Band 
Zweyter Theil
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der ungefehr eine Italiänische meile in seinem umfang hat. Dieabsieht war, nicht nur die Graubündter und andere benachbarte,dadurch in rclheü zu erhalten, sondern auch eine freye commum-rrrion mit der Grafschäfft Tyrol und anderen Oesterreichischenrrbländern mitten durch das Bündtner - land vermittelst dieseskorrs zu haben. Seit derselben zeit ist diese vestung allezeit in gu-tem stand geblieben; doch wegen der ungesunden lufft ist es nö-thig/ die Garnison össters abzuwechseln. Gleichwohl erlaubet manvon seilen Bündtens Spanien oder Mayland den paß nicht / eswären dann besondere und niemand nachtheilige zufalle,

üill. a<t an. 1605. üik. «tc trguce tom. z 1266.

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Fuentiduegna/ (Petrus ) genannt FontidoninS / ein Cano-nicus zu Salamanca und ^rciu - Oiaconus von Alba/ war einSpanier und gcdürlig von Seqovien. Er studirte zu Alcala/ undlehrte nachgehcnds die rede-kunst und theologie daselbst/ er giengemit Pctro Gonsalvovon Mendoza aufdas conc.aum zu Tridcnt/und zeigte m 2 reden / welche er an. 1562 daselbst gehalten / sowohl seine beredt- als gelehrsamkeit. Das folgende jähr hielt erKönig Philivpo ll zu ehren / eine rede/ darinn er dessen eifer vordie Catholische rcligion sehr hoch crhebke. Diesez stucke lind nebsteiner Lateinischen schuh - schrifft für besagtes Concilium zu Tridcntwider Johannen! Fabricium / zusammen gedruckt worden. Nachseiner zurückkunfft in Spanien wurde ihm in der ciiwccs Lala»

manca die stelle eines Onvnici pcLnicenriLrn u»d -,rcüi VUconi zu

Alba aufgetragen. Woraufer an. 1579 IM ü; jähre seines allersgestorben. u>ll. 1. zz. 0, t»t>!.

Fueros/ werden von den Spaniern die fundamental - gescheund absonderliche Privilegien des Königreichs Slragomen und an-drer Spanischer hindern genennct; und scheinet dieses wort vondem lateinischen yo-um scuicii Ursprung zu haben. Man Hai eingewisses buch von den alten Gothischen gesehen/ welches insgemeincl vu-ro jurgo titnlirl wird / und an. ÜZ4 iiidemTolctaiilschmConeilio soll publicirt worden seyn. An. 85 z sind >«« fu-r»s <i«Lobrarvc geschrieben worden. Der Hauptzweck von diesen und an-dern kucrm glcng dahin / daß die Fürsten und Könige verhindertwerden möchten / ihrer qewalt zu unlcrdruckunq ihrer Untertha-nen zu mißbrauchen. Die Catalonier nennen solche rechte Kur-,und eben diesen namcn pflegten die Bearner noch zu ansang des 17I'ecuii ihren landcs-Privilegien beyzulegen. Mit a-L«p.

üb. 6 c.; üb. 8 c. i. -je la üiitori» «le ^nconio 146

leg. bild. <lc üouiz XIII Ilb. 46 x,. r. *

Fuqger. Das berühmte geschlecht der Grafen von Fnggerund Freyherren zu Kirchberg und Wcissenhorn / wird insgemein

