Band 
Zweyter Theil
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zu Meynungen ein, empfieng diebelehnung, und machte fei-net regierung einen vergnüglichen ansang bey gesammter Hof-Hal-tung auf dem schloß Fnedenstein. Als sich aber diese letztere baldhernach wegen der Vermahlung seiner brüder so vergrößerte, daßselbige nicht Mehr prsüicn-lich schiene - so wurde an. 1676 jedemsei,, abgedacht gewisses <l<-pmsc erblich auf gewisse ämter -lüg-nret,darum sie denn ihre residentzen nahmen. Also fienge man an nachhub nach vön der väterlichen Mp-Mion abzugehen, bis endlich dar-aus ein gantz anderer ksrus durch die ?uoÄLrlons.rccesse. cle snniz

167s und 1680 und die folgende darauf gegründete vergleiche,kor-wiret wurde. Denn es vergliche sich Hertzog Friedrich erstlich mitseinen 4 jüngsten brudern, Heinrich, Christian, Ernst und JohannErnst , durch den pmiÄstions-rec-K a. 2. 1679 , und den daraufge-gründeten Haupt-vergleich att. isgo dahin, daß gedachte 4 jüngsteWder an Hertzog Friedrich nicht nur die väterliche wichtigepfaNdschafften,capitalien, zeug-häuserchibliothequen rc. eine po,»o,«em virilem pr«clpusw bey kÜnfftigM luccellioncn iM haust G 0 -

tha, und ein viertel ungefähr von jedes gebührender ieptima an vä-terlichen landen, überliessen, sondern auch mir demselben ein corpussormirteü, und die MMoriUMmnMrLttou der publicorulü in deüübrigen ; vierteln von ihrer gebührenden und zu bekommendenicplimL an landen perpLtu- cammiliione zu führen auftrugen; wo-gegen ihnen Hertzog Friedrich einem jeden seine übrige gebührendeseprimsm an väterlichen landen, sein znkomniendes recht an astenmitbelehnschafften, anwartungcn und andern a-c-etHonen; das jusstlliorLcuz oder davon herrührende prTceöens und Haupt-Uirettorli,hie gewähr des Reichs-Fürstenstands lind ailitten-: wider bedru-ckungen von andern zu leisten und zu geben sich verbunden. Mitden 2 nach ihm ältesten oder gleich-folgeiiden brüdern Albrecht undBernhard hat Friedrich solcher gestalt sich in besondern r-c-Envertragen, daß Hertzog Albrecht nach dem pusAs-Ms-ari. 1679und haupt-recek an.1680 zu seiner lcprims das Fürstenthum Co-burg cum omni juce bekommen; Hertzog Bernhard aber durch diextiM-rioa an. i68c> und den Haupt-vergleich an. tü8l die Fürstli-che Hennebergische Schleusingische lande (so viel Esthnisch ge-wesen) eo-jsm jure erhalten; dasCoburgische Reichs-votum habenHertzog Albrecht und Bernhard zugleich gesnhret; das Henneber-gische Reichs-vocum aber führte Hertzog Friedrich vor sich und imnamen seiner 4 jüngern brüder. Also theilte sich der Lmchstn-Go-thaische stamm damals in 7 neue äste, den lp-cisl-Golhaischen, 2Coburgischen,; Meinungischen, 4 Römhildischen, 5 Eisenbergi-schen,oEißfeldischen odcrHildbürghausischen und 7SaalfeIdischen,wovon aber die Coburgische , Römhildische und Eistnbergische ästeohne weitere Fürstliche sprossen in ihren aNfangern schon wiederausgegangen, und durch ihre ledig gewordene erbschafften den be-kannten lucccMonz-streit im Hause Sachstn-Gotha verursachet;ha ohne dem in demselben nach obiger theilung noch viel strupel,MeecntiLN und zwistigkeiten entstanden. Den lpecisi-Gothaischenäst stifftete Hertzog Friedrich, von welchem ein eigner articul Nach-zulesen. Es trüge ihm sein vater Eenestus ?ius wegen hohen altersden 18 oct. an. 1674 die iandes-regiemng in seinem namen zu ver-walten auf, welche er auch bis an dessen tod etliche monate über ge-fühket. Hernach aber hatte er bey der erfolgten commu,Mn die m-rcÄinn, bis endlich, wie abgedacht, ein anders verglichen worden,und er seine eigene lande nebst der ciireÄorisi-sllmuMrLrion derer

xublicorum, in dem mit seinen 4 jüngsten Herben brüdern cünlti-kllirteN corpore bekommen. Sonsten führte er auch noch als Seniornach absterben Hertzog Johann Georgs von Eisenach den 19 sept.an. 1686 das auf ihn öevolvirte haupt-clircÄorium in der gantzenErnestiuischen linie. Mit seiner ersten gemahlin Magdalena Sy-billa, Hertzogs Augusti, ^Umiliiürrroriz zu Magdeburg tochter,die an. 1681 verstorben, bat er etliche PrintzeßinNen und s Prin-tzen, mit der lektern Christum aber, einer Marggräfin von Baden-

