Band 
Zweyter Theil
JPEG-Download
 

4l2 für

stiner gemahlin Adelheid, Gräfin von Mach, nebst andern lindemgezeugt GrafHemrichen VII, welcher bey Kayser Rudolphen Ivon Habsburg in grosser Hochachtung gestanden, und ums jähr1276 noch gelebt; seine gemahlin war Anna, Gräfin von Mönt -fort, der söhn aber GrafConrav III, der sich auch einen Landgrafin der Baar geschrieben,und noch ums jähr i; 6 ; florirr. Mit einerseiner beyden gemahlinnen, Maria Gräfin zu Feldkirch , undAdelheid, Gräfin zu Bitsch, erzeugte er einen söhn GrafHeinri-chen VIII, wie nachfolget.

Graf Heinrich Vlll, zu Fürstenberg, und Landgraf in derBaar,ein söhn vorgemeldten GrafConraden III, stunde schon au.1400, oder noch vorher im flor und in der regiernng, und erlebtealso den abgana der Henricischen linie, mit deren landen und Her-schafften er befällt worden, starb aber bald darauf an. 144z. Sei-ne gemahlin war Sophia Graf Friedrichs zu Hohenzollcrn loch-te, mit deren er 4 söhne gezeugt, unter welchen Graf Heinrichder IX, gebühren 1405 als der ältere propagiret; er war 2 malvermählt/erstlich mit Veronica Marggräfin von Röteln, zweytcnsElssabelh Gräfin von Lupfen, und starb an. 1411. Rittershusiusund Bucellinus geben ihm ; gemahlinnen, von Röteln, Thengensind Lupfe». Mit der letzter,, erzeugte er ; söhne, Unter weichestGraf Conrad IV propagirtc, welcher zur gemahlin hatte Ku-nigundam, GrafHeinrichs';» Mätsich tochter; er starb 1469, undhinterliesse 2 söhne und eine tochter namens Anna - die anfangseinen Grafen von Eonnenberg , hernach zu Schwartzcnberg zugemahlen bekommen. Der eine söhn GrafHenmeh, den Rittcrs-dusiuseinen , Ertz-Marschalln nennet,

starb an. 1499 »„vermählt, und ist eben derjemge, der nach Heu»uiiigcs als Fcld-Obrist Kayscrs Maximiliaiii I bey Dornach un-weit Bafel wider die Schweitzer geblieben. Der andere fohn,Graf Wolfgang / geb. 1465 begab sich gleich bey angehenderjugeud in den krieg, daraufer die stelle eines Obristcn und Feld-Hauptmauns bey dem Schwäbischen bund , an. 1499 verwaltet,und an. 150; auf dem zu Middelöura in Seeland von Philippsvon Oesterreich Kaisers Marimiliani I söhn, und König in Casti-licn gehaltenen capitul zum Ritter des Güldenen Vliepes crciretworden. Er starb i;c>z oder i;io den z i oct. und hinterließ vonseiner gemahlin Elisabeth, Graf Ottcn von S.olists tochter,die nach ibme an. 1514 den 24 ang. gestorben, 4 lochten, und 2söhne. Von jenen blieben 2 unvermählt, davon die eine L-numiimzu Buchau wordene aber vermählten sich, nut einem Frey-Herrnvon Mörfcöurg und Napvoltstcin. Beyde söhne aber erwarbensich wegen ihren schönen thaten einen unsterblichen „amen. GrafWilhelm / der ältere söhn, GrafWolffgangs, gebühren 1491 eintapfferer kriegs-held, bekleidete gleich seinem vatcr die stelle einesObristen bey dem Schwäbischen bund . Nach endigung deffelbestbegab ersieh inFranckrcich wider KayserCarln V in kricgs-dienstc,und legte bey den Frantzofen in allen feldzügcn ungemeinc ehre ein/wie diese sonderlich eine grosse Verwunderung zeigen über das«nsthcn, welches er sich bey dcÄ nstter ihm in ihren dicustcn ge-standenen Teutschen kriegs-volck allezeit zu erhalten gewust hat;so daß er solches, wann es ivcqctt ausstehendem folv, oder bey an-dern geleqcnhcitcn , aufs hcfftigste wütete , jcwcilen mit wenigWorten stillen und befänsstigen tonte. Nachdcmc ihm aber derCardinal von Granvcl dcn weg zu der Kanferl. gnade wieder ge-bahnt, verließ ck die Frantzöfistche varthey , und wendete sich wiederauf die Kayserliche feite. Doch als er an. 1544 der erpedition inChamvagne beywohnte, wurde er ben recogiwfcirung derüber den fl»ß Marne, von denen Frantzost» gefangen, und init gros-sem -fronc nach Paris geführt, allwö er,weil er vorhin bey ihneneine ansehnliche summa gelds erworben, sich mit zoovo crouenkanzioniren miiste. Endlich starb er an. 1549 ohne linder; seinegemahlin war Bona, Claudii , Grafen von Ncuschatc! und Heri-court tochter, wegen welcher er einige prätension aufdie Mompcl-gardische Herschafften, Vlamont/Hericoiirt, Clermout und Chatc-let gemacht; Dieweilen er aber wohl sahe, daß er vor seine vcrsonwider die Hcrtzogc von Würtemberg, als souverainen über Möni-pclgard, wenig ausrichten würde, überliesse er feine präteusion demEru-Hauß Oesterreich, welche aber nachgchends geschlichtet wor-den. Graf Friedrich/der jüngere soh», Grafen Wolfgangs, geb.,496, dienteKayftr Carln V im Italiänischen krieg, wie auch inTcutschland wider die Protcstirendc, und ivurdc um seiner tapffcr-kcit und meritcn willen an. i; 4 > sti Utrecht mit dem Ritter-Ordendes Güldenen Nlieffes von gedachtem Kaystr beehret. Er traffeine glückliche msriszc mit Anna,crb-tochtcr Ehristophori des letz-ten Grafen zu Lciligenbcrg und Werdenberq, mit deren er nichtmir ansehnliche Lande und Herschafften in obcr-Schwabcn ansein hauß gebracht,sondern auch dasselbe nach seinem wünsch glück-lich vermehret und fortgevflantzt, Massen er mit derselben i; kindergezeugt, worunter 6 töchtern aü vornehme Grast. Häuser, als Kö-nigseck-, Haiiau, Montfort, Truchfeß von Waldburg, Kor-Ncu-burg, und an das Freyherrliche Hauß von Galbcrstein vermahltwaren,unter welchen die zte tochter Elconora, durch ihren gemahl,Grafen Philivp IV von Hanau -Lichtcnberg,einc glückliche flamm-muttcr dieses hohen Hauses worden.^ z töchtcr giengen iiis klo-ster, und umer 6 söhnen waren ; berühmt; die 2 älteste opffertcnibr leben in kriegs-diensten Kayser Carls V Heldenmutbig auf, alsGraf Egon XVII,der an. 1;; z vor Metz,und Graf wolfgängder an. i;44vor Carignan in Italien geblieben. Die z jüngstesöhne waren vermählt', und zwar Graf Heinrich / der mittlere, soan. izzü gebohrcn, bekam in der thcilnng den grösten theil desBäurischen Landgraftkums, darunter Fürstenbcrg, Wartenbcrg,und Don-Efchingen, und starb ohne männliche erben zu hinterlas-sen ; besten einige Gräfl. tochter Anna Maria, mit Graf Christoph

