gob goe
Gobelinus/(Johannes) mit dem zunamen Persona, vlcsrtusbon Bonn,und Pii II 8-crcl-»nuz. welcher auch schon vorher» langam Römischen hole bekannt gewesen,ehe er die letzt-gedachte-Kargeerhalten. Man findet unter seinem «amen commemsriorum öe
rcbus - ?>c> II Nspa. 5 su pocius Mb illius kaparu ab an. ,q .;8 Ln .1464
ecllsrum libros ir, welches werck vor das hauß Piccolomini garvortheilhafflig geschrieben. Es halten zwar einige darvor, Pins IIhabe es selbst verfertiget, und unter Gobelini «amen -airet. Es hataber Guilielmus Cave aus dem Platinawohl dargethan,daß zwarPlus II das werck zu schreiben angefangen, weil er aber darüberverstorben, habe selbiges Gobelinus übersehen, vermehrt und her-ausgegeben. Es kam durch Vermittlung Francisci Bandini Pic-colominäi, Ertz-Bisthoffs von Siena, am ersten zu Rom an. 1584ia 4, und nachmals mit einem commentsrio gacobl ?iccolowin^izuFranckfurtan. 1614inf. heraus. ^oF«öcleKlli. t.sun.1. z c.io.
kill. lircsr. app. v. 96 .
Goblerus / (Justinus) ein bekandter Rechts-gelehrter ausTeutschland. Es haben zwar unterschiedene vorgegeben, daß ernicht nur zu Goßlar den gründ seiner studien gelegt, sondern auchvon bannen gebürtig gewesen; allein es bezeugen nicht Nur Ges-„erus und Simlerus, daß er in der Heßischen stadt 8. Goar geboh-ren worden ; sondern er selbst nennt auch öffters in seinen schriff-ten diesen ort sein Vaterland, und sich selbst Goarinum. Nachdem
-.. .- " ,— -- verschiedenes geschrieben
worunter 1 e 1 u tractat ae o!xiin.' juaicia.io ° ipecuium juris. prolopo-
xrapkUru-i- l-br- 4; vica ?ecri kloll-II-ni; concinusrio 8!e,6ani; bre-vis narrat«, cie bello ttilclcskemienü ßcllo imcrLricuii, Vucem LruN-tviceiU-m L stoksnnem kpilc. ttiläesk. eju^ue complices an. isiA.Welche lN 8ckarclli LolleAion I . r. p. 949 üc leq. eingerücket ist', UNddie vertcurichte Novellen. prolbpogr. KWI.
VIIE I Li. īr/er. ^
Gobrias/ einer von den? Persianern, welche mit Dariö-on-chinrten, die MLgo,- zu vertreiben, die sich nach Cambysis tod derhöchsten gewalt in dem Königreiche angemaßet hatten. Er hatdurch seinen guten rath das werck am meisten zum stände gebracht,war auch zu des Vaterlandes besten bereit, sein leben zu lassen. «---
1. z. 1. z c. 2. n. 2»
Goch / eine stadt, nebst einem amk in dem Hertzogthum Eleve,an dein fluß Niers, dem König in Preussen zuständig. Sie gehörteehemals den Hertzogen zu Geldern, ward aber an. 14-; dem HauseEleve eigenthümlich überlassen, weil dieses in dem damaligen krie-ge,welchen Adolphus mit seinem vater Arnolpho führte, viel Unko-sten gehabt hatte. Es ward damals ein castel! allhier angeleget,weilsich die bürger zu der Huldigung nicht verstehen wollen , welchesaber heut zu tage wüste liget. Nahe hierher, stehet das kloster Ma-rienwater / ingleichen das von GrafOttone III in Geldern er-baute Nonnen-kloster,Cistercienser-ordens, Grafenthal / welchesjetzo insgemein Nienkloster genennet wird. bcllkr. cies «er-
rrogk. c^i^ve.
Gochsheim / eine Würtembergische stadt und amt an denBfältzischen gräntzen gelegen; wie sie denn anfangs dem Churfür-sten zu Psaltz geboret, welchem aber solche Hertzog Ulrich in derihm von dem Karger Marimiliano an. 1504 wieder Cbur-Pfaltzaufgetragenen execurioo abnahm, und Graf Bernhard von Eber-stein zu einem manmlehn gab. Nachdem aber die Grasen vonEberstein mit Casimir dem letzten ihres gesichlechts ausgestorben,fiel Gochsheim an Würtemberg, und wurde Hertzog Friedrich Au-gust von Neustadt überlassen, der mit seiner gemahlin AlbertinaSophia,einer tochtcr des letzten Grafen von Eberstein , die übrigenEbersteinischen silo^a auch ererbte. Gedachter Friedrich Augusthat eine kirche zu Gochsheim bauen lassen. x/Z-ber.
von Würtemberg all 1)04. Lttxop. Lexo/4.
