Band 
Zweyter Theil
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hinterließ z söhne. Aoristen findet man ausser dieser linie in demSachsen-Golhaisct?en von diesem geschkcht folgende: i »ermann,der in einem kauff-driefe über Piesel von an. 1444 als zeuge ange,führt wird. 2) Haus / der an. 149; von den Herzogen zu Sachsen mit Craycnburg belieben worden.;) Hartmann, welcher als Chur -Brandcnburgischer Obrister an. 1650 bey Röbcl in dem Mecklen-burgischen über etliche Schwedische compagnien einigen Vortheilerhalten. 4) Hermann , welcher in eben demselben jähr Chur -BrandenbnrgischerCommendant in der festnng Peil; gewesen.

/«X, Lnn.,1. !>.ix. /-»/e»-/. 8c!ivv. kricgs-^clcli. 6ox/,<r

Goldast/ (Melchior) von Haimensfeld/ sonst auch Gol-dinast genannt / war aus einem land-gut zu Espen bey Bifchoffs-zelt in der Schwcitz an-1576 gcbohrcn. Er gab sich zwar vor einenvorn Ade! aus / war es aber nicht/ hatte auch nicht viel zum be-sten/ wanncnhero Riitershnsins / bey welchem er zu Altdorff in^enlion niar/ in verschiedenen briescn ihn mahnen mnste/ ehe erdas schuldige tisch-geld von ihm erhielte. Aus seinen briescn/ soThtiiemarius --'-»ret / erhellet so viel/ daß er sich an. 1598 zu Dt-schoffszell aufgehalten/ und in dem folgenden jähr zu 8. Gallenbey Vartholvmao -Lchobingcr aus einem ansehnlichen gcschlechtdieser stadt/ und von welchem gelehrte crlauternngen über ver-schiedene orter des gtt.icknni Vs-

Niziü den zten theil dertc-l^co-um /ricm^nmcoxum Onlllälli ange-hänget sind/ wie dann auch dieser Schobinqcrn gern seinen kr-cg--nircm nciinek. In eben dcmsclbigcn jähre ist er mit des Pas-sant söhnen als Hofmeister zu Genff bey Jacob» Leciio gewe-sen. An. iüc>r war er noch zu Genff/ es gicng ihm aber garschlecht; doch wandte er sich noch in selbigem fahr nach b'ausanne.weil er daselbst nur leichtern kosten leben konic. Kurtz daraufkam erwicdernach Genff/ da erden» aufbceiii rcc»ni.,^,Marion bey demHcrtzog von Bouillon secxcc-»-,», wurde/ welche stelle er aber nichtlang bekleidet/ wie man denn findet/ daß er bereits im fcbr. an.160; zu Franckfnrt gewesen/ und an. i6o4cmeco»Mr,n,i zu Forsteggehabt. An. 160; hielte ersieh zn Bischoffszell auf/ allwo sein zu-stand nicht der beste war / sonderlich wegen der rcligion / welcheihn auch bey seinen nächsten freunden verhaßt machte. An. -üc-6war er zu Franeksurt/ allwo er sich verehlichtc/ und biß an. 1610aufhielt/ wicwol er sich daselbst mehrcnthcils milbüchcr-schreiden«rnchrcn mnste. Ob er gleich Hoffnung an den Chue-Psältzisckenhos zu kommen halte/ gienq es doch wieder zurück / hingegen be-kam er den timl als ^achscn-Weimarischer Rath/ und machte vordasselbe hauß einige cieyu^t>->„c», schrieb auch aufbefehl dcntractal«le m-jor.liu. Aus der vorrede des gcmcldtcn tractats siehet man /daß craii.161; an Graf Ernstcns von Schaucnburg Hof gekom-men sey. Er starb endlich zu Gicsen / allwo er kurtz zuvor dieEantzlcr-stcNecrhaltcnhatte/ undzwarlmaug.an. ,6z;. ZuBrc-men ist seine biblischer befindlich. Scioppluä/ welcher ihn hastete/weil er glaubte / daß der meiste bericht von seiner Person / welchendie von beyden in dem e-iunN-ro nngedracht/ den-

selben durch Goldastum wäre zugesandt worden/ hat viel dingefälschlich von lhm ausgegeben/ und unter andern/ daß er sey gc-rädert worden / welches aber nicht ihn/ sondern seinen bruderSedastianum dciroffen. Man gibt diesem mann den dillichcnrühm/ daßerdas llucimm der Teutschenanliquitatenund sonder-lich des jur>- s'ubiicl von den ersten aufgebracht/ und IN hcrvorsll-chung der dazu nöthigen Urkunden und bcweiß - gründen einen uu-gemclnen siciß angewendet; wie dann fast alle seine schrifficn odervielmehr ausgaben von anderen und alteren wcrckcn/ lediglich da-hin ihr absehe» haben. Es sind solche 4tcm4,iicu, um xc> um kcrij-cu-

