Band 
Zweyter Theil
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!et würde. Allein, er erwählte lieber im gefängniß zu sterben/ wel-ches auch geschahe / nachdem er 5 jähr gefangen gesessen.

still. AencsI. ste Zgvoxe. ßenesl. tsw. Qsll. p. irl.

M-Ler/r/ IM. r. r. v«»re/ t. r kub Lsroio V.

<Nrain/(Baptista l-)ein Frantzos,gebohren um das jähr 156;/war Rath und Requeten-merstcr bey der Königin Maria st- Me-dices,und den Hugonotken nicht zuwider. Er hat verschiedene wer-cke geschrieben / als eine istü- st- ki-nr^ ie 6rsnst und eine st- l.ou>sxiii, in welchen viel merckwürdige dinge enthalten. §0^/ bibiiork.

krznx,

Graindorge/ (Andreas) aus der stadt Caen gebürtig/war dererste/welcher leinen-zeug mit allerhand siguren zu würcken erfände/es aber nicht in solchen stand setzte / wie wir es heute zu tag haben/indem er anfänglich nichts hinein brachte/als muten und dlumen;allein sein söhn Richard / welcher 82 iahr alt wurde/ perkeüionirtees vollends/indem er erfand/ wie man allerhand arten von thieren/auch andere sehr schöne fiquren darein würcken könte. Er machteauch allerhand tafel-lücher von solcher galtung / und steilere anverschiedenen orten in Franckreich dergleichen manufacturen amso wohl als Michael dieses Richards söhn; so daß man dieses ge-werd/ von deme sich nun so viel tausend Personen in-und ausserhalbFranckreich ernähren / diesen z Graindorgcs vornemlich zu ver-dancken hat. L/-F. nv. »

Graitz/ Grätz/eine stadt in dem Voigtlande,zwischen Planenund Germ an der Elster gelegen, gehört den Grafen Reuß / welchezwey refdentz-schlösser / nemlich das obere auf einem hohen seifen/und das untere in der stadt daselbst haben / deren jedes von einemabsonderlichen Grafen bewohnt wird.

Gramaye / (Jo. Baptist«) Päbstlicher ?rocon»rsriu5 undProbst zu Arnheiny war zu Antwerpen , aus einer familie, die ausGeldern hcrstammte,gebohren,und studirte zu Löven,allwo er auchin der rbetoric unterrichtete. Nachmals wurde er iMoriog,»pyusin den Niederlanden,und that eine reise inTeutschland undJtalicn.Er wolle hierauf in Lrpanien gehen,wurde aber durch die Corsarenzu Algier gefangen, welche ihn in Afticam führcten, bey welcheraelegcnheit er viel länder sahe, welche er nachmals beschrieben.Als er in die Niederlande zurückgekommen, that er eine reise inMähren und Schlesien , allwo ihm der Cardinal Dietrichstein dieanflicht über ein coii-gium auftrug. Nach einiger zeit kam er zu-rücke nach Antwerpen,und als er wieder in Schlesien gehen wolle,wurde er zu Lübeck an. 16); kranck,und starb daselbst. Er verstunddie sprachen wohl/war auch ein guter poet und iMoncur. Man hat

Von ihm lEorism Lrsbrncis: ; snvgnirrcezstuczm; K-Lbsnri«; s/i-tiguirLkc8 klrnstri« ; dt^murcum;, LtHc« illullrsk« libror 10 ; stigri-um Lrgelcnke. biirl. x.4;r. Lelg. Lstr««« ste kcri^c.

tcc. 17.

Grami/ siehe Graham.

Grammanus / (Nicolaus) gebürtig von Helmeritz, einemstädtlein in der Marck Brandenburg , war an. r?4l gebohren, undhatte zum vatcr, Iobanuem, einen schuster und Raths,berni selbi-gen orts. Weil ihm selbiger frühzeitig abaieng , und wenig Mittelhinterließ, kam er anfänglich zu einem kuh-hirtcn ; als aber derPfarrer stlbigen orts ein gutes mge,»'um den ihm mcrckte,wurde erin die schule geschickt / und daselbst in der grammatic informiret.Im 1; jähr seines alters kam er in die schule nach Hof, woselbst ersich bey einem bürgcr kümmerlich hinbrachte. An. 1^64. als derMarggraf von Eulmbach dem Supcrwrcnst-nccn daselbst befohlen,einen jungen menschen, welcher zu einem tüchtig, nachAnspach ms-x-men zu schicke», wurde dieser Grammanus darzuersehen, welcher daraufnach Wittenberg geschicket, und der ersteMarggra'fliche Kipenstiar daselbst wurde. Als er an diesem ort 5jähr den stustiis obgelegen, wurde er an. 1567 durch Vermittlungseines Patrons,Paust Eberi, trister, und an. 1^69 zum vis-on»«ach hofberussen. An. 157z wurde er Diaconus zu Culmbach, undan. 1 ;?7 zum Supcrinrenstsnk daselbst verordnet/welche stelle er auchgantzer 24 jähr verwaltet hat. Er starb zu Culmbach den 2 apr.

