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Zweyter Theil
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den beylia«nm Ravenspurg von einem in der Untern-Pfaltz beydem städtgen Snltzfeld gelegenen schloß angenommen / nachdemer solches vermuthlich selbst zu seinem sitz erbauet/ und eigentlichRabenspurg qcnannt gehabt. Seine söhne waren i) Ulrich/ wel-cher dir familievon Helmstadt ti-nnwet. 2) Hugo/ von dem dasgeschlecht von Mentzingen abstammet. ;) Heinrich/ welcher denstamm der Göler von Navenspurg fortgcpflantzet. Von seinennachkommen starb an. rz; 4 Bernhard/ Wurtembergischer RathUnd Ober--Voigt zu Vaibingen; dessen enckel/ Engelhard aufSultzfeld / ist Dadischer geheimder Rath/ Ober-Vogt zu Mortz-heim / ttndein qroß-vater gewesen i)FriderichJacobs/ geb. an.iü6s/ und 2) Johann Bernhards/ welche beyde mit erben geseg-net worden. v. L. L. c-b. 19,. kemm. ?.

Göllnitz/ vorreiten Goldenen / eine Adeliche familie inSchwaben / welche aus der Marck Brandenburg herstammt. Esist aus derselben ein Fürstlicher Wurtembergischer des Kay»serlichen Cammer-gerichts zu Speyer / und ein WurtembergischerRath entsprossen gewesen. Der letztere hieß Georg Christoph/undlebte noch an. 1660. Heinrich starb an. 1632 als Wurtembergt-scher Hof- und Justitien. Rath» vom sctiw. /rn°i

p. r8o.

Göltzsch/ siehe Jeltsch.

Göpvingen/ ist eine kleine stadt/ nebst einem schloß/ indemHertzoglhum Würtemberg/ an dem fluß Vils / 5 biß 6 meilenvst-wärts von Stuttgard/ gelegen. Gantz nahe dabey befindet sichein berühmter saucr-brunnen.

Goeree/ lat.L^eL, eineklcine insul zu Süd-Holland ge-hörig / an dem einfluß der Maaß. Daselbst ist eine kleine stadtgleiches namens / welche wegen ihrer weitläuffugen und sichernrhcde/ 0orc5Lc OLI bekandt ist.

,Gocrre/ ist eine kleine zu dem Königreich Ale in Nigritien ge-hörige insiil / nahe an der küste des Atlantischen mccres / ; meilenvon dem grünen vorgcbürgc / oder dem L-tz-- Die Hollän-der hatten sonst darinnen das f°-r Nassau; allein an. 1677 nah-men es die Frantzosen / unter des Grafen ckLibrs-s anführiingweg / rasirten es / und bauetcn ein anders / welches noch biß ^0in ihren Händen ist/ und den Holländischen commercien an demObo verllc grollen schaden gethan.

Görgin/ ein vestcs schloß in Siebenbürgen , an dein flußGörgin, auf einem seifen gelegen. An. 1703 neuste es sich auf«jilcrciion an die Kayferlichen ergebe».

Göritz oder Görtz / genannt Schlidsee / eine Frcyherrlichefamilie, welche in dein Stifft Fulda das Erb-Marfchall - anit be-sitzet , und unter den unmittelbaren Rheinisch. und FränckifchenReichs - Adel gczeylt wird. Sie hat ihren Ursprung von dem ehe-maligen Grafen von Görtz in Kärndten, und sich vor zeiten in demländlein Buchau niedergelassen, allwo sie das schloß Schlidsee auf-erbaut, und den namen davon angenommen, welches schloß vonan. 812 bis ietzo bekannt ist. Bcrtochus, ein söhn Ottonis vonSchlidsee, genannt Göritz, war an. uz; Abt zu Fulda , und stundbei, Kayser Lotbario in grossem anseben. Sein drudcr Heinrichhat das geschlecht fortgepflantzt. Constantinus that sich als kriegs-Hbrister hervor, und war der erste auf den mauren, als der Ertz-Dischoff Adolph an. -46z die stadt Mayntz unter sich brachte.Hans legte gleichfalls in dem krieg ehre ein, und starb an. 1589.Sein brudcr Eustachius war Statthalter des Stiffts Fulda, wieauch Würtzburgischer Rath und Ober-Hofmeister. Von dessensöhnen bat Wilhelm Balthasar, Chur -Mavntzischcr Ober-Amt-mann zu Alßfcld, zuerst die Frcnhcrrliche würde geführt, und an.

