Band 
Zweyter Theil
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glo

«isen. Diemetalle belangend/so hak man allhier eisen / desgleichenauch stahel. Unter andern merckwürdigen dingen/ so diese Graf»schafft hervor bringet/ findet matt öffters um Alderley herum aufden Hügeln steinerne anstern und schnecken / von eben der gestalt/welche die in dem meer lebende thiere dieses namenS haben; undwerden solche von den gelehrten entweder für zu stein gewordene/und durch die Sünd.flut auf solche höhen getriebene/ oder für alsoformirte und aus ihren gleicher Massen gestalteten saamen/ ebenwie die pflantzen der erde/ gewachsene steine/ oder endlich/ wiewohldas letzte ohne einige Wahrscheinlichkeit/ für ein blosses spiel dernatur gehalten. Was die manüfacturen betrifft/so machet manhier so treflich tuch als irgendwo in Engelland / so wol in anse»hung der qualitat/ als der färb. Denn gleichwie allhier die bestewolle auf den Cotwold»Hils fällt/ also hat man auch hierselbflein vortreflich Wasser/ womit man die tücher färbet/ nenillchindem flusseArowd. Diestädte stndfolgende: die stadt Gloccster/wovon die gaNtze Graffchafft ihren namen bekommen / so dannDarkley / Dlakney/ Bristol / Ccltcnham/ Cbipping-Campden/Chipping-Sodbury/ Cirennester/ Colford/CreanDean/ Dur»fley/ Fairforv/ Harten/ Horwood/ Letchladc/ Marchficld/Minching-Hampton / Newent/ Newnham/ Northleach/ Stau»ley/ Stow/ Slroud/ Tetbury / Tewksbury/Thonbury/ Wick-war/ Wmchcomb und Wotton. Unter diesen haben Gloccstcr/Cirencester und Tewksbury das priviie^um, ausser den Rittern vonder Graffchafft/ von jeglichem orte r gliedcr ins Parlament ;uschicken. Es wird auch offt Bristol zu Somersetshire gerechnet /wiewol sonsten diese stadt für sich allein eine Graffchafft ausmachet.Die allhier gewesene klöster/ die Henricus VIII der Mönch bc»raubet/ find Glocester/ Cirencester / Tewksbury / Deorhirst/Minching - Barklcy / Kingswodd/ Winchcomb und Hales.

LrikLuniL. *

Glöß / eine Freyherrliche familie in Tyrol / welche von demauf dem Nonsbergc gelegenen marck- flecken Gloß den namen hat.Wilhelm ist an.i iS; zu Zürich , und Reinhard an.i z yr zu Schaff-hausen auf dem turnicr gewesen. Ziugclin wird in einem zwischenGraf Albrecht aus Tnrol und Bischoff Conrad zu Trient geschlos-senen contract als zeuge angeführt. Bernhard war Bischoff zuTrient , Cardinal, ^clmi,iiii-3ror des Stiffts Bricen, und KaysersFerdinandi I geheimbder Rath. Er starb an. 1 ? zy, nachdem erdas erd-Cämmerer-aml inTyrol auf sein geschlecht gebracht hatte.

ebrcn - kr.

