Band 
Zweyter Theil
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sein voriges leben fort/ und starb an. 770 am schlag.

oe§ eveques <Ze Ivläns.

.Gosselinus/ (Ankonius) war von cs-n gebürtig / nnd Kö»uiglicher imokeüör her Historie und eioguen?, und «.cAor des coiicgnäu 8015. Erhät an. l6zü killoirc6csL77cier7SQLu>oisc6iret/ darinit«raber/ nach Bocharti darüber verfertigten anmerckungen/ sichvielfältig geirrcl hat.

. (Nosselinus / (Johannes) Königlicher kibiiolilcc»rius zu Pa-kts / unter der Könige Caroli IX und Henrici III regierung/warvon Vire aus der Normandie gebürtig / und in den sprachen wohlerfahren / am meisten aber legte er sich auf die astronomie. Erstarb im hohen alter/ indem er in das camin-seuee fiel/ daraußer sich / weil er allein nnd darzu von alter gant; entkräfftet war/nicht helffcn konte/ und also verbranntet Man hat von ihm m.

NoriLm imLgirium coeleliium nollro lccuio sccominvllLrsm; Is mLinkiarmonigue, c>u les Principes 6e mullgus snrigue 6c mollsrnc;epkeineriäes ou 6Imsnac 6u jour 6c cle Is nuir pour cenr sns commcn-;sns en I'sn 1^-1. bibl. krrnc. p° 708. -/« 0r-ri»s p- rzo.

Oosseliiius/ (Julianus) gebürtig von Nom / seinem ge-schlecht nach aber stamte er aus dem Montscrratischen von Nizza «lcN-Paglta her.Er wurde in dem 17 jähr seines alrcrs/FcrdinandivonGonzaga/ Vice-Königsvon Sicilien/ s-crer-rius, zog auchmit ihm/ als er Qouvcrncur von Mayland wurde. Er hatte nach-mals eben diese kMEion be» dem Hertzog von Alba und den demHertzog von Scssla/ welche nach des Gonzagätod oouvc-ncurszu Mayland waren. DerHertzog von Sessia führte ihn mit anden Spanischen Hof/ allwo Gosselinus sich durch seine geschicklich-keil und kiuahcit so angenehm machte / daß man auch dem Hertzogrieth/ er wurde wohl thun/ wenn er in seinen -L,ren/ die er andem Königlichen hofhalte / keinen andern brauchen würde/ alsihn / daher er auch eine jährliche p-wion von 200 rthln. bekam.Der Marquis von Pescara / des Hertzogs von Scssla Nachfolger/hielt von Gossclmo ebenso viel/ als seine vorfahren; allein alsder Hcrtzoa von Albuqucrquc oouvc-ocur zu Mayland wurde /hätte csnichtviel gefchlck/ Goiiclinushättc zugleich ehre und lebenverlobrcn. Allein er wüste sichso heraus zu wickeln / daßihmdieseVerfolgung noch zu ehren gereichen muste. Gleichwol wurde er mseine stelle nicht eher eingesetzt/ als unter dem KMrgms von Aya-monte und dem Hertzog 6c Lerranova / welche Gouverneurs zuMayland waren/ denen er in seiner Secretariats - stelle insmeriongab. Unter andern guten cigcnschafftcn wird von ihm gernhmet/daß er streitige fachen beyzulegen gar glücklich gewesen. Er starbendlich zu Mayland den ir fcbr. an. i?87 im 62 jähre seines al-tcrs. Er hat verschiedenes geschrieben / als: rime; Ui5cor,i; icc.

ecrcj rLgioiizmeitti ioprali componimentl 6el Norgkcl'c; clickiarsri-vneüi alcuni componiwcmi; v>cL 6i Don kerrZinLnclo Qoiixagr; rrsrongiurc, cios 6c'I-arxi s LslviH concrs i meciici » 6c> Conrc OiovaiiI-rußi 6c kictclii contrs I2 rcpublicr 6i OcnovS 6c 6'alcuni NiLcenrini«onrrz il loro Ouc» ?icrro I^uigi kMrricls öcc. 6/u/r/r» rkeLlro 6'kuom.Icircr. p. 7 p. 7^4. kibl. Kom. r6.

Gosselmus/ (Wilhclmus) gebürtig von c-vn. lebte in demlü ftculo/ und that viel in der mathematic. Er hat geschrieben:

6e srrc nizgnz, Icu 6c occuicz p^rcc nunrcrorum, gua: 6csiAcbr^ 6ici-lur, libros quatuor. p. 47?. 8^7/e.

Gossenprot oder Hosseitprot/ (Sigismund) ein Vene«dicliner/ lebte um das jähr 148z in Lcmschland/ und schrieb«ine chronic von Augspurg / welche Joh. Pistorius mir unter set-zten lcriproribus rcrurn Qcrnr. pukiiciret. 6c k,ik. l,Lt. l. ; c< 6.

