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strohm, sagte der geistlichkeit ab/ und wurde Lutherisch / weshalbenihm auch anfänglich die lehn gefperret war; erhielt aber feine lan-de , und führte die Lutherische religion am ersten in feiner Graf-schafft ein. An. i;;2 vermählte er sich mit Elifabeth / Dietrichsvon Plesse tochter,welche an. i;;6 verstarb. Hieraufheyrathete erWalpurgiN/ Graf Friedrichs von Spiegelberg und Pyrmvnt toch-ter/ durch welche er auch obbemeldte beyde Graffchafflen erhielt,denn ob sie gleich der Difchoffvon Paderborn in anfpruch nahm/ l»wurde sie doch mit gewaffneter Hand an Gleichen gebracht. Erstarb zu Tonna den 24 fept. an. 1570. Aus der ersten ehe hatte erWolffgaug/fo in derjugend/lind Sigismund/der an. i;?8 als embräutigam zu Arolfen m der Graffchafft Waldeck verstarb; Elisa-beth / GrafHeinrichs zu Eiftnberg gemahlin; und Margareth,so an. 1578 an Graf Günthern zu Waldeck/ darnach an BurggrafGeorg zu Kirchbcrg vermählet war. Aus der andern ehe hatte erGraf Philipp Ernst / so mit Anna Agnes / Graf Wolffgangs vonHohenlohe tochter/vermählet war; Graf Georg,welcher,nachdemer sich in Ungarn wohl verhalten / ausser dem ehestande an. 1599verstarb; und Johann Ludwig, welcher alle feine brüder, die ohneerben starben, überlebte, und die gefammte lande erhielt. Dieserwolle sich anfänglich in Palästmam begeben, weil es ihm aber wi-derrathcn wurde, zog er allein Griechenland , Evirum, Illvricum,Italien und Ungarn durch,vermählte sich bey feiner rückkunssc mitEcdmuth Juliana, qebohrncr Gräfin zu Hohenstein, endete als derletzte den gantzen Gleichifchen stamm, und starb den 11 ian. an.16; 1. Es sind aber die Gleichifchen lande sehr vertheilt worden,weil die vorigen Grafen viel erd-vcrträge gemacht, die übrigen lan-de aber ikren lehns-Hcrrn heimfielen. Das schloß Gleichen nebstder Henfchafft Blanckenhayn, dem dorffe Wanderslebcn , demgrossen fee bey Gleichen, dem grossen renn-bcrge, 14 Hufen landcszu Ninckhoffcn,dcm geeichte zu Hochheim , und dem dritten vfennigain stabs-gerichtc daselbst, wurden an. i6;y von Churfürst Auicl-moCasinürozuMayiitz, als Mayntzifche lehen,an GrafMelchiorund stillen bruder Hermann von Hatzfeld verliehen. Diese, weil sievorgaben, als wären sie mit der unmittelbaren Graffchafft Glei-chen und den freyen Hcnfchaffien Blanckenhayn und Unter-Cra-nichfeld bestehen,maßten sich auf den Reichs-tägcn zu Rcgcnfpurgan. 1641 und 1654 indem Gräflich-Wettcrauifchen cou-g,ound stimme an, worwidcr aber das Fürstliche gefammte haußSachstn gesprochen, weil nur eintzclnc stücke dem lchu-hofe zuMayntz folgten, im übrigen die Grafen von Gleichen jedesmal dieSächsische Hoheit erkannt auch als Sächsische Landfasscn angese-hen,und von Sachstn cximirt worden,ia si-lbsten vermöge des Leip-ziger-i-cccild-s die Mayntzifchen lehn unter sächsischer Hoheit stün-den. Ohngeachtel dessen, hat man aufChur-Mayntzifchc Veranlas-sung , die Grafen von Hatzfeld auf der Wettcrauifchen Grafen-banck aNmiriiret, jedoch mit vorbehält des sächsischen rerri:ori»>-unv --xcmlion;.rechts. Es stehet aber diese lache bey dem cammcr-gcricht aufdem fpruch, da indessen Chur -Sachstn die »Sur der Ho-heit s-gucUUret.und sie durch die cräyß-Hanptmaimschafft in Thü-ringen und das cräyß-amt zu Tcnnstädt cnm,mist»,15 weist verse-hen lässet. Ordrnff nebst den darzu gehörigen 5 dorfffchafflen be-kamen die Grafen von Hohenlohe Neustädrifcher und Langcnber-gil'cher linie, und wurden damit von dem haust Sachstn belehnet.Weil auch Hcffen-Casscl, wegen des lcc»Urst;rten Stiffls Hirsch-feld , darauf prLrcnciirle, crbiclt stlbigcs einige erb-zinst im Or-drussifchcn, sonderlich zu Pfertingsleben. Blanckcnhavn erhieltenzum theil die Grafen von Mörfebcrg aus dem baust Gleichen. DieUntcr-Hcrrschafft Cranichfeld kam an die Grafen zu Mörfebcrgund Grafen zu Hohenlohe, 4 Gleichstehe dörffer erlangten dieGrafen zu Schwartzburg, das städtgcn Reinbda fiel Hcrtzog Fried-rich Wilhelm zu Alfenbnrg heim, so an. i6zo der Universität Jenaverehret ivurde. Die Her.'fchaffc Tonna behielt die Gräfliche ivitt-we,Erdmuth Juliana zu ihrem lcib-gcding, so aber iclzo dem haustGotha ztigehörct. Spiegclberg und Pyrmont erhieltest die Grasenvon Walöeck. rkcarr. 8»x. p. I cäs,. 16. L„ce/-/r- Ncmm-
Ocnn. 9. 1. lic^Icl. l. i c. zr. gckckickrc cjcr
Llltirin-en c rr p. rz8. 144. T«-
//cxo/ 4 . p. 4Z;, 614. c-»«,r<//>c/>e clas Uül-iili-
clic IiLus 8»cl>tcn ru rcastumkion cicr vorltmgff ^cencZiizrcn, gtzcr vonniucin evrcgicn Olcicliitclicn excmjrrionr-lliclic nlclit gcllLlrcn, 1681L-g/e.
