Band 
Zweyter Theil
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fon

Femdi/ eine stadt m r-rra a, F-vow, welche den titul einerGraffschMgefuhtt/hernachaberzuausgang des 17 seculi infa-vorHeimciManctscr / Grafen vonMansftld/ zu einem Fur-stmthumerhobenworden. Sie hatern Bißthum / welches unterden Ertz-Bischohzu Capua gchoret/l,egt gleich an der gräntze desKönigreichs Neapoli / wo sich selbiges anfängt/ wenn man vonRom dahin reiset / mitten auf einer ebene / und ist mit anmuthr-gcn Hügeln umgeben. An. 1594 wurdesie von den Türcken ge-plündert / und noch lang vorher» von dem see-räuber Barba-rossa verwüstet. Es hatte dieser vor Iuliam Gonzagam / einevon den schönsten Damen ihrerzctt/ zu entfuhren/ und sie demLurckischen Kayser Solymanno zuzubringen/ zu welchem endeer bey nacht einige von seinen trouppen commandirte/ die sich ih-rer in der stille bemächtigen sotten ; allein sie rettete sich mit derflucht/und / wie einige Smbenten melden / fast indemhembd/welches diesee-rauber dergestalt entrüstete/ daß sie die stadt mitfeueransteckten. *

Fonseca / eine faimlie / welche in wahrendem Candiati-schen kriege/ in der mitte des 17 seculi / durch qeld den Veneliani«schen Adel erlangt. Derjenige / welcher solchen zuerst erkaufst/war ein reicher Portuglejischer Kauffmann / der zu Venedig einenbznquier abgab / und von dem König in Spanien wegen grossergeldsummen / die er ihm bey der Masaniellischcn unruhe in demKönigreich Neapolis vorgeschossen hatte / mir einem i^arcjmlärdaselbst war beschenckt worden. Diese starcke cinlassung mit demSpanischen Hose / und daß er kein lausi-reqister schaffen kunte/wa-rm nicht geringe Hinderungen an der zu Venedig gesuchten ein-schreibung in das guldne buch. Indessen willfahrte man ihmdennoch endlich m Mischung so wohl seines reichthums/ als auchseiner guten auMhrung. Nachgehends hat sich diese familie mitden vornehmsten des Venelianischen Adels befreundet.

vilie 6: Ke^ubl. 6e Venüc 124. UM. 6e Vcniie x. z;,

;6i.

Fonseca/ (Anionius) ein Dominicaner-Munch ausPoriu-gall/lebte in dem is seeulo. Er lehrte anfangs die MeMoZie aufder Universität zu Coimbra/und wurde darauf von dem Königein Pvriugall zu seinem ordentlichen Prediger erwählet. Man hatvon ihm einige anmerckiiiigcn über die commenkarm; des Cardi-nal Cajetani/ so dieser über die bibel verfertiget; desgleichen com-memLnm über den Josuam / die bücher der Könige und der chro-

Nickt- i.I. ; c z8. kikl. öcc

Fonseca/ (Christophorus) ein beredter Angustiner-Munch/war aus der dioces Toledo gebürtig/und starb an. igir oder iöiü.Seine schrifften find: la viäa c!c Flüritto ; cisl amor cleOios; ler-woncx cic quarettna 6ce. slpUrbccU. 6cugutt.

bibl.äcc.

Fonseca 7 Figueroa / Oolirnnes M) ein Dom-Herr undvrotcLor rMoioZiL zu Toledo / war ein bruder des f-larouisvon Orcllana/ und an des Königs Philippi IV in Spanien Hofesehr beliebt. Er hat anmcrckungen über den Claudianum / dieepistcln Senecä/ den Tercntium/und einen tractatvon der altenmahlcrkunst / neben andern schrifften verfertiget. bivi.