.<M. iüoi. ckesrr. x. ,17.

Grammondus / ( Gabriel Bartholomaus) ein berühmterFrantzösischer scribent, war ein söhn Bartholomäi, obristen Rathsdes Parlaments zu Toulouse . Er brachte sich durch seinen gutenverstand empor, bis er m-Rst-iu des Parlaments zu Toulouse wur-de. Insonderheit hat er sich durch seine Historie bekannt gemacht,die er von Hcnrici lV tode anfanget, und bis au. 1629 coutinuiret.Siewird von einigen hoch gehalten,wiewol Patin nicht zum bestendavon urtheilet,und unter andern für gewiß sagt,Grammond habe,nachdcme das wcrck schon unter der preß wäre, gegen i; halbe bö-gen wieder Umdrucken lassen, nur damit er neue schmeichelenen fürden Cardinal st- Richelieu hinein setzen könte. Jedoch, wann mandas buch Grammondi selbst siehet, ist es eben so leicht nicht demurtbeil Patins beyzufallen, weilen in der that nicht nur keine son-derliche lUrrerw. sondern auch im gegentheil sehr viel stellen darin»vorkommen, welche dem Richelieu unmüglich haben gefallen kön,nen. Die ReHrustrte in Franckreich hätten vielleicht Grammon-dum mit niedrerem recht beschuldigen mögen, daß er zu ihremNachtheil die gesätz der Historie überschritten, als gegen die er fastdurchgchends eine grosse -n'moii-ät hervor blicken lassen. Er starban. 1654. icrr-es r. I p. r,6 *

Grammont / eines der vornehmsten Adelichcn geschlechterenin der freyen Grafschafft Burgund , stammet der aus dem haußGränze, welches seit den ältesten zecken unter denen »E k»-cuisoder obcr-Baronen dieser Provintz platz gehabt, und schon im an-sang des 22 5«cui> biß zu der stelle des Connestables von Burgund

M

gestiegen ist. Wilhelm Baron von Gränze, ein söhn des Huaiienlnst- Gränze,welcher schon ums jahr 1120 Comis-Lkic von Burgund gewesen, bauete auf einem derg nicht gar weit von Granae e nneues schloß, samt einem dorffam fluß desselben, nennete es Grand-mont, und schlüge auch viele seiner daherum liegenden güteren da-zu. Erhalte z söhne, Theodulum, der zum BißthmnmSittmwWallis gelangt, und wegen seiner Heiligkeit von, Pahstworden; Guy, welcher drekaron,- von Gränze ererbt, und Wil-helm, deme Grammont zugefallen. Wie nun die einige tochier desGuy namens Alix, sich in das Haus Montbeillard verheyrachet,und demselbigen!den grösten theil der ksronie Gränze zugebracht,Wilhelm aber,so den stam allein fortpstantzte,die herrschafftGram-mont, als seine vornehmste besitz,mg ansähe; so nähme er auchsolche »amen davon an, und vermehrte selbige mit ansehnlichen qü-teren; wiewohl im übrigen das waapen des Hauses Gränze,so wiees die c-gcr-zu führen pflegten, annoch eine zeit lang unter seinennachkommenden bliebe. Dieser Wilhelm starb an. 1240 als QrzngLsiiick ober Ober-landvogt von beyden Burgundien, nachdeme ervon Margaretha st- i» Verre, eines hoch-adelichen geschlechts inden Niederlanden , einen einigen söhn namens Guy erzeuget, wel-cher das heutige Grammontische waapen aus anlaß seines in öf-fentlichem zweykampff wider einen Englischen Ritter erhaltenensieges soll angenommen haben. Er lebte noch an. 1258, in wel,chem sein annoch vorhandenes Testament st-mt ist. Seine gemah«l,„ war Beatrix von Monkaaut, deren vater Eudo von Mvntagut,die Mutter aber Elisabeth aus dem hauß Courtenay hergestammet;Die gebühre ihme Guillmume II st- Grammont, und Guyvt -l-Grammont, welche beyde stämm nach sich gelassen. Guillaume IIhatte von Gillemette st- i» Guiche Guillaume III und Henry,einenRhvdiser Ritter. Guillaume III ererbte zu Grammont, und demein der kawiii- noch übrigen theil von der karom- Gränze, annochdie seiner fran Mutter zukommende Herrschaft Vellesou, und wäremit unter denen Herren , welche frcynnliig und als verbündeteEduardo Grafen von Savoyen wider Guy Dauphin von Wen«„ois zu hülffe zogen. Er starb an. 1 ;66, hinterlassende von Mar-garethe, st- Fallen , welche ihme die Herrschaften Fallen und>,KocUe lur zugebracht, einen einigen söhn Iacobum Anto-nium. Dieser bekäme zur ehe aus dem hauß Coligny und deren Mutter Guye st- Ch->tillon noch ferner des in den Frau«tzösischen geschichlen berühmten Gny Chatiüvn tvchter war,jo unter Philippo 1.ongo Qranci ge krsncs

