Band 
Zweyter Theil
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Schleßwia-Holstein / seinen vettern / wegen der lehens-pflicht / zuwelcher sich diese bekannten. Nach seines vettern Johannis des äl-tern/ Hertzogs zu Schleßwiq / tobe an. iz8--/ theilte er sich mitdesselben bruder Hertzog Adolphs in seine lande/ derqcstalt/ daßer Hadersleben / Doring/Rendsburg und die helsste von demmittlern theil von Ditmarschen bekam. Hingegen gab er an. 15 64seinem brnder/ Johanns dem jungem zur apanage ansehnlicheguter in Schleßwich und Holstein/ unter dem titul zweyer Fur-stenthümer / Sonderburg und Plön / wodurch das Königlichehauß in 2 linien gekheilet worden. ( siehe Holstein / und Johan-nes II der jüngere/ Hertzog zu Schleßwich.) Im übrigen war erein grosser beförderer der gelehrsamkeit; wie er dann nicht allemdem berühmten Tychoni von Drahe/ zur ausubung der astrono-mischen wiffcnschafften / die kleine Jnsul Huen eingeräumet / undsonst allen Vorschub gethan / sondern auch zu Sora ein Königli-ches aufgerichtet/ und die einkünffte der sc-llemi- zu

Coppenhagen mit 60000 thalern vermehret. Cronenburg /chie be-rühmte vestnng / hat er völlig erbauet / und zu der prächtigenFriedrichsburg hat er einen herrlichen ansang gemacht. Einigewollen ihm auch die aufrichtung des elephantcn-ordens beylegen.Endlich starb er zu Anderso in Seeland an. c <; 88. Er hatte zurgemahlin Sophiam/ Hevtzoa Ulrichs zu Mecklenburg tochter/ die»hm; söhne gebohren/ Christianum IV / welcher ihme auf denthron gefolget; Ulrieum/ der Dsschoffzu Schwerin worden/ undJohannem; desgleichen 4 töchter/davon Elisabeth» an HertzogHeinrich Julium zu Braunschweiq/ Anna an den König Jaco-bnm in Engclland/ Angnsta an Hertzog Johannem Adolphum zuHolstein-Gottorf/ und Hcdwig an den Churfürsten ChristianumII zil Sächselt vermählet worden. «Maria reßum vsniL coinpe^-gpuci I.inöcnbrogium >y lyNoge Lieptianü. gLiiea-

IvA. rezio-Oanica. clloroKr. Dan. L 76- öc 770. Lc-MF»

klar. Han. cpigr. fle red. ßciiis krillcrici II.

Mit. I. 46,47,6,, 69,96. l>»oge öcc. irorir. proc.

»mp. I. 4 c. 9 §. 17 p. r68. Leickj-Lrclliv park. 5 ^cc. conr. r

Von «oliiein p. 49, si, r6s.