rcs vcculii Z. voi.; mu»3xclu.i i.x^cxu womzni, lcu clc jusizciiülonc < 5 c^>olcllrrs Im^c-Lk. <sc vsp.r ; cvulliiuriomim im^cxi^Num romi 4;8uevicLrum rcrum lcriproicr vcrcrc-; llc rc^uo NoticmiL ; rrlmusicrc>nllimr>o»um imsicriHium ; xckcxiPlz impcxiatiu; Rkichs-

handlungcn ; Rclchs-satzlIIIgeil ; c^illolicou rs, moncr-xi.i:; öißctkarcgia scu cons^irulioncs cuclfuriln^ ^ norsk in p.»r.r:ncrico5 Ic^i^cnresvccercr; ^cn^lco IV ; cenruri^ c^it^,I^su>n

rum; öcc/ Diesen sind noch beyzufügen: vi.oxum cMr.illmorumL llo/Zvrum sc! Klei.»««!-. illlsituu, suuiui.s, cx tut> iuriicc .1 !4cn-

ric> cmnrkcr, Ll,»^M.,-n ,488.4. Das meiste/ so man hieran aus-zusetzen/ ist / das: er hin und wieder verschiedenes aus seinem kopjfgeändert/ und dcygcsügel/ als ob er es also in denen alten schrill-ten gefunden; Er hat auch unler Iusti bipfu »amen und um thuenach seinem adfall von der prolestlrciidcn Religion zu bcschimpffen/

eine c-xinuu Nc llupyci cuu-oxUi.1 0: ici^lumr an. löoo zu

Zürich drucken lasten/ welche Lipsius den Zl jul.an. 1574 zu Jena solle gehalten haben / da doch bipsins nicht nur an eine solcheschl ifft niemals gedacht/ sondern auch schon > gaiitzcr moiialh vor-her/ nemlich dcn > mart. von Jena weggezogen wäre; wiewohlden diesem allein nicht genug gewische» da ist / ob hierum Eoldastselbst der bmiiger gcwestbi / oder/ ob er von anderen zuvor betro-gen worden sehe. L/H/0/4 z-^li,m. /c/,x^«,- m v,r^ i.i^lu.

«cmi. I.,/-/« rjwtol.L. Lo»x/»^ in 'Hii. llc inos. Oci-m.

6vc ü»//-«''. in

(Aolddacki / ist ein bach in dem buccrner - landlein Entlibuch/der auf der alp Goldzvtcn culspringl und bey bangnau in die großeEmmen fallt; Er führet ein reiches gold-sand um sich/ und findetman da vfft gvld - körnlein so groß / als die gusen knopffe sind-

8. 1'oni. r *

" Golddach / eine uralte Adeliche familse in Thüringen / vonwelcher Hclwig an. i;oy des Teutschen ordens Landmeister inPreussen worden. Georg Chur« Sächsischer Amts-Hauplmannzu Quersurk/ mustc dieses schloß an. -642 den Schweden überge-ben. Lirrcr. orüsii.

Goldberg / ein stadtlem m dem Mecklenburgischenthum Wenden / an einem sce/ vhnweitKragkowgelegen/vor alters versitz cuiiger Fürsten zu Wenden. ^

Goldberg / ist cm bcrg über dein bekandien VMmischmsiner-bad/ allwo ein stem-brnch ist/ daraus: manbaveqai/steinerne koch-geschirr drehet; Man grabet auch daselbst viel lckö.nen und lautem Crystall/ so in Italien verkaufst wird. üE

Nks.r. I. !2 ^>. ,k8 b. * '

Goldcgg/ eine Frcyherrlichefamilie/welche das EMwi.ckcn-amc m dem Ertz-slrfft Saltzburg besitzet / hat ihr altes staLschloß Goldegg in Lyrol auf Jcnesicn / und daselbst in der aeacndLang unterschiedene guter gehabt. Arcius und Goldecarus vonGoldegg / sind an-12; 1 bekandt und der Grafen von Ultcn A^ltche lehn-leute gewesen. Christoph hat an. 144z seinen stamm inTyrol beschlossen / und ligt in der von denen von Goldegg erbau-ten pfarr-kirch auf Jencsien beyraben.Vorhcro aber hatte sich einelinie von diesem geschlecht in Bayern niedergelassen/ welche dasodgcdachte Erb-schencken-amt erlanget. Von derselben war umdas jähr 1660 JohannMatthias Freyherrvon Goldegg als Kav-serlicher geheimer Rath belandr. ckrcnur.». -.

Goldenberg/ ist ein schönes schlößlein zu oberst in demFlaach-thal/ nicht weil von Andelfingen in dem Thnrgöw gelegen/ de-nen Junckern Schmieden von Zürich zuständig. *

Golden-Traum/ ein staoilein in dem Marggrafthum echer,Laußnitz an der «chlejischen gräntze/ unweit dem stußQueiß/oberhalb Marck-Llssa gelegen und zur Herrschassr Tzschocha gehö-rig / stehet denen von Uchtritz zu. Es hat wegen der aus Schlesien sich dahin gewendeten Protestanten gar einen feinen anwachs ge-habt. Nsutirr. mcrclcvv.

