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Huten und einen dösen, geglaubet , davon jener der Ursprung allesguten,dieser der Ursprung altes bösen ; daß Christus durch die jung-frau Mariam nur den menschen gezcüget, nicht aber von derselbi-gcn wahrhafftig gebohrcn worden, anch keinen wahrhaffligen leibgehabt hatte; daß sie den cngeln fremde und entsetzliche uamen bey-gelegt , und so wohl von Gott als der natur aller dinge viel wunder-liche und heydnische fabein vorgebracht; daß sie das wesen der see-len für das wesen Gottes gehalten, und daß sie mit andern lufft-scclen begleitet in die leider der menschen kämen, worzu noch einigehinzu fügen, daß sie die aufferstehung der todten geleugnet. Hier-bei) sollen sie alle ersinnliche lasier und greuel in ihrem leben ausge-übet haben. Die unzucht, so man ihnen beymisset, ist entsetzlich.Sie haben von Mäßigkeit und ehrbarkeit, wie man berichtet,nichtsgehalten, das fasten verworffen, und diejenigen vor thoren ange-sehen , welche sich um der Wahrheit willen martern oder todten lies-sen ; Desiderius Heraldnö aber will,daß man ihnen viel ohne gründschuld gegeben. Man hat ihnen noch unterschiedene andere namcnmeist zu ihrer bcschimpffnng beygelegt; denn sie sind LsrSonrs: oder
L-irstunsni, ksillcliurs:, Lsllsiisni, ln>it>ionir.r, 8r^sri»iici, Xscllsll ürc.
gcnennet worden. I. I c. ll.Lr. r; ll-lj.
1.1 IiL'r. tsk>. c. IZ öc iiomil. >8 >» i cpiti. sll tpimvrll.
7?,,^ ^irLtcri^t. sllv. lls:rell c. cle l,s.'rei. c. 6. 7e,
snnsl. L(l. sn. ,6 s, roo Lc slibi. in ickcclisi'm. llllk. llc ciclln.
pllilliioxll. §. Zv. scl cp. Üsuli. )oa,i-^iu specim. coistcÄ.
»cl lucs qua:cl. Ori^enis. oe nriginc Iiccrcli c. r, z. lle
IiLrcllzi-cllis c. 9. Icccxcr-llill. p. , I. r c. 4.
Gnure / ein König in Scythicn, welcher, so viel man abuch-men kan, kurtz vor der Tomyris regieret, wicwol unter dessen mc-rciiorcn diese Königin nicht gesunden wird, welches entweder vonden unterschiedenen theilen von Scythlen her kommen mag, überwelche dieser oder jener regieret, oder von der schlechten wissen-schafft, welche die sucro-cr von den alten Königen der Lcythen ge-habt. So viel soll gewiß seyn, baß Gmire er» söhn des scher gewe-sen , welchem er in dein Königreich der Lcythen »«Zairer. Seine; söhne waren, Saulias, Caduibas, welchen einige suLrorcs mitseinem ältesten confunN.re», und ANacharsis, der weise pllllowpll»- .welcher zu den zciten Solonis und Crösi in Griechenland kam, wo-rauß man sehen kan, baß sein vatcr Gnurc vor der Tomyris regie-ret habe, weilen diese nach gemeiner erzehlung der alten le-WcutenEyrum den übcrwinder Crösi geschlagen und gelobtet haben soll.
Goa / eine der cron Portugal gehörige stadt in dem KönigreichDecan, in Ost-Indien, auf einer kleinen insul, welche 2 fluffeMondoua und Guari machen. Sie ist groß, hat an statt der Mau-ren 6 citadellen, und einen der besten Hafen am canal. Sie hat ei-nen Ertz-Bischoff, der?r„n 25 von Indien ist, eine Universität undein scharffes owcium in^uillrionis. l^ie ist der vornemste ort unterallen, welche der König von Portugal! in Ost-Indien besitzt, derauch einen vice-Kc und das Raths-Loll-Zium von Indien daselbsthat. An. 15 io eroberten sie die Portugiesen unter anführung Al-phonsi von Albngiiergne, welche sich nach der zeit so feste darinnenacsetzct, daß, ungeachtet sie ihre nachbarn ziemlich beunruhigen, esdennoch fast unmöglich scheinet, sie daraus vertreiben zu können.Das allda besindlichc Hospital ist eines der schönste» in der gantzcnwelt, welches das so genannte Hospital der Heiligen zu Rom , unddas iiillrm-riu.n oder trancken-hauß aufdcr msul Malta noch weitübertrifft. Die kirchcn zu Goa sind sehr kostbar gczieret, unter