Band 
Zweyter Theil
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baren jähren kommen; dieses letsteren gemahlt» wäre AdnenneHautois, von welcher er, da er an. i6;6 in der belagerung Doletapfer fechtend sein leben verlohr / ein eimgen söhn nachlieffe; selbi-ger söhn hiesse Claude Fran^ois 6s Grammont, von seiner muterzugenannt 6c Plaine, als welche ihme mit diesem bedingnus dieHerrschafften Röche und Gonans überlassen , daß er zu dem vät-erlichen geschlechts-namen auch den ihrigen setzen solte. Er hinter-liesse von Catherine 6c Berbis i Claude Catherine 6e Grammont /aufweiche nach dem tod ihrer zwey folgenden brüdern alle güterdieses asts gefallen; doch, da sie selbst von ihrem gemahl EleonorrL»rquis 6° Poictiers keine kinder gebvhren, müssen solche künftig-hin nach ihrem tod wieder zurück gehen. 2 Pierre Felix 6e Gram-mont , 6c Plaine / käme um als Dragoner-Capitain in der bela-gerung Namur an. 1695. ; Louis 6- Grammont 6e Plaine/ver-rohre das leben in gleichem jähr und verdorrcte also mit denen bey-den dieser äst wiederum.

Antoine 6-Grammont / dritter söhn des Perceval 6e Grammont/Rittern und Herren von Gezans und Grenans von Marguerite 6sMontmartin / hatte für sich zum antheil die Herrfchafft Grenans /und zeugte mit Ieanne 6- Eicon / Fran^ois 6s Grammont; diesemgebahre Bonne 6e Meligny / auch nur einen söhn Antoine / wel-cher zwar in zweyfacher ehe gelebt, 1 mit Anne 6c Chissey; und 2mit Iaqueline 6-, Champs; auch von der ersten gar keine kinder ge-sehen / von der anderen nur zween söhne / so aber beyde noch jungund vor ihme gestorben; so daß auch diese linie nunmehr verblichen.

Nun ist von denen neben-ästen dieses Hauses Grammont nur nochübrig einer der ältesten / so den zunamen Vezct geführet. Guyot 6 sGrammont / der andere söhn des Guy 6 « Grammont,welcher schonan. 1296 verstorben / heyrathete in dritter ehe Ieanne 6 e Vezet / er-bin der Herrfchafft Vezet. Die gebar ihme Jean 6 s Grammont/Rittern und Herren von Vezet / welcher von Marguerite 6 'Arguelzeugte 1 Etienne / der unverheyrathet gestorben, und 2 Guillaume.Diestr letste war Ritter , Herr von Vezet, Tresilly und Pont 6 -Planche / vermählte sich mit Ieanne 6 'Almange; ihre kinder wa-ren 1 Claude / Thumherr der hohen Stifft Bcsaryon. 2 Jean Ni-colas. z Claude / welche beyde in Spanischen kriegsdienften ohneerben gestorben. 4 Bernard / welcher mit Marguerite 6 'Aachey denstamm fortgepflantzt / und erzeuget 1 Franks/ Thumherrn zu Be-sancvn / welcher auch zum Ertz-Bifchoff dieser stadt und Provintzerwehlet worden/ aber noch vor dessen antrettung todes verblichenist. 2 Guillaume / von deine folgt, z Hugues / ward krieur vonMarast. 4 Pierre / Commenthur des Maltheser-ordens. ; Anne /mit einem Herren von Valangin und Malhay verheyrathet. Derandere aus diesen / Guillaume / an welchen alle güter des astes de-rer von Grammont Vezet gefallen / verehlichte sich mit Franzoise6 s Citey/ und zeugte einen einigen söhn Thcodule / welcher von sei-ner gemahlin und Baase / Anne 6 s Grammont, vams von Con-flandey nur 2 töchteren erzeuget; 1 Ieanne Baptiste, die ihremnahen anvcrwaudten Iaques Antoine 6 c Grammont / 6 s Ioup/Herren von Chatillon Guyotte; und 2 Benigne / welche an Claude6 e Seroz / Rittern und Baron von Cboir zur ehe gegeben worden;und haben also nach absterben des Vaters die allein von dem stammübergebliebene töchteren die Herrschaften und guter/ so bißher da-bey gewesen waren / nach denen gewohnheiten der Provintz in dieHäuser ihrer beyder ehe-Herren gebracht. §.

