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mit den Schwedischen und Frantzosischen Abgesandten verkokkenecorresponcient-! gepflogen,und ihnen versprochen , es bey seinem Kö-nig dahin zu bringen / daß selbiger entweder wider Schweden garkeinen krieg führete, oder wofern'es ja darzu käme, jedennoch denSchweden von Dänemarck kein sonderlicher schade zugefüget wür-de. Was ihn dißfalls am meisten verdächtig machte, war, daß erstäts zum frieden rieche, wiewohl ihn andere entschuldigen wollen,daß er als ein kluger Staats-mann wohl zuvor gesehen, daß Däne-marck an einem zeitigen frieden mehr Vortheil haben würde, als anfortfetzung des krieges,welches auch der ausgang gelehret hat. Da»durch aber machte er ihm die Generals sehr zuwider. Greiffenfeldsuchte sich zwar zum öfftern bey dem König zu entschuldigen, fandaber keine gelegenheit, selbigen allein zu sprechen. Als er den 11mart. an. 1676 morgens früh nach Hofe kam,fand er in der König-lichen Eecksaivre, den General-Lieutenant Arensdorff, welcherihm zu verstehen gab, daß er bcfehl hätte, ihu in die bibliothec zubringen, wostlbst er biß i» die nacht aufbehalten, und hernach ineiner l-srquc auf dieciracicUe gebracht wurde. Indessen hatte mansich aller feiner fchrisstcn versichert, so wurden auch gewisse Com-missarien ernennet, die feine fachen untersuchen folten. Wenige ta-ge darauf ließ der König den degcn und das ordens-zeichcn vonchmabfordern. Den 14apr. erschien er zum ersten mal vorbei:Commissarien, da er denn wegen beschuldigter lastcr, als der sinio-niechestcchlingen, und dergleichen, rede und antwort geben »niste,Greiffenfeld verlanget:', daß man ihm einen p--oci,r.ikor vergönnen,und zu feiner a-f-ntlon etliche tage zeit lassen solle,welches man ihmauch in der andern lclilon.so den 1; maji gehalten ward, vcrgönne-te, da er denn den 22 maii feine ll-Kniion eingab. Allein es wollenichts helffen,indem den z jun. das urtheil puMicwct wurde, darin-nen ihn die hierzu verordnetenrichtcr zum tode verdammten. DieUrsachen waren,er habe sich bestechen lassen, viele ihm anvertrauctefachen nicht sattsam verschwiegen gehalten, Königliche ordren,fbcmder Potentaten schreiben und suppliqnen untergeschlagen,eini-ge Provintzcn zu alieuircn gerathen, untüchtige vor gelb zu ämternbefördert,verbottcne corrcssonUsnrr gcpsiogen, und was dergleichenmehr. Greiffenfeld vermennte zwar dieses urtheil dadurch zu ver.nichtigen, daß er vorgab, er als ReichS-Cantzler könne von nieman-den als dem König gerichtet werden, so aber wenig verfangen wol-le , indem ihm die Commissarien die bey dem König gesuchte aiidi-rnt; abschlugen. Indessen wurde ihn: wenig zeit gelassen, sich zumtobe zu bereiten,bis erden 16 jun. aufpen richt-platz gcführetwur.de, woselbst er das -cii-Ln,k gantz schwach bekleidet fand, nebst ei-nem sarg, der inwendig weiß ausgeschlagen war. Es wurde ibmvergönnet, eine rede an das volck zu halten, welches er mit grosserbeständigkeit that, und darinnen vorstellet«:, wie er zwar unschuldigwäre,indem er allezeit das gemeine beste gcsuchet hätte,aber dcshai-ben dillich litte, weil er dem König mit grösser,:: cyffer gcdicnet, alsGott. Hierauf wurde sein waapen durch den hencker zerbrochen,worzu er sagte: Der König hat mir es gegeben, der König nimmtes wieder. Ferner ermähnte er den hencker, sein amt mit solcherstandhafftiakeit zu thun, als er aushalten wolle, siel hieruachst aufdie knie nieder, und gab den: hencker ein zeichen, daß er zuschlagensolle. Als aber derselbe bereits den arm zum schlage aufhub, ricssder General-Adjutant, Lchack, gnade; da er denn wieder in seinvoriges gcfängniß, und von dar in die insul Munckbolm, ohnfcrnDrontbcim in Norwegen , geführet wurde. Er erlanqete endlichde» 28 sept. an. 1698 die srcvheit, daß cr sich zu seinem schwieger-sohn, dem Baron Kragk,i» Iütland verfügen könte, da cr sich in-dessen , bis es das wctter und seine gesundheit leiden würde, inDrontheim aufhalte» solle; allein cr starb bald darauf daselbst amstein den 12 mart. an. 1699, und hat man vor seiner bcerdigungden stein aus der blase geschnitten, welcher 7 loch gewogen, undzum andencken in die Königliche kunst-kammer zu Coppcnhaacngebracht worden. Sein Unglück trug cr mit ungcmeiner