suc fue
p/ger zu dem Bischoffe zu Paderborn / zu dem Printzen von Oka»nienuttd zu andern / die vertrauliche Zusammensetzung mit den be-nachbarten mit-standen entweder zu erhalten oder zu befördern;und an. 168? gieng er abermals als Abgesandter zu dem Printzenvon Dramen und zu den Staaten der vereinigten Niederlanden/einige Mißverständnisse beyzulegen. Zu gleicher zeit bemnhetc ersich nicht allein in den nahe gelegenen / sondern auch in entferntenlanden / die eommereien aufzurichten; wie ihm denn so wohl dieAfricanjsche als Amerikanische handels-compagnie ihr aufnehmenvor ander» zu danckcn hat. Hierauf entstund zwischen dem Königein Dänemarck und der stadt Hamburg an. 1686 eine krieges-flam-me/ die aber durch seine wohlredcnheit wiederum qesttllet wurde.So legte er auch an. 1686 zwischen Dänemarck und Holstein-Got-torff/ gleichwie an. 169; zwischen Dänemarck und dem Hause Lü-„eburg die entstandenen weitlaufftigkeiten bey. Ja an. 1702 hat erbeyletzgedachtem Hause es dahin gebracht/ daß nicht eine innerli-che unruhe Deutschlands verderben vermehret. Der Kayser Leo-pold fand sich durch so viel rühmliche Verrichtungen dieses Mini-sters bewogen/ ihn an. 1700 in denFreyherrn- stand zu erheben.Im übrigen suchte er die gelchrsamkeit auf alle weise zu befördern;wie er denn / da er noch zu Jena studiret / rabeiUs -a irmimnonesjm» mit schönen anmcrckungcn/ und nachgchcnds zu Duisburg Lcl iatticuriones imperiLle. herausgegeben/auch an. 1694bey dereinweihung der Friderichs-universität zu Halle diedcschir-mmig derselben übernommen. Von seiner bcredsamkeit findet mangenügsame proben unter den reden vornehmer Herrn. Er starban. 1704 den 7 aug. im 64 jähre seines alters/nachdem er von - ge»mahlinnen ein vater verschiedener linder worden. Die erste wareine Frantzösin / und gebahr ihm die gelehrte Dame / so des be-rühmten Staats - Ministers von Schmettau gcmahlin worden.Die andere war eine Fridebornin / mit welcher er Johann Paul/Frecherm von Fuchs/ Preußischen Hof- und Ravcnsbergischenapvellations-gerichts Hosrath/ rc. gezeuget. L
in orarlon. psneAFr.
Fuchsins / (Leonhardus) ein berühmter Meistens/ war zuWembdingen in der Ober-Pfaltz an. izoi gebohren. In seinerjugend legte er den gründ zu den sprachen und wiffenschassren aufden schulen zu Hailsbrunn und Erfurt . Nach seiner zuruckkunfftgab er in seinem geburts-orte anderthalb jähre einen wt'orm-roremab; worauf er an. 1; 19 nach Jngolstadt gercisct / und daselbstsonderlich des berühmten Capnionis und Ecrporini coNeZi- be-suchet/ dadurch er auch gclcgcnheit bekommen/ die schrifftcn Lu-lheri zu lesen/ und dessen lehre beyfall zu geben. Er wurde daselbst
ÜN. 1521 IvlgßiAer pk'.IcilopkiL/ UNdDoÄOl- mecjiciNX, welche leH-
tere wissenschafft er r jahr auf dieser Universität gelchret. An. i z -4begab er sich nach München / und pracstcirte daselbst mit grossemrühme. Zwey Jahr hernach gieng er wieder nach Jngolstadt/ vonbannen er an.iz -8 nach Anspach zum lcib-">->a>co . und an. izzznach Tübingen zu der profcßion der anatomic beruften wurde/wo-selbst er auch an. i; 6 z gestorben. Seine tchrifftcn zmd: st,-
«lEics ; 6e weösnUi mctkoöa ; cle 5ar.sr.ciiz iiumani corporiz malis;iollirutiones; paralloxa lNLliica; coirimencarii <ie tiilloria üirpium;errrrr rcccnriaruiri meclicorum; ciillicilss c^uTiHoncs ; «zu^llam l-iip-pocraris öc Laien! opcrs Isiinicare cionara Lc c<,mrne»rarlis iNullrara,Lc. vir. msö. kliearr. 6e5cripr. mell.
in l.in6en. renvv.