Fonseca/ (Petrus ) war cin Cardinal/wclchervon dem ge-gen-Pabst Bencdicto XIII dazu gemacht / und hernach an. 1419zu Florentz von Martino V bestätiget worden. Hierauf gieng erm Spanien/umdasclbst wider Venedietum das crcutz zu predi-gen / so ihm aber nicht gar wohl von statten gieng. Da er nunwiederum nach Neapolis gekommen / um an der aussuhnungdes Königs in Aragonien / Alphonsi / zu arbeiten / und ms ca-stellVicovarrahinein gehen wolte/ siel er in den graben/ undstarb an der dadurch empfangenen leibes-beschadigung an.1422

zu. 1420. in f^srrino V 6cc.

Fonseca/ (Petrus ) ein JesuitausPortugall/war vonCor-tasida oder Proenza nova gebürtig/und setzte sich durch seine gc-lehrsamkeit und eingezogenes leben bey Gregorio XII! und demKönige Philippo II in Spanien in grosse Hochachtung. Er lehrtelange zeit mit grossem rühm die Philosophie aufder Universität zuCoimbra / weswegen ihn sein orden zum General-Assistenten zuRom machte. Hierauf wurde er auchMsitator über Portugall/und starb zu Lissabon an. 1619 im 71 jahrseines altcrs. Man hatvon ihm anmerckungen in ilagugen Forpliyrii; üialcÄ. i. 8; corn-

mentsr. in mersxk^ttcam ^rittocelis t. ^LeL cliron. prov.Fortug.k->c. )ef. l. r c. ;7 l>ikl. lribl. lc/rrLM cle fcri^>r.

tcc. 17. carsl. fcrixror. loc. )cf

Fontaine/ (Carolus) von Paris / lebte an. i;;o/ und gabverschiedene schrifften / so wohl in gebundener als ungebundenerart / heraus / als da sind : Icr ruittcaux cle Fontaine ; le promptuaire^esmeciaiücs, lec^uinti!. ttoracien 6cc. -/» Er/re bibl. kranc.

Fontaine/ Ocania) ein Frantzösischcr Poet/ ekiioiopllusund i^LrKemLticus, war um das jähr 141; berühmt. Er warlehr verliebt in die alchymie/wovon sein buch/welches unterdem

6c 12 kontgine ^cssmourcux <je tcience, DtkONIHkll/

gute proben geben -kan- nmi. kranc.

üclx.

.Fontaine / (Johannes 6e ia) gebohrenan. 1621 zuChateauTblerry, ein berühmter Frantzösischer Poet / welcher sich durchewige comödien und vcrfe, vornemlich aber durch seine co„r-s,und fabln , berühmt gemacht. Seine Poesie war unge-Mmgen mw lustig, zuweilen aber in diesem letzter» stuck freyer,m es der Wohlstand zuzulassen schien, und gleichwohl versichert

fon

Z 29

Al^BaylemeinembriefanbionstMaucrovvonibme.

härteste casteyet und diftipliniret babe. Gewiß«st, daß er jchou 2 oder; jähr vor seinem od über diese Kine allmfteye verse und schrifften eine grosse reue bezeuget ° und in Lmnan dte ^raNtzdjlsche abgelassenen s^reiben

ftmen fehlerIu verbesseren verspwchen ; es vermehrte sichreu gegen dem ende seines lebens, und bey erfolqter tödtliebeekranclheit, dergestalten , daß er unter anderem gewünscbet, daß

(ist ein karch, darauf die übel-^ m" E-Platz .Pflegen geführt zu werden) durch allestrassen von Bans ziehen mochte, um einem jeden, dene er aeär-ßs" haben konte, eme abbitte zu thun. Er hatte die ehre, einmitgtted der Frantzosischen Lcsäemle zu seyn, und starb den irapr. an. 169z in dem 74sten jähr seines alters. Sein cörver lieavm der kirche des heiligen Eustachii zu Paris begraben.

