gra
mehr GraMMen untergeben worden; wlewol doch solches nichtso wohl unter den allen Francken, als unter den jünger», und fer-ner aus vachlischem stamm entsprossenen Königen zn geschehenpflegt. Hmgegcn ivenn einp-- 8 w gar zu groß, und also der Unter-thanen m demselben gar zn me! , day ein eintziger Graf die qerichts-«nd-andere fachen nicht füglich bestreiten können, oder sich auchrindere wichtige Ursachen funden, ist derselbe in unterschiedeneGrasschafften getheilet worden. Es besassen aber die Grasen ihreGrafschafften n-cht eigenthümlich , sondern im namen der Königsoder Kayscr, und hatte ein jeder Graf gewisse land-güter von demKönige zu lehrn, darvon er sich und die scinigen ernähren, und sei-nen stand fuhren konte. Es waren ihnen auch sonderbare König-liche leib-eigcne angewiesen, die solche guter der Herrschafft zu nutzerbauen, bestellen und handhaben mußten. Darneben bekamen sieund ihre beysitzer im genetzte insgemein den dritten theil der demLlto heimgefallenen straffen. Zum öfftern hatten fle auch ihre erb-auter darbey, oder wenn sie ihren, amtc wohl vorstunden, bekamensie dergleichen in oder ausser der Grafschastt. Es waren selbige nichterblich, und wurden der Grafen söhne nur junge Herren genennet.Jedoch, wenn der erben einer nach des vatcrs tod fähig war,dessenstelle zu bekleiden, wurde er andern vorgezogen. Es waren aber derGrafen mancherley art: die Frey-Grafen waren über die heim-lichen gerichte bestellet; die Holtz-oder Wald-Grafen / beobach-teten die Waldungen, forste und wild-bahnen; die Marg-Grafenbewahrten die gräritzen; die Land-Grafen waren die oberstenRichter über eine gantze Proviutz; die Pfaltz-Grafen waren Kay-serliche richtcr in den landen, wörinnen die Kauser ihre palläsic hat-ten , und welche sie ihnen ins besondere vorbehielten; die Burq-Graftn waren über eine Kayserstche bürg oder gewisse festung desReichs bestellet; die Heer-Grafen fübreten das kriegcs-hecr. Anchsindnoch dieBach-Ding-Gav-Haust-Rhein-Revers-Rug-Saltz- lmd Zent - Grafen nach der zeit aufgekommen, und übergewisse gerichte bestellet worden. Mit der reit, und da die Fürsten sich bey ihren Fürsteuthümern erblich machten, und zu der iandes-hohcit emporschwangen, haben auch die ReichS-Graftn derglei-chen in ihren Grafschafften und landen gethan, und sind theils ausgnaden, theils wegen ihren meriten, mit ihren Grafschafften erb-lich belieben worden; theils haben sie auch selbige eigenthätig ansich gezogen, und sind also zu eigener regierung gekommen. Wiedenn, was die unmittelbare Reichs - Grafen anbelangt, sie inihren unmittelbare» gütern alle landes-herrliche Hoheit zu crcr-ciren haben. Es haben auch sclblge sitz und stimme auf demReichs-tage, jedoch daß sie insgesamt nicht mehr als 4 v«z m demFürstlichen ccnießio nach ihren 4 bäncken ausmachen. Vor demReichs-tage zu Reaenspnrg an. 1641 waren nur zweybäncke dersämtlichen Reichs-Graftn und Herren. Sie sind aber damals nichtallein zu dem dritten, namentlich dem Fränckischen vo ». gelassenworden, sondern es ist auch auf dem Reichs-tage von an. 1654 denWestvbalischen Grafen ein vmum eingeräumet worden; daß sol-chem nach anietzo aufdem Reichs-tage 4 Rcichs-Gräflicheals das Wetleranische, Westphälische, Schwäbische und Frän-kische Lamirruet, und wegen der sämtlichen Grafen und Herrenaufder weltlichen Fürsten-banck 4 ' absonderlich ansgeruffen,und wie fle sich dcshalben in ihren coliegw verglichen,abgeleget wer-den. >. r. tzv mor. Qcrm. noci'r. Osll. ouc>
loco <lctsnioritzu5 kr-mcir in glotz? voco gravir.
Lcicl.ssncgel I. 10 . Lom. IMP. Lom.cibus
kllron. 8pir. I. r. c. l 7 tynt-igm. stlgmc. ittustv. cle
Com SMucibui mri5pr. pukl. "p. 1^ lv<L. ; §. Zs. Lrztzl.
snriq. vuc. Tkur. tze nobi'itsce. V-crisr. lltutzi.l. i.
