Band 
Zweyter Theil
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Mt emennet/ und von Nicolao/ Cardinak vonOstia/ darjüinvellstel ward. 8-e O^U. Llirill.

Grandval / (Bartholomaus 6s diniere-, Ritter/ Herr von)gebohren zu Linieres in derPicardiean» 1649/ ward/ nachdemman ihn zu Evndhoven bey Hertzoqenbusch gefangen genommen /in dem lager bey Hall/ unweit Brüssel / den r; aug.an. 1692/auf einer schiciffe nach dem richt-platz gebracht/ daselbst aufge»henckt/ und halb-lebendig abgeschnitten; hernach eröffnete manseinen leib / verbrannte sein cingcweid / steckte seinen kopff auf ei-nen pfähl / und henckte die vier theile seines leibs an vier unter-schiedenen orten auf. Sein verbrechen/ dessen er vor dem grossenkriegs-rakh/ohne vorhergegangene matter/ geständig gewesen/bestund darinnen/ daß er/ auf anregen einiger Grossen an demFrantzöstschcn hof/ über sich genommen / den König von Groß-britannien/ Wilhclmum IIl/ hinterlistiger weise zu ermorden/welchen anschlug aber Antonius 6uki,„>t . und Friderich Albrechtvon Leefdael/ welche beyderseits davon gcwust/ noch zu rechterzeit geoffenbahret, z,r/^o,/^»eclc n. lüyr p. rrß»

Granello oder Spighetto/ (Ambrosius) aus dem staat vonGenua gebürtig/ lebte in dem 14 Er hat den krieg - welchendie Venetianer mit Alberto und Mastino «scaligero wegen derstadt Trcvzso geführet,vers-wetst beschrieben. Dieses werck warehemals in Petrarchä bibliokhec befindlich / heut zu tag aber ist esin der b-blio-tiscs 8. Marti zu Venedig . bibl. VenekL.

icilfik. clellL

Granfeld/fGottfried) ein Augustiner-Münch aus Engelland/war ein vortreflicher Prediger, und sagt maii/daß er nach Ävignongegangen,und daselbst eines Cardinals uomcll,c,ue gewesen, daß ihnPabst Benedictus XI zum Bischoffgemacht, und daß er an. i;4-,verstorben. Es werden ihm einige wercke zugeschrieben, als: iLr.

inonez 6omlnicLles; tzetermieiLriolics; IsÄur« cticologl»:; Ac. ^ 0 -

Orange/ eine alte Adeliche fa-milie in der Provintz Berry, auswelcher viel vornehme lcute entsprossen, führet ihren namen voneinem strich landes, >- Gränze genannt, so in selbiger Provintz ge-legen. Es stammen aus selbiger die Marggrafen von Espoisses,Arquien und Breviande, die Grafen von Montigny, Herren zuMontigny,Vicomren von Soulanges und Freyherren von Air her.Jhrstamm-vater ist Johannes,Herr 6e Gränze, welcher um das,ahr 1440 lebte,und von seiner gemahlin, Helena 6- Rivierc, Go-thofrcdum 6s l-> Gränze,Herrn von Montigny und Arquien, hat-te. Dieser verheyrathete sich an. 1474 mit Johanna von Guitois,Roberti, Herrn 6-1, Prebenderie tochter, mit welcher er Fran-ciscum 6- iz Grange I zeugte, der an. izzo lebte. Franciscus ver-'henrathete sich mit Anna 6- ir Marche, und hinterließ Carolumund Franciscum,Herrn von Puymauron,rc. Carolus 6- Gränze,war Herr von Montigny, von Arquien rc. Ritter von 8- Michael,und Königlicher Frantzösischer Oouve-nsur 6- Charits- Er ver-mählte sich zum ersten mal an. 1541 mit Louise von Rochechouart,Wilbelmi, Herrn von Jars rochter, und zum andernmal mit Annavon Brichanleau. Von der ersten hinterließ er Franciscum II, vondem hernach; Antonium 6s Grange, Herrn von Arquien, o»u.verneur von Metz und Calais , von welchem die Marggrafen vonArquien, Breviande und Espoisses herkommen, auch war er eingroß-vater der verwittibten Kbnigin in Polen ; Franciscum, wel-cher zu Brouage gestorben; Johannem, so bey der belagerungJssoire geblieben und Carolum, Herrn von Vesure, Qouv-rneu- vonVierzon und Jssoudun. Von der andern gemahlin hatte er Fran-ciscum, Abt von Fontmorigni und Primicerium zu Metz; Caro-lum Stephanum, von dem die Herren zu Villesdonne und Dom»premi herstammen. Franciscus 6« i-> Grange II hinterließ Hen«ricum Antonium 6s 13 Grange, Herrn von Montigni rc. Louvci-n-ur von Verdun , welcher ohne kinder starb, Kistolr.

msmvir. 6s ls writon 6e la

LrgnZe.

