Band 
Zweyter Theil
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gelieffert/ welcher sie beyde/ ungeachtet ihrer Unschuld und rühmli-chen eigcnschafftcn / aus haß gegen ihrem vatcr/ gleichfalls ausdem weg räumen ließ. Johannes uc Zaypolia bezeugte/ daß er anallen diesen proceciu-'en nicht den geringsten antheil gehadr / undentgieng dadurch der schwären räche / womrr ihn der LürckischeKayser Solymann II deßwegen bedrohet. ciu xouvern. u-

Venile. llill.!. lk. <^>cio,n. pfnrie !. 4 .

Grob/ (Huidrieus) von Zürich / Pfarrer zu Schcrtzingen/Obcrglatt und Stein am Rhein/ war ein furtrestichcr Poet / derrimge pockische iLdoreJn druek gegeben; Seme meiste fachen abersind hin und wieder von seiner eigenen Hand/ auch etliche gantze-am, anzutreffen / sonderlich das leben und thaten berühmter Män-ner/ gcist- und weltlichen stands/ vor und nach der Reformation/m kiirtzen und schönen lateinischen versen deschrieben.Er schriebene-ben deine : Oarmcntcculacü ; iic- cemc-a,»a-Zr,r„ci>nu,i> in otsicio paikv-raii; kuncdcia in ovicuiii kiiilippi Laronu all .alco - 8axc> öcc. LottrÄZ.lcllola D'g. *

Grobbcndonek / ist cincVaronic mit einem schloß inBra-band/ zwischen hier iindHcrenlals/ an der kleinen Neethe/ ge-legen. Zu den zelten des Kaysers Caroli V florirtc einer von Grob-bcndonck als Baron von Wcsemalc und nrctor,ec ocncm, der Kö-niglichen finantzen in den Niederlairden. Dessen söhn Conrad vonGrobbcndonck Königlicher Rath / - o,nm,nllcu>s und Ober- Auff-sehcr der Finantzen in der Grasschafft Flandern ward an. i soozum Freyherr» von Hobvckc gemacht. Anron von und zu Grob-dendvnck / Königlicher Spanischer Kricgs-Ralh / Ovuvcrncur zuHertzogenblisch rc ist an. i6or in den Freyherren - an. i6-,7 aber inden Grasen-stand erhoben worden / und hat auch den Ritter - or-dert von 8. Jaeod erhallen.

Grocinius/ (Wilhclmus)war cin Engclländcr/ welcher inItalien die Griechische spraach von Demetrio Chalcondvla / unddie Lateinische von Angclo Polikiano wohl erlernet/ auch selbigeam ersten zu Oxsort zu lehren angefangen hat. ucic. i'.r,-

lann. p. qi-l-i-s/mr»- (iccroi,. p. 172. Orssttt- Oermano-Oraicia p. rz;.

« p'l'o:, lliid. Oxon.

Groddeck/ (Gabriel) war an. 1672 zu Danhig gebohrcn/wo sein vatcr Albert Groddeck ein kauffmann war. Nachdem er inseiner juqcnd die stcißig gelricbcn/gieng er nach Leipzig /

und ward daselbst an. 169; r^-iguic-. auch bald darauf c-mg^-Nü coNe^ü L. leizria.- vic^iiii«, und dabey brachte er durch seinensteiß der Preußischen '»cd», jhvc fast verlohrnc mivvcgia wieder.An. iüy5 reifte er nach Holland und Engelland / von da nachFranckreich/ und hielt sich eine Zeitlang in Paris auf/ allwo ervon vielen gelehrten grosse sreundschafft genoß / und sonderlich bei-den! Lndovico llc Uongliccue gelegcnheit hatte / sich in der Arabi-schen spraach vollkomincn zu machen. Nachdem er die vornehm-sten städte des Königreichs besehen/ qicng er über Genua nachFlorcntz und Rom/ von da kam er endlich wieder nach Leipzig .Daselbst ward er an. l698Nrurcl1oc iirecaluca- 1'2l,„ullic.c: öc uu.OkicmLi. An. -üyy berief ihn die stadt Dantzig zum pcot-m-rc pvi-

Io5opI>,L pcim-r llnd praÄica.-, und trua ihm dabey das MMiorlieca-

ri-r auf. Kurtz vor seinem lod ward er zum NkoscM ce iioguac. Ocicmernennet/ konte aber diese bcdtcnung nicht antretlen/ werl eran. 1709 durch die zu Dantzig graßtrende pcst hingerissen ward-Er war ein mil-glicd der Preußischen socictat der wissenschafftcn.

Ausser etlichen ctaicrr^iion,du? , als : llc)uci.ri5 prap»r,„m arrcalicn-tibu»; cio lcriproriduslilltoc. Polo,,. ; cic co, c,u»ci jutlum ctl circa ror-rncnra vclNca; c>vlcrvario»u,n tnigiiiarium rrizz ex Iiitkoria Nicraria,

hat man sonst nichts von ihm auffzuwciscn/ dascrn er nicht et-was in Kl5t. hinterlassen. In den »cUs crulliwrum sind von ihmum das jähr 1693 viel -«rase verfertigt worden- L-Lüo,/-ec

kom. I.

