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Zweyter Theil
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1272 5 cm land-tag zu Braunschweig beygewohnt. Ora-

kcosrrl 9. l,;r. ^ll!. Lurop. 9. 676.

Gaderoleben/ ein stecken an dem fluß Selck, in dem Fürsten -thum Halberstadt , an den Quedlinburgischen gräntzen, welchereinem dabey gelegenen zimlich grossen see den »amen gegeben, deraber nunmehro zu acker gemacht worden.

Gadolus / (Bernhardinus) General des Camaldulenftr- or-dens, war gebürtig von Brescia , und lebte an. 1510. Er war inder rechts - gelehrsämkeit, theologie und anderen wissenschafftenWohl verilrt, und Ware willens, Hieronymi wercke heraus zu ge-ben, dahero er von demselbigen, was er getont, zusammen ge-bracht. Sonsten hat er auch einen commsnrsrium über die gantzeheilige schafft hinterlassen, und etliche andere tractate verfertiget,

als: lle tugienllo lcculo <Sc smpiexLncis rcligionc conrra superdism^ ambiriooem,öcc. /cllllition.

Gänckhofen / ein Bayerischer marck-flecken im Bißthum Re-genspurg, 4 meilen von Landshut gelegen, hat sein eigen land - ge-richt und einen Teutschen Ritter-ordens - sitz, welcher durch Oo,„.msn-i-ms verwaltet, und von Graf Bernhard von Leonsberg an.1278 gestifftet worden. 9, ,97.

Gärtringen / eines der ältesten Adelichen geschlechtern inSchwaben, von welchem Johann Liller von Gärtringen an. 1710Fürstlicher Wurtembergischer geheimbder Rath und bevollmäch-tigter Gesandter zu Regenspnrg gewesen. 2,„,2!. r. z 9. zzi,

vom Lckvv. ticicks-Llle! 9. 619.

Gärwer / (Gabriel Leuchodius) ein Lucerner, L. rei. Lriiiior. vc>ee., gewesener Chor-Herr zu Münster im Ergöw, wurdean. izyz Pfarrer zu Bulach, einem städtlein im Canton Zürich ,starb daselbst an.iüio; und hat in derlei;« (darinnen er excellirte)sükkrestiche 59ecimir>2 gegeben, als : NrinMum 6erm2-

ni«, ?rinci9ls ^ntiLlrini lluÄu, 2n. 1)91; ^viculse LlystieL; l'err«-moiüs 2N. 1601 llelcrchrio; Olle miliraris beUicam lliicchlir^m com-9>sxr ex Deut. rc>. in cx9elliri»nein 2b Inc. 8,29. 1 >g. ^rßentor2t. 6c»-llcris 6u6cc'9t2m 2n. ; LMcllion in ooirum stolliL Ivlssleri; Lpi-

tiiLlrmiL vsrir; Oonteltio llllei; tVlerZus 82 t> 3 ullus ü:c.

2Urick. Zekcklecllt bucd. *

Gaesbeck/ ist der name einer zimlich grossen Freyherrschafst,und eines darinnen gelegenen kleinen orts, in Brabant, an dengräntzen von Flandern,und Hennegau , nicht weit von Brüssel.Die besitzer davon gehören in die zahl der Stände von Brabant.Eine brsnclie der Grafen von Hornes hat den Namen davon ge-sühnt.

