gor goe
Mte sein söhn Henricus um das jähr 1190. Diesem Alberto N,welcher mit seiner gemahlin Mechtild, Hertzogin von Meran ,ttvgte Mcinhardum / Grafen zu Gortz und Tyrol, welche letztereMaffchafft er durch eine Tyrolische Printzeßin erhielt. Er hinter-ließ Adelheid Friderici, Grafen vol^Ortenburg, gemahlin; Main -radum, der mit seiner gemahlin Elisabeth« aus dem hauß BayernWsabetham , Kayftrs Alberti I gemahlin, zeugte; Henricum ,Grafen von Tyrol/ so an.izo; ohne erben verstarb; Ottonem,derAmiam/ Churfürst Rudolphi von derPfaltz gemahlin hinterließ„edst Elisabeth«, Königs Petri II aus Sicilien / gemahlin; undAlbertum, einen vater Margaretha, BurggrafFriedrichs zu Nürn-berg gemahlin. Mainradi anderer söhn war Albertus / der mitOffinia, Gräfin zu Ortenburg, zeugte Albertum, Henricum undMinhardum III. Dieser vflantzte das gcfchlccht fort / und hattevon seiner gemahlin, einer Gräfin von Pfannenberg / JohannemMinhardum, Johannem Henricum, Mainhardum und Conra-dum. Die übrigen stürben ohne erben / allein Johannes Henricushinterließ Leouhardum, Johannem und Henricum. Dieser hattemit seiner gemahlin / Catharina von Cilley / Feidericum und Udal-ricum/ so unverehlicht stürbe» / und Ursulam, GrafHeinrichs vonSchaumburg gemahlin. Johannes aber hinterließ Henricum,der von Elisabeth« / Hertzogs Leopoldi zu Oesterreich tochter,Leonhardum hinterließ / und dieser wiederum einen söhn/ Leonhar-dum genannt, welchem / weil ,er an. i;oi unverehlicht verstarb/Kayftr Maximilianus I / vermöge einer alten mir den Grafen vonTyrol aufgerichteten erb - Verbrüderung succedirte, welches auchin den von den Kaysern Marimiliano I und Ferdinando II mitder Republic Venedig aufgerichteten Verträgen bey dem hauß Oe-sterreich bestätigt worden. Die vornehmsten örter dieser Graf-schafft find Görtz an dem fluß Lisonzo gelegen / z oder 4 meilen vonäquiliL-c>rsäilcr. oder Gradisch / welches eine sehr starcke vestung /und von den Vmetianern zum öfftern vergebens angegriffen wor-den / worgegen sie aber die vestung Palm« erbaut / ferner Canlae /
GeiNÜnd/ic. lpis^el cler ciirei, l.z eiv. Lerm.üeram.
j>, z p. zo. Lttrs/-. Z/eroÄ. ?. i p. 401.
Görtzke / ein »r-altes Adeliches geschlecht in dem Magdebur-gischen und der Marck Brandenburg. Walther verschrieb an.i;?8Fürst Johanni I zu Anhalt das jus p-won-irus über den altar8. Theobaldi in 8. Nicolai - kirche zu Zerbst . Heinrich war an.i4;o Abt zu 8. Cornelii - Münster / welche würde daselbst auchJohann von Görtzke an. 1620 besessen. In dem zo-jährigen kriegwar ein Schwedischer Obrister von Görtzke bekannt. Jacob Mel-chior lebte zu derselben zeit als khnr - Brandcnburgischer General-kriegs-CommiitLriu». Joachim Ernst stockte an. 1680 als Chur -Brar.denburgifcher gehermbder kriegs - Rath/ General-Lieutenant
lind Louvcrneur zu CÜstriN . bist. Lerm. kacr.
Lclivv. Kriegs - gclcb.
Goes / ist 1) eine grosse und feine stadt aufder Seeländifcheninsul Sud-Beveland/ nebst einem Hafen, an dem östlichen auslauffder Scheide / wovon bisweilen die gantze gedachte insul das landvon Goes genennet wird. 2) eine mittelmäßige stadt in der Por-tugiesischen lanbschaffi Beira / z bis 6 Teutsche meilen von Coim-bra ost-wärts gelegen / und zwar an dem fluß Seira in ernemzwischen zwey hohen gebürgen befindlichen that. ;) eine Nonnen-Abtey Benedictiner - ordens in der Steyermarck / nicht wett vonLeuben , an der Mura gelegen / welche von Adela einer Gräfin vonLeuben gestifftet / und von Kayftr Henrico II mit ansehnlicheneinkünfften versehen worden, lleiic. Ue ?orcuz-t p. 752.
big. Lallst,. I. 6.