Orange / (Franciscus 6c I-) Herr zu Montigny und Seri,Marschall von Franckreich,war an. 1554 von Carolo 6e Grangeund Louise von Rochechouart gebohren, und anfänglich als edel-knab bey Henrico Valesio, so hernach König in Frankreich wurde,welcher ihn zu seinem Hos-iunckcr, zum Capitain über ic>o edelleu-te seiner Hof-garde und zum Ober-Hofmeister machte. An. 1574reisete er mit selbigem in Polen , und diente ihm bey seiner wieder-kunfft in Franckreich wider die Hugonotten , befand sich an. i ;87unter dem Hertzog von Joyeuse in der schlackst bey Coutras widerden König Henricum von Navarra , in welcher er eine compaZnievon der führte, ward zwar damals gefangen, aber von

seinem Könige loßgemacht, und ihm seine damals verlohrne stan-darte wieder gegeben. Er befand sich bey dem König Henrico IIIan. i;89in dem lager bey Tours, als solches der Hertzog vonMayenne mit den Ligisten stt-<,mrte,da er sich wohl verhielte, auchverwundet ward. Nach dieses Königs in demselbigen jähr erfolg-ten tvdtlichen bintritt,begab er sich in des Königs Henrici I V dien-ste wider die Ligisten, entsetzte nebst dem Herrn von Entragues an.i^yidie von solchen unter dem Herrn belagerte stadt

Aubigny cn Berry, schlug auch noch selbiges jähr das regimentder Herrn von Coudray, und die ihm aus Orleans zu hülffe gekom-menen bürqer bey Bourg «-> Chapelle, befand sich hernach bey demKonig, als solcher an. 1592 die stadt Rouen in der Normandie be-lagerte, und dem Hertzog von Parma, welcher die Spanischen trouppen commandirte, entgegen rückte, wie auch in dem scharssengefechte bey Auinale. Von demselbigen König wurde er an. izy;zu der »svt-r-»r mit den Deputieren der Ligisten nebst andern ge-

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f!nd stch ^vttrichtsre h-erauf an. den zug in Burgund , be-öer sÄ.on bey WNtame Fran^orse, wohnte an. 1596der belagerung von stere, und an. 1597 der von Amins bey. Als er^l^.^uach Paris , kurtz nach eroberungdieser stadt gekommen,Henncus IV etliche Ichritte entgegen aiena,auch ihn umarmte, cmpfieng der König von Johanne Castello ei!

mund. Um jerner guten dienste willen machte ihnHenrikus iV zum Louvcencur von Berry, Biois, Dunois, Ven»dome und G-en, zum Ritter des ordens des heil. Geistes, wie auchzum steld-Marschall und General über die leichte reuterey. Alsselbiger Konig an. 1S0; eine reise nach Metz that, machte er ihnzum Lieutenant-General von Metz, Tul und Verdun , und feinemdruder,dem Herrn von Arquien,gab er die aussieht über die m-stelicU-tz. Er bekam auch von diesem König die zusage eines Mar-schall-stabes von Franckreich, wiewol er bey dessen leben nicht dar-rst gelangen tonte, sondern solchen erst an. iSichm aug. vonLudo-vico XIII erhielt. Dieser König überließ ihm folgends bey deminnerlichen kriege wider die mißvergnügten Fürsten das comman-do über,eine armee, womit er ClagnyssDonzy, Antrain und Cla-messy einnahm, und die stadt Revers belagerte, welche ihm auchübergeben wurde. Er lebte aber nicht lang hernach, sondern starbm selbigem fahr an. 1617 dm ;o aug. Er vermählte sich an. 158»mit Claudli von Crevant, Herrn zu Beauvais Touraine tochter,und zeugte mit derselben Antonium Henricum 6s 1.1 Grange; Jac-queline,Honorari von Beauoilliers,Grafe» von 8. Aignan,gemah-lin, auf deren söhn, Franciscum von Beauvilliers, Hertzog von §.Argnan, die Her-schafften Montigny, Grange und Sery, so die-ser Marjchall besessen, hernach gelanget sind. L»

tnuz !e regne 6s ttenr/ j V. ^ 4 .