für

Tmchfessen zu Waldburg vermählt, eine stamm-Mutter derGrast. Scheer-Fnedberg ,md Trauchburgifchen linien wordmDre andere söhne Friedrichs aber, Christoph, und Joachim Mte'ten 2 neue Innen,davon m folgendem ein mehrers.

^ Gmf Christoph zu Fürstenberg, ein söhn abgedachten Fchdnchs / geb, an. 1;;; ,m aug. ein stiffter der Kinzingerthalifche,lnue, starb frühzeitig, an. 1^9 m einem jähr mit seinem vater'noch ehe dle lands-theilung geschahe , dessen linie das Mzinaertha , samt Blomberg und einigen andern Herrfchafften auf demSchwartzwald erhalten. Seme gemahim war Barbara, eine tocl 'tcr Hugonis, Grafen vott Montfort, mit deren er nur einen Mgezeuget, nemlich, Graf Albrecht, zu Fürstenbcrg, geb. » (7Er brachte nach seines vaters bruders tod, abgedachten Graf Heimnchs, noch einen guten theil in der War durch erbschafft an sich,stunde auch bey Kayser Rudolphen II in sonderbahren gnaden fundvermahlte sich an. 1578 mit Jfabella, der tochter Vratislai,Herrnvon Pernstein, Konigl. Böhmischen Cantzlers, denen zu ehrencrsterwehnter Kayser auf dero Beylager z rag lang ein kostbabresrttter-ipiel halten lassen, aufwelches er iooo°o ß. aufgewandt. Erstarb an, 1599 den iz fept. und hinterliesse von seiner gemahlin rsöhne, und ; töchtern, die alle zu jähren kommen, und berühmtworden. Unter denen sohnen starb der mittlere Emanuel - an demHof Kayser Rudolphs II zu Prag , noch jung und öhnvermählt,Dls ; töchtern aber kamen alle in vornehme und stands-mäßiaeehtn, und zwar dre altere Anna Polyrena, mit 2 Fürsten , nemlichvon Venofa in Italien , und Aguaviva, oder Caferta in Neapoiis;die lungere Elisabeth, mir GrafPopcl vonLdbkowitz, und die Unt-iere Francissa Hivpolyta, (welche Hübncr und Rittershusius un-recht vor Graf Albrechts schwester halten, ) hatte chm gemahl,Leon Bunan Berka - Graf von Duba und Lippa / mit dem sie ei-nen enugen >ohn ,- Matthiam Ferdinand Francifcum gezeugt, deraber noch vor ihre an. 1644 ohndermählt gestorben, »nd ihro alsmntcr eine reiche und ansehnliche erbschafft in Böhmen und Mäh-ren hinterlassen, welche sie hernach ihres bruders Christophori jün-gerem söhn, Fridrich Rudolphen zu Fürstenberg-Etühlingen u-rreNawencum vermacht; wiewolen die anderen Grafen von Berkaund Duba, sich ensscrst darlvider gcsttzt, dahero die fach in einenjchwaren Proceß erwachst», der endlichen durch einen verglichbeygelegt worden. Graf Christoph II, zu Fürstenbcrg, der äl-tere söhn Albrechts, geb. an. i;8o oder i;8; war ein tapfererund kluger Herr; wurde Kayser Matthiä Cämmerer und kriegs-Oberster, Und endlich von seinem vettee Wilhelme»!, Heiligenber-gilcher linie, an. 1614 den 2 jaw zu Link entleibt- Er hinterliessevon jenier gemahlin Dorothea, tochter Ottocars Hvliczky, Frey-Herrn von Slcrnderg in Böhmen , z söhne und 2 töchtern. Vonkiesen »bar die ältere Albertina, z mahl vermählt, erstlich mit demscldmarfchalln, Baron von Jllö, der an. 16^4 zu Egcr mit dcmGeneral Wallenstcin getötet