Band 
Zweyter Theil
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Me. Nachdes Königs Matthlä tode, weicher an. 1490 erfolgte,wurde Oesterreich völlig von den Ungarn vcfreyet. Nebst die,emUngarischen ist wohl der Niederländische krieg der merckwürdigste,worni des Hertzogs Caroli von Burgund Hochmuth die bahn gebro-chen. Denn weil dieser nicht allem ein Herr von Burgund , sondernauch d»ech erkauffung des Hertzogthums Geldern em besttzer von

der zu Teutschland zu bringen, sondern auch seine erd-tochrer Ma-riam mit des KayserS söhne Marimillano zu vermahlen. Weilaber derHertzog abschlägige antwort bekam, hegte er schwere fenid-Wfft wider den Karger, und suchte bey guter gelegenheit nacy-rruckiiche proben davon sehen zu lauen. Als nun der Kayser Land-mrs Hermannum von Hessen , welchen die Dom - Herrn zn Cvllnwider ihren Ertz-BifthoffRuprechten aus dem Hause Pfaltz erwey-let hatten, in schütz nahm, trat Hertzog Carl auf des abgesetztenErk-Bischosss feite, und belagerte den Landgrafen zu Neust, tontees aber wegen annähenmg der Kavserlrchen armee, nlcht erobern;sondern miiste, wegen emsall der Eidgenossen in seme lande, einenfrieden eingehen,und die vormals abgeredete heyrath zwischen demKayserlichen Prmtzen und seiner tochter aufs neue bekräfftigen.Ais nun diese nach Hertzog Carls tode vollzogen wurde, kam dasHaus Oesterreich zum best» der ansehnlichen Burgnndischen erb-schall, die aber so wol durch innerliche als änscrliche uuruhe demertz-hause viel zu schaffen machte. Ja der Kayseriiche Prmtz Mari-Milla», welcher 2 jabr vorhcro zum Römifchen Könige getrönetworden, ivurde zu Brügge an. 1488 den z febr. gar gefangen ge-setzt. Weswegen dann Kaystr Friedrich zu scmer crledigung e>neansthnisthc armee auforachre, welche aber die rebcllen nicht erwar-tete», sondern ihren Herrn aufgewisse bedingungcn vorhero lostliessen. Gleichwie aber Kayser Friedrich mit auswärtigen feindenviel zu thun gehabt, also machten «bni die innerlichen unrnheu desReichs alcichfaiis grosse bescmvcrlichkeit. Das gröste nnyeil ver-ursaU te die zwlst'.gkeit zwischen dem Ertz-Bsichoffe Dcctbem zuMayntz' welchen der Padsl Pins II stiner würde entsetzt halte,und -wische» GrasAdolphen von Naassau, welchen der Pacht anjenes statt zu der Ers-Bischöflichen würde befördern wolte. DerKaostr nahm auf Veranlassung der Päbstlichen bedienten des ietz-teen parthev an, vhngeachtet der erstere des Teutschen Reichs Ho-heit mit grossem eyfer wider den Pabst vertheidigte. So ereignetensich auch einige femdstligkeiten i» Bauern, da Hertzog Albrecht mBauer» die freye Reichs-stadt Regenspurg ohne desKaysers wissendurch kaust sich uncerwürstig zu machen suchte, welches unterneh-men ihm aber derselbe durch bcdrohnng des bannes unterbrach.Dic weitlaiifftigkeiten, welche sich in Holstein nach dem tode GrasAdolvhi vonHolsteinIivischen König Cbristiano I von Dänemarckund den Grasen von Lchaumburg wegen der Grasschatt Holsteinzugetragen, verglich er endlich an. 1469 dahin, daß der Konig dieerhschagl gedachter Grasschafft besitzen, hingegen den Grafen vonScbaumbnrq 4Zc>o gold-gülden für ihre anfordernng auszahlensolle. So ließ es sich auch mit König Carole» VIII in ^ranekreichzu einem gefährlichen kriege an , weil seidiger die Printzeßm vonBretagne , welche dem Könige Marimillano versprochen war, sichbeylegte; allein der emfäli der Turcken verursachte, daß man sichzu einem frieden, welcher an- >4yizn isenlis geschlossen wurde,bequemte. Im übrige» sind die bekant te Concordara zwischen ihmunb Nicvlao V an. 1447, wegen crsttznng der geistlichen stellen,aufgerichtet worden. So hat mich der Schwäbische bunt» an. 1488unter ihm, zu erhalcung der innerlichen ruhe, seinen apfang ge-nommen. Gleichwie er aber ein grosser liebhaber der künste, twi-derlich der natürlichen und mathematischen wissenschafften war,also hatte er das glück, daß unter ihm die bnchdrucker-kunst erfun-den wurde. Endlich starb er zu Lintz an. 149 z, von seiner gemah-lin Elconvra, Königs Eduard, in Portugall, tochter, welche ersich an. i4;r beygelegt, Maximiliannm I znm Nachfolger im Rei-che nach sich lassend. Sein betäubtes symbolum war, I. >. - . v.

apucl I^lr. l,Lmkcc»un> >» cliL^o iki-nms Lcilenk tzillor. rsr. kriclsrici II. nrzkio

in coronzkionc kriösnici III; >i> Ic»IiLc»

xrokeLivns vocivn. cbren - isticg-I

Könige von Danemarck.

