Band 
Zweyter Theil
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LaMicher gcheimder Rath, Cammer-Herr und Statthalter in

Gog und Magog /werden zum öfftern in heiliger schrifft an-geführet, und zwar, wie Iosephus will, die Scytifchen völcker da-durch amumercken. Hleronymus über den Ezechiel behauptet,man müsse selbige m verblümtem verstände nehmen.Einige andererk-ologi halten davor, daß die prophezeyungen Ezechiels, Danielsund der offenbahrung von diesem Gog vornemlich auf die Türckengehen, welche m diesen letzten zeiten den Christen sich widersetzen,gleichwre zuvor die Asiatischen und Syrischen Könige unter diesemnarnen verstanden worden,weil sie die Iüden verfolgten.

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Goga/ eine kleine Ost-Indianische stadt nebst einem schönenhaven in den Herrschafften des grossen Mogols im Königreich Gu-Zurate,und bey dem meer-busen von Cambaya.

- Vogmagog-Hills / ist ein Engelländisch gebürg, so 2 Meileniud-ostwarts von Cambridge ligt, aufdessen spitze ein Wald zu fin-den , der vor zelten mitgräben so bevestiget war, daß man ihn vorunüberwindlich hielt. Man glaubet, daß es eine von den vestungender Dynen gewesen.

Gohorri / (Jacob) von Paris , zugenannt Soiirsnur, ein kliiio.lopiiur und ?-otellor kisMcliirruiii, hat cie lwu <Sc m^kcriis notL-NIM; eine Historie von Peru rc. geschrieben, und ist zu Paris den i;mertz an. 1576 gestorben. Er hat sich etliche mal in seinen schaff-ten genennet: 1.eo SuLvmr Svlirsrius. L« c>s,L>

Gojam/ ein Königreich in Abyßinien, ist so wohl deswegen,weil darinnen der Ursprung des Nili entdecket worden, als auchwegen seiner läge berühmt, indem es fast um und um von dem flus-se Wo wie eine halb-insul umgeben, und nach Godigni erzehlung,r8 Provintzen haben soll. kill. -L-kiop.

l-5 6018 > waren metzger von Paris , welche der Graf von 8 .Paul in t^v-ur des Hcrtzogs von Burgund werben ließ. Eigent-lich waren es ; brüder aus Paris , von Lhoma ie Gois, gleichfallseinem metzger, gebohren, und harten unter Königs Caroli VI re-gierung zustimmen die fleisch-banck zu Oen-v-evc in Paris .Franckreich war damals in zwey klonen getheilet, die von Or-leans,genannt von Armagnac, und die von Burgund . Diese metz-ger,zu welchen sich noch andere gleicher art gesellten,nahmen,nebsteinigen henckers-knechten und schergen, die parthey des Hertzogsvon Burgund an, und Mieten viel unsug in Paris , indem sie allediejenigen, welche sie r>on der parthey des Armagnacs zu seyn hiel-ten, plünderten und tödteten. U-/-W kill-»,- cje Lksr-

l» VI.

(Noito / eine kleine, aber sehr lustig gelegene stadt in dem Her-tzogthum Mantua,an dem fluß Mincio, dritt-halb messen oberhalbder stadt Mantua . Es befindet sich daselbst ein gar artiges schloß,nebst einem lust-und thier-garten. Es ist auch, zumal in dem Spa-nischen lucccliions kriege,dieser ort zimlich bevestigt worden, s-l,««-

Golain/ (Johannes) ein Carmelit,gebürtig aus der Normau-dic,lebte in dem 4 llcuw, wurde v->-llor zu Paris und ?rovinc,s! sei-nes vrdcns,auch ?->or zu Rouan . Carolus Sapiens liebte ihn sehr,und bewog ihn, Ourancii rscionLle clivinorulN oillciorum in dieFrantzöfische spräche zu übersttzen. Er hat auch andere fachen ge-schrieben, als luper msgillrum lenrencisrum; luper oillcio lnilH ;guLÜioner vLnaz. cicllript eccless