Gleichen/ eine Adcliche familie / welche in dem Sachsen-Go-thaischcn die guter Tannrode und Jnqcrsiebcn bclitzct / und von-ein vorher-crwchnkcn Gräflichen gcschlecht von uralten zcitcn magabgestammt seyn. Curt von Gleichen zu Tannrode Und Inqcrsle-den florirte zu ansqanqdes izseculi/ und ward ein groß - vatcrAsmi/ dessen söhn/ Haus Wolf/ Fürstlicher WcymarischcrLand-Rath/ ; söhne nach sich gelassen/ von welchen FridcrichWilhelm ein groß-vatcrHans Wilhelms zu Tannrode gewesen/deran, 1Ü62 gelebt. 6ocb»ä>plomLr. Ltüll-xi annat.
Gleißberg/ Glitzberg/ einnähe bey Jena auf einem hohmbcrg gelegenes wüstes schloß/ wobey das waffer Glissa oder Gleissasich in die iLaal ergießet. Es halte vormals eine ansthiillche fa»inilic davon dcn namcn/ welche anfangs den Herrn-tttul führte/wie denn in solcher gualität Erich an. 9^8 zu Merscbnrg und Gott »hard zu Vraimschwcig auf dem thurnier erschienen; nachgehcndsaber in den Reichs-Gräflichen stand versetzet wurde. Htldebradus/odcrHildcbrccht/ war an. lozo Dischvff zu Zcitz/ und verlegteseinen sitz von dar nach Naumburq. Kurtz hierauf/ nemlich an.ioz6/ soll dieses gcschlecht in Walther/ der an. 102z oder ioziin Erlurl das kloster zu 8. Jacob oder zum Vchottcn gcstifstet/ er-loschen/ und dessen guter durch hcuralh an Ebcrtum/ Grasen zuOlkroda/ nachgehends aber auf gleiche weise andre Herreu und
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mdesKansersHenricr IV diensten/ und bcfochte b yeinen vollkommenen sieg wrder Rudolphum aus Schwaben W1268 lebte Heinrich Borgt zu Glrßberg / und stiffte e nM c-m?'
2söhnen das jnngfer-kloster zu Capellendorff. Indemgelangte diese Graffchafft an die Landgrafen in Thimngen/ undvon selbigen an. 1429 gegen erlegung 4000 Rheinischer fl /nÄChurfürsten zu Sachsen Fridericum II/ worau fsi! §
Wilhelmo lll Hcryog zu Sachsen denen von Ditzthum zu UxLund Christian Witzleden rn lehen gegeben ward/ mit deÄ,^gung/ daß sie das seit an. 129° zerstörte schlo w.edttM- stbauen / und ihm wider seinen bruder / den abgedachten CburDsten / beystehen sollen. Nachdem aber diese brüder sich mit emnn'dergcsetzet / und chevon Vitzdum Apoldischcr l,n,e /;wol Thunngm als Metffen verstessc»/ kam es dahin/ daß mmdas gedachte schloß gantzlich zerstörte und ein am darauf „Mwelches an. 148z dem amt^ena einverleibet worden.^-Ä
6c; Vru 5 cs8zclii>:,i p -76. /viLiisf. ctiron. c. 192, -o,.
t-rsf. las! p. 970. ßeo^. teil.
