Band 
Zweyter Theil
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edle gMechter gewesen, brs sie nachgehend^ von dem Kayfer St-tone II zu Grafen sind erhöhen worden. Ludwig hat mit seinergemahlin Hildegard 5 söhne gezeuget, Ludwig, Bothen, Hilde-brand , so in der rügend gestorben, Carl und Wilhelm. Carl folgtedem vater,welcher Kayfer Ludwig dem frommen/ wider di" Sor-ben , Wenden und Obotriten gute dienste that, starb aber an. 842- ohne erben. Ihm folgte scm bruder Wilhelm, welcher das ge-schlecht fortgepflantzet. Dessen söhn Sigismundus hat sich undseine familie sehr berühmt gemacht,indem er Kayfer Heinrich demersten bey der Musterung der grossen Reichs-armee bey Magdeburg aufwartete, der schkachr bey Merseburg , und hernach dem turnierbey Magdeburg beywohnte. Nachmals war er an. 942 b-y demvon dem Kayfer Conrado zu Rotenburg angestellten turnier, auchan. 968 bey rmem andern zu Merseburg , welchem letztem gleich-falls sein fohiULlgismund und sein enckel Erwinus beygcwohnet.Dieser Erwinus hat Kayfer Otto dem grossen wider die Böh-men und Ungarn , nicht weniger wider dessen unächtm bruderTancwerden gute dienste gethan, wie auch dessen söhn, so von eini-gen Sigismurrd, von andern aber Busso genennet wirb, KayferOttoni III treulich gedienet. Dieser hinterließ 2 söhne, Ludwig,welcher die regicrung führte, auch als ein guter Haus-Halter gerüh-metwird, und Erwinen, der in das kloster Reinhardsbrunn zog,und selbigem viel vermachte. Er hat gleichfalls 2 söhne, Sigis-mund und Ludwig hinterlassen, wovon der erstere aufdem turnierzu Nürnberg , so Kayfer Heinrich V gehalten, gewesen, auch mitKayfer Conrado III an. 1147 in das gelobte land gezogen, und vonLemstlbiqen zu Jerusalem zum Ritter geschlagen worden. Derjüngere aber, Ludwig VI genannt, welchen etliche auch Ernestumoder Eberwinum nennen,war bey dem Kayfer Fridcrico I in gros-sen gnaden, und zog mitleidigem, wie auch mit seinem Landes-Herrn, Landgraf Ludwig von Thüringen, ins gelobte land. Hier-bey wird diese mcrckwürdige Historie angeführet, daß er zu Mole-mais von den Türcken gefangen, und dem Sultan in Aegvptennach Alcair zum pr«icnl zugeführet, daselbst aber mit diensidar-. keil belegt worden. Es hatte ihn aber des Sultans tochter lieb ge-wonnen,sich auch mit ihm verglichen, daß, woferne er sie heyrathenwürde, sie ihn nicht allein aus der sclaverey erlösen, sondern auchnebst allem ihrem schätze mit fortziehen wolte. Der Graf hättezwar an seine zurück gelassene gemahlin, eine gehobene Gräfin vonKäftrnburg, gedacht, gleichwol aber um seine freyheit zu erlangen,die conclirion angenommen, in Hoffnung, Päbstlichc llilpenkrion zuerhalten. Hierauf waren sie heimlich zu schiffe gegangen, mit gu-ten winden nach Venedig gesegelt, von dar nach Rom gekommen,allwo sie der Pabst <l>ss-nilrt, und an. 1240 m seine Herrschafft zu-rück gekehret, da die Saracenen von seiner gemahlin sehr wohl auf-genommen , und alle; zusammen in grosser Vertraulichkeit gelebethätten. Es ist auch auf dem wüsten schlösse Gleichen ein grossesploch-bette zu sehen, worinnen dieser Graf mit seinen beyden ge-mahlinnengelegen, worvon die letzte an. 1259 gestorben; nicht we-niger siehet man sein bearäbniß auf dem Peters-.berge zu Erfurt ,da er nebst beyden gemahlinnen aufdem leichen-steme abgebildetist. Einige zweifeln an der gantzen fache, weil bey keinem altenMvrlcv hiervon Nachricht zu finden. Andere wollen, es Habesichan. 1196 unter Kayfer Heinrich VI zugetragen; andere,daß es mitbewilligung des Sultans selbst geschehen sey, daß sich also bey die-sen verschiedenen umstanden schwärlich etwas gewisses wirdWessen lassen. Mit der Saracenin soll er kein kind gehabt ha-ben , aber von seiner andern gemahlin wird angeführet, Sigis-mund, der wunderliche genannt, oder wie ihn einige nennen,der Erfurter oder Thüringer teufel/welcher mit den Erfurternund Thüringern viel unruhe hatte, so aber nachmals durch Ertz-BischvssWernern zu Mayntz beygelegt worden. Sein söhn warLudwig VII , welcher wegen seines grossen staats der hoffärtrgegenennet wird. Dieser stund Landgraf Albrecht dem unartigen/wider seine söhne bey , wurde aber an. 1297 von denen von Nort-haustn und von den Grafen zu Weimar in die flucht geschlagen,daß er sich noch kümmerlich in den Thüringer-wald retiriren kun-te; erwürbe aber an. i;i2 durch Vermittlung des Grafen vonSchwartzburg bey dem jungen Marggraftn von Meisten wiederausgesöhnet, und starb an. 1; 19. Um diese zeit und unter der re-gierung Kaysers Rudolphi, ist einer, namens Adolph, berühmt ge-wesen,welcher, da der Kayfer an. 1290 einen Reichs-tag zu Erfurt hielt, anf welckem die Zerstörung der raub-schlosser beschlossenward, solches aufbefehl des Kaysers mit grossem ernste verrichtete,da er denn auch viele von solchen niedergeworffcnen Häusern unddarzu gehörigen dölssern, inglcichen den Neichs-zoll in Erfurt er-hielt. Auch gedencket Dubravius eines Grafen Sigismundi, wel-cher in der schleicht bey Nicopoli an. N96 die blut-falme gebühret,und nachdem er sich ritterlich gehalten, erschlagen worden. Fernerwird eines Grafen Heinrichs gedacht, welcher mit Landgraf Hein-rich in Thüringen viel zwistigkelt hatte, von dem auch an. 12z 4 dasGleichische schloß Wieselbach, weil sich dastlbst allerhand strassm-räuber aufhielten,erobert,und darüber der Graf in,die acht erkläretwurde. Es hatte aber Ludwig der hoffartige 2 söhne, Hermann,so an. i;2; ohne erben verstarb, und Heinrich, den milden / wei-cher mit den Erfurtern gute nachbarschafft hielt, auch gegen jeder-man sehr gütig war, ins besondere ein thor, welches die Grafen inErfurt zu allen zeiten eigen gehabt, dadurch tag und nacht unge-sperret einzuziehen, um ein geringes erblich abtrat. Dieser Hcin-Ach hat viel Ander hinterlassen, die sich hernach in 4 Innen, alsGleichen,Cranichfeld, Rembda und Blanckenhain getheilt haben,unter denen Hermann Bischofs zu Camin worden. Der andere,Sigismundus III , folgte ihm in der Grafschafft. Dieser brachtedurch Vermählung die Herrschafft Tonna an Gleichen. Nach dessen

