Band 
Zweyter Theil
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schon gewestn«v!ce-».kiv von Navarra nnd6o,iver>,eur vonBearn,gebraucht, und setzte an statt der 6 Obersten über die 6 theile,worein Bcarn eingetheilt war, mit Königlicher genehmhaltung ,40 Catholische Capltains ein. Er erlangte an. 1619 von dem offt-gedachten König den Ritter - orden des heiligen Geistes, da er denRitter-orden 8.Michaelis schon zuvor gehabt, befand sich an.I6ra in dem Hngonotten - krieg, und sonderlich in der langen undvergeblichen belagerung von Montauban . Ais man an. iü;2 demKönig von ihm abermals eine böse machte, als ob er

mit dessen brnder, dem Hertzog von Orleans, in einem geheimenVerständniß stünde, und selbigen in sein gouvsmcm-nr aufnehmenwolte, erwieß er durch seine prob und bcstandigkeic das widerspiel.Als an. i6;6 der Admiral von Castilien mit einer Spanischen ar-mer die stadt Bayonne belagerte, führte er die Frantzösisehe armee ,und nöthigte ihn die belagerung aufzuheben. Er befand sich an.i6;8 unter dem Printzen Heinrich von Conde bey der belagerungvon Fontarabien, wurde auch an. i6;y unter dieses Printzen ar-mee , nebst dem Marggrafen von sourdis, von dem König zumGeneral-Lieutenant verordnet. Er wurde nachmals von selbigemPrintzen mit einigen troupven, die gräntzen von Bayonne zu be-wahren, zurück gelassen, da er dann den Marggrafen vonMor-tara, welcher in Franckreich einbrechen wolte, glücklich repoumrte.Er verinählte sich zum erstenmal mit Louisen von Roquelaure,Antonii, Marggrafen von Roguelanre, Marschalls von Franck-reich tochler, nut welcher er Antonium III zeugte, und Rogcrium,Grafen von Louvigui, der bey seines vaters leben an. 1629 vondem Herrn <ie 8. Löuv in einem dncll erstochen wurde. Zum an-dern mal vermahlte er sich mit Claudia von Montmorenci, welcheLudovici von Montmorenci, Grafen zn Lasse, Herrn zu Boulevillelochtcr war, mit welcher er Hcnricum, Grafen von Toulongeon,Königlichen Lieutenant in Navarra ; Philibertum, Grasen vonGrammont, welcher sich an. 164z in der belagerung Trino, an.1644 in der schlackst bcy Friburg, und an. 1648 in der schlackstbey Lens wohl gehalten, und von Isabclla Hamilton, einer schot-tischen dame, r töchtcr hinterlassen, worvön Susanna Charlvtta,Heinrichs von Mitte, xr-rg'.»l<:n von Chaumont ; Anna Louisir,Isaacs von Pas, KlarquMcn von Fenguiercs, General-Lieutenantsüber die Königlichen armecn, staats-Raths, Ooi-vc-i-cu-z der stadtund citadell zu Verdun, in Schweden , gemablin ge-

wesen, welche im bec. an. 1666 verstorben; und Francisca Mar-garetha, so mit Philippo, r^zrquMc, von Leons in Bear », ver-mählt worden. Er erhielt zuletzt von dem König Ludovico XIIIdas brevcc über die Hertzoglichc würde, ehe er aber die v^rlncLclondarüber von dem Parlament ausgcwürcket, starb er im ang. an.

1644. bist. LzII. I. 9. /« ^4^0/ lliti. cle 5 -ouir

»III. >.

Grammont / (Antonius m) Hertzog von Grammont, pslrund Marschall von Franckreich , louve^iner Herr von Bidache ,Grafvon Guiche und Louvigui,V/ce-Lo,' von Navarra undBearn,Ritter der Königlichen orden, Louv-rncur von Bayonne , rc. Erwar an. 1614 zu Hagetmeau gebobren, und gieug sehr umg in denkrieg, worinnen er sich auch sehr wohl hielt, zumal au. i6;o beyder beschützung von Mantua , woben er auch verwundet wurde.Wenige zeck darauf gieng er in Teutschland, befand sich an. i6;zbey etlichen schlachten, und im folgenden jähr den dem succursvon Colmar, schletstadt und Hagenau . Er wohnte hierauf derbelagerung Landrccy bey, und an. 16;? der schlackst bey pom a-v,u». In dem folgenden jähr gieng er in Picmont, halff Derccllientsetzen, und diente an. i6z- bey der belagerung von Chivas.Er wurde nach diesem Oberster über ein regiment von der garde,und diente in solcher qualitat an. 1640 bey der belagerung Arras .Er nahm als General-Lieutenant der armer an. >641 den Spa-ziern Aire, i- Bassee und Bapaumc weg. Endlich machte ihn derKönig den rr sept. dcsselbigcn lahrs zum Marschall von Franck-reich. Er wurde aber in der schlackst bev Honnceourt im may an.1642 geschlagen. Hingegen hielt er sich in der schlackst bey Frcy-burg, auch an. 1644 bey der erobcrung von Philivpsburq wohl.Er wurde an. 164? in der schlackst bey Altersheim ohnfern Nörd-liügen gefangen, that aber nach seiner loßlassung an. 1647 gutedicnste bey der belagerung von Lerida , und an. 1648 in der schlackstden Lens. In währenden innerlichen uuruhen bcwicß er grossetreue. DerKönig schickte ihn hierauf an. nH8 alsAbgesandten auf den wähl - tag nach Francksurr, woselbst er abernicht viel ausrichtete; 2 jähr darnach wurde er in «Spanien ge.schickt, nm wegen der Spanischen Maria Theresia , die

