Band 
Zweyter Theil
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che gnade, daß er nicht allein alles von dem Parlament qar gnädigaufnahm, sondern chn auch ernennete, daß er mit den Devutirtcndes Königs von Spanren wegen der gräntzen, lande und lehen desHertzogthums Burgund, der Grafschafft Auronne und der kranckcLomi-, tracttren solle. Der tractat wurde nicht allein gut geschlos-sen, sondern auch im april an. 1612 durch König Lüdwm XIIIisciüciret. Nach Nlcokal Brulard tod wurde er den 21 ian an1627 zum obristen rrLlläcnien des Parlaments von Burgund ver-ordnet. Er starb im jun. an. 16; 1, und ward in der Franciscaner-kirche zu Dljon begraben, allwo man fein grabmaal von weissemMarmor stehet. ^Lroc biti.6u?sr!em. 6e LoucZogne. 6s

Goux/ (Petrus >e) Ritter,Herr 6-1- Berchere,Boncour,Vos-ne,rc, -u-rqms von Jnteville, Graf von Rochcpot, Baron von Toisiund Cipiere, obnster ki3.66ent in dem Parlament von Burgund und nachmals in dem von Dauphine, des obigen Johann Bapti-stä >e Gour söhn. Er wurde anfänglich ein mitglied des grossenRaths,und luccestirte nachmals leinen: Vater. Kömg Ludwig XIII gebot ihm zwar an. 16;? sich nach Saumur zu retiriren; alleinweil die Provmtz Burgund sich seiner gar ernstlich annahm, wurdeer an. 1644 völlig restmmret; wie denn das aipwma seiner rekiru-lio», so den 1 jul. ä-r>ret, vor ihn gar tllvomb-l ist. Ludwig XIV schrieb auch seinethalben an den 6ouvcrn-ur und an das Parla-ment von Burgund gar gnädig. Wenige zeit darauf wurde erzum obristen?rL66cmen des Parlaments in Dauphine ernennet.Er erhielte selbige Provintz in gutem ruhestand, ob gleich alle übri-ge Provintzen voller unruhe waren. Er starb den 29 nov. an.iS;;zu Grenoble , allwo er auch begraben ligt. Dionysius ie Goux 6-Berchere, sein bruder /erhielt seine stelle den 16 ock. selbigen jahrs.

still, 6u ksrlem. 6e Louigognc. 6s L, 6s

Gower / (Lords) in Engelland. Diese familie der Gowers istseit viel ic-° jähren eine von den ansehnlichste» in Yorckshire gewe-sen , allwo sie ihren Haupt-sitz zu Slittenham gehabt. Als in dem11 l-cuio Wilhelmus I den Englischen thron bestieg, war der Rit-ter Allen Gower von Slittenham, Sherif von Yorkshire . Vondessen nachkommen sind die meisten des Ritterstandes gewürdigtworden. Unter andern aber ist in gerader linie von ihm abgestam-met der Ritter Thomas Gower, welchen der König Jacobus Iden 2 jun. an. 1620 zum Baronet von Engelland machte. Dessensöhn, Thomas Gower, war an. 1642 und an. 164; Ober-Sherifvon der Grafschafft Bork, auch bey den innerlichen kriegen, nebst 6brüdcrn , vor den Konig Carolum I in den Waffen. Er heyrarheteerstlich die älteste schwester des Ritters Richard Levcson von Tren-tham, und nach deren rode Elisabetham, eine tochter des RittersWilhelm Howard , dessen älter-vater, Thomas Howard , Hertzogvon Norfolk gewesen. Von der letzter» hatte er kein kind, von dererstem aber 2 söhne. Der ältestevön denselben verlohr sein leben indem lager bey Dundalk in Inland, und der eintzige söhn, welchener hinterlassen, starb bald nach ihm. Der jüngste söhn, Wilhelm,lucceöirte solchergestalt seinem Vater, und zugleich seiner Mutterbruder, welcher ihn an kindes-statt aufgenommen hatte; weswe-gen er sich auch Wilhelm:»:: Levefon Gower zu nennen pflegte.Er vermählte sich niit Johanna, der ältesten tochter JohannisGraiwille, Grafen von Bath,und hinterließ von ihr 1) Johannem,von dem alsbald; 2) Catharinam, verheyrathet an den Baronet,Eduardum Mndham; :)Johanna»:, verheyrathet an Henri-cum, Lord Hyde, einen söhn und erben Laurentii, Grafen von Rö-thester. Der söhn Johannes ward den 16 mertz an. 170; zum:^>rvon Engelland gemacht, und zwar mit dem titul eines Lords Go-wer, Barons von Stittenham. Hiernächst nahm ihn auch die Ko-nigin Anna in die zahl ihrer geheimden Räthe auf, und erklärte ihnzum Cantzler des Hertzogthums Lancaster. Er starsszu ausgangdes aug. an. 1709, und hinterließ von Catharina, der ältesten loch-te:' Johann Mannors, nachmals Hertzogs von Rutland , folgendekinder: 1) Johannem, seinen tucc-Nor in der wurde eines LordsGower; 2) Wilhelmum; ;)Thomam; 4) Baptistam; ;) Ca-tharinam und 6) Johannam. s/L^»6 u, p. 44.