Goldingen / eine stadt nebst einem feinen schloß in Churland/an dem flusse Window / 15 mcilvon Mieiow/ gehörte vorzeitenvemLenlschen orden/und wurde an.i 5 üo wegen der m dem Mosco-.wilischcn kriege aufgewandten unkösten/ den Polen abgetretten/uachqehends aber dem Hertzog in Curland wieder eingeräumet.

cinl. üui LcvvveU. lull.

Gold-Rüste von Guinea / siehe coll- 6'or.

Goldmann/ (Nicolaus) zu Breßlau an. 162: gebohre»/hat erstlich die bau-kunst aus den besten scribenien aufcine sonder-bare deutliche art in ein wcrck ziffamincn getragen/ welches Lcomhard Christoph Sturm zu Wolllenbüttel an. 1696 unter dem titul:Anweisung zu der der civil-bau-kunst Nicol. Goldmanns; heraußgegeben/ darzu er selbst viel fiqurcn gerissen/ die kosten aber GeorgBöse / ein Rathshcrr in Leipzig / so ein grosser liebhaber dieserwissenschafft war/ vorgeschossen. Er hat auch des Villalpandibeschreibt,»« des Salomonischentempel-bancs vermehre!/ welcheer aber gleichfalls nicht hcranß geben können. An. isür kam seinLateinischer und Teutscher traetat/ -!° NyMm-lri-, oder gebrauchder ban-stäbe nach den 5 stillen zu Amsterdam hemuß/gleichwie be-reits vorher» settic-rMircAurLiwnrzrix, und an. 1656 sein buch/lle ulll proporrioosiorü circuiss gedruckt worden. Er starb au. 166;zu Leyden/ allwo er sich zu unterrichtung der jugend gebrauche»lassen / und den bcriissnach Venedig ausgeschlagen. ,p.llu-vir^, welches obgcdachlcr anweisung zu der rivil-bau-kunstpracmitliret ist ; ill rr^iäk. lle Iirrur» <sc coniHrmivnc mLiticl/?- ro;.

Goldstein/ eine familie in Schlesien/siehe Slwolmski.

Goldstcm/ oderGolstrin/ ein Gräfliches geschleckt m Oe-sterreich . Es hat allem ansehen nach seinen Ursprung vondmmvon GoldstcinausdcmIüIichcr lande/ welche an. izn dcm nir-nier zu Navenspurg beygewohnci/ und nach ansang des -7 sceuliden FreyhcrrIichen ct,-r2Lcr erlangt haben. An. 1657 florim emFreyherr von Goidstcin / als Chur - Pfältziscker Obrister undPfaltz-Neudurqischer Siadihaltcr zu Düsscldorff. Heinrich Tbco--bald/ Freyherrvon Goidstcin / war an. 167; als Pfaltz-Ncu-burgischcr Rcgicrungs- Rath / Cammcr - Herr und Abgesandterin L-chwcdcn bekandt. Sein söhn / Heinrich Theobald II/ GrafvonGoldstcin/ lebte an. >715 als Kayscrlicher geheimer Rath undGroß- O'm-u- des Tcnischen ordens in Oesterreich ; in welchemjähre auch ein Grafvon Gvldstein/ als Chur - Pfältzischer Ober-in dm Hertzogthümern Iüllch lind Berg fivrirte. All.1718 war ein Grafvon Goldsicin Chnr-PfältzischerLnvo)« an dieGcneral-Slaaken der vereinigten Niederlande .

In der Provintz Utrecht hat von langen jähren her eine ansehn-liche Adcliche familie von Gvlstcin oder Goldsicin storiret/ welcheein zweig von dein in dem Inlichischcn florirendcn gcfchlecht iß.Nenicr von Golstein / Domherr und Staats - Rath zu Utrecht /besaß nach ansang des 17 stculi die Herrschaffi Doorn/ fo heutzu tag die Grasschafft Buren heißet / und von Phlllppo von Gol-stcin/ des jetzt-gedachten RenierS söhn / an. 1644 an CaMBcrtrand von Dockdorf verkaufft worden. krE. r-mv.

I'x/i-tte sse /-» »ok/esse i/'U/xec/-< 8.

Goidstcin / eine Adeliche familie in Oder- «nd Nieder-Sach-stn/ welche eigentlich aus Franckcn und von dem Züss'iN lrom er

stammt/ und von der vorhergehenden Grastlchcil familie st wo

dem Ursprung als wapen nach gäntzlich untcrsiylcdcn ist. ^ic Msich in vorigen zeitcn nicht von/ sondern nur die GEenw Uschrieben/ wie solches auch noch von verschiedenen dGes geWKgeschiehet. Die in Sachsen befnMiche lime sulmvon Hans Golstein des Blfchoffs zu Wmtzburg ^os- Masick .her/ welcher ohngesehr in der mitte des -4 stculi selebet / u