542 got
aufhielte. Einige wollen zwar, es sey eine Gothische n-üo» gewe-sen ; allein es ist wahrscheinlicher / daß es einige reliquien der Bojenseyn, als sie aus Böhmen vertrieben worden. Heut zu tage gehörtihre landschafft theils zu Schlesien , theils zu Mähren. cle
«NOI-. Oecm. comrocnr. 8itell c. > §. 16. 8cktcs.
ckron. z,.
Gothland / lat. Qoriits, oder das land der Gothen , ist eineProvintz von Schweden , welche zwischen dem eigentlich so genann-ten Schweden / Norwegen und dem Bclth ligt, und in West-Ost-und Süd-GothlanV unterschieden wird. Die Provintzen von Wcst-Gothland sind: Westro-Gothland, Dalia und Wer'meland; vonOst-Gothland, Ostro-Gothland, Smaland/ Oeland und die insulGvlhland; von Süd-Gothland / Schonen / Halland und Blekin-gen. Diese ; letztern verpfändete König Christophorus II in Dä-nemarck dcm Hcrtzoge in Hollstein, welcher sie an. ig zo dem Kö-nig in Schweden vor soooo marck silbers verkanffte. An. izginahm sie der König in Dänemarck wieder ein, an. iü;8 aber mu-sten die Dänen nn Rothschildischcn frieden selbige den Schweden wieder überlasten, 8ucci-e. iovenr. 8uec. ^ci/cx.
llcllr. 8ucc.
Gothland/ lat. oorkisn^ia, eine Schwedische insul aufdervst-see, welche von norden gegen süven zu 12 mcilen in der länge/und von ostcn gegen westen zu 5 mcilen in der breite auscrägt / undzu Ost-Gothland gehöret. An. izüi ward diese insul von den Dä-nen eingenommen. Nach diesem maßte sich Albertus König inSchweden derselben wieder an / und versetzte sie den Crentzherrenin Preussen vor 20000 Englische noblen; nachdem aber der Königgefangen war / kamen die Ritter übel zu recht. Denn erstlich warddiese insul von einer art see-räuber / die sich Vitalianeinienntcn /eingenommen. Hernach inaßte sich Erieus X König in Schweden und Dänemarck der insul an / und legte auf Schweden eine scha-tzung v damit den Crcutzhcrrcn an. 1408 das cavital tonte abgetra-gen werden; sie niusten aber nur mit ioooo,,oblen vorlicb nehmen.Von selbiger zeit an ist Gothland nicht zu Schweden / sondern nachgedachten Königs Erici X / der sich ic> jähr hier aufgehalten / ab-»ugc nach Pommern an. -449 zu Dänemarck geschlagen / und al-lererst a». 164; im frieden zu Brcmstbroe den Schweden rcllirmretworden. Es ligt daraufdic eintzige stadt Wißby / stehe wißby.
invcnr. 8ucciL.
Gothofredus / (Dionysius) ein berühmter Rcchtsgclchrter,war zu Paris den i7vct. an. 1549 aus einer vornehmen fainilicgebohrcn / und studirle zu Lövcn / Cöll» und Heydclberg. Nach derPariser blut-hochzcit gclraucle er sich nicht länger in Franckreich zubleiben / und cntivich dannenhcro nach Genff. Als sie ihn daselbstzum ?rofcllcire jurir machten / nahm er an. 1579 zu Orleans denxr-ilum voctoris an. An. 1599 wurde er von dem Könige in Franck-rcich dreyen am gcbürge Jura gelegenen ämtcrn vorgesetzet / undzum außerordentlichen Parlaments-Rath gemacht. Aber auch hierwurde er von den Savoyern vertrieben / welche ihn »m alle seinehaabe und schöne bibliothec brachten. Weswegen er sich / mehrererstcherhcit wegen / in Teutschland begab / und erstlich von Genff aufBasel gieng. Von bannen wurde er / auf cinrathcn l>. PhiüppiGlasen, ziir proll-lllonc p-incic^cum »ach Straßburg bcruffcn /welche er an. 1591 antrat. An. iüoo bcrufftc ihn ,Hidcricus IV /Churfürst in der Pfaltz naci) Heydclberg. Nach anderthalb jährenkam er wieder nach Slraßburg / doch wurde er an. 1605 andersfinnes / und gicng wieder nach Heydelbcrg. An. isoz bekam cremevocarion nach Bvurges an die entledigte stelle Iac.Cujacii/an. I üc-9nach Amou / und an. rsio nach Valence / da so gar König Henri-cus