte lenke, sonderlich in dem 17 ftculv, enisprot-sin, seinen Ursprung. 6c ttr/rco». VII. konrlf. ac LpUc.

kitzln. in ponrik.-»rc>. ki rTo». OKI. c/» Lc liitr.

«lcs (.'sixiiii. Qsll. <^c.

Foix / (Thomas von) ein söhn Johannis von Foix , v,com-Lvon Lautrer , und bruder des berühmten Marschalls von Lautrer.Er selbst ist bey den geschicht-schrcidern gemeiniglich fH'cur oderl'L>cun, ingleichen der Marschall von Foir genannt. Er solle an-fänglich studieren, und lebte deßwegen eme geramue zeit zuPavm.Allein, es war dieses sein werck nicht, daher er die studien endlichverließ, und in den krieg gieng, in welchem er sich auch den Mar-schalls - stob von Franekrcich erwarb. Er war bey der eroberungdes Hcrtzogtbnms Maylaiw, unter Francisco l, und verwaltetean. »526 die rcgicrung dieses Staats anstatt seines bruders, desvon Lautrer. Er trat aber mit seinem geitz und härte in seine fuß-stapffen, und erbitterte die Mayländcr >e mehr und mehr, ver-griff sich auch gar an dem Pabsi, indem er mit der armce vorReqg.o rückte,' weil viel von den verjagten Maylandern sich indiese stadt gejlüchtet halten. Er hielte mit Guicciardino, der indieser stadt commandirte, eine Unterredung, bey welcher Bonne-val, einer von den Frantzösischen Offener»,, die stadt zu überrum-peln suchte, worüber der von Foir, weil Man aus Reggio zuschiesseu ausieng, säst selber umgekommen wäre, wenn ihne nichtGuicciardm wob! verwahret hatte. Der Pabst aber that ihn inbann, weil er mit gcwaffnetcr Hand in die ländcr der kirche ein-gefallen war. In dem feld-zng von an. - 52 - hielte er die belage-rung vor Parma gegen die Kavserlichc'n und Padstlichcn vvlckcraus. An. 1; 22 hicltc er sich in der schlacht den Bicogue überauswohl, und brach an seiner seile in das seindlietw lagcr , numw abebseine Vortheile mit groffem verlast wieder verlassen, weil die Fran-tzosin, so an der anderen feiten angeloffen,^ völlig zurück geschlagenwaren. Nach diesem treffen warff er sich zwar m Crcmona, be-gieng aber daselbst einen grossen fehler, indem er geh ohne denGummi! -ie Mcdicis,General der hliSffs-lrvnppcn, der dastlbit mitihm zugleich comiitandirte, zu fragen, mir den belagercrn inica-claren einließ. Dann diese wurden darüber schwürst;, und be-gehrten ihren sold mit ungestüiiiin z zu deren vergnugmig er soviel geld, als zu bekommen möglich war, ausborgte , auck),scineigen snbcr - gcschirr darzn hergabt Für eine» noch viel grösserenfehler wurde lhinc gerechnet, daß er nicht allem für Crcmona,sondern auch zugleich für alle den Franko,en in dein Maylandi-sche» noch übrige platze cavitulirte, und als oon^rnem- dcr Pro-vinz sie auch ciiizuliefferen selbige nöthigte, wann er samt ihnennicht iuucrt z mouathcu entsttzei wurde; und wäre der Commen-dant in Lecco am Comer-ste, Coffains ein Gasconier, der einige,dee einem so schüiwilich - und schädlichen vergleich nicht nachlebenwolle. Wie nun also das qantzc Hcrtzogrhnm neben Genua ver-lohrcu giengc, ivurde der Marschali von Fdir genötbiget, mit demrest seiner völckcr nachFranckrcich zurück zugehen, allwo seineschwesrer, die von Chateaubriaut, seine schier abbitten muste.Au. 1524 gieng cr mit dem König, nachdem die Kayserlichen diedclagerung vor Marseille hatten aufheben müssen, nach Italien ,wiewohl er nebst anderen diesen zng nnsiratben. Er war bey derbclagcrnng vor Pavia , und da der Kavserliche culsatz heran nä-hrte, suchte er den König, wie auch die meiste» von den anderenGeneralen thaten, zur anfhebnng der helagerimg zu bereden.Wie aber drrsclbc auf einralhen dcS Admirals von Bonnivet den-noch die feinde erwartete, föchte der MarsihalUnit nngemeineminnrh, und trug sonderlich viel dar;» bey, daß, der König scibstNicbt erschlagen wurde. Allein er cmpsicng darüber so viel wun-den , daß er sich wegen völliger riitkräfftung gefangen geben muste.Er wurde »ach Pavia gebracht, nnb starb daselbst 9 tage nael, derschlacht, den 4 wer» an. »z2z, bey der Gräsin von Scarjasiore,mit der cr sonst ein liebes - Verständniß gehabt. Man sagt, (wel-ches cr auch dem Mio selbst aus dem tob - bette er-