gewesen ist, welchem amt das heutige vom Orsng m-nr- g- >zr.liilcric gefolgek. Obige jc-mni- öc ec-Ngny vermehrete das haußGrammont beydes mit reicher erbschafft, als worein sie dieLtiäriUon Ou^okce , samt den herrfchassten Lkaucle-konrrine , Mr-cliLur, ?«uNlonei> vursnr, ^loncey, Lc. gebracht, WobeyßeiMübrigen andingte, Laß fürohin dicfes hauß von Grammont seinwaapen mit des Hauses von cmgelor coligny seinem verschränckensollte,welches bisher also geblieben ist, und dann auch mit einer an-sehnlichen pMericät, welche in 4 söhnen und z töchtern bestünde.I. Ltienne „ahme den Ritter-orden von Rhodis an. 2. i-gnne ö«Grammont ward erstlich an Guillaume -lc s. Loup, und hernachan Simon <l- s. Alibi» verheyrathct. Guye, ward stiffts-r^w,zu Remiremont . 4. Guy II hat das geschleckir fortgeführet.5. Alitome starb unverbeyrathet. 6. Thomas hat von zweyengemahlinnen keinen männlichen stamm hinterlassen. 7. ^r»r.ßucrire vertrauet mit dem Herrn von Meillcroncvnr. Guy IIwar Lieutenant-General der beyden Burgundien unter Philippoko„o , auch zugleich dessen Cammer-Herr und Staats-Ralh. Er„ahme zur ehe an. 14)4 ä'/rwoa eine tvchter von Gra-fen von Albon und l.Lurc 6- (.owmcrcv, welche ihme die hcrrschafftBrcvantziir mitgifft zubrachte,,,„d 4 söhne gcbahr.i.Etienne,wchchcr den ältern stamm fortgesetzt. 2. ^mowe a-Grammont Herrvon Fallon heyrathete lourgucrice tlc v-llcfzux, und stlffreledenstamm derer Grammonts -le Iourwon welchem hernach, z. Gml-laume und 4. Simon stürben beyde ohne erben. Der obgemeldleEkienne a- Grammont Ritter, Herr von Grammont,VeUesvn,undMoiffia, Bawn von Chätillon Guyotte und eines theils der altenIronie Granae, wäre aller orten in denen Burgundischen landenin grossem mürben,und dessenFürsten bedienten sich seiner zu ihrembesten, sonderlich nach dem tode Caroli , da er die practikcn,welche dcr Printz von Oralsten für Ludovicum XI machte, anviele» orten hintertrieben und eine der vornchmsien Ursachen war,daß nicht »eben dem Hertzvgthum Burgund auch die k^ncdc-comie der einigen von Carolv hinterlassenen Priutzeßin Maria,von dem König rn Franckreich abgenommen wurde; worüber einsehr verbündliches dancksagungs-schreiben von dieser Printzeßm,st-irirt den 8 stil. 1477, annoch in dem Hause Grammont vorhan-den ist. Dieser Herr ward auch über denen getreuen dünsten, wel-che er seinen Land-Herren leistete, zum 2tcn mal von den Frantzo-sen gefangen, und lösete sich nicht nurjedesmal aus eigenem geld,sondern unterhielte auch die trouppen, welche er unter sich hatte,meist auf seinen beutel; aus welcher ursach allein er auch lctstlichan. izor seine hcrrschafft Moiffia verkaufte. Seine gemahlinwmMarie Ue 5. Anbin,von deren er neben andern gütern die herrscMEonstandey bekäme, und erzeugte 1. Philibert, der in dem klosters. Claude den Benedretincr-orden angenommen. 2. Guy, so m denItaliänischen kriegen umkommen. Franciscum, so jung verstor-ben. 4. von deme hernach. verheyrathct an den

Herrn von Beauchamp, Fourg und Salans. 6. Guillemme,welche sich mit Antoine st- Lainbrey, Herrn von Sorrant vermah-let. Baron von Chstillon Gunotte, und theils von Gränze,Grammont, Vellesey, Nancrey, Consiandey und Vsi Mon. wäreCammcr-Hm bey Philipp» kulckro Caroli V vater, folgte dE