«. ,7. 1.1. p. *
Grafton / ist eine geringe stadt in Cleley bnndred, ; melkenost-wärts von Towcester in der Grasschafft Northanwton. Nahedabey ist ein schöner lust-wald, und ein sehr altes land-hauß, wel-ches an. 164z in dem einheimischen kriege mehrentheils verbranntund ruiniret wurde. Dieser ort ist insonderheit wegen Eduard- I V Vermählung mit der Fräulein Grey berühmt, so allmer als aufdemalten sitze des Hauses von Widdovil, oder der Grafen Rivers voll-zogen wurde. Dieses war der erste König von Engelland nach dereroberuna, welcher eine seiner Unterthanen hcyrathete. Als der letz-te von gedachter linie, mit namen Richard, an. 149° starb, ver-machte er dieses gut nebst andern ländereyen, durch sem testament,dem Marqgrafen von Dorset , Thomas Grey. Bey dessen Hauseblieb es biß zu Henrici V III zelten, an welchen es gegen andere gu-ter in der Grafschasfi Leicestcr vertauschet wurde, so daß es nach-gehends stäts bey der kröne geblieben.
Grafton/ (Henricus Fiz-Roy, HerW von) Graf vonEwston, Vicomte von Jpswich, Baron von Südbury, Ritter deshosen-bandes. Er war des Königs Carolill m Engelland natür-licher söhn von Barbara Villers, des William Vlcomte von Gran-dison in Jrrland lochter, des Roger Palmer , Grafen von Castle-maine gemahlin, so von Carolo II ttrrHertzvgtN von Elcveland ge«machet worden. Er wurde an. 1672 Graf von Cwston / an. 75Hertzog von Graston, und an. 1680 Ritter v°m hoien-bande. Erwiederrieth es Jacobs II treulich , steh n-Zt n tt Franckruttnu ver-binden , und that nachmals dem Könige
Ueü er^lch an. 1690 m dem ^wtjchen den ^NZe!^landern, Holländern und Frantzosen gehaiklien iee-treffm st^sehen; denn als der Admiral Torrmgton b'f'vcker^tavftr fechtende Holländer im stlche ^^/am ^ chmn imt; ^ftn von der Enqellandischen flotte zu hülste, und hre.t vo tz. )wohl. Als er aber noch in selbigem a ,re unter «''----^ d s Gra-fen von Marlborough sich bey der belagerung Corck m ^rland be.fand, empfieng er erne wunde, woran er den - oct. an. 9
vciG^Evon^linawn'^f 7 '' Jsabella Bennechhen-
x. ^'°b. NEV. nov. .7°,
die^ecbw"-» von Toulouse , lehrte anfangs
ein strich landes in Schwaben zwischen Wimvf-aen' Dfortzhenn und dem Rhein gegen die Pfali; gew-
st. hat etwa» 6 meilen in die länge. Die 8L<,g:2itz>i wisse» nicht»esLk^Kl'EmoderSchwaben rechnensolkn. DochgeKes bMr zu Schwaben, , weil noch jetzo die freue Rittcrschäfft imGrarchgau znr iL-chwabischen Ritterschafft gehöret. Den namenhat das land von dem stnß Greich, wiewohl Chyträus in einer be»von Gralchgau denselben von den Griechen herfüh.ren wlü, welche steh daselbst sollen niedergesetzt haben. Die haupt-rst Heydelberg. In alten zelten war der GraichgauMt stuck des p^-r.obotzun°»tzs, heutiges tages Ladcnberg, davon»reber,e!nen besondern trE-c geschrieben. Von demselbenM».^'^d'bert e,n gut theil dem 8. Ainando Bischofs zuWolms geschencket, davon dessen nachkommen den Graichgan ih-Hertzogen von Francken, nach der zeit zu lehngcrem-et,welches ^reincus in die zelten Ottonis I setzet. Nachdemaber Hertzog Conrad von Francken den Kayserüchen thron bestieg,gab er seinem söhn Friedrich das Hertzogthum Francken, denGralchgau aber seines bruders söhn Conrad , welcher nachmalsPfaltzgrnf bey Rhein wurde, und diesen strich landes, worinn dieGrafschastt Stahlbühl gelegen,an die Pfaltz verknüpffte, wre dennnoch heutiges tages der grostc theil davon dem Churfürsten vo»der Pfaltz zustehet, welcher von dem siifft Worms in einigen stückennoch die lehne erkennet. 14 . A cvcl. käl.
