wÄiige hülffe bedacht zu seyn / und als sie noch in eben demselben quem fallet. Die straffen sind
jähre/ unterdes Marschalls von Montmorency anfühmny/ ei- auf einem etwas, die !ö^ und die stadt
„cn succurs von 120°° mann aus Franckrcich erhielten / sahen sie derRmmrMwsi^nNL'n^n Lsebanet. Zur zeit
belagern/ von wannen sie einen ansehnlichen raub davon brachtcn. Der König Hcnricus IV that einen neuen zug wider sie; al-lein er vrrlvhr den grosten theil der mitgenommenen kriegs - muni-i««i durch einen auf der Hinreise entstandenen hcfftigen stürm / undhernach retirirte sich Glendovcr mir seinen lenken abermal in dasgebürge/ so daß jener unverrichteter fachen sich zurück begeben/auch noch barzu einen theil seiner in dem stich lasten muste.^ Indessen / weil die Welschen des kriegs überdrüßig wurden/ undvorher sahen/ daß ihr gäntzlicher ruin erfolgen würde / ehesteihr vorhaben / von den Engelländern sich vollkommen frey zu ma-chen/ würden bewcrckstelligcn können/ so verliessen sie allgemachihren bisherigen General/ welcher darauf aus beysorge/ daß manihn gar dem Komge von Engelland in die Hände liefern möchte/m das gebürge und ingantz wüste örterflöhe/ allwo er theils ausMißvergnügen/ theils aber aus Mangel nothwendiger dingen/an.i4is sein leben beschloß. In Worcestershire / 7 Meilen von Le-mebury/ siehet man auf eurer höhe/ Woodbery-Hill genandt/ein altes r-crency-mcm , welches von diesen rebellen den namen
Ovvcn Otensiovvr s cam^> bekdMMeN hat. krirrnnis.
/-///. 0/ vul. i. !il>. 4. P'e-Z. kill.
angl. lib. ro.
Glenner/ ist ein fiüßiein in Graubmrdten/ welches in demgcdiirg gegen dem Hintern Rhein / obcrhalb dem dorff Frein ent
eure starcke mauer gehabt / von welcher noch diese stunde an
lti sehen find / woraus sattsam erhellet/ wiemw feste sie müsse gewesen seyn. Als König Richard li l/welcher Hertzog von dieftr Provlny war / zu der crone aelanate/^"st/chufft darauf/ und zwar dergestalt/ daß eruochrvel babey gelegenencentenenoderhundreds darzu that.Derdarmncn befindliche Dom / so anfänglich eine Adtcu- lstrcheEch'Bischoffe von Yorck und Btschvffe vonWorcester / erbauet/ nachgehends aber re,i»viret und von ver»schledenen Aebten so vortreflich ausgeputzet worden / daß er nochU/F?lEstunde eines von den schönsten gcdäuen dieses Köni^retchs ist. dieser breche ligt unter einem grad-nahl von aladaste --stein der unglückliche König Eduardus ll begraben/ welcher durchseiner gemahlm ^sabclla grausamkeit zu k-rcic!«-> - ermordetwurde. Daß Glocestcr zur zeit der Britannier ein Bischöflicher sitzmüsse gewesen seyn / erhellet daraus / weil in den lvnoclai. artender damaligen alten zciten man eines c.icv.Vm Meldungstlldet / welcher bcy-name mir dem wort Clevidübereiu kommt/welches der alte Britannische name dieses orrs ist. Solcher Bi-schöfliche sitz rst durch die heydnischenSachsen ruinirt worden/ unddie emwohner dieser stadt haben den christlichen glauben unier derautomat und regiernug der Dlschöffe von Lichfield / und hernachderer von Worcester angenommen. Unter Henrici VIII regiernug
jpringt/ durch das Lugnitzer-thal(vmi» Ueßunst») herunter / bey wurde dieser ortvon bemeldter diöces abgerissen/ und von demIlantz in den vordem Rhein laufst. »«-»/>/. ny. ?.; ay. n. » belagtei! Könige zu einem eignen Bischöflichen fitz gemacht/ auch
(Nlentner/ (Jacob) eines ehrlichen t^c-mien-geschlechts inZürich / ward an. 1414 Bürgermeister daselbst; an. 14r; Ge-sandter an Kayser Sigismund / wegen Verpfändung Baaden/Wremgartcn / Meningen und Surfte; wurde auch sonsten zuviel andern Eydgnoßischen gesandschafflen gebraucht; starbean. 14;;. ^
Glesia/ (vüis ste) von einigen auch Iglesias oder Dglcsiasgenannt/ ist eine stadt an der mittägigenIüste von Sardinien /etwa» 10 Teutsche Meilen von Cagliari / gelegen. Man halste miteiner absonderlichen -i-anem befestigt.