Gaeta / vor zeiten Cajeta/ eine der vesteten städten des König-reichs Neavolis, in lern» lli Lavo,». auf einer halb-insiil an demanhang eines Hügels, unfern dem Tostanischen meer. Wie ist einMuffel des Reichs an den gräntzen des Archen - staats, zwischenCapua und Terracina. Sonsten ist sie wegen ihres alters sehr be-rühmt , und soll erstlich nur von äschern seyn bewohnt gewesen,bey welchen nachgehends Aeneas mit seiner säug - amm Cajetaangeländet seyn soll ; es wird auch dafür gehalten, daß selbigeallda gestorben und begraben worden, daß Aeneas angefangen,die fischer-Hütten zu vermehren, und daß er dem ort den namcnder verstorbenen Caietä beygelegt. Wiewohl Strabo sagt, daßdiese stadt von ihrem krummen meer-busen den »amen führe, weildieSvarlaner alle krumme fachen also nenneten. Indessen ist dochnoch eine andere meynung, daß dieser name von dem GriechstchenWort , brennen / herkomme, weilen allda die Troia-uerinne von des Aeneä gefolg der ihrigen schiffe verbrennet hätten,um solche wider deren willen zu zwingen, einmal an dem vielenherum schwärmen zu Wasser ein ende zu machen; heut zu tag hatdieser ort einen herrlichen Hafen, worbey ein vestes schloß, welchesKönig Alphonsus von Arragonien an. 1440 erbauet, und KonigFerdinand mit hohen mauren umgeben. Nach der zeit hat derKayftr Carolus V die gantze stadt mit hohen mauren umzogen,und mit 2 thoren eingeschlossen. Der Hafen, so von natur undkunst sehr sicher, ist von dem Kayftr Antonio ?-» wieder verbessertworden; es ist auch inwendig in der stadt noch ein anderer Hafen,so vor die kleinen fahrzeuge bequem. Man hat daselbst einen Über-fluß an allerhand viÄuLNen und wohlgeschmackten fruchten; auchmachen die einwohner grosses werck von ihrer treue gegen die cronSpanien . Die besehlshaber darinnen sind der Oouverneur von dervesiung, der OLstcll2n, der stadt-oouverncur, den der Neapolitani-sche Vicc- Us setzt, und andere. Vor zeiten war dieser ort denPäbsten unterwürffiq, jedoch als eine Republic, welche ihre Capi-tals, Hertzoge und Bürgermeister hatte, ließ sie muntze schlagenund galeeren ausrüsten. Nach der zeit ist sie unter die Könige vonNeapolis gekommen, und hat an. 1450 König Alphonsus von Ar-ragvnien Alphonsum lle Cardenas zum v -e ch- daselbst gemacht.Vor zeiten gehörten den Gaetancrn die schlösser Sujo Setra ,Corciano und Patria; heutiges tags aber erstreckt sich ihre ju"sll>-üion nur über Castellone und Mola. Die gegcnd da herum lst sehrlustig, und hat auch Cicero i» selbiger sein land - gut r»rm>2m>mgehabt, welches ietzo das geschlecht Laudato in Castellone bejitzet.Es finden sich daselbst unterschiedene in fclsen gehauene grotten,und über solchen schöne gärten; es hat auch gleichfalls viel klosterund Archen. In dem schloß ist der leichnam Hertzvgs Caroli vonBvurbvn, der vor Rom verwundet worden, und im bann gestor-ben , zu sehen. Das vornehmste, so daselbst gewiesen wird, ist derberg der heiligen Dreyfaltigkcit, welcher zur zeit des leidens Christisoll geborsten seyn, wohin auch viele wallfahrten geschehen. DasBißthum daselbst ist von dem Pabst Leone IV angerichtet worden,

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angefangen an der 6orci6c2tion starck zu acheiten, und ein mnanmes Wasser-castell angelegt. ^L 5 Lp/.ll'^

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rteap. 9. 14. 8o^W^ llkliccs lle lNtalic- 9. 4^8.

Gaetano / siehe Cajetano.

oderLajetanus/ von Thiena, ein Stifflevbes Töeatmer- ordens, wurde zu Vicenza in Italien an. 148° ge-bohren. Sem vaker war Caspar von Thiena, dessen geschlecht sowohl wegen seines adels als der daraus entsprossenen berühmtenPersonen m amehen gewesen. Dieser Cajetanus, nachdem er seinellull.2 geendrget, wurde unter die zahl der nroconocariorumüoi.corum 92 rc.c, 92 nc,um aufgenommen; begab sich nachmahlsnach Vicenza, darauf nach Venedig, und als er wieder nach Rom kam, faßte er den entjchluß , einen neuen orden, nemlich der Ll-ri»corumreMi-rium. aufzurichten. Jo. Petrus Caraffa, Bischoffvon Chietl , lat. der hernach unter dem namen Pauli IVPabst worden, hatte eben diesen schluß gefaßt, dahero sie sich nebsteinigen anderen darinnen vereinigten, und wurde also an. 1524,dieser orden aufgerichtet, welcher, weil sie Caraffam zu ihrem er-sten LU9°r,ore erwählten, der Theatiner orden genenner worden.Dem Caraffa, nachdem er z jähr dieses amt verwaltet, folgte die-ser Caietanus, welcher nach verflossener gleicher zeit wiederum denCaraffa zum Nachfolger hatte, endlich aber den 17 aug. an. 1.-47dieses zeitliche verließ. Er ist von Urbano VIII an. 1629 unterdie seligen gezahlet, und nachmals von Elemente X canonisirLworden, »e Lr/M in SNN2I. oi'llin. in mari