Golconda / ist ein Ost-Jndianisches Königreich in der halb-insul disseits des Ganges gelegen, welches sich langst der ste, die ost-wärts ligt, ausbreitet. Der fluß Guenga, welcher nord-wärts ligt,scheidet es zum theil von dem gebiet des grossen Mogols. Gegenabend hat es ein groß gebürge,wodurch es von dem Königreich De«can abgesondert wird; süd-wärts stösset es an das Königreich Bis-nagar. Das Königreich Golconda hat ein stuck von Bisnagar un-ter sich, wie auch die küste von Cvromandel bis an Coloran. Vorzeiten gehörte es zu dem Königreich Orixa , welches von dar annord-wärts, unmittelbar aber auf der südlichen feite des flussesGuenga ligt. Aus den heutigen reise-beschreibungen erhellet, daßder grosse Mogol Herr über dieses Königreich ist,als welches er an.1680 unter seine gemalt gebracht. Die stadt Golconda ist eine der«rösten und schönsten in gantz Indien . Sie wird insgemein Hei-der-Abud, und verstümmelt Hidrabaud genennet Sie soll vonHeider-Scha erbauet worden seyn, der sie nach seinem namen ge-nennet. Sie ligt am fusse eines berges , aufweichen eine vestungerbauet ist, mit namen Golconda. Über dieses machet noch derKönigliche pallast gleichsam die dritte stadt aus. Die andern stad-te sind: Masulipatan, Narsingapatan, Petrapoli, Pahor, Virno-patan,rc. welche allesamt an der see liegen, und Cordipoli, welchesein unvergleichlich vester ort ist; auch finden sich in diesem König-reich noch verschiedene andere wohl beseitigte platze. Das König-reich Golconda ist wegen der darinnen befindlichen diamant-grubensehr berühmt. Ausser dem ist es auch sehr reich an stütz , eisen undstahl. Die einwohner sind überaus vermögend, und dastand tragtsehr viel reiß, ungeachtet es über alle Massen bergicht ist. Der Kö-nig ist ein Mahometaner von der Peruanischen secte. Man hat inGolconda die prächtigste psZoü- in gantz Indien , welcher tempelaber noch nicht gantz ausgebauet ist; insonderheit muß man sichüber die grösse der steine verwundern. Der ort, wo man offters zubäten pfleget, ist ein gantzer felsen von einer so ungemeinen grosse,daß 5 biß'600 männer 5 gantze jähr daran haben arbeiten müssen,ihn von einem orte zum andern und in eine rechte form zu bringen;

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er eines von den wunderwürbigsten gebäXDrey E» E dieser stM stehet auch eine übeS An/mch!Ae/allwo der Konrg von Golconda begräbniß zu sehen, und täa»sich um 4 Uhr Nachmittags allen atmen, die dabin kommen alnin»werden. Wenn der König einen gerichts-tag hält,last er sich in einem ercker sehen, welcher auf den marckt hinaus ae-volck aber, welches daselbst etwas zu schaffen hat ^stehet^"^'n gerade gegen dem throne über. Zwischen dem ercker und crd-r rechen stangen aufgerichtet, an deren ende seile ange-machet find, die kreutz-wels uber einander lausten, welche reihen diegantze lange des marckts einnehmen. Wenn nun der König jemandherzu rüsten last, so wird das seil gleich gegen den ercker über herabgelassen, unter welchem em Staats-8°c,er»riu5Mt, der die bitt-schreiben anniwmet. Wann er dann deren ; oder ü überkommenhat, ,0 thut er sie in einen sack, zu welcher zeit gleich ein Kämmer-ling,der bey dem Komge in dem ercker stehet, ein seil herunter lässet,damit den sack m die hohe ziehet, und also die bitt-schreiben überrei-chet. Die vornehmen Herren des Reichs ziehen alle Montage nachder reche auf den leib-wacht, unter welchen einige sind, die; bis6n>° reuter conimandkren, und unter den zelten um die stadt herumsich lagern. Wenn sie aufdie wacht ziehen, gehen sie aus ihren Häu-sern -um ; wenn sie aber fort Marschiren / lassen sie sich