Goes / (Damianus) wurde in dem flecken Alenquer in Portu-zall gebühren / und an des Königs Emanuelis Hof erzogen / allwoer auch nebst seinem bruder Fructv von Goes / Königlichem Cam-mer-Juncker, in bedicnung stunde. Der Konig brauchte ihn mden wichtigsten angelegenheiten / und schickte ihn in Frankreich ,in die Niederlande, nach Teutschland und in Polen / auf welchenreifen er 24 jähr zubrachte. An. iz;4 gieng er nach Padua , undstudirte daselbst 4 jähr, machte auch mit dem Cardinal Bembo ,Sadoleto und Madruccio freundschasst. Er vermahlte sich mitJohanna von Harzen aus dem Haag, und setzte sich zu Löwen.Als die Frantzosen diesen ort an. 1 Z4r belagerten, leistete er seinesvrtS gute dienste, halfst zur gegenwehr verschiedene auffalten ma-chen , führte auch die Studenten an, und da man von einem ver-gleich zu sprechen anfienge, ließ er sich mit anderen darzu llepm,-ren; allein, da der Hertzog von Longueville, so die Frantzosencvminandirte, bey der Oepunrten anderer herauskunfft die ltadtselbst forderte, und nur eine halbe stund zeit zur bcrathschlaguugließ, bliebe Goes, alldieweil die andere deßwegen m die stadt zurückkehrten, draussen bey dem Hertzog, in der meynung, wie er sichhernach entschuldigte, denselben desto leichter zu befanfftigen.Wein, alldieweil er also bey deme war, geschahe es, daß die vonLöwen an statt einer antwort aufdie Frantzosen, welche ohi;e sorgunter demgeschütz der wallen stunden, feuer gaben, wovon sie zwaralsofort zerstieben , und Goes wider ftinen willen bey ihnen ver-bleiben muste. Wie sie sich nun mit zimlichem schein beschwarten,daß man unter währendem stillstand auf sie gefeuret, nahmen fiediesen vepucirten in ihrem abzug mit sich, hielten ihne zu^aonin der Picardie hart gefangen, und ranzionirten wne zuletzt um9220 st.; wobey er noch dieses Unglück hatte, daß dre von Löwen,an statt diese summ für ihne zu bezahlen, ftlbigen noch der coiiu-6on mit dem feind anklagten, weil er ohne befiehl bey deme draus-sen verblieben, und so gar einen vornehmen allda studierendenFrantzosen, welchen des Darniani freunde gegen dene gefangenzu halten, und nicht änderst als nach dessen befreyung loß zu lass
, goe göt 52z
cutsckllmen'" vorwand der universitäts - freyheiten
schreibung und klag an den Kayftr Carolum V aufaeftnt
seinen »puscu!,s?al?>n 8cI,-,E
darinnsoLerL^
^e>> behauptet, und also auch von ihro die erfttzunq seines scha-dens forderet) einer grossen Unfreundlichkeit. Endlich, da er schonbey zimlichem alter war, erhielt er «rcire, wieder in Portugal ! mvmme-i, und die Historie deffelbigen Reichs zu fthreiben U^sondere ehre , H er allda genoß, machte ihm viel neider, welchees letztlich dahin brachten, daß er in arrest kam; da man ihn denntodt m fernem Hanse fand, ohne zu wissen, ob er am schlag gestor-ben , oder ob rhn ftme feinde erdrosselt. Er hatte einen söhn, na-mens Emanuel. Man hat an schrifftcn von ihm: llöem. rciig/o-
ncn, morxsgue Lkliiopum ; cieplorsrioncm llsppisn« Zeiiris; com.kncntsri» rerum ßegsrum in Inclia L l^ullkLni; »n. i^z8 ; lle i-ebusiMporio l.rilir«>noruin; urlliz clescripillonem,
äc llilll. ttissrn. I)E ä I. c.