Gostinin/ cinestadt und Castellancy in Nicdcr-Polen/ in derWoywodschafft Nava/ nebst einem guten castelle / 2 oder; Mei-len von der Messet / und eben so weit von Ploezko gelegen- DerGroß-.Hertzog von Moscau / Basilius Snski / welchen seine Un-terthanen in Etanislai Zolkiewski / des Generals über des Pol-nischen Königs ^iqisimnidi trouppen/ h.mdc geliesert/ wurdean. 16 -1 nach Gostinin gcführel/ und starb daselbst kurtz hernach.

I-olonia. in kolon. 6c!cr. Uolon. poll.

p. 6,.

Gotha / etiie bekannte stadt in Thüringen an derLeina, ist dieresidcntz einer sächsischen linie aus dem Erncsiinischcn Hause;daher auch ein besonder Fürstenthuni den nainen hat. Die stadtHahnach Tcnzcls mcynung, ihre dcncnnnNg von demGuthaa oderguten wasser.so dahcrum zu finden. Andere wollen den »amen vonden Gothen herleiten, die auch dcnort erbauet hätten; es ist abersicherer zu sagen, daß sie zu Henrici I Zeiten aus einigen umhegen«den dörffern zu einer stadt erwachsen, und von Meingotho, Abt zuHirschfeld/vollends zu stände gebracht worden. Anfänglich soll sieden Grafen von Schwaryburg, und nachmals denen von Arns-haug zugehörct haben,so aber schwärlich zu beweisen. Gewiß ist es/daß sie bald anfangs den Landgrafen von Thüringen zugehörct.Zu Alberti vcgenc-is zeiten hat sie viel ausstehen müssen. An.2412 den ;c> jul. wurde sie von dem Landgrafen Friedrich demstreitbaren erobert,weil dessen vcttcr,LandgrafFriedrich der ein-sältige/solchc an fremde zu bringen bemühet war. An. 144; kamsie in ber landes-theilung an Hertzog Wilhelm den tapssern. An.248z kam sie an Churfürst Ernsi , und nach Churfürst JohannFriedrichs tobe an Hertzog Johann Friedrich den mittlern. Eswar ehemals daselbst ein vestcS schloß,Grimmcnstein genannt, wel-ches schon in dem 6 icculo z„ der zeit,als die Sachsen und Franckensich in das Königreich Thüringen gethcilet, gestanden haben soll, soaber nicht glaublich. Wahrscheinlicher ist es, daß es um des letzten

got

Landgrafen von Thüringen, Henrici K-lpoms, eden. An. i;8o hat LandgrafBalthasar selbiges mit einiam w?!'cken versehen. An. 1478 ließ Hertzog Wilhelm den Grimm ^mit graben und basteyen bevestlgen. An. wurdeÄ!."»schloß auf Churfürst Johattnis befiehl von ncuciu mit tM l«Ewercken fortlficwet,und -1 ,ahr darüber Zuqebxachhdaß es naÄselbiger zeiten für eine der besten vestungen paßirte , derqM?d§als an. 1446 Hertzog Mauritius von Sachsen das gantze landÄ'herum eroberte, er doch Gokha und Grimmenstein unanaeÄ^ließ. Als der ChursurssJohann Friedrich an. 1547 bey «8 sgefangen wurde, muste er nicht allein die stadt Gothä dem siaÄübergeben, sondern es ließ auch derselbe die vestlmqs-wttcke8schlaffes durch den General Lazarum Schwendi Meder- un kcheutz durchreissen. An. 1^2 vergönnte Kayser CaroluZ V Chfürst Johann Friedrich , als er aus dem gefängniß kam , di 7 estungs-wercke ivieder aufzubauen. An. 1 züü wurde diese yell.m^von Hertzog Johann Friedrich , als er Wilhelm von Grumbacl,nebst fernem anhange aufgenomen hatte,noch bester fortifichtt unsmit nöthigem Proviant, mu°iti»n und starcker besatzuna versebeöNachdem nun besagter Hertzog sich auf keine weise von der Kru mbachischen parthey wolle abwendig machen lassen, wurde er in d -achterklaret, und die cxccunon Churfürst Augusto von SallMaufgetragen. Selbiger ruckte mit seinem volck und gcschütz am rrdec.au 1566 vor die stadt Gotha und das schloß Grimmensteib,Nnd bekam sie den -; april a». 1 <167 ein, da denn Hertzog JohannFriedrich gefangen nach Wien gefuhret, Grumbach aber nebst sei-nem anhange bestraffet wurde,und muste die stadt und land Hertz»»Johann Wilhelm , Johann Friedrichs bruder, huldigen; doch er-hielte» nachmals des unglücklichen Hertzogs Printzen in der zu Er-furt errichteten theilung den s nov.an. 1572 diese stadt wieder.Als diese aber ohne erbe» abgicngen, fielen ihre lande an. iSzz andie Altenburgische und Weymarische Häuser, und kam Gotha an-1640 erstlich an das Weymarische hauß, hernach in dieses Hausesbesonderer theilung an Hertzog Ernst den frommen; dieser ließauf Kayserliche perm-Mo,, an des schlosses Grimmensteiu stelle,eine widerwärtige Fürstliche residentz unter dem namen Frieden-stein bauen, und den ersten grundstein zu der Fürstlichen schloß-kirche in «einem beyscyn den 24 oct. an. 1646 legen. So hat auchdie stadt unter seinem söhn Hertzog Friedrich nüd jetzt-regierendencnckel gleiches namens, an lcuten, Nahrung und Zierlichkeit so zuge-nommen, daß sie jetzo wohl für die schönste stadt in Thüringen pas-sircn kan. Das Furstenthum Gotha bestehet in stadt und amk Eo-tha,amt Tcnnebceg und städtlcin Waltershauscn,kloster-amt Reiu-dardsbruim, kloster-aint Georgenthal, amt Sckwartzwald oderZeliaä. Blasii, klostcr-amt Jchtershausen,amt Wachsenburg,klo -ster-amt Nolkerode, amt und schloß Friedrichs-werth und einigenandern stücken,hat auch sitz und stime aufNeichs-und crayß-rägen.