bcstan-ugkcit, und erkannte in seinen: gesängniß sattsam die wege göttli-cher providcntz. Weil ihm auch dinte und vapicr verbottcn war,ließ cr sich zum öfftern schreib-tafcln ins gcfängniß bringen,»voraufrr allerhand moralische lehren schriebe. In das fenster schrieb crmit einem diamant bald in Hebräischer, bald in Arabischer sprächeviel sententieu, und weil man nicht wüste, ob etwa«: sonstcn wasdarunter verborgen, muste v.PctcrKrog, Bischoffvon Dront.heim, solche auf Königlichen beschl erklären. Beyden gelehrtenwar er in sthr grossem «asm. wie dcun Thomas Bartholinus inbcr academie namen an. 1674 einen eigenen p»n-8>r>ci,n, auf sei-nen gcburts-tag hielte, auch selbiger sowol als andere gelehrte ihn:ihre büchcr -lcclicwte». Er hatte eine vortrcfliche bibliothec, welcheder König stincr tochter überließ, aber dicsclbigc brannte den 24mart. an. 1679 mit des Johann Nansen Hause ab. Er vcrmählctesich den 2 nov. an. 1670 mit Karen Nansen, des Michael Nansentochter, und des berühmten Johann Nansens, welcher am meistenzu des Königs louvcrAmität beygetragen, enckelin, welche aber den17 maii an. 1672 starb. Er hatte mit selbiger eine cintzige tochter,Charlotten Amalicn, welche an den Baron Friedrich Kragk per.mähtet worden. ep. m-llic. cenr. r cp. 82,8k, 8>, 96. n»,
»caci. H-fiiiciNi. ep. 269, zrk, ;4i, ^64, z/I.
siilb. IH6. Ouil. I. kr Lc 14. mullrum rcßium.
r. ik. mcmor. !>b. 8 p. 97. lal>)kin«li
p. 627. mem. pouc lervir ä l'bili. cle Is psix cle Lisvvlc r. 4
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Greiffmhagen/cine stadt an der Oder in Vor-Pommern undzwar in dem Ltetinischen gebiet,gelegen. Sie ist ein guter paß,undvon der Cron Schweden an Brandenburg überlassen worden.
gre
Greiffensee/ ist ein Zürichisches städtlein nebst einem schlosstdem see gleiches namens gelegen, der etwann schritt lang Mhalb so breit ist, anbey ein gar liebliches geländ ringsherum hak.Die Aa verstecket sich darein. Es wäre vor altem von seinem eige»nen Adel beherrschet, welcher einen von gelb und schwach aevier-theilten schild und darauf zwey auch so bekleidete ob sich gestreckteärme geführet hat. Nach dessen abgang ist die Herrschasst einerlinie von Landenberg zu theil worden, die deswegen den zunammvon Greiffensee angenominen. Von diesen käme sie in der Grafenvon Toggenburg Hände, auf welchen Graf Friedrich sie mit demsee, an. 1402 der stadt Zürich zu kauffen geben hat, welche eineLandvogtey daraus gemacht. An. 1444,als die Eydgnossssche ortesämtlich wider Zürich kriegten , machten sie einen anschlug aufGreiffensee, worinnen Wildhans von Breiten-landenberg mit 8«mann läge, zogen darfür, belagerten und umschlossen den ort vonallen fiten; die belagerten,als sie sahe» daß das städtlein nicht zu«erhalten wäre,steckten solches, ungeacht ihrer weiber und kinder, mden brand,und legten sich ins schloß; die armen weiber retteten sichund ihre kinder, über die maurcn und zu den löchern hinaus so guhals sie kunten, welche die Eydgnossen auch mitleydentlich aufnah«men, unverletzt in das nahe gelegene dorss Usteri ziehen, und mitetwas spciß versehen liessen. Sie wurden aber über die im schloßsehr ergrimmt, und schwuren ihnen, (sonderlich die von Schwechund Uuterwalden) den tod , verfertigten darauf etliche schirm-dächer, näherten sich dem schloß, und setzten demselben mit schießenund untergraben so starck zu , daß die belägerten an der crhaltmizverzwciffelten, und am Mitwochs« abends, als den 27 maii, wehr,loß aus dem schloß heraus giengen, und sich also aus gnad uud mi«gnad,an der zahl annoch 72 mann, ergaben; die liesse man binden,folgenden morgen deichten, und um den mittag 62 darvvn, nebenden: schloß unter dem dörfflein Nänickhon, aufder matten, nach«einander enthaupten, und wurde der ansang an dem von Landen-berg gemacht, die übrigen :o erhielten theils ihres alters, theils ih-rer »igend wegen, gnad. Solisten hat diese Henschaffl zchen Edel-sitz gehabt, als namentlich, Uster , Fallenden, Nänickon,Mnr, No-sickou, Heanau, Schaleren, Hard, Gfenn und Tösseck, darvon diedörffcr noch übrig sind und zur Vogtey gehören. An.izro jst dasheutige schloß wiederum gebauct worden. >. a p. rs
ckxon. Kl8c,. ?. ; p. m. 6or. ibgg. »6 Ln. >444. b«ll.