Goclenius / (Conradus) war in der Grafschassc Waldeck vollsehr geringen eitern gebohren, und wurde in dem rriUnZmzu Löven,welches Hieronymus Buslidius angestellet, der erste?rc>-keaör l.srin« UnguL, woselbst er gantze 20 jähr gelehret. Er warauch c^iionicu? zu Antwerpen,und starb den r; ian. an. wiees Melchior Adami, und nach ihm viel andere,setzen; noch andereaber, denen hierinn besser zu glauben, belieben das jähr 1;; 9- Essind noch briefe von Erasmo an ihne von dem 2 sept. 1; z 5, ia garvon dem28jun. i;;6 vorhanden, in welchem letstern auf einenkurtz vorher empfangenen brief des Goclenti geantwortet wird; esgeschiehet auch Goclenii als noch lebend doppelte Meldung inErasmi testament, so ebenfalls gegen die zeit des letsteren briefs ge-schrieben ist, als worinn er demselbigen beydes ein silbernen bechek(aus dessen decket ein bild des glückes stunde) vermachet, und dar-neben die austheilung einer zimlichen deme sonst hinderlegten sum-ma gelds,(worüber Erasmus eine besondere Verordnung aufgesetzt,welche in der LoücÄwn x. Scrivers zu erst -ckret ist) anbefohlenhat. Den klarsten beweiß dessen aber geben verschiedene eben we-gen der obigen Verordnung Erasmi nach Goclenii tod an BonistAmerbachiüm aus Löven, und von diesem wieder dahin geschriebe-ne briefe,so alle das jähr 1^9 klar erweisen. Es wurde aber da dergute Goclenius nach seinem tod angeklagt, als hätte er die hinterlhn gelegte gelber Erasmi (welche sich über ryoo ducaten belieffen)dessen doppeltem testament zu wider, grösten theils immer hintersich behalten,weßwegen solche auch von der Universität Löven, undzwar nicht ohne conssns des Haupt-erben Amerbachs, angesprochenwurden, um sie nach Erasmi vorhaben sll ssos ua,s anzuwenden ;Die erben hingegen, und deren von Hertzogl. Clevisch-und Grast»
M goö M
X Johannes Ältenanus be-
ost"0 0ten, Erasmus hatte diese gaNtze summ dem Goclemo durcheme cion2c>onverehret, brachten auchzu dessen beweiß des ersterenN"^audsil,riffc mtt dessen prttschafft bekräffligrt, vor; Worwi-llogenthei mchc ohne grossen schein und starcke grün-de vorbrachte, daß solche -lon-cion aus gewissen Ursachen nur6 -uukrt gewesen. Das mehrere wird vielleicht der gelehrten undcm,euren welt inden crneccioriz Lr2üuiau,8 bald communic>rt wer-den. Unter seinen schafften finden sich s-koii- in luiin «Kcm;
ciÄM IiermocniiU8,6v6 läs pliilotopliorum, in
romLno fi. 18. ie. episs. üb. 17 u. 7. eloZ. LelZ. ^»^7. dibl.
LeIZ. vii-- pkilos. 4 tken. Lelg. 179. ^
Goclenius / (Rudslphus) war zu Corbach in der GrafschaffLWaldeck 1547 gebohren, und erhielt nachgeheNds die xrok-ü.oncmloZ.ces zu Marpurg , die er beynahe zo jähr lang mit grossem ruhlNverwaltet. Er war dabey ein sehr lustiger und aufgeweckter mann,auch ein guter poet, weßwegen er sich bey dem gelehrten Landgra-fen zu Hessen -Caffel Mauritio sehr in gnaden zu setzen wüste. Erstarb 1628 im 8rsten jähre seines alters, nachdem er mehr als 606Personen den tssaMcr-tllul ertheilet hatte. Seine schafften sind:
mifceNsncL pkHol. „keotoßicL Ü5 rkeoloZico-pkilosoxKicr; pkilolo-xkis PNicricL ktLuriri-ns; icica pliilollopkiT PIslonicL; lnlliiutionezlogics:; Praxis logics; problcmacs logica; proklemsra elkica; me-cliraiione; etkicB; conclliaror pkilvlopkicus ; rliefes apologciic«contra Lastrsrem kinckiiim; lexicon pkilosopkicum; -malvlis in exer-cirgtiones LcsIiZcri; allvcriaria exorericss sliguor exercitLtiones8cLligcri,öcc. rksstrum. bibllorkecrN P'p'rree ckarium.
biküotkecr posrics.
Govan/eine falsche Gottheit,siehe Wodan.