IV selbst um seine cl,miit>v>> anhielt. Es begehrten ihn auch dieStaaten von Wcst-Frießland an. 1603 durch einen eigenen Abge-sandten; er schlug aber alle diese vocacioner ab/ob ihm gleich >000biß zu 1200 cronen zur jährlichen bestallung versprochen wurden.Endlich / da auch in Teutschland die unrnhe reckt angicng / undzwar mit gäntzlicher Verheerung der Pfaltz / begab er sich an. 1621wiederum nach Slraßburg / allwo er sich bey Matthia Berneggcroaufhielt / und an. 1622 starb. Er war in feinem alter noch von >ol-chcm gedächtnisse / daß er die vornehmsten stellen aus allerhand -n>-,or,Ku5 zu sage» ivuste. Er hatte zwey söhne / Theodornm / so .Kö-niglicher ttiltoi-icur wurde/ und JacodliM/cinen berühmten Rcchls-gelcbrlen. Er hat sich durch seine jnristitch-und philosophischenschrifftcn sehr berühmt gemacht / unter welchen sich befinden: cor-
z>i >5 juriz civüiz ciilr, nuriz; consuckuclincz civiraium öc z-rovinci/irumLrlli«!; ni-Lxik civilir cx iguir öc ccccncioiikur suskoribuz; llc kucelii«IcKocLlikur rellamcurscii», notir in V4. 7°. Liccroncm; llsrukL rcgni6ZIÜL, jnxr/l I r-ncornm , kurz;unclionum, Oorliorum öc ^ngtocum«xcntium (8crm»nicLrlim in es üoniinsnlium, coiiluerullin«, cumjurccominuni coll-itL ä: commcMLriir iltullr/lkL. v>i>)Lc> <l<zc. r.
in ih-zrrci.
Gothofredus / (Jacobus) ein berühmter Rechts, gelehrter/war Dionvstl söhn/ "an. 1587 Zu Paris gebohrcn. Er bezeugtegleich anfangs sonderbare Inst zu den >iu,nrniu 0 bu;.Hicralifwiirdeer Prof-N'or zu Genff / und nachmals Nalhsherr daselbst.Nachdem Petrus Cunäus an. - 6 ;/ zu Lcydcn verstorben war/wurde er zwar an dessen stelle bernffen / folgte aber nicht. Er starbendlich an. 1652/ und hat vieles geschrieben/ als: »orsr in ?hi.
lollocgium; <Zc inipcrio mri'i; Lcl lcgein Iikc>lZi 2 n>; Ilillorirm jurir;konter czurtuoc jurir civilir llc llse» pLKLnoruni; cle NonrillcLku m»-ximo ; üc pr/rccctenci/c; cle velzncliz rnulicribu;; Ultd tilieN herrlichenrommenr/iriun, ühxp hcN ! ncliccm l'liencloliznuni, welche» Anl0-
riiris Marvillius/ ein Jurist von Valence / erst nach Gotho-
sredi tvd ccllpet hat. t'tÄ/e clisrium irioxrL^liic. scl LN. i6;rin notir. Luetur. jurigi-sr. ljzccirn. r, n. L 6c T'rtt/cx. css.
?> 45 - 4 <^>
gor
Gochvicus/ (Gottfried) Köniq in Däncmrck/ Mei»sohn Gormoms l/ und kam an. 76; zu der regieruna. Er sE.Mit Carolo V. blutige krieg/ als dieser die Sachsen zu der MsUchcn rcltgion zwingen woltc/ und soll denselben auf«»«herausgefordert.haben/, welches aber nicht vor sich aeo»namNachgehends bugckc er ln dem kriege mit Schweden eln , ,i^ward an. 8-o von seinen eignen trabanten umgebracht. HsM i.nennet thu auch Siegfried / da hingegen andere melden/ das d sselbe Gothric, bruder gewesen / und vor ihm nur ein jähr realemhabe. Eva oder Gcva/ eine gemahlinWiltekindiU. soll seinschwester oder rochier gewesen seyn. ^
O/r/rL/r/r kill. Uzn. ?. Z. '
. Gotis/ (HcnrieusAntoniusllc)vonVicen;a/ warm dasfahr iz i; ein berühmter Rechts-gelcyrtcr zu Venedig.DieKüdearn dieser stadt sollen ihm ducaken gegeben haben/ m »ueein witzig mal sie vor gcrichl zu rechtfertigen. Er hat verMedMrechts-tractate und eine Historie von Vicenza geschrieben.
I. 6kill. Vicrnr. 7in ,nuls:ol>ill. ücc.
Gottesberg/ ein ort und bcrg im Schlesischen Herkvachnm
NKZM»
Gottesgabe / eine kleine berg-stadr in dem Meißnischen crs.geburge / hart an den Böhmischen grantzen/ i meilvon Koa.chiins-thal/gelegen. ^
Gotteschal/sonsten gemeiniglich Geiffenstein / ein Wer»"cnscrssloster nt Nteder-Oesterrcich / unweit der stadt Jpß/ n-chches Eberhard von Wald,ce an. i;4<- gestifftet.