Goes / (Johannes von) Cardinal und Bischofs zu Gurck,war aus einem vornehmen Niederländischen geschlecht, welchesvon dem vorher gedachten Damiano herstammet, an. >ün geboh-ren. Durch seinen ioi.-len verstand, wissenschafft sehr vieler spra-chen, und absonderliche geschicklichkcit zu n^on/rcii , fttzte er sichan dcm Kayjerlichen Hof in gutes ansehen. Der Kayftr Ferdinan-dus III machte ihn zum Reichs-Hof-Ratb, und Leopoldus schickteihn an. 1662 wegen vorstehendem frieden als Gesandten an denAly Bassa nach Temeswar . Als dieser mit ins seid gieng, folgteer der Turckischen armee , und hatte an. 166; bey dem Groß-Ve«zier audientz. An. 1664, nach der bey 8. Gotkhard erhaltenenvictone, tractirte er mit der Ottomannischen Pforte einen still-stand auf24 jähr, und da solches erfolgt, trat er in den geistlichenstand; worauf ihm der Kayftr an. 1676 das in Kärnthen gelegene,Bißthum Gurck verliehe. Nachmals war er Kayserlicher ?"-><:!-p2>. Bevollmächtigter bey den Niemägischen friedens - tractatenmit der cron Franckreich. An. 1686 den 2 ftpt. erhub ihn derPabst Jnnocentius XI zu der Cardinals-würde. Nach dessentod empsteng er , das inreresse des Hauses Oesterreich in demconcisvs in acht zu nehmen; er kam aber eben denselben tag nachRom , da Alexandre VIII erhebung publicirt wurde, von dessenHänden er auch den Cardinals - Hut emvfieng. Nachgehends sindihm eine lange zeit die angelegenheiten des Kayserlichcn Hofs beydem Pabstlichen stuhl anvertraut gewesen, wobey er sich einenallgemeinen rühm erworben. Endlich starb er zu Rom an. 1696den 19 oct., und vermachte in seinem testament dem Kayftrlichenseid - spital 70200 scudi. kü-llen-ij,. z>. zrc>,0?,er.
conr, ?. r p. 24s. vcrvv. Lurop. ?, 8 -A.
llisrium I.eopo>lli Lc.
Goes / (Johannes Petrus Graf von) Herr zu Carlsberg/Kay-serl. und Königl. Spanischer würcklicher geheimer Rath, Cäm»merer und Landes-Hauptmann in Kärnthen, war dcs vorhcrge-dachten Cardinals bruders söhn. Er wurde an. -sgs „ach vollen-deten reisen und lluciill von Kayftr Leopolds zum Reichs-Hofrahtgemacht, und nachgehends in wichtigen angelegenheiten nach Rom geschickt, allwo er etliche jähre verbliebe. An. 1698 muste er alsGesandter zu den General-Staaten gehen, da er nachhero nebstdem cKsr-Äer als cxcl-->c,rcij„srj-Gesandter, auch den als Spanischer-rmbsli-äeui- bekommen , nachdem er schon zuvor an. 1701 Kayftr!.geheimder Rath worden. Allda bediente er den König Carolum IIIbey seiner anwesenheit in Holland , <llrißj>te die gcschäffte iu deneroberten Niederlanden mit, und wohnte den verschiedenen srie-dens-handlungen bey. Insonderheit handelte er an. 171; aufdemfriedens-co,iZ,ell zu Baadcn als erster Kayserlicher Bevollmächtig-ter alles ab, und unterzeichnete nach ankunfft des Printzen Enge«nii von Savoyen , als anderer?-«-nssotenc>srius, den frieden. Hie,rauf ernennte ihn der Kayftr zum Landes-Hauptmann in dem Hcr-tzogthum Kärnthen, da er den mertz an. 1716 gestorben. An.169; den 14 oct. bat er sich zu Rom mit Anna Apollonia, Rudol-phi Grafen von Sintzendorss tochter, vermählet, und ist auch vonderen mit-erben beyderley geschlechts gesegnet worden. *
Gösgen/ ein schloß, flecken undHerrschafftan der Aar , einestunde über Arau in dem Canton Solothurn gelegen, hatte vordiesem eigne Freyherren/kam hernach an die Freyherren von Bcch-burq und Falckenstcin; Thomas aber verkaufst solche an. 1458 um8202 fl.und letztlich an die stadtSolothurn/welche emenLand-Vogtdahin fetzet. Ikezr. Solocl. ?. r. p. ;7-. *
Goetius / llc /Win,IMS, siehe Vattaglm. ^
Göttfahrt / Gottfarch / eine uralte Adeliche familie in Thu«rinaen, von welcher Hans, Dietrich und Leutolph an. 1457bett Caspar, Rath und HosMarschall zu Gotha , war der erstevon den 60 Personen, so an. 1 zü7 eben rn derstadt an den Churfürsten Augustum ergeben mustc,auf Grumpaü sanstifften sollen enthauptet werden. Hans Caspar hat an. 1 (97 undValentin an. 16;; ebenfalls die stelle eines Raths und Hof-Mar-Walls zu Gotha erhalten./?ans Christoph und Hans George,fürstliche Weymarische Rathe, haben an» 1590 die bruderichasstwider das fluchen mit unterschrieben. Christian Heinrich war an.^°2 Cam!nmuncker zr. Weymar, und hat das geschlecht fortgc-pflantzet. Elle» Lnnal. L. o.
Göttintten/ eine Chur -Braunschweigifche stadt und festungin dem Fürstenthum Calenberg,welche von an. 1279 biß ^emer