Durlach undMarggrasAlbrechts vonAnspach wittwe,die an. 170;

gestorben, keine erzeuget. Hertzog Friedrich der jüngere waran. 1676 den 28 iul. gebohren, stunde also nach des vaters tod un-ter vormundschafft Hertzog Bernhards und Hertzog Heinrichs,seines vaters brüder, erhielte aber an. 169z von demKayser ver»-sm srsriz. da er die regierung selbst angetretteN; sein brüder Jo-hann Wilhelm suchte seine formn in Schwedischen , hernach Kay-serlichen kriegs-diensten, worinett er zwar viel rühm und die cN^seines Kayseruchen General-Feld-Marschall-Lieutenattts, und beydem König in Engellanv auch den General-Staaten der vereinig-ten Niederlande die stelle eines General-Lieutenants erwarb, aberdurch einen schliß den tod aufdem berg s. Catharinä in der belage-rung Toulon an. 1707 den i; aug. fand. An. 1696 den 7 mn. ver-mählte sich Hertzog Friedrich mit Magdalena Augusta , Fürst CarlWilhelms von Anhalt-Zerbst, und Sybillä von Sachsen-Halle ei-niger Printzeßin, mit welcher er unterschiedliche Printzen undPrintzeßinnen gezeugt,unter weichender Erb-Printzauch Friedrichheissesund den i4apr. an. 1699 gebohren ist. Der jetzt-regiercndeHertzog zu Gotha besitzet die beyden schönen Fürstenthumer Go-tha und Altenburg meistentheils, nemlich 1 stadt und amt Gotha .

2 Amt Tenneberg und städtlein Waltershausen . ; Kloster-amtReinhartsbrunn. 4 Kloster-amt Georgenthal . ; Amt Schwartz-wüld oder Zella s Blasn. 6 Kloster-amt Jchklershausen und amtWachsenburg . 7 Kloster-amt Volckerode. 8 Amt uns schloßFriedrichswerth . 9 Amt, städtlein und Herrschafft Tonna. 10Stadt und Herrschafft Altenburg. 11 AMt Leuchtenburg und stadtKala. la Stadt und amt Orlamünde ; wozu nuttMehro auch die-jenigen ämter, so aus den Coburg-Römhild -und Eisettberglschenanfallen an Hertzog Friedrichen gekommen, welche Hertzog Chri-stian zu Sachsen-Eiftnberg, der ohne kinder gestorben, Hinterlassen,und zum Fürstenthum Altenbuch gehören; als 1; stadt und amt

r e stadt und ämt Rönne»

EMWW-

von Lurops p. ,041 kch) ^

Gochani / ist ein dörffin Ruscliff-WaveNtake. in d-pgegend der Grafschafft Nottingham. Es ist weM«Mart steme, so daselbst befindlich, berühmt, die zw^ stdr rauk a- R-hen, aber vvrtrestich schone ädern in sich haben, und den märmowsternanschonhertweitübertreffen. ^ wie--/-

ft) klüI als eilt itiaiirt von Osthatn ; ist ein jprüchwort -worum man in Engelland einen narren zu beschreiben pfleg? "