Glogau / (Groß-) lak. Qingovis >ssjor. ein grosses Für-stenthum m Nieder-Schlesien , liegt an der Oder sind stössc anPohlcn, das Fürstcnthum Croffcu, Sagan, Iauer, Lignitz undWohlan, hat eine ansehnliche und zahlreiche kwblclle, und wird ins cräyse abgetheilt: den Glogauischen, Freystädtischen, Guhrini-schen, Lprottauischcn, Gründcrgcr und Schwibusischen. Diehauvt - stadt ist Groß-Glogau , eine der besten und griffen städt eingantz Schlesieu, so zuin unterscheid des städtlcins Glogau imOvyelischen Fürstenthuin gelegen, Groß-Glogau gcnennet wird.Curäus halt sie für des Ptolemäi l.uxl<lunum. und vermcynct, daßaus den alten zerfallenen gebäneu und gcmäuer der stadt Lugidnndie stadt Glogau aufs neue erbaut worden sey. Der jetzige „amist Wendisch, und bedeut so viel als einen dorn - dusch. Es ist diesestadt anfänglich jenseit der Oder nach Norden gelegen gewesen,Hertzog Bolcslaus Crispus aber hat sie an diesen ort gefetzt. Essoll der Dom ums lahr 1120 fern gestifftet worden, und zwar an-fänglich an dem ort, da man hernach das Dominicaner - klostcrerbaut; Hertzog Conradus zu Glogau aber hat um das jähr 1260diesen ort zu einer rechten stadt gemacht, Teutsche darein bcruffen,und der stadt das Teutsche recht gegeben, auch das schloß allhiererbaut, und besagten Dom aus der stadt auf das Werder an derOder, wo er noch stehet, versetzt. Die gegen» da herum ist sehrfruchtbar, und befleißiget man sich daselbst sehr der vieh - zucht.Ausser dem Dom sind daselbst die Pfarr- kirchc, daran ein hoherund sehr dicker thuen, ein Jungfrauen- ein Franciscaner- und einDominicaner,- kloster, und vor der stadt eure Lutherische kirche,so im Westphälischen frieden an. 1648 zu bauen erlaubt und privi-jegirt worden. Es ist auch daselbst ein schloß, worauf die altenHertzoge von Glogau ehemals zu residircn pflegten, mit einemgrossen thurn, worinnen Hertzog Johannes einstens einige Ratys-Herren verhungern lassen. Ansetzn ist es gar wohl erbaut, und weiles auf einer höhe liegt, hat es einen schönen pi-olhcÄ. Der König-liche bevollmächtigte Lands-Hauvtmann, so dieses Fürstenthumregiert, hat allhier seine resideutz. Es hat dieselbe sonsten ihre eige-ne Hertzoge gehabt, ivelche aus dem alten Königlich - Plastischengeschlechsshergesiammet, und Hcrvog Heinrichs mit dem bart,(der an. i2oi ein Herr über gantz Schlesien war, und stats zuGlogau Hof gehalten hattc)nachkomen gewesen,sie sind aber a. 1476abgestorben, und ist dieses Fürstcnthum an die cron Böhmen ge-kommen , worden es auch noch befindlich. Sonsten hat die stadtviel gefährliche feuers - brünste erfahren, mich im zo, jährigenkrieg viel allsstehen müssen. Sie ist von den ältesten zcitcn anbevcstigt worden, und war vor dem jo - iährigen krieg nut dop»peltcn mauren und gräben versehen. Damals aber, und auch her-nach ist sie mit batlericn auf jetzige art wohl bevestigt worden,und ist daselbst ein Kavferlicher Commendant, so zugleich comman-dirender General in Schlesien ist, mit einer zimlich-starckcn besa-

tzung. Ilill. polon. snn. silest^.

8cli!ct. rliron. rcnovscus rsp. 7 §. 46.

Glogau / (Rlein-) ist eine in dem Schlcsischen FürstcnthumOppeln gelegene, und den Grafen von Opprrsdorffgehörige kleinestadt.

glo gly

Glorach/ eine Adeliche und Freyherrliche familie n. ^Steyermarck, von welcher Sigmund an. n6; dem turw»?.^Zürich beygewohnt. An. 1496 lebte Georg, unddes 17 seculi Johann Ruprecht, Freyherr von Mach wL' n; söhne hinterlassen. welcher

Glomacia/ siehe Delmantz.

Glorieci / (Cäsar ) geheimer s-crek-r-us verschiedener Päbsie.lebte lm 16 seculo, und war Joh. Glorien, der auch gelehrt warvater. pm. z c. 14. ""

. Gloviosus/(Joh.Camillus) ein kkllokpkus und

>var Zu Neapolis an. 1572 gebohren, und erwarb sich durchseine wtssenschafft eine grosse repur»r,on, vornemlich auf den uni.verdaten, auf welchen er -locirte, als zu Padua . Er starb den 8>an. an. 164;. Man hat von ihm cx-rcitsciones mrrkemsnM.

cliNcrcrrionem sllronnmic-m; xk>6csm 6- comekis; ücc. TL-M-L««log. p. r. Ox-zjjö cloz. ll'kuom. lercer. ^

Gloß / ein Cardinal, siehe LIesms.

Glücksburg / eine stadt und schloß in dem HertzoqthumSchleßwlg, in Angeln, nahe bey Flenßburg gelegen, war vor die-sem ein kloster, und wurde Ruhe-kloster/ «.us k-Zium, genennet -anjetzo aber residirt daselbst ein -psn^girtcr Hertzog von Schieß!wig - Holstein aus der Königlichen linie, so daker die Glücksbur-gische genannt wird, davon unter dem art. Holstein. 2»/^, wp».

gi-Lpk. clcs kaicclc- 8Lcliiliclicn p. 99. p , p.«o.

Lclilelvv. uncl ttolll. ?. r c. 7 ^ isi.