i das zeitliche gesegnet. Seine; söhne waren 1) Georg Sit-tich, Kayserlicher Obrist-Lieutcnant; 2) Johann Volprecht, vi---üor der Fränckifchen Reichs - Rittcrschant, und Ritter - Haupt-mann, welcher den seinem an. 1S77 erfolgten tod2söhne nachsich gelassen z der älteste, Johannes, war anfangs Würtzburgischergeheimbder Rath, hernach Hessen - Casselischer gcbeiindder, auchkricgs-Rath, Cammer-Prasident, Burggraf zu Fricdberg, undRitter-Hauptman» der Ritterschafft an dem Mittel - Rbein in derWettcraü. Er starb an. 1699, und hinterließ unterschiedlichesöhne, von welchen Wilhelm Baltbasar Hcsscn-Casselischer kriegs,Rath worden, Der lüngste, Friedrich Wilhelm, wurde Cbur-Hamwvcrischcr geheimbder Rath, Cammcr- und kriegs-Prästdcnt,wie auch Ober- Hof- Marschall, und hat ebenfalls unterschiedenekinder gezeugct, von welchen der älteste Johann die ctzgrge einesKöniglichen Groß. Britannisch - und Chur - BraunschweigischcnCammer - Hcrrns und Ober - Schcnckens; der andere aber ErnstAugust an eben diesem Hof die stelle eines kriegs - Raths erhalten;;) Otto Hartinann, Hessen - Darmstädtischer geheimbder Rathund Statthalter, hatte 2 söhne: der jüngste, Georg Ludwig Sit-tich, war Hcsscn-Casselischer Gcncral-Maior, undan. 1692 Oou-vc^-ur zu Nbcinfelß, als die Frantzosen selbiges belagerten; derälteste, Philipp Friedrich, war Dom-Herr lind v,<-c onminu- zuHalberstadt , wie auch lailds-^onlli/cew- dieses Fürstenthums,und Rittcr-Hauptmann der Fränckifchen Ritterschafft. Er hatte; söhne: r) Georg Heinrich war anfangs Holstcin-Gottorsfischerund hernach Königlich-Schwedischer Etaats-Minister, nachdemer unterschiedliche Gcsandtschafftcn in Franckrcich, Holland , rc.verrichtet- An. 1717 wurde er auf ansuchen des Königs von En-gclland von den General - Staaten zu Arnheim gefangen gcnom-men, nach einigen monaten aber wieder frey gelassen. Nachdemdev Komg von Schweden an. 1713 in Norwegen geblieben, wurdeer beschuldiget, daß er demselben zu des Königreichs verderben

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diglich sich zu bereichern getrachtet, wie er daün in L e.Lungememen schätz hinterlassen, wurde auch deßwegen denan. 17-9 zu Stockholm enthauptet. Er hat mit Lr GMn n nReventlau, so er sich an. -7°4 beygelegt, 2 töchter gezmA undeiner jeden i°°ooo thaler, seinem bruder Otto Friedrich ab r, so rn einer jährlichen rente von zooo rtblr bestek"«m testament vermacht; 2) Otto Friedrich war an.i7°sHostTGvttorfsischer Cammer - Juncker und Obrist - Lieutenant vonGarde; ;) Eustachius blieb an. i?°6 als Kayferlicher LAdiutant in der belagerung Turin . .Ä

Ex. x.iLr.

Lknen-tLiel ciieier iLmuie. "