lN guter ordnung sehen, und ziehen in ihrem marsch gar prächtigauf. Erstlich kommen 10 oder -r elephanM, darauf oder 4-,camele,denen unterschiedliche carossen folgen, um welche herum dielaqueyen und diener zu fusse gehen; darnach kommen die Hand-pferde , und letzlich der Herr, dem die eguippsZe zugehöret,mit lo oder 12 courriknen, die vor ihm her tanken und sprin-gen , und sodann folget seine cavallerie und infanterie. Esgiebt in Golconda eine unzehliche menge huren , welche ge-halten sind, ihre namen bey dem Daroga oder Stadtrichter in einbuch einschreiben zu lassen. Sie geben dem Könige keinen zinß; je-doch muß alle freytage eine gewisse anzahi von ihnen samt einerßouvcrn-mjn mit music vor seinem ercker erscheinen, und vor ihmtantzen, ist aber der König nicht zugegen, so wird ihnen von einemeunuciw ein zeichen gegeben, daß sie wieder fortgehen sollen. Dieseweibs-bilder können ihre glieder so künstlich auf alle weise drehen,daß, als einsten der regierende König die stadt Masulipatan gernesehen wolle, nenne von ihnen sich so eng in einander schloffen, daßsie einen Elephanten vorstelleten, dergestalt, daß ihrer viere die 4füsse prLlemireken, 4 den leib, und die letzte den russel. Aufdiesemvermeynten thier nun saß der König als' auf seinem throne, undhielte also seinen einzug in die stadt. Unter der regierung des In-dianischen Königs Äbkar, welcher des Gehan-Guir vater war, er-streckte sich das gebiet des grossen Mogols nicht weiter,als biß nachNarbeder, allwo der fluß, welcher dadurch fliestet, sein Reich vondem gebiete des Raja von Narsinga, welches biß an das vorgebür»ge Comorin sich erstreckte, absonderte, so, daß alle andere «,->j-»einiger Massen seine Unterthanen und Vasallen waren. Dieser Rajawar so mächtig, daß er 4 armeen zu fuß unter eben so viel Genera-len auf den deinen halten konte, unter welchen der vornemste seinquartier in denjenigen landschafften hatte, woraus jctzo das König-reich Golconda bestehet. Der andere hatte die provintz Visapoukin»; der dritte Dultabat; und der vierdte Brampour. Als aberendlich der letzte Raja von Narsinga ohne erben verstarb, so maßtensich die Generals-personen die ihnen untergebene Provintzen eigen-thümlich an, und liessen sich, nachdem sie einen herrlichen sieg wi-der Abkar, Den grossen Mogol, erhalten, tnuvcr-i-w Könige tikuli«ren. Gehan-Güir aber, Abkars söhn, brachte bald die lander desKönigs von Brampour unter sich; Chagehan, des Gehan-Gmrssöhn, eroberte Dultabat, und Aurengzed, des Cha-Gehan söhn,den qrösten theil von Visapour. Was den König von Golconda an-langet , ließ sich der grosse Mogol mit ihm nicht in krieg ein,sondernals er sich zu einem jährlichen tribut von 200000 pagvds oder 40000-,krönen unserer müntze nach, verstünde, blieb er im frieden. Heut zutag ist der mächtigste von diesen k-st-» der von Velou / welcher ferngebiet biß an das Capo von Comorin erstreckt, und eines theils mdem lande von Narsinga succe-llret hat. -je- m-ie-.

Gold von Senffteneck, eine Adeliche und nunmehr Freyherr,liche familie, ist eine der berühmtesten und ansehnlichsten m demErtz-stifft Salyburg. N. lebte an. 146° und ward ein groß-vaterHaimerani, der des Bischosss zu Passau , Urbanr von Trembach,schwester zur ehe gehabt, und dessen Hauptmann zu Mautern ge-wesen. Sein enckel Johann Ulrich,Ertz-Bisthvfllcher Obnster undSchloß-sbauptmann zu Saltzburg wurde i» den Freyherren-standerhoben, und hatte unterschiedliche söhne,

Paris Rudolph Ritter des Elephanten-ordens worden.

Itemwsk. ?. 4 P. YA.

Gaidneker / ein Adeliches geschlecht in Thüringen , davon cm»n Tbü^ einen söhn, namens J°hn; d,efe-

ZAKch? rhü-i»,«-» ---»AU