Fridericus III / war ein söhn Königs Christiani IV , welchener mit Anna Catharina , Churfürst Joachimi Friederjci zu Bran-denburg tochter gezeuget, und wurde an. 1609 den 18 niartii ge-bohren. Anfangs hatte er sich wenig Hoffnung zur crone zu machen/indem sein älterer brudcr »och lebte / und sich bereits zu forlpflan-tzung seines Königlichen Hauses eine gemahlin beygelegt hatte / wes-wegen er sich auch um geistliche guter umsähe / und erstlich von demBischoffe zu Verben / Philipps Sigismundo / einem gebohrnenHertzsge zu Braunschwcig / zum Loscijuror. „ach dessen tobe aberan. i6r; gar an dessen stelle erhoben wurde / darzu noch an. 16)4das Ertz-Bißthnm Bremen kam / welches ihm aber an. 1644 dieSchweben wiederum abnahmen. Allein als sein älterer bruderChristian an. 1647 ohne linder gestorben / und ihm sein vater an.1648 in der sterdlichkeit gefolget / wurde er in dem letztbestigtcu jäh-re zum Könige an dessen statt erwählet, und den 2; seht. zu Coppen-jhaäcn gekrönct. Der ansang seiner regierung war ziemlich ruhig,ausser daß die beyden vornehmsten Königlichen Minister, Uhlefeldund Eeestädt, welche beschuldiget wurden , daß sie dem Königehätten gisst beybringen wollen, grosses aufsehen machten. Alleinals nach der zeit die Schweden in Polen so glücklich waren, liessensich die Dänen, welche ohnedem genügsame ursack, darzu zu habenvermeynten, durch die Holländischen und andern Gesandten bewe-gen , init den Schweden zu brechen. Der krieg wurde also dein Kö-nige Carl Gustav, welcher in Polen genug zu thun halte, an. 1657Lurch einen Herold angekündiget, und so fort im Bremischen diesestung Brcmervörde nebst^ndern geringern schwitzen weggenom-men. Allein der König in Schweden verließ Polen j drang nnl ei-niger mannschafft in Holstein ein, und halte überall erwünschtenfortgang, bekam auch in Bremen die abgenommenen örter baldwiederum weg. Er steckte die Königliche alte und neue stadt Jzehoein brand, und die insul Bornholm wurde durch seine schiffe gantzausgeplündert, ja der Schwedische General-Lieutenant GrasWrangcl eroberte die stadt und sestung Friedrich-Ode mit dem de-gen in der saust, ohngeachtet zooo Dänen darinnen lagen. Zwarnahmen die Dänen die starcke schwitz Froz-Oe an den Norwegi-sche» grantzcn im Iempter-lande hinweg, und eröffneten sich da-durch einen paß nach Schweden. Allein die Schweden wüsten die-sen Verlust so wohl zu ersetzen, daß sie sich der insul Alsen und desFürstlichen Hauses Suudcrburg bemächtigten, auch bey hart-ein-gefallener frost einen weg über die sie fanden, die insul Fühnenheimzusuchen. Dieses letztere verrichteten sie an. 1658 im jan. mitsolchem glücke, daß sie nicht allein gedachte insul sich «nterwürssigmachten, sondern auch die darauf besindlichen 5000 Danen überden Haussen warffen. Dieses, gleichwie es die Schweden anftisch-te, gar vor Coppenhagen zu gehen, also brachte es die Danen zufricdcns-gedancken, welche auch zu Rotschild den 24 ftbr. des ge-dachten r658jahrs ihren endzweck erreichet, da denn Danemarckan den König in Schweden , Schonen, Halland, Bleckingen, dieinsuln Hucn und Bornholm, ingleichen Bahus und Dronlheim inNorwegen überließ, auch Hertzog Friedrich III zu Holstein-Got-torff, der dein Könige in Schweden seine tochter zur gemahlin ge-geben , und ihm zu gefallen, die Neutralität ergriffen gehabt, für ei-nen svuverainen Herrn erkennete, welches der erste ansang zu denennachmals erfolgten strcitigkciten der Könige mit den Hertzogen ge-wesen. (siehe Friedericüs III, Hertzog zu Schleßwich Holstein.)Allein dieser friede hatte kaum wenig monate gedauret, als er imaug. wieder gebrochen wurde. Denn die Schweden undcrm vor-wand, wie sie gewissen bericht hätten, daß Dänemarcknur warten»volle, biß sie ihr kricgs-volck abgeführt,und in Polen oder Teutsch-

fei

land sich in neue kriegen verwickelt hätten, ländeten gantz unver-muthet in See-land an, und belagerten nochmal Coppenhagenkonnten aber wegen des Holländischen succurses nichts ausrichten'hingegen waren sie vor Cronenburg glücklicher. Das folgende jgkrgiengen sie abermal aufCoppenhagenloß, und stürmetenes? am-tze stunden, fanden aber solchen widerstand, daß sie gleichfals yn-verrichteter fachen abziehen mußten. Hierauf bekam der König inDanemarck verschiedene hulffs-volcker, eroberte im nov. des ge-dachten jahres die insul Fühnen, und insonderheit Nvborq, undschlug 4000 mann der besten Schwedischen soldaten. Als nun derKonig Carl Gustav hierüber starb, wurde an. iüü° der vormals zuRotschild aufgerichtete friede vor Coppenhagen bestätiget, ausserdaß Drontheim in Norwegen und auf der ost-see die inful Born-holm den Danen muste restituiret werden. Was aber das merck-wurdigste ist, so wurde in diesem jähre im oct. auf dem grossenReichs-tage zu Coppenhagen dem Könige die völlige souverainilätund das erbliche successions-recht, ohngeachtet die vom Adel nichtwohl damit zu frieden, von den übrigen Ständen eingeräumet.An. 1667 starb der letzte Graf von Oldenburg , Anton Günther,und brachte dadurch bey verschiedenen Competenten wegen der erb-schasst streit zuwege; allein der König Friedrich in Dänemarck er-griff den besitz, und vergnügte des verstorbenen Grafen nächstenAgnaten, den Hertzog von Plön , Joachim Ernst, auf andere wei-se. Dem Grafen folgte der König selbst an. 1670 den 9 febr. in dersterblichkeit. Er hatte zur gemahnn Sophiam Amaliam, HertzogGeorgcns zu Luneburg tochter, die ihm an. 164z beygelegt wor-den , und ihm gebohren Christianum V, der nach ihm König wor-den ; Gcorgium, welcher sich mit der Königin Aiwa in Engellandvermahlet; ferner Annam Sophiam, Churfürst Johannis Geor-gii III zu Sachsen gemahlin; Wilhclminam Ernestinam, so Cdur-Furst Caroli in der Pfaltz; Ulricam Eleonoram, so Königs Caro-li XI in Schweden ; und Fricdericam Amaliam, welche HertzogChristian Albrechts zu Holstein-Gottorf gemahlin worden. Ausserdiesen hatte er auch einen natürlichen söhn, Ulrich Friedrich Gül-denlow, welcher den Gräflichen titul erhalten und Statthalter inNorwegen worden. Ivczvum Lurop. rom. z. ssllvAe.

llc gellis Or'oü Oullsvi, LinIeicunA 2vr bild. voll tzclivvcllen. p«-^0//- lctzsutzülillc üec. clu Lliev. *

Röntge von Neapel und Sicilien.