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wde psiantzten ferne r lohnen Wen, der ältere, Heinrich, die Glei«chrsche, der jüngere, Ernst aber, die Tvnmsche. Heinrich bekam zufernem anthcil Blanckenhayn, und hatte 2 söhne, Gras Ernst, vonwelchem die Ernestische linie, aus welcher Erwin an. -42s demunglücklichen treffen bey Außig beywohnte, worinnen die Hußrteueinen herrlichen sieg erhalten, und vielleicht derjenige ist, dessen ineinem Rhejnharls-brunnischen m^nusl gedacht wird, daß er an.14V von dar nach Tours in Frankreich zu begrädniß der heil.Marthe gezogen,ferner soll er eine wallfahrt nachCvmposte! gethanund durch Spanien und Portugall sich zurück begeben haben.Ernst hat das gcschlecht fortgepflantzet, starb an. 1447, und hinter-ließ Graf Adolph , so auch Herr von Krackendorff genennet wird.Dieser hielt es mit Hertzog Wilhelm zu Weimar wider ChurfürstFriedrich zu Sachsen , worüber aber sein schloß Blanckenhayn be-lagert,das hauß Rembde geschleiffet, und der flecken Blanckenhaynverbrannt wurde. Ihm chlgte sein bruder Hector, Graf zu Glei-chen, Herr von Schonen-Vorst, welcher zwar 4 Ander erzeugte,Ernst, Gebhard, Hector und Joachimnm, so aber alle frühzeitigverstorben. Der dritte bruder Ernst Me das geschlecht fort, undzeugte mit Margarethe», Freyin von Tautenberg , Johannem I.Dieser vermahlte sich mit Hedwig, Frcyin von Muffen, und zumandern mal mit Anna von Tonn«, und hatte zu bindern Elisabeth,Acbtißm zu Gernrode,Margareth,Christophs von Messe gemahlin,Annam Magdalenam, Georg Schencks von Tautenberg gemah-lin,und Johannem II, welcher mit Catharina, Dietrichs von Mes-se tochter,zeugte Elisabeth,Georg Rndvlphsso an. 15 96 in der kind-heit starb; Ürsulam,erstlich Wolffgangs,Grafen zu JstnburgMd

