Band 
Zweyter Theil
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424 gab

triiwmi!-/Uißukm, Er wurde doch nach kurtzem wieder gefangmgenommen, und nach Avignon gesandt, allwö ihn Clemens VI insgesänqniß legen ließ. Er entkam aber an. i;5i mit list, oder wieandere wollen, mit conttnr Pabsts Jnnocentii VI , und wurde zuRom mit allgemeinem frolocken des volcks angenommen , jedochdas folgende jähr daselbst,wegen seinen tyrannischen thaten, ermor-det. 6c red. sgiri. c^itt. I.ir. ts-rr-c/e-«« Lcn. 4;.

ös in ann. *

Gabrinus Fundulus / schlug sich zu der Parthey der Caval-cabos, welches eine mächtige samilie aus Cremona war, die sichnach dem tode Iohannis, Hertzogs von Mayland, ums jähr 1411,Meister von Cremona machten. Hernach strebte er selbst nach derobcr-herrschafft, lud dannenhero Carolum Cavalcabss, das Hauptder samilie, nebst andern y oder ic> auf eine aasterey, ermordete da-selbst alle mit einander,maßte sich also der höchsten gemalt in diestrstadr an, und unterließ keine gransamkeit, um sich in seinem ständevest zu seyen. Allein PHNippns Visconti, Iohannis bruder undNachfolger, ließ ihn, nachdem er ihn gefangengenommen, nachMayland fuhren, und daselbst enthaupten. Als er nun, da diesesgeschehen wlre, von feinem bcichtwater zur busse angemahnet wur-de , gab er mit einer frechen Mine zur antwort, daß rbn nichts ge-reuete, als allein dieses, daß er nicht Pabst Johannen, XXIII undden Kavstr Sigismmwum von der spitze seines thiirns heruntergeschmissen, da er sie beyderseits einmal zu gaste gehabt,

1. 2 c. r.

Gares Brulez / dem man den titul ivwnieigncur gab, war einRitter und guter Poet seiner zeit. Er lebte an. 12; 5, und war beyTheobaldo, Könige in Navarra , sehr beliebt.

tz-tzi. tziLnc.

Gachnang / ist ein dorff und Pfarr-kirche samt einem schlöß-Icin in dem Tdurgöw, eine halbe mcile von Frauenleiden gelegen,welches vor diesem seine eigene edellenth gehabt. An. lüioden 20mai hat sich allhier bey einer Hochzeit zwijchen Jr. Hcctor von Be-roldingen, Landmann zu ttry, und etlichen perionen aus der Graf-schaffl Kvburg, ein so grosser zanck erhoben, daß man stürm zu leu-ten sich benöthiget fände; dem von Beroldingcn gienge es sonder-lich übel; er wurde ziemlich blcssirt, seine capell und bauß wurdenmir ungestüme durchrennet, und der Statthalter des Landvogts imTliurgöw wurde sechsten , ohngcacht seines hohen tragenden carac-ters, nnt streichen und steinwmssi, ungebührlich mißhandelt. Alsnun die Catholischc ort eine solche that, wie leicht zu erachten, hochaufgenommen, ruheten sie nicht, biß bald darauf eine tagsatzungaufFraucnfelden ausgeschrieben winde; wie säur aber diestr Han-del in der ersten hitz ausgesehen, wurde derstlbige doch nach einigenzu Luccrn und Bande» gehaltenen cvnfsrenrncn so glücklich ge-schlichtet, daß nichts als etlich weniger bcütel hierüber einen kleinenschaden erlitten. I. p. >00. b. Concin. Lulling. cliron.

tvl8c. >. 6z. ?. r. ^>. 449. *

Gad / scheint bey den Syrern und Chaldäern eine gewisse gott-hcit des guten glücks, oder zum wenigsten ein stern von, glücklicheneinffnsse gewesen zu seyn. Lea hat bey der geburt ihres sohns vonder Silpa gcrussn Ba-Gad oder Be-Gad,daraus einige gar Baal-Gad gemacht, und sind viel ausleger in den gedanckc», daß sie sichdamit nach der bcn den abergläubischen völckern gebräuchlichen an-ruffung dieser gotthcit gerichtet. 6c 66- s>i>5 t- m. >. c.

Gad/ war der name des siebenden sohns,den Jacob mit Silpa ,der Lea magd, gczeugct, welcher 6. Kl. 2196,^. e. 1788 gebohren,und dessen stamm in der wüsten Sinai auf 45650 Personen, die ge-schickt waren ins Heer zu ziehen, gerechnet wurde. Weil dieser stau,einer von denen war,so das meiste Vieh hatten,so erhielt er von Mo-st stin crbtbeil in der gcgend der Königreiche der Amoriter undSihons des Königs zu Hesbon jenseit dcsJordans,von dem mcereTiberias , bis an das tode meer, allwo 28 städle waren, und unterdcnstlbcndas Königliche Rabba. zo. z;.^«/». i öc zz. ,z.