Aiedericus / war ein söhn Königs Ferdinand! I des Mäch-ten/ der ihn mit Johanna von Claramonte, Gräfin von Cvperti?no, gezeuget. Als der König in Franckrcich Carolus VIII an. -4Y4einen zug nach Neapel that, um dieses Königreich zu erobern, warder von seinem ältern bruder Alfonso, der damals König war, aufeiner flotte nach Genua geschickt> um durch die erobermig dieserstadt die Frantzosen aufzuhalten. Weil aber der anschlag vor derzeit verrathen wurde, begnügte er sich eine landung aufdem m-i-rvon Genua zu thun, ward aber bey Napallo geschlagen. Nachdemseines bruders söhn Ferdinandus II an. 1496 wenige Wochen nachder wiedcreroberung von Neapel mit tod abgegangen, succedirte erdemselben, und erhielt auch von dem Pabst Älerandro VI dievcllirur des Königreichs. Als er aber nochmals dem söhn diesesPabsts Cäsari Borgiä seine tochter nebst dem Fürstcnthum Taren-to zum hcyrath-gut nicht geben wolle, weil er nicht ohne gründ be-sorgte, es möchte der Pabst hernach feinen söhn gar zum König vonNeapel machen wollen; so hieng sich dieser an Franckrcich, undals nachmals an. 1 zoo Ludovicus XII und Ferdinandus Catholi-cus sich vereinigten, daß sie Neapel mit gesamter Hand einnehme»,und unter sich theilen wollen, reichte er beyden die inv-Mwr. Danun die beyden Könige an. 1501 Friedericum angriffen, vcrlohr erdas Reich in kurtzcm, und retirirte sich erst auf die insul Jschia, er-gab sich aber hernach gutwillig an Ludovicum XII, der ihm dasHertzogthum Anja» nebst zooooducaten jährlicher einkünffte biß anseinen tod, der den 9 nov. 1504 zu Tours erfolgte, zu gemessen gab.Man machte ihm hernach, da sich die beyden Könige wegen derthcilnng von Neapel veruneinigten, Hoffnung znr crone, aber ver-gebens. Ferdinandus Catholicus hielte seine Printzen auch schämgefangen, damit sie ihm nicht entgehen, und in Neapel unruhe ma-chen möchten. Seine erste gemahlin von an. 1478 biß an. 148°war Anna, eine tochter Amädäi IX, Hertzogs von Savoycn, wel-che ihm Charlottam, eine gemahlin Vidonis XI V, Grafen a- >aVal in Franckrcich,gebahr.Zum andernmal heyrathetc er an.1487Jsäbellam -i« Balzo,eine tochter Pyrrhi, Printzen von Altamura,mit welcher cr Ferdinandum, Hertzog von Caladricn, und Juliam,eine gemahlin Joh. Georgii, Marggrafen von Montferrat / zeug-te , ingleichcm noch eine tochter, Jsabellam, und - söhne, AlpM-sum und Cäsarem. liill. <ic vrancs c. r. lle rctz. 8>cil.

^ciedcricus / von Aragonien , ein fohn Königs Petri III vonAragonien , und bruder Jacvbi II, Königs von Aragviimi,wurde zum König in Sicilien an. 1296 erwählet, und führtehierauf einen schweren krieg wider den König von Neavolis,Carolum II, welchem Friedcrici bruder, Jacodus ll, Smuenüberlassen. Allein Friedericus erhielt den besitz von Sicilien durchfriedens-handlung, und vermählte sich mit Königs Caroli II toch-ter , Elconora, die ihm gebohren Pctrum I , welcher in dem Wi-che gefolget, Wilhelmum, Hertzog zu Athcn, nebst verschiedenenandern Andern. snn,l. TirsZon. ill,. 5 cap. ;6 L1.7 c. «c.

§encsl. «iss>. p. 9.

Rönig in Preussen:

Friderixus I, König in Prenssen, und Cbur-Fürst zu Bran-denburg , war ein söhn Friderici Wilhelmi des grossen / Ch>>r-Fürsten zu Brandenburg , und L»uija Henriettä, Henrici