Werbung zu thun, worinnen er auch gar glücklich war. Der Königgab ihm hieraufau. 1662 den Ritter - orden, und in dem folgen-den sahr wurde er zum Hertzog und i'.„r von Franckreich aufge-nommen. Er folgte dem König an. 1667 in die in Flan-

dern, und starb endlich am stein zu Bayonne den -2 sul. an. 1078.

gcn. Lall. p. -40. illulir.

,. 2 p. 67.

Grammont / (Gabriel) war Cardinal und Bischoff zu Tar-bes, hernach aber Ertz- Bischofs von Bourdeaur und Toulouse .Er war des Rogerii von Grammont söhn, von der Eleonora vonBearn. Er succedirte einem seiner drüber, namens Carolas, indem Bißlhum Conscrans, und weil er einen sehr guten verstandlhatte, wurde er in wichtigen Verrichtungen gebraucht, wornmcner auch gar glücklich war. Von dar wurde er Bischoff zu Tarbcs,unter welchem namen er lange zeit bekannt wäre. Er machte sichdurch seine meritcn an des Königs Francisci I Hof beliebt, undwar einer von den Abgesandten, weiche an. 152z in Spanien ge-schickt wurden, die befreyung des Königs zu befördern. An-1527schickte ihn der König Franciscus in Engelland, die mit dem König

gra

Heinrich VIII obhandene bündnissc mit dem Kayser zu stände»bringen, worauf er noch in eben selbigem iahr nach Spanien »Gesandtschaffc geben misste, um dem Kayser, wofern er die qeik-kneu friede,is - Vorschläge nicht annähme, den krieg anzukündigendwoselbst er nach gehabter audientz gefangen gesetzt, bald aber wie-der befteyc wurde, weil man in Franckreich mjfdem KayserlichmGe,andten eben also verfahren. Von dar gieng er in seines KöniasVerrichtungen an. - 529 zu den Italiänischen Fürsten und zuqlejcknach Rom, allwo ihin Clemens VII den 8 juu. an. iz;o den Kar-dinals- Hut aufsetzte. Endlich trug er eine hcyrath zwischen demHertzog von Orleans, so des Königs anderer söhn war, und derCalharma von Medices des Pabsts muhinc an, beredete auch Ele-menten! nach Marseille zu kommen, welches im ocl. an. izzr ge-schahe. Hierdurch setzte sich der Cardinal Grammont bey demKönig in grosse gnade, welcher ihm auch daher» das BißthumPostiers, und hernach die Ertz- Bißthümer Bourdeaur und Tou-louse gab. Er wurde endlich mit einem langsamen sicher befallen,wovon er auf deinschloß Balma ohnweit Toulouse den 2ü wart.an. iz;4 starb, sein leichnam wurde nach B'-dache gebracht iund daselbst in das Grammoistische erb - begräbniß beygesttzl»

meinoirc; stc Äs

Grammont/ (Scipio-le)Hcrrvon8. Germain/ warKö-mgllcher Cammer-und aus Provence gebürltg. Ersahe Peirescnlm zn Rom begraben/ und starb eintge zeit darauf inVenedig . Seilicschrlssiensind: ksic llsz cotttc-gueiices; llcisnälme,czualire, öc prcro§Lr>ve!>LciM>rLdIü5 llu poinLt; LdreZs k

acnixr Lovrl, rrsirre curieux oc !'ar üc lle!'il,Aenr.