8.GodardusV Ertz-Bischoffvön Rouen , war unter KönigsMerovai regierung in dem dorffe Salence,so eine weile von Noyon in der Picardie gelegen, gebohren. Sein vater hieß Nectarius , einFrantzöfischer vom Adel, einer der vornehmsten am Hofe, und auseiner alten familie der Römer entsprossen, die sich in Franckrcichniedergelassen. Gödard,als er seine studien -Kio!viret,empfieng vonden Händen des Bischosss zu Vermand, so damals die Haupt-stadtvon Vermandois war, den Prediger-orden, und wurde einige jahrddarauf, zu ende des; t'-cuii, zum Ertz-Bischoffzu Rouen erlvählet»Als er daselbst angelanget, allwo es damals viel götzen-diener gab,arbeitete er mit unvergleichlichem eyfer an deren bekehrung , undbrachte fast alle züm Christenthum. Insonderheit aber ist er durchdrey stücke in der Historie bekannt worden: Erstlich, daß er nebst 8.Remigio, 8. Vagst und 8. Medard seinem bruder zu Clodöväi völ-liger bekehrungviel beygetragen; zum andern, daß er an. <; 11 deutersten c^oncilio zu Orleans , welches eines der berühmtesten mFranckrcich wäre, beygewohnt und unterschrieben; und zum drit-ten , daß er den 8. Lo zum Bischoff zu Coutance coEcnrct, ob ergleich nur 12 jähr alt war, weil selbiger viel offenbahrungen hattenWenige jähre daraufstarb er den 8 jun. um das jähr ? zo, und wur-de in der Haupt-kirche, so heut zu tage nur eine pfart-kirche ist, undzu 8. Gotthard genennet wird, begraben. Seine reliqnien sindnachmals in die Abtey 8. Medardi zu Soissons , und daselbst beyansang der regierung Caroli Calvi in die neue kirche gebracht wor-den. Es wird angemercket, daß die zwey brüder, 8. Gsdard und8- Medard , an einem tage gebohren, an einem tage getauffet, zuPriestern o,Hret und zu Bischöffen eingeweihet, auch endlich alleinem tage gestorben,ob gleich nicht in einem jähre,denn 8. Godardstarb um das jähr 5;--, sein bruder 8. Medard aber um das jährt
;6o. Hübe cie 8. Klguicr kill, I- z.
Godeäü/ (Äntönius) Blschoffvon Grace, und nachmals zllVence, war eines beamten von der stadt Dreux söhn, und einer derersten und wenigen,welche die stifftung der Frantzosischen acadennein Paris veranlaßten. Anfangs wolle er sich verehlichen , weil eraber klein und ungestalt war, bekam er abschlägige antwort, wel-ches ihn bewog,sich zu Paris einkleiden zu lassen. Sein vatter Con-net machte ihn mit Cbapelaiu bekannt, welcher ihn überallrccommenckrte, daß er auch bey dem Cardinal Richelieu sehr be-liebt , und von ihm an. i 6;6 züm Bißthum befördert wurde. So-bald er in sein BUHum eingesetzet war, ließ er sich dre darinnenverfallene kirchen-disciplin wieder in gute« stand zu bringen ange-lesen seyn. Er brachte die stadt Antlbes wieder unter sein B-ß-thum, welche von der zeit an, als der Bischöfliche stuhl von Vencenach Grace verleget worden,nnter gar keiner gestanden. Obihm nun gleich Jnnocentins X eine bulle ertheilte, um das Biß-tbum Vence und Grace mit einander zu vereinigen und m emcs zurieben,auch solches, da sie beyde von gar schlechter Wichtigkeit, sonsteinander sehr nahe gelegen waren, gar wohl angieng, 10 ließ er, beyden diöcesen nicht darein stim-
erauchstim -mt v-Lc mache,,, predigen, lesen oderMribnz'Er wurde auch von den Standen rn Provence an dieM gin Anna, ch damals Regentin in Franckreich war, gesch.s?«m ikro vorzustellen, wie selbige Provmtz die ihr aufgelegte geld-um iyro vorzuueuei , vermochte. Er brachte unter andern m
stine?red?vo ^ so arm wäre, daß sie nichts an-
8als jaimin und »r-ngen-bäume trüge, man sie fugüch eme par-ders ais ^ Eönte. Er legte sich insonderheit aufs
er denn verschiedene geistliche gedichte, worinnen er
, L» m «« d-,D»ss°t
jonocriiw a.vv,,nt?r dem titul'. Ooclellus ucrum poer»? an-
w"«aEbend, er habe kein nsrurcl zu der Poesie gehabt, so warelldoch sehrÄldeshalben aufden Vavassor und den Voiture,(nE