zebler baden soll) cr habe, nachdeni er gesehen, daß das treffenverlohrei, sine, den Admiral Bonnivet, der aber schon gebliebenwar, an alle» orten geflieht, um ihn, als den nrhebcr diesis un-alncks , mit eigner Hand zl, todte». Er war ein sehr unerschro-ckener maun, aber bester vor dcr saust, als in Überlegungen, daer mit eben den fehlen, behafftct gewesen, die ,cin bruder, derMarschall von Lautrer, an sich gehabt. d-. L.,

Foir / (Ludovicus von) ein xt3»l,emEuz. von Paris gebür-tig) war einer der vornehmsten Baumeistern des i-i' »---^ 10«»cn«z verlangte, daß er ihm ein buch, womit cr einen menschenaus einen selilaa todten köme, machen solle, da cr denn eines vonir blättern oder bretern verfertigte. Dasselbe war in stählerntafeln, so mit goldenen blechen überzogen, eingebunden, und wug14 pfund. Man sagt, im» </.»a -s habe dieses deßwegen verfangt,weil er in den Spanische» jähr - bücksim von einem Bischofs gele-sen , daß cr einen ziegcll stein mit leder habe r'cherziehen lassen, so,daß es wie ein »revi^,,,, euisgcseheti, »voinit er hernach seinen hn-ter getö-tet, und sich durch dieses Mittel seiner gefaligcnschasstentlediget. Er banete auch bey dem ausflnß der Garonne dett sogenannten Phanal, so insgemein dcr lhurn von Cordovan genen-Itet Ivird. k 4z. inlt. >Zü k»nc. tzl-mx »u.

liütcor. c!c Neun 6cc.

fo k foi

Lokien/siehe Fochten.

Folchardus / ein Münch zu Benevento , lebte in dem ir sr»culv, und war dcr Urheber der Bmeventisiben Chronic ^ welchein sich degreifft, was von an. m; bis 1140 geschehen. Barouiusgibt »hm das zeugncß, daß er ir» seinen crzehlnngeu aufrichtig ver-fahren. Äii. 11lz.

Lolerer / eine kleine stadt in der Schwedischen Prvvintz Ge-stricken , an dein sim; Dalecarle, davon die ehemals berühmteSchwedische familre der Folcker oder Folckimger den »»amen ge-

führcl. Lckvveci. Mit. i„vcnr. 8ucc.

Folenchius / (Johannes Baptist-») ein Bmedictincr-Mmich,war von Mantua gebürtig, und suchte mir grossem eiffer die reli-gions - Vereinigung; allein er »nachte sich dadurch bey dem Pädst-lichcn Hof sehr verdächtig, daherv seine büeher , als die amner-ckungen über den psiiltcr, über die epistel Johannis, und andere,zu lesen verbocken wurden. Erstarb an. e - z9 in dem sost«, jährseines alters. 1. z^. !c„xcor. kiiro-

noi. 6cc.