2". r. ö- epjsc. Qerm. c. 7 p. los. LNN. I. 9 p. ; p. 484.
Gmham/ Gram» / (Jacob) Marggrafvon MontrostMaoaus etnervornehmen Schoktiändischen familie qebohrcn, welchevon Granio, emem schwager Königs Fergusii II in Schottland, ,der zu zeiten der Orientalischen und Occidentaiischen Kayser Ar-cadii und Honorii gclebet,ihren Ursprung,und in den folgenden zel-ten den Marggrafllchen titul von der städt Montrost erhalten hat.Zu zeiten Königs Caroli I in Engelland, war er General vonSchottland zn wasser und land, muste aber bey damaliger unruhevon den rebellen sich; mal in ein hartes gefängniß werffen, und sovielma! aus dem vateriande jagen lassen ; nichts destowenigerblieb er seinem König getreu, eroberte an. 1644 Perth und Aber.,deen,schlug den Grafen von Ärgste, und nöthigte verschiedene Prv-vintzen zum gehorsam, worauf:r sich auch der stadt Edenburg be-mächtigte. An. 1646 schlug er die feindliche trouppen. Nachdemaber Carolus I bald darauf gefangen genommen und enthauptet,wurde, flüchtete Grabam aus Schottland nach Franckreich; vondar wendete er sich in Teutschland, und ward Feld-Marschall übeedieReichs-vöicker. An. i6?oberieffihn Carolus II, welcherdmtodt seines vaters rächen wolle, zu sich, gab ihm das crin-msn-lo sei«ncr armee, und machte ihn zum Ritter des hostnbandes. Er hieltsich auch eine zeitlang bey demselben in der instst Jersey auf; alser aber in Schottland anlangete, und es am 7 may des gedachtemjahrs zwischen ihm und dem feindlichen General David Leslie z«einem treffen kam, schlug er dermassen unglücklich, daß seine armeegäntzlich ruiniret wurde, und er sich mit genauer noch durchsschwimmen rettete, da er sich denn 4 tage in einem liessen morastunter dem schilff-rohr verborgen gehalten, und vor Hunger genolhi-get worden, anfangs seine Hand-schuh, nachmals aber sein fleisch anden ärmen abzunagen , bis ihn ein daselbst vorbey-gehcndcr baueentdeckte, und hernach vor das Parlament zu Edenburg brachte, daer denn kurtz darauf folgender Massen hingerichtet wurde; Erstlichwurde er an einen galgen gehänget, wieder herunter genommen,und ihm das Haupt abgeschlagen, und solches vor dem Königlichenpallast auf einen pfähl gesteckt, hernach wurde ihm das Hertz ausdem leibe gerissen, und der cörper gevicrtheilet. Nachdem aber Ca-rolus II auf dein thron bevestigt war,ließ er an. 1661 dessen gebeuiewieder zusammen suchen, und ihm ein prächtig leich-bLgangmß
halten. 6- rede!!. Liißlic. D« i»itoi,e univer-selle r. 6 öe 9.
Graillv / (lea» ste) CepkLl oder Herr von Buch in den so ge-nannten t.Lucles, oder der sandechten gegend von Bonrdeaur, ausdein Hanse Foir, war einer der berühmtesten Generalen semer zeck.Er commandirte an. i;64 Caroli Komgs von Navarra trouppenwider den König in Franckreich , Carolum V, bey der unweikCo-cherel in der Normandie gehaltenen schlacht , allwo er von Ber-trand^u Gncstlln^ , und nicht eher,a sän. -^nachdemerfolgten fttedens-schlmD, den ^stlbst vennittelt yatle.
MwLM Fmnckrcsthljab ihm hierauf aussi-iner tavsserkcit das schloß Mmvurs zu lehn; dre8 aber gchm Engelland war so groß,daß er hernach solches lehntz-wsi wieder aufqab , und den Engellandern wider Manckreich d,e-nett Nachdem er sich bey vielen gelegenheittn sehr tapffer erwie-tz-uwnrdc er an. - ,72 vor Sonbize abermals gefangen, und ludenkirch-thul'N Parjs ^setzet / woraus ihn der Äonig in Engellandanfalle weise wiederum zn crlojen suchte, auch die fache oahmbrach tt,daß er,wofern er einen eyd lhnii wurde, dw Waffen Niemalsm bk gegen Franckreich zu fuhren,wiederum auf freyen fuß gestel-II theil. Aaaa let