Kill. capk.c Oork.v?. snri. Lax, Äe<4-7?I7^ comi».

ckron. Lax. rer.

Lcrm. Xcr/e« ici„. EFexs ann. Lax- vonl'küriiiZenp.M.

kill. (Lork. lupplciii.

Gothaisches hauß. Der stiffter dieses Hertzoglichen Hausesist Hertzog Ernst der fromme/von welchem an seinem orte. Erhat sich an. l6;6 den 24oct. mit Elisabeth« Sophia , HertzogsJohann Philipps von Sachsen-Altenburg tochter, so den zo dec.an. iü8o gestorben, vermählet, nnd mit ihr 18 kinder gczeugek, da-von ihn 8 überlebet. Die tochter,Elisabeth Dorothea,gebühren an.1640, wurde an. i66ü den 1 r nov. an Landgraf Ludwig von Hes-fcn-Darmstadt vermählt, und starb an. 1710. Die söhne warenFridericus, Albertus, Bcrnbardus, Hcnricus, Christianus, Erue-stus und Joh. Erncstus. Es hat aber Hertzog Ernst unterschiede-ne ckipoiiiioncs gemacht; denn an. I6Z4 hat er sein testament ver-fertiget , an. 1672 die regiments-versassung und an. iü74die crläu-tcrung oder ciecwi-Li,0,1 davon ; nach welchen 6iipoimonen crkcineprimvßcmiur, zu folge des ewigen pack, 6, L. 1629, einführen wol-len, sondern verordnet, daß alle seine lande, wo möglich, beständig,oder doch solange, bis selbige entweder vermehret, oder die zahl sei-ner söhne und nachkomme» vermindert seyn würde, daß jeder eineFürstcnmäßigc landes-porrion cum vmo caiiMiLk haben könte, incommuniviic unter regier, und clln'gwung des jedcrzeitigen ältestenin den ordentlichen und geringern ncgoms, mit concmrcnx aber de-rer übrige» s öhne und ihrer llcllciMcmen in ausserordentlichcn undwichtigen dingen, beysammen verbleiben, alle seine söhne einen Hofbey dein ältesten halten, oder von den jüngern einer zaoorthl. her-gcgen der älteste 12000 rthl. zum gewissen 6cpi>rat aus der gemeni-schaffrlichen cammer oder darzu -n-gnirten ämtcrn zur l-p-rsienhoftstatt zu gemessen, die überschießende einkünffte aber, die enlgrosses außwurffcn,gleich theilen solten.Solte aber solches nichtan-gehen und eine crbtheilung unumgänglich fallen, ehe mehrere landedazu kämen, oder die zahl der söhne und 6 c 5 ccn 6 cmen vermMtwürde, so sollen sich deren 2 oder; in cinFürstcnthum mit NcichHund crayß-vom unter gleichmäßiger regicr-und 6irigirung des al-tern in puklicis und andern hohen jurikus, wiewol ohne prLcipuoaiircvcnuen, zusämmen schlagen, und die übrigen jurL und Ulf, csovielohne zcrreissung der Fürstenthümcr möglich,in gleiche Hose thcmn,gewisse wichtige fachen aber M communionc Mb 6ircÄionc des älte-sten unter allen lassen. Wegen dieser väterlichen 6>ssoMioncnve!l-haltung, verglich sich an. 107z den rinn. Hertzog Friedrich ;deMältester söhn, mit seinen brüdern , nahm auch die laiidcs-bulMMvor sich und seine brüder von den gesummten eingesessenen -ano-stänven und unterthanm des Fürstcnthums Gotha den "siin. a>>.167;, Altenburg den y iul. Coburg den 10 ftpt. genieldtcn MS,und an. 1676 wegen drsHennebergischen antheilsden »i iun<