Grodicius/ (Johannes) ein c-anonicu; aus Ermland inPolen / war des Cardinals Osii aomctUquc. welchen er nach Rom und auf das Concilium zu Tridem begleitete / allwo er Cyrillivlicrotdiymicani caicckcscsaus dem Glicchischcn in das Latein über-setzte/ undan. 1564 puMicirle/ welche hernach Johannes/ Ma.-pokrui von Dourdeaup/ an. 1608 von neuem c-c!>rct hat. L/aro-c-c,-

^circk in clog. Uc>Lt- Not. /-lirLtci cic ,'cripr. i'cc >6.

Grodno / ist eine der vornehmsten städte inLitthaiicn/ in derWoywodschafftTroki an dem fluß Niemcn/ romcil von der Haupt-stadt Vilna gelegen. Zum theil ligtsic auf der ebne/ zum theil aufder höhe/ woselbst sie auch ein schloß hat. Der König Stcphanuspflegte allda zu resibiren. Sie ward an. 1659 von den Mvsco»wittern eingenommen und ausgeplündert. Zu Zeiten werden diePolnischen Rcichs-täge allhicr gehalten- Es gibt daselbst ein schö-nes Jesuiter-coNcZium, auch viel kirchen und klöstcr.kolcin. I-o>on. cictcr. ?o!on. öcc.

Groben/ ein Adcliches gcschlecht/ welches in der MarckBran-denburg das Erb-Jägermeister-aml besitzet. Es wird unter dieje-nige gczählct/ woraus die alten Sachsen die 12 v,c- Herren ihresKönigreichs erwehlct/ und soll sich an. 926 in der Marck nieder-gelassen haben/ nachdem die Wenden daraus vertrieben worden.Henning hat einen strcit/wclchcnJohann vonQnizan mit dcmAbtIn Lehnin gehabt / an. 1409 entschieden. Ludwig aufKotzcband/Mcsederg und Dabergotz war an. i?8o geheimder Rath undObcr-Cämmcrcr an dein Ehur- Brandenburgischen Hof. Dessensöhn Johann Ludwig/ Chur-Brandcnburgischer geheimder Rathund Dom-Dechant zii Havclberg/ lebte an. -ssi. Otko Friderichgleng an- iü8z / als capir-m vöy der Afrikanischen compagnie zuEmbden / um r kricgs« schiffen auf die aold- küste von Guinea in

grd

Africa. um diese zelt war einer von Groben Königlicher NM.scher General-Lieutenant. An. 1711 war Wilhelm Dom P- Mzn Havelderg/ Preußischer geheimer Rath / Ober-Unmainc,'.kpEor, Ober-Kirchen-und Schul-Rath und Landes-Hamt«mann zu Lotdus und Peitz . Zu welcher zeit auch Otto von Groben/Herr in Marienwcrdcr und Ricfenburg/ aufNeudorf/ RosinenKöniglicher Polnischer und Chur-Sächsischer Lcnecm- uemccEund Albert Slgmund von Gröben aufBaßlick als Obrister mr

der cavaücne florittt. ctiron. .VIKrctc. cüwn.

Groningen / siehe Grünmgen.

Groningen ^ eine von den sieben Provintzcn dervercinintmNiederlanden. Lte ist zwar in West-Frießland gelegen/macht aberctncngantz besondern Staat aus/ welcher seine eigeneMne undgebiethe hat / und worzu Omland mit gerechnet wird. BoMtenwar es ein Burggrafthum/ und gehörte dem Bischofs von Utrecht ,welcher solches von Kayser Heinrich demIII gcschenckt bekommen-Kayscr Maxim,iiamis I setzte bey den damaligen innerlichen m-ruhen der Setermgcr und Vercoopec Hertzog Albernim von Sach-sen an. 1494 Zinn erblichen Sladthaiter in Frießland und Grönin-gen. Selbige wider,ctztcn «ich aber dem Alberto / imd beaabensichan. i z°ü unter des Grafen von Ost-Frießland / an. -z 14 abermi.ter des HertzogS von Geldern schütz. Als nun der Hertzog Geor-giuS/ Alberti lohn/ dem Kavscr Carolo V sein rechtwiedmmcc-t-rle/ wurden auch dre Grüninqcr an. iz;s genothiaet/ sichdemselben zu nntcrwcrffen/ biß endlich die stadk an. 1594 von deinPruitzenMaurttio erobert/ und selbige Prvvmtz in der vereinig-ten stetederlandedündniß mit auffgcnommen wurde. Diese Pro-Mutz hat die letzte stimme in dcrvcrsamtung der General- Staate».Sie hat euren grossen Überfluß an schöner vieh-weibe / weil sie miteiner großen anzahl von canälenve,fthen/weiche von Delsziel nahebey dem außstnß der Eins hergeleitet sind. In dieser Provintzinid,ausser der Haupt-stadt Groningen / WinscholenmidDam/ keinefonderliche städte mehr zu finden. uc,c,. vc gH p.171.

ropoxc. Nclxii p. c»c>. NiU. m-kall. ci'ttoNa„g° p.8o.