Goyland/ :st der name von einem strich landes in Holland , ander Süder-see,wo die stadt Naerden ligt. >

Gozo/ eine insul auf dem Mittelländischen meer, gantz nahebey der insul Malta , von dessen nördlichen theil sie durch die kleineinsul Cumina abgesondert wird. Sie hat in ihrem »mkreiß unge-fähr zoooo, in der länge 12000 und in der breite 6000 schritte. Sieist fast rund umher mit hohen felsen umgeben, und auch inwendigsind fast allenthalben gebürge. Indessen gibt es sehr viel gegendendaselbst, welche überaus fruchtbar und wohl gebauet sind. Abson-derlich hat sie solche örter, welche sich zu der gartnerey und zu aller-ley obst-bäumen treflich wohl schicken. Hier und da findet manschöne brunn-quellen, und die lufft wird durchgehends vor sehr ge-sund gehalten. An den nord westlichen kusten ligt em schloß, wel-ches den namen Gozo führt, und an den nord-ostlichen ist ein an-ders,Scilendo genannt. Innerhalb der insul ligen 2 kleine orter,namens >3 Douere und Mugiaro. Der Kayser Carolus V hatdiese insul, zugleich mit Malta,den Rhodiser-Rittern, als ein lehenvon dem Königreich Spanien geschenckt, von welcher zeit an sie be-ständig bey dem gedachten orden geblieben. m-sire 6»

rvon6e p. 4 p. 279.

Gozon / (Deodatus) der 27 Groß-meister der JohanniterRitter zu Rbodes, wurde an. i;4<> zu solcher wurde erhaben, da erzuvor Groß-Lommsncjeur der spräche von Provence gewesen. Nachdes Elion 6- Villenenve tode wurde er nebst andern ersehen, einenandern Groß-meister zu erwählen, da er denn rhm sechsten das vo-

2 flugel, d e oben schwartz lind unten gelb Mit gründlicher W

ausgesehen, darneben einen schwank,der sich am leibe mverscyiedenen malen umwickelt, sonsten sey es überall mitickuvnsttgantz bedeckt gewesen. Solch ungeheuer ließ sich öffrers in Rdvdisan ernein orte, Maupas genannt, sehen, und vergifftete die lufft inder nahe bey seiner hole gelegenen landschaffc. Wann er aiena, ,0pflegte er die flugel zu schwencken, feuer aus befugen zEiessen,und ein erschrecklich gezische zu machen.. Nachdem sich nun Gvzonvorgenommen, ihn aus dem wege zu räumen, ließ er in Provence zubereiten,der dem lebendigen ähnlich sahe,gewöhntefern pferd,daß es davor nicht scheu ward,und 2 grosse Hunde, daß sieselbtge '"--wne anfielen. Hieraufkehrte er nach Rhodischarnischtesich vom kopss b:s auf die fusse, und machte sieh in degleitung eini»ger von seinen bedienten zu der hole, ließ nicht weit davon seine die.ner stille halten,mit gegebenem befehlsthm,wo es die noth erfordernwurde, zu hülste zu kommen. So bald der brache feiner ansichtigwurde, ließ er sich m seiner gewöhnlichen grausamen gestalt sehen,da denn Gvzon mit seiner lantze wider dessen brüst rannte, dst aberzerbrach,ohne daß dem ungeheuer der geringste schade widerfahren;allein die Hunde, wie sie abgerichtet wareu, packten den brachen un-ten an dem bauche an, und gaben dadurch dem Gvzon zeit von demPferde zu springen,welcher dem brachen den degen durch die qurqclstieß, daß er darvon zur erde fiel, aber den Gvzon zugleich im fallenunter sich warfst Seine diener, als sie sahen, daß der brache todtwar, zogen ihren Herrn hervor, und brachten ihn wieder zu sichselbst. Gvzon setzte sich hierauf zu Pferd,und kehrte als ein sieoenderwider nach Rhodis, allwo er vor dem Groß-meister Villeneuve dengantzen verlanfferzehlte. Der Groß-meister, ob er sich gleich hier-über sehr erfreuete, und des Gozons coumZc lobte, tonte doch nichtanders, als weil er wider befehl gehandelt, sein mißfallen zu bezeu-gen, ihn nach derstrenge ihrerdisciplin abzustraffen, ins gefängnißzu setzen und seines ordens-habits zu berauben. Allein weil diesesnur zum schein geschahe, bekam er nach wenig tagen seinen Habitund fteyheit wieder, wurde auch in sein altes recht und commen-thnrey von neuen eingesetzt. Nachdem er 7 jähr als Groß-meisterglücklich regieret, starherimsept.au. , und wurde aufseingrabmaal gesetzet: 6r3c»r»8 -xnnLur Diese Historie oder fabel,findet man noch in alten tapezereyen des ordens, und der RitterForan schreibet, daß in des Gozons familie der älteste allezeit einenstein behalte, welcher aus des brachen Haupte gekommen, so in dergrosse einer olive und von verschiedenen färben seyn, auch eine be-sondere kraffr wider allerhand gisst haben soll. Er führet dabey an,daß dieser stein den Uguarcm, worein er gethan wird, aufsieden ma-che, und daß solcher der stein des Hoch-meisters gmeunt werde.