^ridencus I / ein sobn Königs Christian I von Danemarck/Mchen er mit seiner gemahlin/ Dorothea/ Marggras Johan-ns zu Brandenburg tochter/gezeuget hatte/ wnrdean. 1456 ge-gebobren. Sein bruder / König Johannes in Dannemarck/schickte ihn zwar nach Cölln ansdiellniversitat/ und wnrcktc ihmdaselbst eine geistliche prsMenM-aus/ welche er auch rm 9 fahrt sei-nes alters zu gcnicffen anßeng. Weil er aber bey zunehmenden fah-ren mit diesem stände nicht zufrieden war/ gteng er nach dem todeseines vaters/ welcher an. 148- erfolget/ von Colln nach Holstein/daselbst djß Hcrtzoqthnm nebst Schleßwig/ vermöge des von sel-nem vaker aufgerichteten testamcnts/ völlig in besitz zu nehmen.Allein sein bruder / mehrqedachter König Johannes / räumte ihmanfangs nur einen theil von Holstein ein / da aber Fndmch sichdarüber beklagte/und ausser Scklcßwtq und Holstein auch an Nor-rveqenetne» antbcilhaben wolle / kam es endlich an. 149a zu einemvergleich /krafft dessen Schleßwig und Holstein dergestalt getheiltwurde/ daß König Johannes S-geberg/Rendsburg/Hanrov /Haseldorp; Flensbnrq/ Sonderburg / Fehmem/ Norbnrg/Apanradcz und die klvster Nheinfeld / Arensbock/ Pretze undNuhekloster; Hertzog Irthl ich aber (Lotlorp/ Londern/ Kiel/

?Eow/SteinberH/Jtzehve / Plön / Oldenkorg in Wägern / 'e.habm / d e Ritter,Lasst / Prälaten und das recht am Hauaber gemein seyn sollen. Hertzog Fridertch stunde hieran! dem

^ich"ab/ieff die Dttmarschcn bey/ der aber ungluck»

^ ^ illiü) il! kliere wldei. ^ü)wedenEndlich als nach semes brudcrs ^shannis tode besten sehn Chri-1^ kh>vn gesioffen wurde / bestieg den-

selbenHettzog Fridrtch/ dem hierdurch das unrecht/ so ihm leindrudet angethan / reichlich ersetzt wurde. Die nuionder mach-lcn ihn an. 152; zu erst unter freyem Himmel znussKöntge/und da-durch die propheceyung war / weiche ihm laugst vorhero sem Leib-Medlcus / Respuemlosp / verkündiget halle. Dem exempcl der>ahrdaraus die übrigen stände / und einige

. .. ..,...... mehrmseinem reiche icst

zu setzen, Zu diesem ende ließ er die pratcnswn aus Schweden sayren/ und richtete mit dem Kvnrqe Gusiavo vielmehr wider denvorragten Chrrsticrnunt ein vimdnrß aus / dergleichen er auch mitden Hansce-stadten that. Dieses nrachkc dem vertriebenen Chii-stlerno völlig den garans / daß er mit seinen in Teutschland zusam.inen gebrachten tipuppen uuvcrrtchtelcr fachen von Däuemarck ab-ziehen muste. Hrerbey trug sich die Veränderung der rcitoton zu/mbcmHi lcdnch der Lutherischen lehre nicht uuqeneigt war/und sel-biger freue nbung in seinen landen verstattetem wvrzu der Cakholi».seyen Tlschoffennternchmen/ welche Christlernv so wo! öffentlicha! unter der Hand allen Vorschub thaten / nicht wenig mag beyge-tragen haben. Den Adel verband er sich durch erkhctlung grosserfreyycilen / welche er ausserdem namrn / der Grasen und Freyher-ren / chm fast glerch machte. Endlich starb er an. - zz; / nachdemer das jähr vorher den verjagten König Christiermim gefangen be-kommen/ und durch Versicherung dessen person sem reich ausser ge-fahr gesetzt hatte. Er hatte 2 genial,!,nnen/ davon die erstere Anna/Chursurst Johannis > zu Brandenburg tochter/so an. 144;gestorben/ ihm ChristianumIII/so nachthmKönigworden/ ge.bohren. D.e andere war Sophia/ DogiAa LX / Hertzogs tuPommern / rochier/ welche ihn zum vater dreyer söhne/ Johan»nts/mü dem zunamen des alter,, / so in Schleßwich und Hohlemseinen antheilbekam / Adolph! des stamm-vakersder Hertzoge vonHolstctn-Gvikorff/ und Fridciici / Btschoffs zu Htldesheim undVchletzwich / machte. iiilkur. o,,». Oi-'/c/rov,«-