Görlitz / eine von den s städten in der Ober-Laußnitz, an derMisse gelegen, ist von langen zelten her vor die volckreichste st Zrn gantz Laußnitz gehalten worden. Wei sie auch die vocnebmll-stadt in dem Görlitzer - cräyse ist, welchen Car^s IV anzu einem Furstenthum erhoben, so besitzt sie bey den land-'ta untue nächste stelle nach Bautzen . Es wird auch an diesem ort vonden .land - Standen dieses crayses jährlich nach dem fest der "heil"; Konrge em land- tag, und zu verschiedenen zeiten des jahrs aufdem daselbst befindlichen Vogts-Hof das land-zeucht gehalten,worinnen der amts- Hauptmann selbigen cräyses dasführet, und die 2 ältesten, wie auch die Deputirten der städte Kör-litz, Zlttau und Lauban zu ^lll-nt>ren hat. Jedoch -lcxc-xlgt dasGörlitzische amt von dem Bautznischen ober-amt. Vor dem8. Niclaus - thor wird das heilige grab aezeiget, welches GeoraEmrich, Ritter des heiligen grabs, und Bürgermeister der stadtGorlitz, bey seiner wiederkunfft von Jerusalem an. 1481 aufdieseart, wie er es an. 1460 selbst zu Jerusalem gesehen, mit grossenkosten hat erbauen lassen. Es ist auch ein D'mn-tmm daselbst,welches auf Kaysers Maximiliani l Vergünstigung an. igüz indem Franciscaner- klostcr angelegt worden. Die 8. Petri- undPauli - kirch ist ehemals gar kostbar gewesen, als welche von dem8 may an. 142; bis den i? aug. an. 1497, und also 74jähr,; mo-nat und 7 tage gebaut worden, so aber an. 1691 nebst einem gros-sen theil der stadt ini brand aufflog. An. 1716 hat sie gleichfallsdurchs feuer ein grosses erlitten. Eine halbe weile von der stadtist der hohe berg, von welchem man gantz Ober-Laußnitz überse-hen kan, und der gemeiniglich die länds - crone genennet wird.Vor altcrs sind allhier zwey starcke fchlösser einander gegenübergestanden, welche an. 112? vor die Haupt-vestung dieses landsgehalten, und durch der Sächsischen Fürsten lchns - leute besessenworden. Weil aber nach der zeit etliche räuber ihren auffmihaltdarinnen suchten, hat sie die stadt Görlitz um 600 marck an sicherkaufst, und mit crlaubniß Kaysers Sigismundi an. 1422 ge-schlciffet. Nach Hagecii bericht hat die gegend da herum ^,i«rlrogeheißen, und ist solches ohne zwciffel von den kni-ii;, so ein stla-vischcs volck gewesen, hergerührt, wie deim auch einekiil-L vi- genennet, wider sie voin Teutschen Reich, geordnet gewe-sen. Nach diesem ist die gegend um Görlitz warcwL ei-Mc-mis ge-heißen worden, und unter die cron Böhmen gekommen; zuerstaber hat die gegend , „ach dem Wasser Ncissc, woran

sie gelegen, gchcissen. Der stadt Görlitz namen fclbcr ist Wendisch,und bedeutet so viel als brandstadt. Denn vorher» war an die-sem ort nur ein dorff, so Drebenau dieß, welches der BöhinischeHertzvg Sodieslaus I in einen marck-flecken verwandelt, worzner noch aus der höhe, wo ietzo der so genannte Vogts-Hof lieget,ein vcstes haust erbaute; es brandte aber dieser flecken an. 11; 1 ab,daher legte gedachter Hertzog nachmals dafür eine stadt an, welcheden namen irol-rii- ober Brandstadt bekam. vill. D-,«-,« ci>wn.

Xtcrlcbu-g. I. 4 ckron. lcrixrorc 5 tzuizilc.

ßeoßrLxkis mcllii Lvi x. 496 nomenclsror urriurguc I-u-

t 4 ri.x. commcnr. rer. l.uszr. LNliLlc! Lorli-

centz l mcrclcvv. ck,cn-lcmxcl.

clc §. 8. x. 24.

Görne / eine Adeliche familie in der Marck Brandenburg.Christovhorus, üeninn Mid Lsnonicus zu Magdeburg , war ein sohklTbomä, und hinterließ Christoph Georg, der Marckischen

Rittcrschaffl, und Dom - Dechant zu Brandenburg . Von dem-selben stamt her Friedrich von Görnc, Herr aufGollwitz, Kemnitzund Lünow, der noch an.1714 als Königlich-Preußischer gehcimb-dcr Amts-Cammcr-Präsident, General-kin->ncie„-Rath, oircüorder Chur-Märckifchen landschafft, und Dom - Dechant zu Bran-denburg florirte. ex Lttcl.

Görtschach / eine Hcrrschafft nebst einem schloß in .Ober-Crain, zwischen Lanbach und Crainburg, welche der Kayser denBischöffen zu Laydach an. 1461 geschencket, auch NachgchcndSdemsclbigcn die ober - gerichtbarkcit und das darüber ein-

geräumt. Das neue schloß, so die gedachten Bischoffe angelegt,ist ein prächtiges gebäude; von dem alten aber, welches einermmmchro erloschenen Freyherrlichen familie den namen gegeben,sind auf einem nahe dabey gelegenen bcrg nur noch die nimm zusehen, ekr. öcs 14 , Lrzin I, !l.

Görtz / eine gefürstete Grafschafft an den gräntzen von Friaul und des Hertzogthums Crain gelegen. Es gehörte selbige z» oeralten ProviNtz iilvi-uw. und wäre an besondere Grafen aus vcmAndcchslfchen gcfchlccht gefallendie >nan auch ehemals PtEgrasen in Käriidtcii, ingleichem Pfaltzgraftn in Pusterthal mwKärndten genennet- Der erste Graf ist Albertus I,

Grafen von Andcchs söhn, so um« jähr n;° gelebt. Dimm