Gleispach/ eine Gräfliche familie in der Steyermarck/ k»von Rudolpho /der um das jähr -209 gelebet/ hergeführet M,und unterschiedliche hervor gebracht hat / welche ihre avff r e>«wrder den Türcken sehen lassen. An. -s;°war Sig^rich Kayserltchcr Kriegs-Rath / und erhielt den FreyhmWentmil/ welchen nachgeyends Kayser Leopoldus I mit dem Gräfl .cheu verwechselte.. An. 17°? waren Georg Friderich und Maxi-milian Ernst Kayierliche Cammcrherrcn. ttemm. p. ;s
Gleit / (Balduinus von) ein Lsnonicur rcgulLris des Augustsner-ordens von Arras / war von Hennin-Lictart in der vonArras an. 1^62/ nach dem tode seines Vetters Francisci von Glen,Abt/ und starb im dec. an. 1594. Verschiedene »Eures redenviel gutes von seiner frömmigkeit und von seinem herrlichen ver-stand. Er hat die t,>iiori»l»^b8zrum c«nobü ttcnniLcentis; mo-üc rcZum »ist/Lni»! und 6-!mc»kioncm Lcizicsrumprovinci-rum geschrieben. bwi.
Glendover/ oder Glcndowr/ eigentlich Glyn-Dwr/(Owcn) das Haupt einer in dem Fürstenthum Wales zu ansangdes 1; sceuli entstandenen rebellion. Weder sein vermögen / nochleine unverwandten/ waren so beschaffen/ daß er in seinem Vater-land vor andern einen sonderlichen vorzug verdient hätte. Nichtsdcstowcntgcr/ da seine lands-Icutesich vornahmen/ ihre alte frey-hcit wieder zu erlangen/und das Engelländischejoch abzuschütteln/erwehlten sie ihn zu ihrem Fürsten und General / weil er ein sehrtapffercr und kühner Edelmann war / auch wider den damaligenKonigvonEngcUand/ HcnrieumIV/ ein desto grössere seind-schafft trug / weil derselbe seinen ehemaligen Herrn/ Richar-dum II/von dem thron gestoßen hatte- Der erste ansang des durchihn erregten tumults ward an. 1400 wider Rcginaldum / voräQr»v von Ruthen / gemacht. Denn weil derselbe ein stück landcs/so Glendover eine Zeitlang besessen/ durch rechtlichen ausspruch er-halten/ so griff dieser jenes güter und imlertbanen nur scuerundschwcrdt an / und bekam ihn endlich selbst in seine gemalt. Wie-wohl nun der Lord Gray sich nachmals zu einer hcyrath mit seinesübcrwinders tochker bequemte / so müsse er doch dessen ungeachtetsein leben in der qcfangcnschafft beschließen. Die von Wales wur-den durch den ersten sieg so kühn gemacht/ daß sie bald darauf ei-nen cinfall in Hercfordshirc thaten/ und in derselben Provintz schcübcl hausctcn. Dieses bewog Edmundum Mortinier/ GrafvonMarch/ von den benachbarten Edelleuten und deren Unterthanen/so viel er nur kuntc/ zusammen zu bringen/ und mit den Welschenein treffen zu wagen. Es war dasselbe sehr hitzig und zweiffclhafft/endlich aber/ durch Glcndovers muih und klughcit/ vor scineparihcv glücklich. Der Grafvon March fiel selbst in der feindeHände/ welche ihn mit schwären fesseln belegten/ und in ein schlimgcfängniß wurffcn / auch sonst dieser victvric auf eine ,schr barba-rische art/ und insonderheit mit jämmerlicher Verwüstung allerwestlichen gcgcndcn an dem fluß Scvcrn/ mißbrauchten. Der Kö-nig Hcnricus IV marschirtc endlich an. 14°- mit einer armce wi-der diese rebelten; allein sie zogen sich bey Suowdon-Hlls / mCacrnarvanshirc/ in solche gcgcnd zurück/ da ihnen unmogncybeyzukommcn war / und alles / was der König wider sie thunkunte/ bestund darinnen/ daß er ihre Wohnungen verheerte/ aucheinen grossen theil ihres viches als eine beute zurück brachte. Am1404 ließ Glendover aufs neue in dem Englischen gebiet / die rei-chen seiner noch anhaltenden cmpörung/ mit vcrübung unzahllchergrausamkcit/sehcn. Dabey bemächtigte er sich unterschiedener ca-stelle/ befestigte dieselben / und fand / wegen Henrici IV naV-
läßigkcit/ oder wegen vielen andern verdrießlichkeltm / 1 »
derselbe auf dem halse hatte / sowenig widerstand / daß jcinau-hang von tag zn tag stärckcr ward / auch unterschiedene vornehmeEngelländcr ihm zufielen. Unter diesen letzten waren sonderlich Mmcrckcn / Johann Trcvor / Bischoff von 8 . Asaph / der 1ffcircy. unb dcr oberwchnlc Grafvon March / dessen bcsrclMg zubefördern der König aus nichtigen Ursachen sich gcwcgerl hMic.W.1409 qicng der Englische Cron - Printz / nachmals Hemmis v /wider die aufrühret' zu sclde / und zwar mir so gutem Meß/ raffer 2 blutige schlachten / die eine den iz mertz bey Hußte / mw o randere den 14 mag / wider sie gewann / auch in der ersten wm, ,dovcrs sohn/ in der andern aber dessen Cantzler / gefangen ve^kam/ welche hernach beyderseits in dem Tower zu komen ve^wahrt wurden. Dieser vertust veranlassete die rebellen/am g'