Ocean. vrll. rcüg. all an. 1)24. in llill.

ecclci. tcc. ,7 öc 16

tvaffarellus./ (Jacobus) ein gekehrter mann, von Mansrn Provence gebürtig, welclzer sich durch seine zo jährige reisennicht wenig geschickt gemacht. Er war in den Orientalischen spra-chen und andern stucken der gelehrsämkeit wohl erfahren , inson-derheit aber wolle er die Cabalistischen und andere geheime wissen-schafften recht verstehen. Der Cardinal Richelieu machte ihn zuseinem Libi.ockecaric, , und schickte ihn nach Italien , die besten,sv wohl gedruckte,als geschriebene bischer zusammen zu kauften;woraufderFrantzosische Gesandtem Venebig ll° u n-iiicrie ihnbey sich zu haben verlangte. Im übrigen, da er das bekannte buch,curioiicar« -naull.ra: , in Frantzösifther spräche an. 1629 zu Paris heraus gab, konte er die censur der Sorbonne nicht vermeiden,und muste um so viel mehr einen wiedcrruss thun, weil er unter-schiedliche geistliche llen-llcia besaß, die er sonst hätte einbüsse«müssen. Nach diesem ist Gaffarellus von dem Cardinal Richelieu in dem unions - ncZorio gebraucht worden, so gar, daß er ihne invauMne wider das fegfeuer predigen lassen, um zu sehen, wieandere lehren, darinnen er den Protestanten nachgeben wolle,würden aufgenommen werden. Gaffarel hat auch würcklich einwerck, von Vereinigung der Religionen, in den druck gegeben. Eehat auch sonst eine lange zeit über einer nistoria munll, llibrciraneigearbeitet, darinn er von allen hölen, grotten, Minen und grüfftenhandeln wollen, ist auch zimlich zum ende gekomemaber doch noch,ehe er es in druck geben können, verstorben. Er starb zu SigoncLan. 1681 im Losten jähr seines alters. Unter seinen übrigen schriff-ten sind folgende : avllira llivinL cabsia, m^ftcria coorra 8<!9lliiia-rum logomackiam lletciila; les tristes 9ci>lees lle !a 61 !e lle 8ion, 61 kles rives ll'6u9krste, ou 92^96136: llu piesuwe; 619er 6umiv3 kab^»Innis; llies Oomini, 6ve lle 6ne rnunlli 8 Tlcbabcn Oavill conscri»

9mm, 2 Osstsrello vcro latine rcllllicurn ; niki! kere aillil minus in-tlllo, teu lle cnre non ence; qua:stio 92ci6ca, num llickillia in religions9er 9lnlolo96»rum 9rinci9i3,L6risti2norum oriencaüuin snriciucis ri«tU2les libros öe propria 6«rericorum lloßmata com90ni 9otlinc, ürc.c7o/o»resr«s in ögllia orienc. 9. 260 ich. in muleo bist»

Leo in apibus Urt>2n. L47/0. L-rl-rio,-« in Mus vika 9,2^

mista nana: cllicioni curiostrar. inaullirsr. ^

Gaffelford / siehe Camelford.

Gafron/ eine adeliche familje in Schlesien / welche vorjetzo mem Oclßmschcn die qürer Eichgrund und Mahlen besttzet. Von>r stammt vermuthlich der Rrtter- sitz Gafron rm Wartenberm-hen/ auch vielleicht das guth Gafron m dem Raudm,cyen Welch-ilde Wolauischen Fürstenthums her. Przibke von Gaveron wavn. 1;z 8 ein angesehener Cavalier bey dem Hechogc Conrado zu)elß / und verkauffte das guth Vuschkain dem WartenbergMmn Lhammcnvon Hayn. Hans Gaironzu JM^orffttnOelß-ischen lebte an. 1579. Hanßvon.Gafronund Vl^l^ckadom aufieudorff starb an. -6or und liegt zu Domatschm rm Breßlam-hen begraben. Hanß von Gafron war an. 16°; Chur-Branden-

; Lrebliiüt-

enWEdesS starb an. 'GzBarcholo-

aus von Gafron aufJanschdorff waran. i6;4 des Oelßnlscheu

aiAoMm.rran. iSzs desOelßnischen Fürstenthums Landes-ll theil. H h h Bestell-