wel-chen eine von Paulo I V zu einer Dom-kirche gemacht wurde, alser das Ertz-Bißchum daselbst sichtete. Die fcnstcr in der kirche sind»nsaemcin von perlen-muschcl. Ausser derselbigen gicbls auch allda7 psarr-kirchen und unterschiedene clöster. Der pallast des v.ce.xeist sehr prächtig, auf dessen sälcn verschiedene gcmahldc zu sehe».Wenn die stadt von den bergen nicht so enge eingeschlossen wäre ,so würde sie noch weit mehr bewohnet, und solcher gestalt die lusstweit gesunder seyn; aber so verhindern die berge, da» die lussl nichtbcykommcn kan, woraus denn eine allzuhefftige Hitze entstehet. Obgleich die stadt am ufer des mecrs gelegen, sind doch die fische sehrrar, man hat aber allda trcstichc coi>llru-cn. Die Jesuiten und da-selbst unter dem name» Paulistcn bekannt, sie tragen keine hüte odermützen mit Hörnern wie in Eurova, sondern andere mütze», welchewie hüte aussehen ohne rand. Sie haben darinnen z bauser ,dasCollczium 8. Pauli, das 8c,ni„sr,um, das Profeß-.tzlaus, das chio-viri^r und das von Kon ^clu5. Die gemählde dieser letzter» kirchesind vortreflich. Sonst war die stadt eine von den schönsten posten«n der ivclt vor einen v,co K- von Goa. Derselbe harre 5 gouvcrm:-niL „; oder Provintzen unter sich, woraus er so viel einkunssle zu He-den hatte, als man aus den ansehnlichsten §ouv>-r„ciic,>!5 in Euro-pa ziehen konte. Selbige waren das s^uvc-ncmcni von Mozambiguein Africa z das von Mascatc an den Arabischen küstcn ; das vonOrmus an der Persianischcn küste; das von Ccvlan gegen das vor-gebürgc von Comori zu, bey der spitze der halb-insul des Indi, unddisscit des meer-busens von Bengala; letztlich das gm>vcr,»:,ncntvon Malaga gegen die südliche gegcnd dcr^halb-insnl des Indi zu,aufder andern feite des mccr-buscns. Ausser dem hatte er auch vielstellen, so wohl in Goa , als auch in andern Indianischen sladtcnzu vergeben. Allein, nachdem die Holländer und Engellander ihmeinen grossen theil der vorigen Handlung abgeschnitten haben, sinddie Portugiesen bey weitem nicht nrehr so mächtig ni Indien , alssie sonst waren. Man sagt, daß der leichnam 8. Thomä in selbigerstadt verwahret werde, und findet man cinwohncr von allerhandrcligion; die einheimischen sind götzcn-dicncr, und viel von ihnentragen eine grosse ebrerbietung gegen die anen, daß sie ihnen zu eh-ren p---oUcu oder tempel bauen, lind sie anbeten. Alcriuö Menczcz,Ertz-Bischoff dieses orcs, und vrim-s i„ Indien , hielte daselbst an.
1584 ein Concilium. In einem andern, so an. iz 8 y oder izvo ...halten wurde, thaten die Christen, welche man von 8 . Thomasnennet, prokest.on von der Römischen religion, und gaben ibr? l->,chcr alle dem Ertz-Bischoff selbiger stadt zu corrigiren, damit er ables austhun mochte,was etwan nach dem Nckori^umo schmecket^
icin. p. 148. /e p. 1 c. 7. -is 604.
Oll-Mäisnitclle reit bclckr-ikung. betcllr. öer IvlLlsb. reite.
Goad / (Thomas) ein Englischer Itkcolsxuz. welcher zu an-sang des 17 iecuk, und hernach lloiiret. Er warePfarrherr zu üad-lcigh in der provintz Suffolck, hernach p-Lcemor j„ der Cathedral-kirchen von 8. Paul in Londen , und Heil. Schrisst voL und vwk.in welcher gu-llrät er auch von dem Englischen Kvnig Jacobe I aufden bekandten ss n»<lum zu Dordrecht an vr. Halls stell, (weicherseinen abscheid von der vcrsamlung begehret und genommen) alsein mitglied desselben gesandt worden, wie er dann den 17 jan aniüiy in der ür leiiion ftyrlich darein aufgenommen worden. Alllhier nun trüge er das seinige zu Verdammung der «.em<Mr2,itmMeinungen redlich bey, und unterschriebe seinen namen mit denübrigen g-purirtcn den satzungen des tvnosi, obschon er bey seinemabschied die Holländischen rk°o!ogo8 zu der und gelin.