. Gothen / croTw. waren ein Mächtiges volckffo zu allen zeitekgar berühmt gewestn. Von ihrem Ursprung und ersten sitz sindmancherley gedancken § indem Cluverius selbige in dem a MTeutschland und dem heutigen Preussen und Cassuben suchen will,undsollen sie langst der Weichsel drs an dessen einlauff in das Bal-thische meergewöhnet haben. Andere sagen- daß es die Q«« ausAsien gewesen,welche, Um ein besonderes land zu suchen, aus ihremVaterland gegangen, sich in Bosnien, Thrakien und Bulgarien nie-dergelassen - und von dar bis in Skandinavien ausgebreitet häbemEs M aber sicherer Jornandi zu glauben, welcher selbige ausSchweden führet, weil Noch in selbigem Reiche die Provintz Esth-land gelegem Ihren namen will Petrejus von einem ihrer Regen-ten , namens Guthi, herfuhrem Weil aber ihre menge dergestaltanwuchs, daß sie in dem lande nicht sattsameii unterhalt finden ton-ten - schickten sie, damaliger gewdhnheit nach, rinezimliche Partheyvon sich - um sich anderwärts niederzulassen. Da sie sich dann an-fänglich in West-Gvthland, auf der insul Börnholm, und in derinsul Gothland, ferner in Esthland, auch in dem Europäischen Scythien/sworinnen diegrosseWsllacheyHm Mö sie»,Siebenbür-gen , und endlich in Teutschland ausgebreitet. Einige jähre vorChristi gebnrt haben sie eine neue «iZrsuwi angestellet, und sich MPommern und Preussen, theils auch M Sachsen niedergelassen, zuwelcher zeit sie in die Ost-und Wesi-Gothen eingetheilt gewesen,und zwar nach ihren ersten sitzen, die sie in Schweden gehabt, wel-cher unterschied aber Nachmals beständig geblieben. Unter demKayser Decioum dasjahrazo begunten sie von Thracien her Mdas Römische gebiet einzufallen,und wiewol sich Decius ihnen ent-gegen setzte, kam er doch in selbigem krieg um. Unter dem KayseöGalieno brachen die Gothen in Thracien, Griechenland und Sie-benbürgen ein» Unter dem Kayser Claudia aber erlitten sie einegrosse Niederlage bey Martianopel in Mösien , worinnen Lereü; 20000 mann sollen geblieben seyn, daher» auch der Kayser decknamen QorUicuz erhalten. Die wenige, so noch in Jllyrico übrigwaren, thaten den Christen unter Constantino N. grossen w»c an.Unter des Kaysers Äalentis regierung wurden sie zwar Christen,nahmen aber den Arriattischen irithum an, welcher Kayser sie auchinThracien wohnen ließ.Allein sie wüste» ihm schlechten danck dafürweil sie ihn mit krieg überzogen, da er denn in z schlachten wider sieglücklich war,in der 4ten aber unterliegen muste, und als er sich ittein hauß rctiriret hatte, steckten sie selbiges an, und verbrannten ihndarinnen. Der Kayser Theodosius K. trieb die Gothen anfäng-lich aus Thracien,nachmals gab sich Athanarikus, der Gothen Kö-nig,unter dessen schütz,»nd als selbiger verstorben, untecwurffen siesich sämtlich unter dessen regierung. Als aber nach Theodosii tobedas Römische Reich zertheilet wurde, stetigen sie an in den Römi»scheu Provintzen gar übel zu Hausen,da denn RüffMus, des KaysersArcadii Vormund, aus verrätherischem abseyen, Alaricum, devWest-Gothen König,in Griechenland rieff, welche nicht allein selbi-ges land nebst Ungarn, sondern auch an. 41) die stadt Rom selbsteroberten. Nachdem die West-Gothen durch die Wandalen ausItalien vertrieben waren, brachte Theodoricus, der Ost-GothenKönig, als er zuvor Odoacrunyder Hcruler Hertzog, au. 49; über-wunden, Italien unter sich; von welcher zeit an die Gothen VoltItalien metster geblieben sind, und ob gleich Rvm ihnen abgenom-men war, eroberte es doch Tottlas an. ;46 und ;4S wieder. Alleinder Kayser Justinianus machte durch seine Generale, BclisariuMund Narsetem, als er Lotilam und Teiam überwunden, der Gv-then Reich in Italien ein ende. Die West-GotbeN aber erhieltestvon dem Kayser Honoriv Spanien, woselbst sie unter ihrem KomgAistulpho ihr Reich anrichteten, welches allch bis aufRodericuMan. 71; gewähret,da die Saracenen sich des Königreichs Spamestbemeistert. Auch richtete Aistulphus das KönigreichdevWest-Gothen in Aquitanten an, welches noch ietzo das Gothische Marg«grafthum Misset. Sie hatten ihre besondere gesche , ^aewohnheiten, und rühren von ihnen meistentherls die lehUschafftest

y-x Qc>rk. Lorkics.

lo/?'. iM. 8uüc. «le Ivla-ck. üorli.

illullc, res Zucco-Ouw. oriß. Liwbr. öc Oorlio-

rum. smi.ciuvsriusi LtlLMics» ?e^r»F^rot-j tior-e

sll LocblLUm lls vics ^tticoLlorici. ^ M L

Gütbenbura / lat. ootkol-urZum, eitie berühmte handels-stadkUnd kestuna an dem Linu Locisno, mit einem schönen Hasen. Slälwt in West-Gothland, 2 oder j meilen von Bahus. Allhler starSan! i6ä°CarMs Gustavus, König itt Schweden .

^ GötbMvürq / eine Nörd-Ämericanische stadt in Neu-Schwe--den, welche von den Schweden erbauet worden» Anfangs bewach-tigten sich die Holländer derselben, nachgchends aber die Engel-länder. S'c. . ».

f-OHIIHll - ein altes volck in Teutschland / welches sich gegMdemWüßiu, und gegen dienstliche feite derMarcomanmr