HJLV8/ eineseeinder landschafftderMat-sen/welche heutiges tages ^bru^o oicenol-e genennet wrrd/und ein stuckvon dem Königreich Neapolis ist. Der Kayser Claudius hat die-sen see ableiten lassen. Li-e/o». c. 20.
^ueiti / (Oominicus) ein Jesuite aus Neapel / welcher sich/seine religion in Indien auszubreiten/ bemüyete; und rechnetman/ daß er in den zc- jähren/ welche er m Indien zugebracht/über 20000 Personen gemusst. 7^^. vo^Ze a- s-a--- >6 7.
Fuenleal Ramircz/ (Diegovon) war Bischoffzu Cuenza/und in dieser -»«ccs an. 14^9 gebohren. Er lehrete mtt grostemrühme zu Salamanca/ und wurde darauf zu Grenada
in Sevilien. Nachgchcnds kam er in die Niederlande / ?md be-fand sich bey der müsse Ertz-Hertzogs Carolt von Oesterreich/ sonachgchcnds Kayser worden. Hieraus wurde er Dlschoff zu Ma-laga / und nachgchcnds zu Cuenza an. 1; 18. Nach diesem soll er«ils ämbLssL^ur nach Franckreich und Engelland gegangen,eyn/t>nd sich an. 1522 zu Rom befunden haben. Bey der M-nckkunfftin sein Bißthum starb er an. iz;6. Er hat verschiedene schrlfftenhinterlassen/ die aber nicht zum Vorschein gekommen.
red. didl. äs (,'oncnent. vcc.
Fuensaldackna / (Lion5o?crc2lZs Vi vero, Graf von) ein be-rühmter Spanischer General und Staats - Minister m der nnttendes 17 seculi. Er stieg von den niedrigsten biß zu den höchstenrn.iir-r-ctigrgen. und ward wegen seiner lcutseeltgkett von seinen un-tergebenen sehr geliebt / war aber im übrigen bey dem damaligenschlechten zustande der Spanischen monarchlc nicht allemahl soglücklich/ als seine tapfferkeit und klugheit verdient hatte. In denNiederlanden diente er eine geraume zeit/theils unter dem General-Piccolomini / aufdessen Commando er unter andern Mardlck denFrantzosen hinweg nahm ; theils aber unter dem Ertz- HertzogeLeopold Wilhelm / welcher die führung des krlegs chm bisweilenäantzlichüberließ; daerdennan. 1649 Dpernund 8 .Venantdenfeinden wieder aus den Händen riß. Bey der unglücklichen bclage-nmg von Arras an. 16^4 verhinderte er die feinde / daß fie dm er»langkcn Vortheil nicht nach ihrem wünsch gebrauchen klinken. Balddarauf ward er als Gouverneur in das Hertzogthum Mayland
« Ka»<ich, Lmmim
ZEGWZLES
Opanische und der Frantzosische ^mtzsssaäeur wegen der vr«ce 6 cnrln einen harten strettuerathen waren.Es stund nach diesem darauf)daß Fuensaldagna das gouverremem von den Niederlanden erlan-üch folte z da hingegen er seines orts zurück nach Spanien zu gehen^udmß suchke; allem er starb noch in eben dem gedachten zahre1661 zu Cambray. L -nA clozii öi capirani iiiullri p. Z 66 . ^
Fuente/ (Caspar 6- is) von Toledo , siehe Fontius.FEius^ Mannes a-is) ein Franciscaner - Münch, siehe
Fuentes/ (Don Pedro Hemiquez von Toledo und Azevedo,Graf von) ein söhn Jacobl von Guzman, Grafen von Alva a-Tme und Catharma von Toledo Pimentet, einer von den gröstenund erfahrenden Generals, welche Spanien jemals gehabt. Erlebte anfangs eure geraume zeit an dem Hof des Königs PhilipprII, und ließ da,elbst in vielen wichtigen staats - angeleqenheiten,woruinen ,lch gedachter König seines raths bediente, einen so un-gemelnen verstand sehen, daß ihn derselbe kurtz vor dem an. 1592erfolgten tod des berühmten Alexandri Farnese in die Niederlande schickte, um diesem Hertzog so wohl in dem selb als in dem cabinetbeyzustehen. Als nachgehends der Graf von Mansfeld, PetrusErnestus, das gouv^ncmcni von den Niederlanden verwaltete,that der Graf von Fuentes noch mehr, oder doch eben so viel, alsderselbige, zu beförderung des Spanischen interesse in den gedach-ten Proviiltzen. Eben also verhielt er