digkeit gegen den K-monst-smeu vermahnte; es ergienge ihme aber,wie I. Hales, welcher dein t> nosto zugehöret, so bald er aber wie.der in Engelland angekommen, seinen sinn verändert, und öffent-lich ohne hindernnß die von dem noll» »crworffene Arminianischelehr getrieben. Dieser hochgeschätzte rlleoloxuzstarke indem aua.an. >ü;8. Srimuluzoikkolloxus.llve
ste Is Qr. Lrersgne V. ; L: 10. L» Keve xzki
7r«x>. *
8. Goar / war aus Aquitanien gebürtig, speisete täglich vielar.me, und ward daher der schwelgerey beschuldigt. Als er deßwegennach Trier eurer ward, und seine anklägcr mit ihm giengen, sowurden sie unterwegs so hungrig und durstig, daß sie verschmach«len wollen. Der heil. Goar aber rüffle aus dem Walde eine Hin-din , die gab ,0 viel milch von sich, daß sie alle dadurch gesättigetwurden. Zu Trier brachte er den Ertz-Bischoff durch wunderlichecntdeckung seines unehlichen kindes,von demErtz-Bißtbum. SieheRusticus.Es solle auch der heil.Goar an dessen stelieErtz-Bischoffwerden ; allein er bath Gott um eine kranckheit, damit er sich enl-schnlbigcu tönte, und bekam auch alsbald ein sicher, welches gantze7 iahr angehalten , unter welcher zeit das Ertz-Bißthnm besetztworden. Nach diesem hat er sich zu Lrichere im Trachgau in Hes-sen aufgehalten, und daselbst an. 600 eine kirche gebauet. Es Hotgedachter ort nachgehcnds den namcn von ihm 8 . Goar bekom-men, allwo dessen bildniß noch heut zu tage in einer kirche in steingehauen, nebst dieser bcyschrifft: 8 . Luar ^on^ckus OaNm otzmHc.xi, soll zu sehen seyn. Seine wunder-wercke sind von Wandel-bcrto, ibt. Gysone von Nastätt an. 1489, und von Surio ff-k.link. >. rz c.beschrieben, vr-c/ef. I-. 4 1,^. k.z ck°-
l0Zr o-rm. c. 6. Uelll bctclircillunb.
Goar/ (Jacobus) ein Dominicaner von Paris , wurde alskliliionLriui m Levante geschicket, worbcy er alle gewohnheiten derGriechen aus dem tunllLmenc crlcrncte,welches er nachmals indemxucMllotzio Qr^co dargethan , das er so wohl nach den gedrucktenercmplaricn als ^88rcn,so er mit grossem steiß zusammen gesuchei,zu Paris an. 1647 in Griechischer und Lateinischer spräche druckenlassen. Er hat diesem wcrcke gelehrte anmcrckungcn beygefüget,woriuncu er die lehre und gewohnheiten der Griechen wohl er-läutert hat, ist aber ietzo sehr rar. Er hat auch einige mimor-s ui.ttvriä: L>22ncinL mit anmcrckungen ccllret, allein die c^i-ici hubenangemerckct, daß er nicht alle xailligcn wohl verstanden. Lic/,^
Gobat/ (Georg) war in dem Stifft Basel an. 1600 gebohren,und begab sich an. 1618 in die 8 >cic.-ät l-uu, darinnen er r° iahr dietllcoloßi-m gclchrcl. Er starb gegen ausgang des 17 te-
cuii zu Costnitz, nachdem er an unterschiedenen orten ss-äorgcwe,seil. Seine schrifften sind : expcrilli,-ui.itir rllcolog^; quin-riui
kraellarus tllcoloZico juriäicus; Llj>liLk>. gusclrujilcx; wii,lrrc.
§sk2,2,e/ llibl.
Gobbo/(Petrus Paulus) von Cortona , einer Florentinischenstadt, gebürtig, war cm berühmter mahler, der vortreflich schönelandschäfften,sonderlich aber recht natürliche früchle mahlen kontc,so, daß er es hicrinnen auch dem Zeuri zuvor gethan haben soll, in-dem dieser nur die vögcl mit seinen gemähldcn betrogen; da hinge-gen des Gobbo gemahlte früchle jederman vor rechte natürlicheangesehen, vier llcs j-ciuircx.
60 MHIX 8 - ist ein bekanntes haußinParis in der Vorstadt 8.Marcel, welches vor diesem berühmte wollcn-farbcr besassen. Un-ter denselben ist der vornehmste Gilles Gobelin, der nnlerFranci-sci I rcgicrung gelebt, und das geheimniß dcn stharlach zu nirbmerfunden haben soll, welchen man nach seinem name», den Gobeli-ncn-scharlach genennet. Auch das haust bekam von ihm stn>"^nennung, inglcichcm der allda vorbey lauffcnde fluy, so ehemalsBicvre hieß , und dessen wasser zu solchem gebrauch überaus ge-schickt ist, hat leyuud daher den »amen : xivicr- ll-- 6ob<-ims.Die Holländer haben sich äusserst bemühet, solch geheimniß zu er-forschen , aber vergeblich, weil sie dergleichen wasser nicht haben.Anictzo ist dieses hauß mit den vortreflichstcn lapezercn-maaM,gold-schmicdcn und solchen Personen, die in kostbaren steinen urbmtcn, und Frantzösisch holtz schnitzen, angefüllet, die immerfort alin-hand zicrratheu vor die Köinglichen häustr machen,uno omober-aufsther der gebäude, künne und m2nui2ctu>cn dicies xomg>reichs zu ihrem ><>if>e^ore haben- siehe Bievre. a-lMxM
clc Is vllle lle?srir. ^