darnach Grafr„ .-

V-.,1.1,111t, ciivigce. evraf errnstS anderer

bruder war Ludwig, von welchem die Lndwigische linie hcrstam-met. Dieser hielt es mit Churfürst Friedrich von Sachsen widerjmren brlider Hertzog Wilhelm , wurde aber an. 14;^ von HertzogWilhelms leuthen gefangen. An. 1461 reistteermitdemselbigennebst andern Grafen und Herren zum heiligen grab nach Jerusa-lem . Sonic erste gemahlin war Ursula,Gräfin von Schwartzburg,und nach »hrem absterben, Catharina von Meldenburg, mit wel.eher er zeugte Graf Georg zu Gleichen, so aber keine Ander hinter-ließ , und Carl, Grafen zu Blanckenhayn und Cranichfeld. Dieserzeugte mit feiner gemahlin Felicitas, gebohrner Gräfin zu Brich«fingen, Christophorum, Adoiphum, Sigismundum, Catharinam,Aedtlßm zu Vredcn,Wolfgang, Grafen zu Gleichen, Blanckenhainund Eberstein, welcher mit Magdalena, Burggräfin zu Dona ge-Mgct Annam Magdalenam,Graf IMS zu Hoya gemahlin,undMargaretham/GrafGebhards zuMansfeld gen>ablin,unb Ludwig,Grafen zu Gleichen-Blanckenhayn, welcher mit Magdalena vonNeusten zeigte Christophorum, fo in der kindheit starb, Ludwig, somit Anna Burggräfin von Kirchberg keine Ander zeugte; Wolf-gang Sigismund, welchervon stiner gemahlin Dorothea, Gräfinvon MansfeldMr einen söhn erzeugte; Graf Gebhard,welcher zuJena studirte, und an. 1564 LeLtor!vl!!ANl6cLM!!liMus wurde, aberfrühzeitig und ohne erben starb, und Carl, Grafen zu Gleichen,Herrn zu Blanckenhayn, Cranichfeld und Rembda, welcher zur er-sten gemahlin hatte Walpurgin, Fürstin zu Henneberg, so an. 157sverstarb; zur andern Felicitas, GrafGeorg zu Hohcnlohe roch-ier, welche a». 160 1 verstarb. Von diesen 2 gemahlinnen hatte erCatharinam, Graf Johann Albrechts zu Manßftld gemahlin;Magdalenam,vermählteGräfin von Hardeck; AnastasianyCanvnis-sin zu Gandersheim ; Wilhe!m,so in der kindheit starb; und Vol-rath, welcher an. 15748.-S01 LiLZniK-enriGmu! zu Jena war.Dieser hatte zur Gemahlin Dorvtheam, GrafPhilipps zu Hanau tochter, die ihm gebahr, Dorvtheam Snsannam, GrafGeorgs zuMörsburg gemahlin; und Friedrich Wilhelm, mit welchem die-ser Blanckenhaynische äst abstarb. Die andere stamm-linie warddie Gleichen-Tonnaifche, welche von GrafErnst, SigismundiIIIanderm söhn adstammete. Es wird selbiger der streitbare ge-nannt, wohnte auch an. 1426 der unglücklichen Wacht bey Außigbey. Er hatte 2 gemahlinnen; die erste war Anna,eine Gräfin vonSchwartzburg; die andere Margaretha, Gräfin zu Henneberg,mit welcher erzeugte, Agnes, so mit einem Herrn zu Querfurt ver-mahlet war; Annam,Brunonis zu Querfurt gemahlin,und Sigis-mundum. Dieser setzte das geschlecht fort, und lebte erstlich üidceehe mit Agnes von Querfurt, heyrathete hernach GrafHeinrichszuSchwartzburg tochter,Catharinam,und zeugte mit selbigcrMar-garetham,Wilhelm,Ernst und Sigismundum. GrafErnst hielt esan. 1447 in dem damaligen kriege zwischen Churfürst Friedrichund Hertzog Wilhelm mit dem Churfürsten, Graf Sigmund abermit Hertzog Wilhelm. Sigismundus lag in seiner mgeud denstudier, ob, besuchte die Universitäten Leipzig und Straßburg , undward Churfürstlicher Statthaltern, Coburg , welches amter auchmit grossem vergnügen führte. Er hatte mrt seiner gemahfin Eli-sabeth , GrafLudwigs zu Jstnburg tochter-, Annam, so an HcrmSchenckm zu Tautenburg vermahlet; Margaretham,Dorvtheam,Ernst, einen guten fo!darm,der an. 15 77 ohne erben verstarb; Sr-gismundsso an. i556 verstarb,und Johannem,fo an. 1542 an einerstein-lc-fiion starb. Der älteste söhn war Philipp , -welcher das ge-schlecht fortpflanze. Er war an. 148° gebohren, vermahlte sichMit Margaretha, Ernesti von Schonburgtochter, starb an. -555,und hinterließ Georg, von dem hernach; Chrmophorum, welcherc-n°mcu- zu Straßburg ivarMargaretbam, Christophs von Messegemahlin; Catharinam,GrafJ°hann Albrechts zuMansje d gc-mabkin- Agnes,GrafGunthers zuMansfeld gemahfin; MarthamundDo'rotheamsso inder kindheit gestorben.Grcgorius abermebvh-re>, an. 1507, war anfänglich ein L-mmigr zu Colln am Rbeni,

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