sich unter der ftatthalter-schaffc des Ertz-Hertzogs Ernesti, welchem er sehr widerrieth, mitden General-Staaten sich in einige friedeus-tractaten einzulassen ;so baute er auch noch bey dessen leben an den gräntzen von Artoisund Hennegau ein torr. welches er nach seinem »amen nennenließ. In dem jähr 1595 ernennte ihn der König von Spanien -ckimerim zu seinem Qouvcrncur in den Niederlanden ; da er dennnicht weniger gegen die Holländer, als gegen die Frantzosen, seinetapfferkeit und staats-klugheit sehen ließ, sonderlich aber der »Zu-wider den König Henricum IV, welchem er überaus feind war,nach allem vermögen beystund. Er nahm auch in kurtzer zeitHam, Chastelet, Clery, Bray, Dourlens, und endlich den 9 oct.an. 1 ;9?, nach einer hefftigen gegenwehr, Cambray ein. Nach-dem hieraufder Cardinal Albertus, Ertz-Hertzog von Oesterreich ,in den Niederlanden als Königlicher Statthalter angekommen,gieng der Graf von Fuentes in der qualität eines Spanischen Qou-verneurs und General-Capitains nach Mayland; daselbst blieb ereine lange zeit, und that dem erwehnten König Henrico IV nichtnur öffentlich durch seine Waffen, sondern auch durch anhetzungdes Hertzogs von Savoyen , Caroli Emanuels, durch Verführungdes Marfchalls von Biron, und durch 100 andere listige anschlage,allen ersinnlichen abbruch. Zu gleicher zeit machte er sich durchdie starcke mannschafft, so er immer auf den deinen hielt, durchdie vermittelst eines kauffs von den Marggrafen von Carretto ge-schehene erlangung des wichtigen Hafens Final auf der küste vonGenua , durch die an den gräntzen des Velllins aufgeführte wich-tige vestung, Fort a> Fuentes genannt, und durch gar viel anderedinge, welche eine begierde zu Neuerungen und unruhe bey ihmanzeigten, bey allen Italiänischen Potentzen, am meisten aber beyden Venetianern, tormillsbie und verdächtig. Er nahm sich, inansehung seines alters, erfahrung und Verdienste, öffters die frey-heit, I>en befehlen des Spanischen Hofs nicht zu gehorchen, undzwar unter dem vorwand, daß stlbige nickt von dem willen desKönigs Philippi III, sondern von dem Unverstand oder eigennutzseiner Ministers herrührten, welchem exempel nachgehends auchandere Oou vei-nems. zu grossem Nachtheil der Spanischen Monar-chie , gefolget haben. Wider die der Jnfantin Jsabellä geschehenefchenckung der Niederlande setzte er sich vor allen Spanischen Staats - Räthen. Im übrigen war er von einer melancholischencompiexion, dabey aber von einem vortrestichen verstand, listigund kühn in seinen Unternehmungen, standhafftig dieselbige aus-zuführen , und in der kriegs - kunst nicht weniger als in der staats-wissenschafft fast unvergleichlich. Man tadelte an ihm, daß erallzu sehr zu der strenge inclinirte, auch wurde chm schuld gegeben,daß er wegen seines geringen vermogens bey stmen mmtanfcheuexpeclirionen nicht weniger seinen nutzen, als seme ehre , zu beför-dern gesucht. Über den tod des Königs Hennci IV bezeugte ereine so ungemeine freude, daß er fast sich selber darüber vergaß»Er starb aber noch in eben demselbjgen rahr an. 1610 den 22 ml.im 8;sien jähr seines alters. wtt. sn. itzs; ö-c.tM Ven-kL. iur
ces lerrres. i-lc- -lc un Irmcipe empres. 8->. -i- ^-7
comm-ms--. 5 °bre el Comineo «x. 19°.rü«/?,r per k.or. Lrrllo.
«uentes/ (5°rr -ll) eine an den äussersten gräntzen des Her-koatbums Mayland, an dem Comer-see, gelegene vestung , mit? aroffen bastionen . Zu ansang des 17 seculr an. i 6 °; hat sie ob-llebenber Graf von Fuentes, o°uv°rn°ur von Mayland, anlegen,auch in kmtzer zeit vollenden lassen, und zwar auf mein festen,