Gletscherberg / haben den namen von dem wort gletscherodcrfim/ welches in der Eydgenoffenschafft auf den allerhöchstenbergen eigentlich heiffet die in gestalt hoher bergen von etlichen 1000jähren angewachsene eiß-sammlung/ welche durch die länge derzeit eine cyristallen-härte und färbe empfängt/ und auch m derwärmsten sommers-zeitkaum zuschmeltzenkommt/ von zeit zu zeitauch mit erschrecklichem gepraffel/ stein/ erde und anders aus-wirfst/ und sich gleichsam säubert/ davon die hierdurch verur-sachte offuungcn theils unergründlich / theils etliche hundert klass-ier ticff seyn. Es gibt dergleichen verschiedene in dem Graubund-ner land / in dem Rheynthal / wie auch in dem Wämserland; sonderlich aber ist berühmt der so genannte grosse Gletscheri» dem Griudelwald und dem Caisson Bern / an den grantzen ge-gen Wallis ob Untersten gelegen / welcher seit etlichen nachund nach so fortgewachftn / daß er nicht nur die nahgelegene erde/wiesen und bäume weggeschoben / sondern auch die benachbarteemwohner ihre Wohnungen anderswohin zu setzen geiwthtget.
§ckvveitrsr - ckronictl.
Gleichwitz / siehe Glerbitz.
Glielmus/ (Antonius) Priester des orE,', zu Reapolis/welcher an. 1644 im 48 jähr seines alters starb. Er war ein guterPrediger/ und hat verschiedenes geschrieben. cwg.
Glmski/ siehe Linsr't.
Mifcemi / (Fabius) ein imiiolopkuz und KicM'cuz. gebürtigvvnVestone/ einer kleinen stadt in dem ländgen Dresse. Er hatverschiedenes geschrieben/ und ist zu Venedlg um das jähr 1620verstorben. iNcsc. ci'nuom. Icne!-.
Gliß / odcr Glyß/ ein dorffin dem land Wallis / unterhalbDrig/ aus der lincken feiten des flüßleins Saltina/ in dem Dn-ger-zehndcn/an einem sehr lustigen orr gelegen; Es ist der geburtS»ort des in der Historie so bckanblen Georgs ab der Fiu/ welcherdie dortig der wallfahrten wegen berühmte kirche erweitert undmit einer capellen vermehret. vmos x. 1;. n. *
' Glrtzberg/ siehe Gleißberg.
Globick/ eine Adeliche Meißnische familie/ welche heut zutag in dem Sächsischen Chur -cräyft die guter Wustermarck beySchlieben und Großwlg bey Schmiedcberq befitzet. An. 1292lebte Conrad. An. i;2z wird Ruprecht in einer vclehnuny Ru-dolpht und Wencesiai/ Hertzogen zu Sachsen / wegen der in derMarck Brandenburg gelegenen stadt Raum / von der Aebtißm zuOuedlinburg als zeug angeführet. Andreas und Cuno haben an.
au dem Hof zu Lobe verzicht gethan. An. -7-L bekleideteGöttlich die eines Hauptmanns unter den Chur -Sachsischenvvlckem/ und Gottlob auf Großwig florrrte noch an. 1716 alsChur -Sächsischer Ober-Steuer-Einnehmer und Hofgerichls-Essor zu Wittenberg. ckrvn. p.
/Glocester/ tat. oMeellriL, 6!evnm. jst der vornehmste ortin der Graffchafft Glocestcr/ und ein Bischöflichersitz unter Can-terbury gehörig- Sie ligtohngefähr 8° Meilen west- nord-wartsvonLonden/ ist eine sehr feine und nette stadt/ welche in einemfruchtbaren thal am östlichen ufcr der Savcrne gelegen/ und ei-nen sehr geraumen Hafen hat/ der zu ihrer Handlung uderauß be-
darinnen ein capitul von einem und auae-
ordnet/. und denselbigen sii ihrem unterhalt die meisten zu den hie-sigen klostern gehörige guter und ländereyen eingeräumt. Diebiöees begMt allein die Graffchasst Glocestcr in sich / worinnen267 kirch-sptelc sich befinden / unter welchen 12; lehnbare präden»den find. Sie hat nur einen eintzigen /rrcttilliLcvnum, welchersichauch von Glocestcr nennet. Ausserdem aber/ daß Glocestcr dieehre hat / ein Bischöflicher sitz zu seyn/ haben auch personell ausder Königlichen familie den Hertzoglichen titul davon geführet-
^ekr. LrirsnniL.