log. vlnrus Oanicu;. ls NllZe Lc

Fridevicus II/ ein söhn Königs Christiani III in Danemarck/weichen er nut Dorothea / Hertzogs >-»xn zu Sachsen-Lauenduratoch,er/ gezengel hatte / war an, > z ;4 gebohren. Erwürbe nochbey lcd-zcitcn seines vaters im 8 jähre seines alters zum Könige inDanemarckerwahlet / woraus er an.>z?y nach dem tode. seinesvaters den thron wurckltth b stieg/ und gleich den ansang seine«regierung durch besieg,mg der Dlthmarfen/ welche bis hieher ihresreyheit behauptet halten / nun aber von ihm und seinen zweyen vet-tern / Johanne und Adolph» /Hcrtzogen zu Schleßwich und Hol-stein / bezwungen/ auch nnrer sie dreyen anheilet wurden / Merck-würdig machte. Zwey jähr hernach ließ er sich in geaenwartChursurst Augustens zu Sachsen und anderer hoben Personen diecrone zu Coppenhagen aussetzen. Zu gleicher zeit schickte der Pabsteinen Nunctum nach Danemarck / daß er den König zu dem Con-ciles zu Lndent einladen solle/ allein er muste sich zu Lübeck auf-halten / und mit der antwort vergnügen lassen / daß er eben so we»ntgalssein vaker/ König Christianus mit dem Pabste wölke zuschaffen haben. Nicht lange hernach ließ er dem Könige in Schwe-den Erico XI V den krtea ankündigen / weil Schweden nicht alleindas bisher geführte Dänische wapen mit; cronen nicht wölke pas-stren lassen/ sondern auch durch andere Ursachen die Dänen belei-diget hatte. Der krieg wurde über 8 jähr mit zwMelhafftemglucke gcsührek. Denn ob gleich anfangs die Dänen unter ansah-rung Günther! von Schwär tzdurg Elssbora und das darzu gehö-rige Ocüand erobert hatten/ hingegen die Schweden vor Halm-stadt abziehen / und gleichdaranfnach gehaltenem kreffen/wortn»nen beyderseits über 4^00 mann geblieben/ das selb räumen mu-sien / auch über dieses an. i; 64 zur see unglücklich waren / so schiendoch nachgeheuvs der Dänen glück sich zu ändern. Die Schwe-den eroberten den Dänischen Admiral mit -ooo mann / .und denmit den Dänen aliirtcn Lüb'cckcr Admiral verbrannten sie/ auchvor Wisby mustcn die Dänen und Lübecker einen so harten stürmausstehen / daß m die yooo mann mit den beyden Admiralen er-soffen. Doch wetzte an. >567 der Dänische Feld-Marschall Ran-zow die scharte wiederum in etwas aus/ indem er bey FalckenvurLin die 6000 Schweden erlegte. Inzwischen wurde Köiug Euchvon seinem bruder Johanne von dem throne geflossen / welcherdann wegen anderwärtiqer kriege um so vieUlQ er den frieden an-nahm /so an. 157° durch Vermittelung des Kaysers Marimiltan»II und derKönige tn Franckrcich und Polen zu Dtemn geschlos-sen wurde.Hiervey liessen die Schweden lyrm anspruch auf Scho-nen/ Halland/ Blecklngen/ Gothland/Norwegen / wie auchLiefland / wenige orte ausgenommen / fahren / und zahlten nochra°ooo thaler / die Banen hingegen gaben Eifsborg wieder/ undrcsignirten thrcin rechte auf Schweden . Nachdem nun auf solcheart die Schwedische unruhe gcst-llet war/ büed er die nbnge zeltseiner reatcrunq in erwünschtem frieden. Ob es sich auch gleichmit den städten Dantzig und Hamburg verschiedene mal zu emecweitläufftigkeit anließ/ wolte sich doch der König mrt erner summageides lieber vergnügen / als beschwerlichen krieg anfangen. Ervergliche sich«!. rz/sZU Odensee mit den beyden Hertzogen zaAaa z Vchleß.