Ls/r«s bild. äci'orclre äs 5 . )can 6c)erulll!em.

(Nraatanlettere / oder Grettaaleen / ist ein flecken in Engel-land , auf Latein Lr3ic>c3 genannt. Er ist von einen: Lunciko be-rühmt,so daselbst an. 928 von dem Könige Athelstan gehalten wor-den. A: cvilcÄ. Loncii. L^s/«. conc. LritLno. c. i j-, z-6.

L-we Kill,, iiccer.

Grabe / (Johann Ernst) war zu Königsberg in Preussen denic» jul. 16Ü6 gebohren, woselbst er auch nachg/hmds studirt undKleister worden. Er war von fugend aufbemühct, die gründe derreligion zu untersuchen, ward aber durch die erempel verschiedenerKönigsberger.gelehrten den Römischen lehren geneigt, und da erin dieser adsichr die laß, meynte er vieles darin:: zu finden,sonderlich was die äusserliche ceremonien und kirchen-verfassungmantrifft, aufweiche er sehr starck sahe, das mit der Protestantischen religion nicht überein käme; weßwegen er eine schufst verfertigte,die er dem Samländifchcn ccmllüurin „bergab,darin,: er dcnEvan-aelischen die Ursache der trenmmg aufzubürden suchte, und sie mitden Simoniauer», Novatianern und andern alten ketzern verglich,auch darauf nach Wien gieng, um zu der Rvm. religwn zu trctten;als aber seine schufst an. 169? von v. Spenern, 0 Bernardt vonSanden und v. Jvh. Wilh. Bmern aufbefehldes Churfürsten vonBrandenburg wiederlegt wurde, gerieth er auf andere gcdancken,und aiena durch Schlesien nach Sachsen , und von dar nach En-aelland, da er sich zur Englischen kirche bekennte, als welche er ebenwegen ihrem kirchen-reqrmenl und ceremonien der aittli Chrlstll-chen kirchen unter allen protestierenden am meisten ähnlich zu seynfände; daselbst hat er viel iahr lang ohne dienst gelebt,und sichdurchallerhand gelehrte schrifsten hervorgethan, aber dabey eine lahrlichepentiun von 100 pf. sterling von der Kbmgin Anna genossn. Ermar klein von statur , melancholischen temperaments , und dabeysehr ach tsam bessß auctz m-e gross gelchrfamkut und belesti,he,in den 7 -°'.du-, und starb zu Londen den ; (:;) nov, 17". Scuw

schrifften sind: SpicileZmm P 3 rruw öc iiLr-ricorum prim.. Lcun6< ü-crM 3 cllMo „ 5 ° lLli; -poioß.r pr.m- cum

- Ircn^-i libri sclvcrsus i'-crclcs cum nokis; 6ec>rg„ LuIIi vperscum nun/; Lsröii v3ubur 6ekc-,sio c-llimonu ssoisgk, 6- Lkriko. cumm7l3-l<,u-; cpillol3 36 )°b. 6c -°6.ce Llex-uänno 7o,mcr.

p -mm; öilKn-m-' 6c v-rii- vi°ü- 7 °

n 5^-vum i-l3N5 L r-m-äii- 3 b -sso,n ttcx-pl-r, -6.nonc 36k.btt,-. 6c.nuc kuius -6i-iuni-r-Iiguii^ °3m EllL.quam pr«I-> excull-; lkp->u'F>n..w 7 c ° c c- c v-mMI-mo cn6ice /1!-X3n6nno. davvN der andere UllV

Ik-il ccll nach seinem tode heraus kommen; än eN>7 upon

; ausführlicher bericht

von neuen büchern.