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Grammont / ist eine andere/ alte und vornehme familie ausdem Königreich Navarra . Sie hat ihren namen von dem schloßGrammont / so in Nieder - Navarra oder dem land Labour andem fluß Bidouse / zwischen 8 . Palais und Bidache gelegen.Es hat sich solches geschlecht in den Navarrischcn kriegen sehr be-kannt gemacht; denn als Bianca/ Königin von Navarra / KönigsCaroli III des edlen cintziae tochter und erbin / sich zum andern-mal mir König Johanne II von Arragonicn vermählte / und sel-bige einen söhn / namens Carolus / hinterließ / suchte dieser jungePrintz, nachdem seine Mutter an. 1441 verstorben/ selbiges König-reichs so ihm aber von seinem vater abgeschlagen wurde. Als esnun hierauf zum krieg kam / hielte es das geschlecht Grammontmit dem vater / das geschlecht Beaumont aber erklärte sich vorden söhn / und machten sie beyde gar mächtige szsrionen. DieGrammonts aber musten sich/ als Ferdinandus c^rboiic,;, Königvon Arragonien / Johannem Albretanum aus Navarra vertrieb/gleichfalls aus selbigem Reich machen / und sich nach Franckreichwenden/ woselbst sie wohl angesehen waren. Rogcrius von Gram-mont war unter dem König Ludovico XII in grossem mischen /welcher ihn als Abgesandren nach Rom schickte / und zum sencckaivon Guienne machte. Dieser hinterließ von seiner gemahlen Eleo-nora von Bearn / Franciscum / welcher in den Neapolitanischenkriegen starb; Ludovicum / vicomie von Chatillon; Carolum /Bischoff von Conserans / und hernach Ertz - Bischofs von Bvur-deaur / so an. 1544 verstorben; Gabrielem / Cardinal von Gram-mont/ von welchem hernach; und Johannen^ Herrn von Roque-fort. Ludovicus setzte das geschlecht fort/ und hinterließ nur eineneintzigen söhn Johannem, welcher aber an. 15)4 ohne erben starb/und eine tochter Claram , so an Menaldum / Grafen von Aure /Vicomre von Ester/ vermahlet war; daß also der titnl Grammontdurch die Grasen von Aure fortgesetzt worden. Es stammen sel-bige von den Grafen von Cominge her, so ehemals in Guiennesehr berühmt waren / indem Johannes Bouchetus / welcher diezsusüloßis dieses geschlechts in gute ordnung gebracht / DodoniBernhards, Grafen von Cominge / 2 söhne zuschreibet / Bernhar-bum und Guidonem. Von dem ersten stammen die Grafen vonCominge her. Der andere nahm Bertrandam/ Graf Odonis vonM« und Vicomrs von Larboust eintzige tochter / zur gemahlin, mit

"st'"/" der Grafen von Aure führen solte»Ass^dleser ehe ist Rannundus entsprossen / und Odo / Vicomcs vonL^boust. Dieser zeugte Sanctium Garsiam / von welchem Ar-H Wilhelmi vater. Odo II zeugte OdonemundWilhelmum, welche unverehlicht stürben; undGeraldum,Grafen von Aure/ vicomre von Larboust, von dem dieses geschlechthergeführt wird. Er hinterließ Sanctium Garsiam II , Graftnvon Aure, v-comes von Larboust, und Geraldum, Bischoff vonCominge. Jener zeugte SanSium Garsiam III, Grasen vonAure, welcher bey der belagerung einer stadt in Navarra umkam,und Jorbanum, Bischoff von Mirepoix. Sanctius Garsias hin-terließ Johannen, I, Grafen von Aure, und Vicomre von Ester ,nebst dem Tnstano , so Bischoff von Conserans war. Johannes 1zeugte Johannem II , so v-comre von Ester war, und ohne kinder