Gottes-Zell/ ein Cistereicnser-Nonnen-klostcr in demMrhum Ncqcnspurg/ und jenem theil von unter-Bayern / o ins.gemein Wald gcncnnet wird/ 4 stund von Deggendorffan derDonau gelegen. Es hat zum ersten stifftcr Heinrich von Pföllinagehabt / welcher an. 1285 seine» Mayerhof Droslach samt dermuhle / mchcrcy und waldcrn zum unterhalt zweyer Geistlichenvergäbet hat; Hernach an. 1237 hat sein schwager Heinrich A.schoffvon Rcgenspurg diese stiffiung mit ubcrlassüng der zehendenvon etlichen Pfarrcycn vermehrt. Es wäre anfangs nur eiurrim»dem closter Alder>pach anhängig / es ist aber an. i zro zu einerAbtei) erhöhet worden/ und hat zu dem ersten Abt BeclhvldiU
gehabt. ckcono-ropozc. Qcmgr. Lill. 8. L-rnk. x. SS. *
Gottfartb / siehe Göttfarth.
Gottfried von Bouillon / der ChristllcheHercuIes genannt/ein lohn Tustachir 11 / Grasen von Boulogne m der Pieardie unddcr.eda/ die eineschwcstcr war Godofredi oikboü, HertzogsvonNiever-Lothringen oder Drabant / welchem unser Gottfried/ vonBouillon in dem Lurcnburgischen zugenant/ nach dessen wdmitdes Kayiers Hcnriei IV genehnihallung n,ccc>z,rle. Nachdem ersemc tapffcrkcit untcrdcm gedachten Kayscr / welchem er mit son-derbarem gluck in Deutschland und Italien diente / durch vieler-lei) proben sehen lassen / wurde er zum General über eine armee er-wählet / wornilt die Chrisren an. 1096 in dem ersten creuk-zug/das gelobte land wiederum einnehmen wollen. Er vcrkausslc deß-wegen >em schloß Bouillon dem BischoffOtderto von süttich/ undwandte solches gcld auf den vorhabenden krieg. AIs die Griechensich dem marich seiner armee widersetzten/ zwang er den KavserAlcrium Comncnum mit gemalt / ihm eilten freyen paß zu verstat-te»/ und scmerarmec Proviant zu liefern/ dagegen er versprach/ihm die eroberte plake zu lassen. An. 1097 schlug crSolymamnim/den Tlirckischcn Sultan / eroberte Nicäam nach einer monatli-chen bclagcrnng/ und daranfAntiochiam/ und brachte timerhalb4 sichren Lycaoniam / Ciliciam / Syriam und MesopolamiamComagenam unter sich / welches den Saracenen ein solch schreckeneinjagte/ daß dcr Caliph von Egypten durch seine Abgesandtenum frieden bitten mnste. An. 1099 den 15 jnl. eroberte er Jerusa-lem / und wurde 8 tag hernach mit allgemeiner gcnehmhallungder Kriegs-Obersten seiner armee zumKönig vomJüdenland er-wehret/ wolle sich aber keine goldene cron auffsctzen / noch einen..Heiiland s»
«>u» vucu- I..>c 1/ccccil vLj-ccuciunc» ucmcc jim»cy kttllilllvor-dcn/ und fast bis aufaoooo mann zerschinoltzen war/ wolle derAegyptischc Sultan sein heyl versuchen/und schickte dahero ivoooarcnter nebst einer gleichmäßigen anzahl infanlerie wider ihn zu seid/welche aber allesamt geschlagen / und mehr als 100000 mann auffeindlicher feite erleget wurden/ so/ daß durch diesen sieg Gott-fried von Bouillon das gelobte land biß auf 2 oder; platze ruhiginnen hatte. Allein er besaß seine conquecc» eine sehr kurtze zcit/m-massen er an. 1100 dieses zeitliche gesegnet / woraufihm icin vru-der Balduinlis tucc-ci zic. Sein anderer bruder setzte die lum derGrafen von Boulogne fort. siehe Creutzfahrten.
lib. I üc 2 lle bello lllcro. 6e//^ I-cr
Grafen von Anjou/ Bretagne und andere:
Gottfried 1 / Graf von Anjou und 5 encckA von Frauckreich/war Fulconis ll/ des nuten / söhn. Es wurde ihm der zunanitGrifegonellc bcyqclcgt/wcil cr/als er sich einsten Mit cniem ricstu»n einen kampff einließ / über seinen waffcn einen grauen rock trug/welchen man damals Sonett- ncnncrc. Er that zu des Koiugs ko-tharii Zeiten dem staat von Franckt eich grosse dicustc/ wmiiienhtt»er auch vor sich und seine erben zum 8 cnecKK von Iranckreickmacht wurde. Er starb den 21 jul. mr- 987 vor dem schloß zu M«r-