Groningen / eine lustige/ mächtige und feste stabt/ unddasHaupt der Provintz dieses namens. Ihren „amen soll sie von denherum liegenden grünen wiesen und düschen bekommen haben;wicwol Zeilcr »inthmassel/ daß solcher von Grnuo oder Gr»»o,dem Herrn oder erbaucr dieses orts / der doch kein Trojaner/ auchnicht des Frisonis aus Indien encke!/ wie etliche gedichtet/ so»,dern ein gebohrner Friese gewcseit / herrühre; wie denn dieKie.scn diese stadt noch Grinse nennen. Sic ligt an dem sinß Aa/ derdurch dic stadt laufft/ und sich ausserhalb der stadt-maner mitdcmHnncso vereiniget / so beyderseits schiffe tragen. Sie hat 8 thore/etliche schone und grosse vor-städte / lustige gärten/ trcflichegc.bände/ breite und schöne gaffen und Häuser/ reiche einwohner/und herrliche sreyhciten. In der Haupt-kirche/ welche 8. Martinagewidmet ist/ findet man cinc trcstiche orgel/ welche RudolphusAgricola verserkiget/ und einen grossen starcken thiirn. Anfänglichgehörte die stadk den Dischöffcn von Utrecht / iiachgebcndsdmHcrtzogen von Geldern / endlich Kayser Carl dem V. Än.i;;-richtete Pabst Paulus IV daselbst einen Bischöflichen fitz auf/ deraber nicht lang bestanden. An. 1 ? 63 ward sie von dem Graf Lud-wig von Nassau vergeblich belagert- An- 1579 brachte der Grafvon Renncberg die stadt in der Staaten gemalt. AIs er aber balddaranj zu den Spaniern abfiel / gienq auch Groningen mit an dieSpanier über/ biß an. 1591 Graf Moritz von Nassau sie bela-gerte / und den 2; jul. mit accord eroberte. Von selbiger zeit anist sie beständig unter der General-Staaten gemalt geblieben.An. 1672 muste dcr Bischofs zu Münster / Christoph Bernhardvon Galen / nach einer schwären bclagenmg unverrichtetersachedavon abziehen. Es ist daselbst eine berühmte nniversilät/ welchedeil2; ang.an. 16,4 von drr stadt und den Omländem angerich-tet worden. Der erste «.-Lor ist der berühmte Friesische «Mark»-,Ubdo Emmins/ gewesen/ so an. 162; verstorben. 6,0.

ropvAc. p. ys. lopogc. cicc. Äxoe big.

m.rall. ci'ddollaiillc. LEdemx Vjl-N. tciccllcn- Ulill lcliutcn-Ü2Ä.

ör/k. an. 1701 p. rry.

Grönland / ist dasjenige stück landes/ welches von suden nachosten zu ligt/ und sich nord-wärks von dem vor-gebürqe Farenrelan in das Caledonische oder Schottländlsche mccr ausdehnt/ undgegen Spitzderq und va->va 2-,nK!a z„ erstreckt. Einige haben vor-gegeben/ daß es an die grosse Tartarey stossc; allein solches hatkeinen gewissen gründ. Ost-wärts hat es das ciß - mecr/ snd-warl»die Caledonische oder Schottländlsche sce/und west-wärts diemeer-enqc/ genannt Christian/ und das so genannte ma--crKriManum,wodurch es von America abgesondert wird. Wie breit es gegennorden zu sey / ist unbckandt. Die Dänische ehronic berichtet,daß es das äusserste theil der welk gegen norden zu sey / und daßwerter hinaus keine andere nördliche geqend mehr gefunden werde.Es gibt einige/ welche davor hallen / daß Grönland cjiiswckoolvdem festen land von America scn/nnd zwar solches aus dem gründ/weil die Engclländcr/ als sie durch die mecr-enge Davis zu schMgesucht / um einen weg nach osten anzutreffen / befunden haben,daß dasjenige / was Davis vor eine meer-enge angegeben/ einmccr-busen sey. Allein Munck/ ein Dänischer si-vira,,,. welcheedurch die nord - westliche feite von desDavis meer- bissen ost-wamzu segeln getrachtet/,ichet m der meyiiimg/daßGrönIand von Am^riea gany mid qar abgesondert sey. Es sind 2 chronjcken / imnllchdic Jßlandisch« und Dänische / welche berichten/daß einer/mit namen Forvaldus/ und sein sohn Erricus/ nachdeni ße inNoriveses eine mord-chgf begannen / nach Wand BoM M