^ Glocestershire / lat. cssocekrienffs comirztun, jst eine weit-läufftige im land gelegene Graffchafft von Engelland/ welche ge-gen norden die Graffchafft Worcester und Warwick/ gegen ftidcnSommerfttshirc/ gegen ostenOrsord und Wilcshtre/ gegen We-sten aber denfluß Wye und Herefordshire hat/ so / daß sie in deslange von norden gegen süden 48/ und m der breite von ostcn gegenWesten 28 Meilen austragt. Die gantze Graffchafft wird mhundreds eingetheilet / worinnen 280 kirch - spiele und marck-flccken lind / deren emwohner zur zeit der Römer nebst denen in derGraffchafft Oxford Dobuni gencnnet wurden. Zur zeit der m-o-rarctiie war diese Graffchasst ein stück von Mercia / gleichwie sieanjetzo gantz die diöces von Glocestcr ausmacht. Sie ist durch unddurch mit wasser wohl versehen/ denn ausser der Saveme / wel-che dadurch von norden gegen Süden zu fließt/ sind hier auch nochfolgende flüsse-. dcrnord-nnd süd-^von, Wye/Windrnsch/Colne/ Churnc/ Stroud/ Frome und andere geringe ströhmemehr / welche durchgehends sehr fisch - reich find. Insonderheitführet dle Savcrne viel lachse bey sich. Allhier ist auch der so ge-nannte ioesir- t-orett zwischen der Saveme und Wye / welcherwald auf messen lang und 10 breit gerechnet wird/ wovonaberschon ein gut theil durch die eisen- hämmer weggenommen worden.Deßgleichcn sind auch hier die Cvtwold-Hills oder Hügel/ die we-gen der wolle berühmt sind/ welche den fchaafen / die darauf ingrosser menge weiden / abgeschoren wird. Gleichwie die lufft indiesen landen angenehm und lieblich ist / also ist der dodcn unver-gleichlich fruchtbar; gestalt er denn nicht allein viel qcireyde undgras hervor bringet / sondern auch alle andere gegenden von En-gelland an der gisse und menge der baum-srüchte udemisst. Son-derlich wachsen hier von sich selbst sehr viel bim- und äpffel-baume/wovon überauß viel bim - und apffel - wein gemacht wird / dessenman noch mehr vcrfcrtigcnkönie / woferne nichtbißweilen eine ge-wisse art vögel in grosser mengehieher kämen; Dieselben find et-was grösser als sperlinge / und haben einen schnadck / der zu endecreutz-weiß über einander ligt/ worum sie die apffel burchvemm/und ftlbigenin 2 stück zertheilen/ jedoch nichts mehr/ als den kerndaraus nehmen/ und also mehr verderben/ als fressen. Sw pfle-gen um die emdte-zeit zu kommen/ wann die apffel anfangenretffzu werden- Daß allhier vor Zeiten sehr viel Weinberge muffengewesen seyn / solches bekrafftigen diejenigen orier/ dre noch bißauf diesen tag die Weinberge gmennet werden / wie denn mjoiider-heit ein sehr erhabner ort nahe bey Glocestcr ist / wesiyer laut deralten archiven / einige städtc in diezcr Graffchafft,'akrsich mrt ei-ner ziemlichen quantttät von renten-weln versehen. Allem m den
nächst-folgenden letztem Zeiten find selbige gantz cingegangen/thei s/ weil man weit bessern wein/ und rwarvrcl woylfesier vonjenseit der fte allhier haben kan / theils auch / weil dt- andtt n ae-träncke dieses landes dergesimdhett wett d-eiilrchcr find. Keinerwuchs mich allhier der tadack krefllch wohl/ dessen sehr M umWiuchcomb herum gepflantzet wurde/ wodurch ihrer Viel sich angrosses vermögen erwarben ; Allein nachgeycnds tst dessen pflau»kung durch eine Parlcments-acte vcrdossm worom. GiclPwleEiraelland die besten eich-baume in der wclt hat / was rhre festig-keil anlangt/ also sind die besten Engellandychen eichen rn demobbemeldten - r»rciianzutreffen/ bicemcsolarehaneyaoen/wennsie trocken smd/daß man sagt/ fieseyn alsdenn so hart als