N 0 MMS 5 lUuitl-. *

Fontainebleau / lat. kons bLiiaqueus, ein schöner steckenm der IsicPe brance. nebst einem prächtigen Königlichen lust-schloß, welches mit einem wald umgeben. Franciscus I hat eszuerst mit vortreflichen zimmern und einer bibliothec versehen,welche letztere man aber nach Paris gebracht. Die folgendenKomge, absonderlich Henricus IV, haben diesen ort in einensolchen stand gesetzt, daß er für einen der schönsten zu halten.An-16°° wurde allhier in gegcnwarl Königs Henrici IV, zwi-ichcn Philippo -iu Plessis Mornay und dem Cardinal Perron,Bischoff von Evreur, von den meynungen der heiligen vater, we-gen der wesentlichen gegenwart des leides und biutes Christi imheiligen Abendmahl, oder vielmehr von gewissen stellen und sprä-chen derselbigen, ob sie ciu Plessis in seinem buch von dieserMaterie recht oder unrecht angezogen hätte, eine Unterredung ge-halten., An. 1679 wurde daselbst einfriede zwischen Schweden und Danemarck geschlossen, auch wurden dabey zugleich die strei-tigkciten des Königs in Dänemarck mit dem Hertzog vonHollstein-Gvttorp beygelegt, der letztere wurde in seine lande restttuiret,und der Rensburgische vergleich auf ewig aufgehoben, hingegender Rothschildische und Coppenhagische friede aufs neue bestätti-

get. Ll'.kiij. cls krsacL. concii. bltioir. ÜL

France öcc. ^

Fontaine l.L LO^l'px , lat. konrenTum <7owitum , einekleine stadt in der Frantzösischen landschafft Poitou, zwischenNlaillezais und Lusson, nörd-wärts, bey dem fluß Vende, gelegen.Sie ist mit einem schloß versehen, und treibt ziemlich starcken Han-del. An. 1568 wurde sie von den Protestanten eingenommen.An. 1572 belagerte sie Franciscus -le 1» None, und nachdem der-sclbige gefährlich verwundet worden, kam Soubize an seine stelle,an welchen sie sich unvermuthek ergab, als dieser gleich Vorhabenswar, die belagerung aufzuheben. IM. i, 44,4s, 47.

cles villes üe France.

Fontaine I' FVF<PUF, lat. Fon; Fpiicopi. ist eine kleinestadt in der Niederländischen Grafschasst Hennegau , zivischenCharleroy und Binch / nicht weit von der Sambre, und von dengräntzen der Grafschasst Namur, wie auch des Stiffts Lüttich ,gelegen.

Fontaine kk/McoiM. ein kleiner ort in dem HertzogthumBurgund, an den gräntzen der krancks Lom-L > zwijchen Düonund Gray gelegen, welcher sonderlich dadurch bekannt worden,daß daselbst den 6 in«, an. 159; der König von Franckreich, Hen-ricus IV, mit einem theil seiner cavallerie unversehens auf dengrösten theil derjenigen trouppen gestoßen, die der Hertzog vonMayenne und der connecavie von Castilicn wider ihn commandir-tcn; da er nothwendig diesen seinen feinden entweder lebendig odertodt hätte müssen in die Hände fallen, wenn nicht seine und derseiniaen tapfferkeit, am meisten aber dieses, daß der c»nnsral>isden Hertzog nicht hatte secundiren wollen, ihn von solcher gefahrbefreyei hatte. Nahe bey diesem ort entspringet ein kleiner fluß,namens Torselle, welcher hernach in die Vigenne fallet,

L/cL-^7 Kitt. cle France rom. z p. 1140. F-Lero/ wm.

rontana/ (Franciscus) von Neapolis, war ein geschickterIkemaricus. und gab an. 1646 einen tractat, unter dem tltul:

-e c«!cüium 6c cerrettrium rerum c-bfervaciooes, heraus. Ek

d an. 16; Sander Pest. elog. p, r.

fontana/ (Publius) war von Polucio , so nahe bey Ber-

propri» L ukim° ttne Sei pocta ; V-Ipk.n.5 carm.na I. ; ;ffon ttve Virgin, marri facrum; imago Lve0 clepicra 6cc. cle ttrHr. fecul. 16. rkesrr. F

xin. 1 c. 4;.

/ oder Kortaneri / (Sertorius) Cardinal, Ertz-Navenna, M Patriarch von

?ihm 2 dm Cardinals - Hut zugedacht, wo er rncht-m.-zsrnrden wäre. Man hat von ihm anmerckungen über Augustimtat^Se-ivitare vei. deßgleichen über verschiedene bucher der

^ 71 theil. T t vei.