26 2n. 2187, rsyl.

Gad/ war der name eines Propheten zu König Davids zciten/.ki. 2y;8, c. 1026,zu welchen, er von Gott gesandt wurde, alsderstlbige das volck hatte zählen lassen. Desgleichen war er aucheiner von den dreyen, welche die Historie von Davids thaten verfer-tigten- > ir. 124. , z. 6c ttii^r. cccl.

Gadara / oder Gadaris / nach heutiger bcnennung Gaddigenannt,war eine alte stadt m, gelobten lande im stamme Manasse ,jenseit des Jordans, auf einem berge nahe bcn dem siussc Gadara,wo selbiger in den see Gcnezareth fällt, welcher zu Hieroiiymi zci-ten wegen der bäder berühmt war. Auf dem selbe um die stadtWare zu einer gewissen zeit eine hcerde schwein, welche von dentcuffeln, so in den besessenen gewesen waren, aufzulassung Christi,in das meer gcstürtzcl wurden. Worden zu merckeu ist, baß der seeGcnezareth, welcher sonst das meer Tiberias und das Galilaischemeer genennet wird, auch bisweilen der see Gadara heisst; wie-wohl'einige ausleger den stc Gadara von dem Galiläischen mceregantz untcrstheidcn wollen, denen aber alle genoss, und Hicrony-mus sehr widersprechen. Auch ist zu mercken, daß dicst stadt Gada-ra eine Griechische stadtwar, deren sich dre Juden mit gcwalt be-mcistcrt, ja sie gar verstärkt hatten, welche aber Pompems seinemfrcngclassnen Demclrio zugefallcn/oer aus selbiger gebürtig wäre,wieder aufgebauet, und meörcntheils mit neuen Heydnischen crn-wobncrn anacfüllct, wie Jostphus und Strabo schreiben. Siehaben sich deßwegen von dieser zeit an Pompejanos Gadarenscsgtneilnct; und ihre müntzei, ,als welche zu präge», unter den Rö-nnlchcn Kaylern erlaubt worden, haben noch viel kennzcichen einer

Heydnischen abgötterey. Dahero es gar kein wunder ist, daß sckfchweine daselbst gefunden haben, welche den Jüden verbvtenLren, so gar, daß nach der Rabbmen meynung, sie auch nicht einmalschweme auftrziehen durfften. wc. Uebrsic.

5- »- 6c m,r 2 c. nsk. rcrr-e proni. c. io Lnnss

Lsron. nummi in Lol. öc mun. xerc. Levßr. Lnr. *'

Gadv/ (Henning) wurde an. I5°c> Bischsff zu Lincvvina.nachdem er vorher» bey Pabst Alexandre VI KtskkcmNicus, unddes Schwedischen Reichs Gouverneur-. Stenonis Sturstem nRom gewesen. Weil aber der König in Dänemarck mit dieserwähl nrcht zufrieden war, so konte er die Päbstliche confirmato»nicht erhalten, und ward endlich gar mit dem bann beleget. Hier-auf that er denen von Stur so, wol zu Wasser als land trefliche diemsie wider die Danen, ward aber von diesen letztem gefangen, undan. 1520 enthauptet. Seine schafften sind orsrionez vrri« comrr

Osno -; carnmemsrioues 6c Luriguiraribu- 8uscicis öc vcniciz.

6c epitc. 8ucc. csirou. vLN. com. 6,7. Lc/re/eri 8uec.lir.eua,

UüIIcritivpvrrm,

Gadd, / eine Florcntinische samilie, welche mit den samilie»6 - Medicis , 6 Acciajouli und 6 s Diacctto verbunden, und jedmeikzu Florentz in grossem ansehen gewesen ist. Franciscus Gaddi sei»Cardinal , war Nicolai, dessen unten gedacht wird, vetter, welcherihm das Ertz-Bißthum Conza und die Abtey 8 . Leonardo in Avu.neu abtrat. Er war so wohl in geistlichen als weltlichen rechtenerfahren,und im mertz an. 155? machte ihn Paulus IV zum Car-dinal, worauf er den 22 oct. an. 1567 starb. Jacob,,s Gaddi lebteim 17 scculo unter der reqicrung Urbani VIII und Jnnocentii X,und war sonderlich bey dem ersten wohl gelitten, wie er denn auchmit vielen gelehrten seiner zeit in freundschafft stunde. Er hat un-terschiedene schrifften hinterlassen, worunter sind corollLrium xo-.

ricum , sälocurinncs uild clogis ; corons poerica; elogi» >Moiic»,Lc.

sonderlich hat er sich durch sein werck, 6- lcrixcoi'ltms non ecd-Lül-cis , bekannt gemacht , davon der erste tomu- zu Florentz an. 1648,der andere an. 1649 gedruckt worden, wovon aber die gelehrte»nicht gleiche urtheile fallen. Kitt. 1. rz. 8cr/>^^E4,«,. r«.