von Johanne/ einem cinwohncr des dorffs Gcggingen, oder/ wieandere wollen/ Graben, welcher an. - z 70 nach Äugspurg gezogen,und daselbst durch bcyrath das bürger-recht erlanget, angefangen.Dieser starb an. 1409, und hinterließ r söhne, Anbream und Ia-cobum, so beyderseits durch die kauffmannschafft zu grossem reich-khuni gelanget. Von Andrea sind die Fugger von dein Rehe ent-sprossen , welche aber wiederum erloschen. Jacobus hat in semennachkommen sich weit ausgebreitet. Er starb aber an. 1469, undhinterließ von Barbara, einer gebohrnen Bcßingerin, verschiedenelinder beyderley gcschlcchts. Von den sobnen wurde Marcns zumDomherrn von Äugspurg ernennet, welche würde aber anzutret-en ihn der tod verhinderte, welcher all. 1478 erfolgte. Ulricus,Georgius und Jacobus bereicherten sich noch weiter durch diestarcke kauffmannschafft , und pflanhten die 2 erster» auch das gc-schlecht fort; wiewohl Ulricus in seinen lindern wiederum erlo-schen. Hingegen erhielt Georgius eine desto gesegnetere pollergat.Beyderseits söhne bekamen nach dem tod Jacobi ein sehr ansehn-liches erd - gut. Denn dieser brachte sich ungemcinen rcichlhumzuwege, davon er an. 1507 die Grafschafften Kirchberg und Manr-stclten, wie auch die Herrschafften Wcissenhorn, Pfaffenhoven undWulenstettcn, desgleichen an. 1509 Schmicchen, und an. 1514Biedcrbach erkaussct.Der Pabst Leo X machte ihn zum ü-zuli- -a-rai» nnd Comirc oalaiii ! -,rc-.l-i-:iU>' , der Kavscr Marimilianusaber zu seinem Rath, nnd ertheilte ihm und seinen brüdcrn zu-gleich den Adel. Eben dieser hat auch die ic >6 Häuser zu Augsvurg,so man die Fuggeren nennet, vor arme leute erbauet, nnd bey8 . Anncn-kirchc die vortrefliche capelle sinnt dem gantzcn chor unddem künstlichen orgcl-werck, so über rüoooo gülden gekommen,gestintet. Georgius nun ist von seiner gemahlin Regina Jm-Hofder gemeine stamm-valer des noch heutiges tags blühenden Fugge-rischen geschlcchtS worden. Denn diese gcbahr ihm nebst andernlinderen Raimundum und Antonium , welche 2 Haupt - stamme ,so von ihm den namcn bekommen, aufgerichtet. Raiinundus warei» sehr gelehrter Herr, und bemühele sich, die vortresiichstcn anti-quitätcn aus Griechenland , Sicilicn und anderen orten anzuschaf-fen. Der Kayser Carvlus V machte ihn, gleichwie seinen bruderAntonium, zu feinem Rath, und erhub ihn in denFrenherrn-stand.Er crkaufftc an sich die dorffer Winterbach , Dicrlabingen, undandere mehr, worauf er an. izzz gestorben, nachdem ihm stinegemahlin Catharina Thurzonia n kindcr qebohren. Von diesenhat Johannes Jacobus den Pfnrtischcn äst, gleichwie sein bruderGeorgius den Weißhornischen aufgerichtet. Johannes Jacobusahmte seinem Vater in der gelehrsamkeit nach, und suchte auf alleweise die stuMs beförderen, wie er denn auch selbsten die ge-schichte des Haines Oesterreich in Teutscher sprach beschrieben.In der theilung mit seinen geschwistcrn bekam er die GraffchafftPfyrt, die Herrschafften Altkirch und Jssenhcim nebst der VoqteySenheim, im Ober-Elsaß , darzu er die schlösscr Bußnang undWcinftldcn, Hohcnkrcchcn, nnd den schönest flecken Tauffkirchcn