^ 48 ck. tib. XI. c ,4. merclcvv, ^>. bz Lr 129. ^
Greiffenssein / ist (l) ein schloß und Herrschasst in dem Schle«sischen Fürstcnthum Jauec, anbei: gräntzen der Oder-Laußnis-zwischcn Greisscnbcrg und Fridberg gelegen , dem Grafen vonSchafgotsch gehörig; (2) ein altes berg-ichloß in Nieder-Oesier-reich, ander Donau, nicht weit von Stockerau ; (;)ein Um-schloß in der Wettcrau, nicht weit von Wetzlar und von dem sichLohn, einem Grafen von Solms gehörig. (4) ein Bstchvjlich,Churischcs schloß in Pündtcn, ob Fiiisur gelegen.
Greiffsholm / siehe Gryphsholm.
Greiffsmölcn / siehe Greffsmölen.
Greiffswalde / siehe Greyphswalde.
Grrmau/ Grynau/ist ein alt stadtlcin, oben am Zürich -ste,in der SchweitzerirMiwch, an derLimmat gelegen. An. iz;7de>l21 sept. geschahe allhicr ein treffen zwischen Graf Hansen von Hao-spurazu Rapperschwnl, und denen Zürichern, weilen der Gmder Zürichern banditen allda underschlauff gäbe. Tue Züricherwurden anfänglich geschlagen, und in ihre sthiff zurück getrieben,auch ihr Obristcr GrafDiethelm von Toggenburg gefangen mid
schnellen flucht entkommen kunte, niderge-«:cht worden, worunter dann der GrasHans selbsten wäre, dene^ ^^B'"chlebcii die burger zuRappcrschwyl den gefangenen Graf
x^-^oggcnburg aleichfälö in stucken. Grcinan fainehcrimch ni»^'-ssaus Oestermch, welches solchen orth dem GrafFr,brichpftndvwcis eingeräumt hat. Nach dessen an. l4fS...m , ^bfgbl / haben Schweitz und Glarus das städtlein ein.
und dre burger m rhr iandrecht genommen. 6. v.
i. I. .
Grciningen siehe Gröningm.
von Imigmgm / eine Mlichef-r-erb-ianden/ welche absonderlich mca^ und Römischer anktmfftschü soll. Mde-!!., war nm das jähr 9-° AbkiiiKcmp«
.. von Zustorffimd Mlcrinaen ieblean. nz°.
^^vtltch von Miertngcn und Hasenstem Hchrachetc;»ü m « 's smili die letzte des geschlechtsvon Iungingm/^b'uuilcli ^sitngkngen an. Jacob / Comkiir derordens zu Mainau / lebte an. 1670; dessenbmber/0'^/'usBtttcl,chlcß / hat sein geschlccht mit 2 söhnen sockgepstailtzet. Nemm. N. ,oS. >r. Ocrm. 8 . p. I.
..^vemplus/ (Ludoviciis)einRechts-gelehrter/warznSlllk«nÜ- ^ von ehrlichen eitern acbohren/ von dar kam er aufTiibliigen/ und wurde voÄorjuris daselbst/vacymalsan. 8>2<ttcu>znStraßdurg. An.is48wM'l?Lb" l"vcr «.cpukiic nach Angspurg zum Kayser wegen bes>^^ sonsten in verschiedenen wichtigen geschafftenendlich zu SkraWrg an. lzzz/MMmachte ferne btbltochee der arademie zu Tübingen . ..
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