worden. Zweytcns mit dem ObristPriamon, und drittens mit dem Baron Rizar!. Die jüngere toch-tcr aber, Elisabeth Eusebia, wurde die fünffte gemahlin, Marg-grafFridrichs V zu Baden-Durlach an. 1649, starb 16I. Unterdenen ; föhncii Christophs, stach der mitlere Oltocar blödsinnig,die übrige 2 aber, der ältere und jüngere ffiffreten 2 linien, nemlichdie Moykirchifchc, und kie Stühlingische, von denen folgcnds zuwiyen. Graf Vrativlaus I / zu Fürstenbcrg, ein fohn obge-dachten Alberti, und brudcr erst crmcldtcn Christophs geb. i;86.Ware ein Herr voi» hohem verstand, vortrefflichen qnalitäteu,und grossen mcriten, wurde Ritter des güldenen Vlieses,und Kay-sers Ferdinandi II, auch Königs Philippi III in Spanien , gehei-mer und kriegs-Rath, auch Neichs-Hofratbs-Präfident, und hattef gemahlinnen,auß Fürstl. und Grast. häustrn,i eine von Croy undArjchoic aus Niedcrlank, 2 eine Spanierin, Catbarina ocN--vicrö-r rerr-5.; Lavinia Gonzaaa von der linie von Novellara, mitdenen er 2 söhne, und eine tochter gezeugt. Jene waren zwar nochbey leben, als er an. 16) i den zo jan. gestorben, doch erlösche seinelinie bald »vieder, dann beyde söhne blieben ohnvcrmahlt, unterwelchen der ältere fohn Albrecht an. 1641 ill Kaystrl. kricgs-dien-stcn vor Hohen Twiel umkommen. Die einige tochter aber, Eleo-nora, geb. 1620 ward Frantz Wilhelms zu Hobcn-Ems-Vaduz,gemahlin, und dieser Gräflichen linie glückliche stamm-muter.GrafOralislaus II / voll Fürstenberg-Mößkirch, der ältere fohnabgedachten Christophs, welcher in der thcilnng von denen vätter-lichen landen und Herrfchafften,Blombcrg und anders in dcrLand-grasschafft Baar erhalten, und durch seine 2 gemahlinnen, als bcti-dc Gräfinnen von Hclffenstein, nemlich Jöhanuam Eleonoram,tochter Frobenii, und Franciscam Carolinam, Rudolphen des letz-ten erb-tochtcr, die Hcrr»chaffien siNößkirch und Gundelfingc»,das schloß Wildcnstein, und städtlein Hayingen , samt dem drittentheil dcr Grafschafft Wisensteig an fein hauß und linie gebracht,und damit die Mößkirchische linie gestifftet. Mit beyden gemah-linnen erzeugte er verschiedene kinder , worunter folgende zuc,»>rcn, und zwar aus erster ehe, Maria Eleonora , Joh. EufebirFliggcrs zu Kirchheiin, gemahlin, der als Kayserl. Camillcr-HIu-dent an. 1672 ohne männliche erben gestorben.. Frobenius Maria,Afftcr-Dechant des dom-capituls zu Cölln, Domherr zu Straß-burg, uttd Reichs-Hofraths-Vier-Präsident, auch Kayftrl. gehei-mer Rath, der durch viele geiandkfchaffteN, die er im Namen Kav-scrs Lcspoldi an verschiedene Fürsten und Stande des Reichs mitgrossem rühm verrichtet, sich sehr verdient gemacht, mid aii. 168;den 7 maj gestorben. Ferdinand Rudolph, aus zweyter ehe, Dom-Herr zu Cölln, und Stkaßburg,starb 1690 den 8 sept. GrafZrantzChristoph / zu Fürstenberg-Mößkirch, der ältelch sohn Vratis N,auß erster ehe, geb. 162z den 28 Nil. pflantzte feine lnne gl"ss"wfort, durch seine geinahlin Mariain Thercstäin,Fürstin von Arem-