Zolengius/ (Theophilus ) ein berühmter Poet, war gebür-tig von Mantua . Ltachdein er unter Petro Poinpvnatio zu Bo-nonien die vn ivMptz,c studieret, begab er sich nach Bresciä, undnahm daselbst den Bcnevicrmer - orden an. Zu gleicher zeit legteee sich auf die rkLw<-8>e, und schrieb verschiedene gedichte in Ita-liänischer Mache z da er sich denn sonderlich Virgilium zum Mu-ster dienen ließ. ImiMttelst begab er sich einige zeit aufs land,und verfertigte allda unter den» titul ^cLr»,iicL M gedieht, m»»'elchcm cr Lateinische und Italiänische Wörter unter einandersetzte, auch offt aus beyden sprachen ein »vor, machte. Diese gaber unter dem naiiien eocca, heraus, und brachte sich sowohl durch diesen neue!» seltsamen und lächerlichen »st n-m. M diesich darauf nacht übel schickende lustige einfalle, dcr vor>»chmsteitHerren gewogenheil zuwege, machte sieh aber zu gleicher zeit beysiincn ordenschrüdern nicht wenig verhaßt. Doch fand er in Si-echen seine bcqnemllehkeii, welches er aber nach 10 lahre» wie-derum verlassen, und sich nach Camvcsio, obnweit Bassano, iirein kloster gewendet, darimien er an. M44 i» dein ;osten jähr sei-nes alters sein leben beschlossen. Einige sagen, er st», von seinemvater nach der wiedcrkunfft von Bologna , weil er da mehr derpocsic, als den emsthaffien lluNUs obgelegen, sehr übel empfan-gen worden, wcßwcgcn cr davon gegangen, in der weit herumgelauffen, und, nachdem creme zeitlang ein soldat gewesen, zuletztgar nebst seinem bruder ein cinssidler worden, z» welcher zeit erden »amen Tbeophilns angenommen, da er sonst Hicronymusgebeissen. Lein grad wurde mit grossen lob - sprüchen, in Grie-chischer, Lateinischer, Spanischer und Italiänischer svrache, be-ehret. Ausser ohgedachtcn ^zcsronicis hat man von ihm noch un-terschiedene andere Lateinische und Italiänische gedichte.

st» in clng. cliL.'. öc ^Issc. -le c.r p. IZA

6c 461. *

Holietck / siehe Foglietck.

Foliero / (Hugo von) ein Münch in dem kloster Corbey, sollvon Iiinocentio II zum Cardinal gemacht worden, und um dasjähr 114z gestorben seyn. , Man hat von ihm ein werck in 4 bn-chrrn, welche den titul führen: llc cUiMm insrei-iLll, ih-mück

üe icriz,c eccietzcloStsl.iP.75.

^olictint/ ^ulgins/ ck»t. puigwmm. tuNinium, eine kleinestadtm demHcrtzoakhmn -Lpolelo/ an dem stußLovmo/ wareine volckreiche und wohlgcbaiictc hmidclstadk/ ehe sie an. i?o;diirch ein erdbcdcn rumstet wurde. L>se wird von einem Päbstli-chcnLeaalcn regieret/und hat ein Dißthum/ welches unter dmPäbsilichcn stuhl gehöret. Ehemals warsic eine lange zeit unterder Hcrrscham der Terzi / welches einige mächtige biirger des0,'ts waren / die ihre macht mit blut vergießen mckerstützlen / undsehr viel famsticn rninirlcn. Allein an. 14G nahm der CardinalVilclleschi die stadt ein / und ließ deii letzten von diese!, TnraiineNhinrichten. An. 12g» wurde sie säst gantziich von den einwoh-ncrn zu Perugia zerstöret/ weswegen sie von Martino Vin banngckhan wurden. Slrabo/ Plinius und Avpianus Alcraudri-nns gcdenckcn dieser stadt. i. is llill. a-icr. nck. a,«-

vircü-i Vcicovi cli I olignn; üiicorio UM llellrcirr.i ül > llügno; Ltzroi, ,clc> Vclc. üovern. e ilellL ci«g, blbl.

Umtz.

Folioth / (Gilberttis) Bischoff zu Lonven / war anfangs<":> 8.^uouik>>'.i, hierausAbt zu Lcicester/ferner

Dischoff zu Herford und Londcn. Seine befördkrung soll er da-durch/daß cr es mit dem König Henrico ll wider 8.Thomam zuEanlcrdnrh gehalten / zu wege gebracht haben. Erstarb an. 1187/NNd hinterließ einig»'schrissteN/als: c-ulli Negü; Mpcrexecu-

kiunc in-nÜLri ; invc6t>vLm IN L. HiomLm; virss sli<zi»oc § 5 . Ln-^i>L edc. 65 tzttstn-6c lcristr. e»ng>, e-o^si,r». lle Lgilc. Sngl,

>lc liill. l.ar. i. : c. sr.

Folkerus Simonis / war anfanas Schul-neKor. nachge-hends aber Bürgermeister zu Sneck in West-Frießland / und leb«um das jähr 1494. Er hat eine chronic von Frießland verfertiget.

Uc I'cri^k kritz. clslülk. I.sr. l. z. p. S40.

Folkingham / ist eine marckstadt in Lineolnshste in Engel-land.

Folkstone / ist eine marckstadt nicht weit von Dover in derEngcllandischcnProvinhKent/ so vorzeiten; kirchspsile hatte,die aber anjetzo m eins gebracht worden.

Fondt/