m Bayern, durch kauff an sem hauß gebracht. Zu AnOnra SÄkleidete er die stelle eines Bürgermeisters, und bey Hertzosi Mbrechten V in Bayern eines Raths nnd Cammer-Präswenren Eszeugte mit 2 gemahlinnen 21 kinder, davon ibne, als er an. '157,gestorben, 18 überlebet. Von den söhnen wurde SigismunLusFridericus an. 1542 gebohren, welcher sich uachgehends in dc»geistlichen stand begeben, und endlich Bischofs zu Regenspurq wer-den. Sein nächster bruder Carvlus erwählte das kriegs-icbcn,und diente dem Konig Philippo II in Spanien . Alexander,VictorAuqustus und Maxiimlianus folgten ihrem ältern bruder in demgeistlichen stand nach. Hingegen pflantzten Severinus, Alerius,Constantinus und Trajanus das geschlecht fort, und richteten be-sondere zweige auf, davon aber der Alexische und Trojanische ein-gegangen , und von dem Severimschen blieb nur Maria Johannaübrig, welche an. i6z6 den 11 jan. gebohrcn, und erstlich an LeuFreyherr» von Lösch, nach dessen tod aber an GrafFramiscum«Lebastianuin von Taxis vermählt worden. Constantinus hattedas glück, daß er in dreyen söhnen, Francisco Benuone, Constan.tino und Johanne Friderico, eine grünende nachkommenschafft er-hielte. Denn Franciscus Benno I , Graf von Kirchberg undWeissenhorn , zeugte mit Engelburga, Frcyin vonFränckingen,Francilcum Bennoncm II , welcher von Anna Regina, Freyinvon Hörwarth, ein vater Mariä Concordiä worden, die Ferdi,nando dem iüugern Baron von Puch sich vermählte; ferner Vi-tum Adamum, welcher an. 16,7 gebohren, und sich mit MariaCatharina, Graf Johannis Friderici von Fugger tochter, verhey-rathcte; und endlich Mauritium, nebst verschiedenen töchteren.Francisci Bcnnvnis I mittlerer bruder, Constantinus , wurde an.1604 den oct. gebohreu, und zeugte mit 2 gemahlinnen n kin-der, beyderley gcschlcchts. Unter den söhnen ist Fridericus Ferdi-nandus und Carvlus Constantinus zu mcrckcn. Der erstere hatan. iüzo den 15 nov. das licht der weit erblicket, und mit seinerersten gemahlin Maria Francisca, Freyin von Stein zum Nech-tcnstein, Annam Franciscam, Maximilianam Renatam und Rat,muntum Josephmn Antonium gezeuget, gleichwie sein bruderCarvlus Constantinus, der an. 1640 gebohrcn worden, von MariaConcordiä, Freyin von Ulm zu Erpach, ein vater MaximiliamConsrantini Äntonii wurde. Johannes Fridericus, ein sehnConfrantini und bruder Francisci Bennonis I und Constantini,kam an. r öoy den 14 oct. auf die welk, und vermählte sich mitMaria Jacobe, Freyin von Gumpenberg, die ihm an. 1S4; Jo-hanuem Paris, Grafen von Kirchberg und Weissenhorn zu Zi»mcnberg, Chur-Bayerischen Cammer-Herrn, und 2 jähr hernachAdamum Constautinnm gebohrcn, welcher sich an. 1072 mit einerFreyin von Fräncking vermahlet, und mit ihr, nebst andern lin-deren , Ferdinandum Carolum Antonium Fclicem, Canon,cum znNegenspurg, und Maximilianum Josephmn gebohrcn. Raimundkanderer söhn, Georgius, ein sehr gelehrter und in den mathemati-schen wisseuschaffren erfahrner Herr, hat, wie bereits gedacht,den Weissenhoruischen äst aufgerichtet. Er war an. 1517 den rrnov. gebohren, und vermählte sich an. 1540 mit Ursula von Lich-tcnstein, die ihm 14 kinder beyderley geschlechts gebohren. Unterden söhnen haben Philippus Eduardus, Octavianus Sccundusund Autonius das geschlecht fortgeführet. Philippus Eduardus,von welchem unten ausführlich soll gehandelt werden, wurde vonfeiner gemahlin, Maria Magdalena , Freyin von Königseck, einvater verschiedener kinder, unter welchen Hugo mit Maria Ju-lian» Vöhlin, Albertnm Fuqger, Grafen zu Kirchberg und Mis-sen born , Herrn zu Maurstetten, Pfaffenhoftn, BrandenburgStcctcn, rc. gezeuget, welchem seine erste gemahlin Maria Fran-cisca, GrafOttouis Henrici Fuagers von Kirchheim tochter, an.i6üi den i) nov. Franciscum Sigismundum Joscpdum gcbch-rcn, welcher sich an. 1691 mit Gräfin Maria Anna Theresia vo»Muggcntbal vermählet, und an. 1695 von ihr einen sobn bekom-men. Alberti übrige kindcr aus erster ehe sind: Paris Georgius,Graf zu Kirchberg und Weissenhorn , so an. 1689 ohne erben vonseiner gemahlin zu haben, gestorben; Maria Victoria; AnnaJohanna Francisca, Canonissin zu Buchau; Tiberius Albertus „

Ritter des Teutschen ordens; und Margarethe! Elisabeth«! Ju-lian» ; und aus der andern ehe Johannes Leopoldus Albertus,und AlbcrrusAntonius. OctavianusVecundus, Philippi Eduardibruder, wurde des Kavsers Rudolphi II Rath, und stadt - Pftytkzu Augsvurg, und erlosch in seinen! enckel Octaviano, gleichnlicdessen bruder Antonius in seinem enckel Antonio Ferdinands Pi-dolvho. Ob sich nnn gleich der Raimundische Haupt - stamm zuu-lich ausgebreitet, so hat sich dennoch der Anwnische noch viel m ihrvcrgröffcrt. Denn Antonius, Georg» anderer söhn, so a». mi?den 10 jan. gebohren worden, vermahlte sich an. 1527 mit Anna,Johannis Rehlingeri von Horgaw tochter, die ihm, nebst and imkmderen, Johannen!, Jacobum und Marcum gebohren, welcheallerseits besondere limcn aufgerichtet; Marcüs, von dem dieNorndorfische linie ihren Ursprung hat, wurde an. 1529 dam«fcbr. gebohren. Der Käufer Rudolphus II machte ihn zu seunmRath, und die stadt Äugspurg zu ihrem stadt - Pfleger. Er starban. 1597, nachdem er von seiner gemahlin Srbylla, Graf We-del mi von Ebcrstcin tochter, ein vater verschiedener kinder worvm.Unter den söhnen sind Philippus und Albertus gleich in dem a«sten glied wiederum erloschen; Antonius aber und Georgius da-bei! sich etwas länger in ihren nachkommen erhalten; den» Am»-nins hinterließ 2 söhne, Maximilianum und Franciscum, daMdcr erstere an. 1669 gestorben, nachdem ihm sein soh» FcrbiiM-dus Jgnatius, welchen er mit seiner gemahlin Maria Francyca,Gräfin von Törring, gezeuget, bereits in dcr sterblichmt vorangegangen; Francifcus «der blieb au. rü-4 bey 8 . GvtllM ,