Glücksburg / ein lust-und jagd-schloß in dem Sächsischen Chur - creyse in der Seidischen heyde, so von dem ChurfürstenAugusto an. 1576 angelegt worden. Siehe Seide.

Glückstadt / eine Dänische stadt und vestung in Stormarn ,liegt an dem wasscr Ryn, so daselbst in die Elbe kommt, 7 weilenvon Hamburg . Der König Christianus IV von Dänemarck hatstlbige gantz von neuem an einem vormals wüsten ort mit grossenlösten zu bauen angefangen, ihr den namen Glückstadt gegeben,und sie wohl bevestigen lassen. Sie ist mit starcken wallen undbreitem Wasser - graben wohl versehen, auch mit einem herrliche»Hafen und mit block - Häusern, womit so wohl der Elb - strvhm alsdie stadt selbst wohl verwahrt ist. In dem an. 1625 zwischen demKayser Ferdinands II und König Christians IV geführten kriegwurde dieser ort von den Kayserlichen vergebens belagert. Hier-auf fieng bemcldter König an. 1629 an, densclbigen zu erweitern,und mehr zu bevestigen, ertheilte auch allen denjenigen, so sichallda niederlassen würden, herrliche m-vli-ßis. An. i6;o legte der-selbe, mit co„lcn5 des Kayscrs, aufdie vorbey fahrende schiffe einenneuen zoll an, worüber sich aber die stadt Hamburg beschwärte.Es entstunden hieraus verschiedene streiligkeilen, welche aber an.164; abgethan, und der zoll abgestellt worden. In dem zwischenSchweden und Dänemarck hierauf erfolgten krieg geschahe denSchweden aus dicsein ort grosser abbruch. An. 164; hat der Kö-nig den Glückstädtern ihre bisher gehabten Privilegien nicht alleinerneuert, sondern auch selbige vermehrt, daneben sie von alle» be-schwärdcn und auflagen, auch licentcn und zöllen in Norwegen und Dänemarck auf 10 jähr lang befreyct. 6 s-

rebuspubl. bl^nie-r. fol. i!. Lttxo/». r. 8-

Gluel/ (Johannes) gebürtig von Aapen, war Prior desCarmeliter - klosters zu Cölln, allwo er an. i;49 starb. Man batvon ihm eine Historie seines ordcns; Sermones öcc.

Lncru-,

Glurens / lat. Olorium. ein städtlem in dem TyrolischenEtschland, lincker hands der Etsch gelegen. An. 1499 m demSchwaben - krieg, als die Graubündter nach erfochtenem siegauf der Malscr - heyd in das Etschland eingebrochen, haben sieauch diesen ort geplündert und verbrannt, i. >-> ?. z»> b. "

Glustan / oder Graf Glustan Casate / ein Cardinal, ge-bürtig von Mayland, »v-ncwle durch seine gelehrsamkeit an demRömischen Hof. Nicolaus III bediente sich feiner zum offtern inwichtigen angclegenheiten, und Martinus II machte ihn an. 1281jum Cardinal. Er starb den 8 apr. an-1287. Der Cardinal,Jacob Colouna, sein freund, ließ ihm in der Lateranischen kircheein grabmahl aufrichten, welches man nebst seinem exirLxm»noch sehen kan. LraccoM«».

Glvcas / (Michael) ein Griechischer ttlllorlcus. gebürtig a«SSicilien, lebte um das jähr Er hat -nn-ics geichneben,welche er in 4 theile getheilt, und worinnen er nebst der Historieviel pliffcs und rlicoloßics vortrüget. In dem ersten theil handelter von den sechs tag-wercken; in dem andern gehet er dasjenigedurch, was sich von dem ansang der weit bis auf Christum zuge-tragen ; in dem dritten gehet er bis aufConstantinum m.; m demvierdten bis auf den Kayser Alcxium Comncnum. Leunclaviurbat den fünfstcn theil beygefüget, bis auf die crobcrung von Con-stantinopel. I. r tlL iiist. c. 27- eUve luü. >m.

Glvcera oder Glycerin/ soll ein Sicyonisches frauen-zimmetgeheißen haben, ivelche zuerst erfuudcn, kränke von blumen zumachen, wodurch ibr liebhaber Pausias , ein berühmter mahlcraus eben derselben stadt, veranlasset worden, gleichsam um diewette den grossen unterscheid der blumen auf eine recht kunstlMart durch seinen Pinsel vorzustellen. 1. z; c.

Glycerius / (Flavius) ein mann von grosser geschicklichkeffwelcher in verschiedenen wichtigen bedienungen gestanden. Er ucs