ME i» cioA. Irsl. Lrmmarr/,. Lr!I.

Tol'c. 6/,,/>»- ciieair. s>2rc. r. Lttl lesl. reZn.k.z.

I. 4. votzkitt. ?. 11.1 c. ,6.

Gaddi / (Mcolaus) Cardinal und Bischofs zu Fermo undSarlat, und hernach Ertz - Bischofs zu Conza in dem KönigreichNcapolis, war gebürtig von Florentz, und des Tbaddäi Gaddisöhn. Er begab sich sehr jung nach Rom , woselbst er an demPäbstliche» hofunterschicdcnc bevienungcn erlangte, bis ihn end-lich Clemens VII an. ,527 den; mart. zum Cardinal gemacht.Jovius meldet, daß er einer von denen gewesen, welche die Kayser,lichen zu geissln verlanget, ehe sie den Pabst loß lassen wollen,Sonsten-Hielte er es mit dem König in Franckreich, Franciscv I,der ihn auch in wichtigen Verrichtungen gebrauchte, und ihm an,145 z das Bißthum Sarlat gab. Er starb zu Florentz im anfanzdes jahrs 1552. sK,tt.

Gaddi/ (Gaddo) ein berühmter Mahler von Florentz, dersonderlich in Mostnckischer arbeit excellirt hat, und zu semer zeithoch ästimirt worden ; er starb an. 15,2, seines alters 7; jähr.Angela sein söhn wäre in dieser kunst nicht weniger erfahren,und hat sonderlich die affcctcn wohl zu präsentsten gewiss; erhal-te sich 24 jähr bey Giotto ausgehalten, und ihne endlich in demkolorieren übertreffen; sein schönstes stuck ist die creutzigung Chri-sti zu Arezzo ; er war neben diesem auch ein guter Baumeister,wie er dann den schönen thurn ^iia 8. K4sris 6ei kioic, und die vestegewölbte brück über den Aruo (worauf 24 kauffmanns-ladenstehen, welche jährlich 8°o cronen zinß ertragen) erbauet hat.Er starb an. i zzo nicht mehr als 50 jähr alt. /pcrä.

x. ;8öc64. *

Gadebusch / eine kleine stadt in dem eigentlich so genanntenHertzogthum Mecklenburg , nicht weit von den gräntzcn der Graf-schasst Schwerin , in dem amt Schönberg, an dem kleinen ffußGäbe gelegen. Hierbey wurde an. 1712 den 20 dec. die Dänischearmer von der Schwedischen, welche letztere der General Stein-bock commandirte, geschlagen. 8sr. i„ 5 . p-84.

Gademes / oder Gadcmessa / eine zimlich grosse landschaistin Africa , nebst einer wüsten gleiches namens in Bilcdnlgerid,zwischen der wüsten Fczcn und Guerguela, worinncn auch diestadt Gademes an, stuß Capsus lieget. äkst-s.

Gadendorp / ein Adeliches geschlccht in nieder - Sachstn <aus welchem an. ,z86 Detlef mit der stadt Lübeck grossen stmkhatte, und vermittelst einer conss»i-2kion den gantzen Rath umzu-bringen suchte, so ihn aber selbst das leben gekostes. An. ,;S 7 Mdct man in briefschafften den „amen Gottrichs, und an.Clciiicntis von Gadendorp. An. 1592 haben die von Gadendorpihre gütcr in dem Holsteinischen denen von Pogwisch verkauffl,und sind dazumal ihrer z noch am leben gewesen. Heut zu tagebesitzen sie in dem Braunschweigischen das gut Schliestädt unweitSamtleben, auf welchem an. 1714 noch ein eintziger zweig viu-

hcte. 6c liollLriL in 6elcripr. LIrsvir. p

HsKcti-vcrrz,. 8clilctvv. ?. i c. z p. 17. tloltt. it6el - ckro«-

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Gadci,stadt / eine alte Adeliche samilie in nieder-Sachsen ,welche heut zu tag in dem Gandcrsheimischen nebst andern gutemEggelstn und Bockensen besitzet. Ihr stamm - hauß Gadensiadlliegt in dem Strfft Hildesheim in dem amt Pema. Berthold h«r

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