Grampound/ oder Grampond / ist eine kleine stabi in derEnglischen iaiidschafftEornwall/ an dem stutz Balle/ gelegen/welche das recht hat/ zwey Dcpulirtezuden Parlaments-versM,Itingen abzusenden. v,icsnn,L wirk «ciainovs.

Gran / lat.6---nuz, ein fiuß in Ungarn/entspringet aus dmgebürge in der Liptauer Gespanschafft in Ober-Ungarn / flichtdie bekandtcn bcrg-stadte Neusol und Altsvl vorbey/ und fällt derstadt Gran gegen über iu die Donau . mMsti. Ucc. r

?. I p. ,2V.

Gran / lat. üirtgonium. eine Ertz-Blschöflichestadtin Nieder»Ungarn an der Donau / ligt 6 Lcmsche Meilen von Eomorn/ undeben soviel von Ofen/ auf einem ebenen und sehr fruchtbaren ho«den / m dem colE-!. so von ihr den namen führet. Das daselbstbefindliche castell ist ein sehr fein gebäude / und die residenh desErtz- Tischoffs gewesen/ welches am ufcr der Donau auf einemsehr rauhen felscn stehet. Die stadt ist dreyeckigt / und hat r grossethürne/ deren einer gegen dem Thomas-berg/ der andere aber ge-gen die Donau gleich gegen Barckan über stehet. Sie ist in r theilunterschieden / in die oder-und unter-stadt/ so beyderseits beve-siiget/ jedoch sehr nimm sind. Der 8. Thomas-berg ist muhforderet / weiter der stadt sehr nah« ligt/ und solcher gestalt sel-bige von bannen beschossen werden könte. Es gibt allhier überaustcmperirtePäder. Vorzeiten war diese stadt der vornehmste orl inUngarn , sie hatte viel prächtige gebäude/ als die 8. Slcphans-kirche/ desErtz-Dischoffs pallastu.a.m. Als sie aber uiuerTur-cklsche bottmäßtgkett kommen/ hat der Ertz-Bischoffsckneii sitz michPreßburg verleget. König Slcphanus ist allhier gebohre» und ge-taufftwordcn. Die da herum gelegene landschafft bringt vortrcfll-chen wein hervor/ baß es demnach nicht zu verwundern ist/ daßdie anmuthigkclt der hiesigen gcgcnd und die ftuchlbarkeit des Ho-dens die alim Könige in Ungarn angercitzet/ allhier ihre residmtzaufznschlagen. An. 1^29 belagerte der König in Ungarn /hanncs/ diesen ort vergeblich. An. 1444 eroberte ihn SollMM.An. 159s brachte ihn der Graf von Mannsfeld wledminnintcrdes Ertz-Hertzogs Matlhiä llevokton. Nach der zeil ist er vielmalbald von dieser / batd von jener parthcy erobert / und envlichan.i68z den Tnrckcn wiederum abgenommen worden. Der Ertz-Al-

schoff allhtc ist zugleich vrimss rcgni, r-exaius NLW. U!id5ummukLccrc»,-- us L: O-'c-N-riiis s„ UllgarN/ Ulld NN. 171 4 . dtN S dck. hatderKayser CarolusVIpublicimi lassen/ daß hinführo die Erh»Dischöffe allhier auch die würde eines Reichs-Zursten gemeMsollen, in liilior.

belHir. Un§Ll-n.

Grana / «in ort in Montferrat / so den titul einer Mars-rafschafft führet.

Granacci / ein mahler von Florentz. Man brauchte um hetz:n zterralhen / die man bey tzconis X cinzug daselbst verftttigmeß. Er machte auch verschiedene arbeiten zn mascaradcn/ und warMinnen sehr glücklich. Insonderheit verfertigte er eine aus deM:s Laurentii st- xi-mn;, so der erste ersinder hiervon war / wo -iflauler heroische und scricuU- LLt.oncn vorgestellet waren/ wenes die von Florentz Canti nennen. Der triumpb Pauli Acm mente ihm hierzu / und erlangte er damit grosse --^1-00. s'beiteteunter Michael Angelo und starb an. 1^4;-Granada / lat- i^rum , rcgnum

n Königreich in dem südlichen theil von Spanten- Osti wa"-

äntzct es an Murcien/ nord-wärts an Neu - Castilien/ wwarts an Andalusien / und süd - wärts an das mcer. Es Mfähr 80 meilen in die länge/ und wo es am breitesten "P''

s ist zimlich fruchtbar/ und hat starckcn seiden-Handel/ u

nn der Köniq von den mauldeer-blatter» jährlich 4 °°°° «smheben hat. So finden sich auch viel acsiind-brniinenimd wnum

lber darinnen. Die berühmtesten darvvn sind kn dem srdmg^