st(U.'l); Jacoburn, ?roronor2num Zpoliolicum z Menaldus aber,

der mittlere, setzte das geschlecht fort, und brachte mit seiner ae-mahlln Clara die Herrfchafft Grammont an sich. Er zeugte mitselbiger Antonium I , v-comrc von Ester, Herrn von Grammontund Bidaine. Er diente dem König bey der eroberung von Calais ,bey der conguere von Bonlonnois, und bey verschiedenen anderengelegenheiten, nach diesem erklärte er sich vor die Hugenotten, undwar einer ihrer vornehmsten Häupter. Er befand sich an. izSsbey der ausplunderung von Poitiers und Angouleme , erhielt dasßouvernemenr von Bearn, und war einer von den dreyen, welcherCarolus IX an. 1572 bey der Parisischen blut-hochzeit verschonte.Er starb endlich an. 1576, und hinterließ von seiner gemahlin,Helena von Clermont, Frau von Traves und Toulongeon, Fran-ciscr von Clermont und Helenä Gouffier einstiger tochter, Phili-bertum; Johannem Antonium, welcher jung verstarb; Theo-philum/ Herrn von Mucidan, der ohne erben starb. Philibertnsvon Graminont und Toulongeon, Grafvon Grammont, Vi'comcsvon Ester , rc. hielt sich bey verschiedenen gelegenheiten sehr wohl,und starb bey der belagerung 6 s w Fere an. i; 8 o. Seine gemahlinwar Diana, genannt Corisande von Andoins, v-comkeNs von Lou-vigni ; selbige wurde von König Henrico Ih^ sehr geliebt, welcherihr auch unter seinem blut eine handschrifft, sie zu ehlichen, gege-ben. Wie denn auch die Grafschaffc Louvigni durch sie an diesesgeschlecht gekommen ist; wiewohl sie hernach des Königs stLKio»gantzlich vcrlohren. Von dieser war Äntonius II, welcher Anto-nium III zeugte, von welchen beyden hernach; Rogerius, Grafvon Louvigni, welcher unverehlicht starb; Henricus, Graf vonToulongeon, Königlicher Lieutenant in Navarra ; Philibertns,Grafvon Grammont. AntoniuS III zeugte Armandum, Grafenvon Guiche, und Antonium Carolum. Armandus von Grammont,Graf von Guiche, Lieutenant-General der Königlichen armem,Waran. i 6;8 gebvhren, und so wohl von einem herrlichen ver-stand als von einer sonderbaren geschicklichkeit. Er hielt sich an.

bey der belagerung von Landrecy , an. i6;8 bey der vonDünkerken, auch bey verschiedenen anderen gelegenheiten sehrwohl; auch erwieß er sich den 12 jun. an. 1672 bey paßinmg desRheins ohnweit dem Tolhuis gar tapffer. Er wurde aber hieraufmit einem fieber befallen, und starb im dec. selbigen jahrs ;nCreutznach. Er vermählte sich den 2; jan. an. i6;8 mit Marga-retha Louisa von Bethune, mit welcher er keine kinder zeugte.Sein bruder aber, Äntonius Carolus von Grammont, Graf vonLouvigni, erhielt gewisse Hoffnung zu dem gouvernsmenc von Na-varra, Bearn und Bayonne . Er vermählte sich den 2; may an.1668 mit Maria Charlotta von Castelnan, Iacobi, r^-n-quitsn vonCastelnau und Marschalls von Franckreich tochter, von welcherÄntonius, Hertzog von Grammont, von Franckreich, Hertzogvon Guiche, dreckst 6s camp der Königlichen rrouppen / undklaitrc 6 s csinp, General der dragoncr in Franckreich, 6ouvec-vour von Navarra und Bearn. Seine gemahlin ward MariaLouisa, Hertzogin von Noaillcs, von welcher Ludwig ÄntoniusArmandus, Grafvon Louvigni, den 20 wart. an. 1688, und Louisvon Grammont, Graf von Lescun, den 29 may an.1689 gebvhren.

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p. 275.

Grammont/ (Äntonius II) Graf von Grammont, Guicheund Louvigni, souveräner Herr von Bidache , rc. Ritter der Kö-niglichen orden , Vice - «.oy von Navarra , und Louverneur vonBayonne , rc. war GrafPhiliberti von Grammont söhn, von derDiana, genannt Corisande von Andoins. Er diente anfänglich inseinen jungen jähren der »Zue und dem Hertzog von Mayne, be-schützte auch an. izyr die stadt Chartres tapffer, bis er endlichselbige durch sccor8 zu übergeben genöthiget wurde. Er wurdevon demselbiqen Hertzog einsten an den Konig Henricum IV.deefriedens - Versicherung halber geschickt, diente hierauf dem Konigwider die Ligisten, befand sich an. 1594 bey der belagerung Laon ,und an. 159; in dem zng in Burgundien, wie auch in dem treffenbey Fontaine krs^olk, in welchem er grossen rühm erwarb. Evbekam hierauf das xouvcrnemcnr von Bayonne , und war Groß-Lenecli-I des landes Bearn. Er continuirte unter Ludovico xmseine dienste mit gleichem eiffer, wurde aber an. i6i; bey selbigemin verdacht gezogen, als wenn er es bey dem damaligen innerlichenkrieg mit den cook-sUeurten Printzen und den zu ihnen geschlage-nen Hugenotten hielte. Er stieß hierauf mit 1000 zu fuß und io<-zu roß zu dem Hertzog von Guise, und halff die nach Spanien ge-sendete Königlich-FrantzösischePrintzeßin Elisabeth sicher beglei-ten. Als an. i S2v gedachter Konig den zug in Bearn that, undsolches land nebst Unter«Navarra der cron Franckreich einver-leibte, wurde er zu Einrichtung der neuen Verfassung, als damals

Aaaa; schor?