Orange / ( Johannes 6e is) insgemein der Cardinal vonAmiens genannt , aus einer Adelichen familie des landes Beau»jolois entsprossen , nahm bald anfänglich den Benedictiner-ordenan. Nächst dem wurde er Abt zu Fescamp, auch schickte ihn Pabst Jniiocentius VI in Spanien , und bediente sich seiner in verschie-denen Verrichtungen. Hierdurch lernte ihn König Carolus V inFranckreich kennen, und machte ihn zu seinem StaatS-Minister,und ober-aufseher über das finantz-wesen. Hieraufaab er ihm dasBißthum Amiens, und brachte ihm bey Gregorio XI den Cardi»nals-hut zuwege, welchen er den 20 dec. an. 1erhielt. Er er-wiese sich aber in allen stücken hart und geitzig,und merckek Man alsetwas besonders von ihm an , daß er ohnerachtet seiner hohenstaats-cvrrxen und würden dennoch zu proceß-sachen sich gebrau-chen lassen. Nachdem aber Carolus V verstorben, veränderte sichdas glück dieses Cardinals, indem sich der junge Printz, CarolusVI,zu erinnern wüste,daß >-> Grange ihn einsmals bey seines Va-ters lebzeiten sehr hart gehalten. Weshalben er einsten zu Petrovon Savoisy, seinem Cammer-Herrn, sagte: Nun wollen wiruns auch an dem Pfaffen rächen. Als der Cardinal solcheserfahren, machte er sich an. 1 ;8o nebst dem grossen schätz, den evgesammlet, heimlich zu dem Pabst Elemente VII nach Avignon ,welcher ihn hernach zwar so weit wieder mit dem König versöhnte,daß er wieder nach Hof kommen dorffte; weil er aber nicht großmehr geachtet wurde, begab er sich wieder nach Avignon , und starbdaselbst den 24 april an. 1402. cr-egör. XI

Kill. 6s Ltzzrier VI OaH. purpur. LrmM 6 „p, 0 Li!.Llirlli.

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l - p. 7 Z 6 .

Orange/ (Henricus 6e I2) Hertzog von Arquien, Herr vonBeaumont und Montigny rc. war an. 1608 aus einer Adelichenfamilie in Franckreich gebohren. Als er noch in dem weltlichenstände lebte,war seine gemahlin, Kl-Uemoilciie 6e i- cuLree. mit wel-cher er unter andern Andern gezeuget, Mariam Casimiram Loui-sam 6- u Grange,erstlich des Printzen Zamoisky,hernach an.166;des Königs Johann Sobiesky von Polen gemahlin, welche den

jun.an.1716 zu Blois in Franckreich als wittwe gestorben. Eehielt sich eine geraume zeit in Polen auf, biß er in den geistliche»stand trat, und an. 169; von Jnnocentio XII zum Cardinal ge-macht wurde. Hierauf reisete er nach Rom , da er den 2; may am1707 im 0 9 jähr seines alters verstorben.

Granicus/ ein Asiatischer fluß in klein Phrygien,hat seinen Ur-sprung aus dem bcrg Jda, und crgiest sich in den Propontidem,oder das M»r6i , ohnfern Lainpsaco. Sonderlich ist er

wegen des sieges berühmt, welchen Alexander N. in dor 111 olym-p,L6c oder im; Z4 jähr vor Christi geburt wider Barium dabey er-halten. lupplcm. I. r c. I not. orb. LNk.

Granius/ (Petronius) war in Rom zum cru-ll«,- oderSchatzmeister ernennt, diente aber in dem Bürgerlichen krieg demc^l-ies, und wurde noch vor antrcttung seines amts von Sttplone,welcher des Pompeji parthey hielt, in Africa gefangen. Als ihmdieser das leben schencken wolte, wegerte er sich , solche gnade anzu.nehmen, sagend: des c.rtz-ris soldaten waren nicht gewohnt, sichdas leben schencken zu lassen , sondern es vielmehr andern,zu schen-cken ; durchstach sich auch alsofort mit seinem eigenen jchwerdt.

vi» *

Gransen / eine kleine stadt in der MittebMarck,i6 meilen vanBerlin,ist an. 1712 bis aufden gründ abgebrannt.

Oranson / eine stadt, schloß und ehmalige Grafschaffk in derSchweitz an dem Neuburger-see, zwischen Neuenburg und Wer-den gelegen, nunmehro denen beydm Cantons , Bern und Frey«burgstzemeinschafftlich zuständig, welü,e alle e jähre abwechslungs-weis einen Land-vogt dahin setzen. .Der ort ist Milch all, und aufeinem gegen der see abhängenden bnhel erbauet, ist auch wohl zuII theil. Bbbb Mest