ments-glieber zu erwählen. Bißweilen wird allhier em pwv.nc.,!gerichts-tag gehalten. Es hat dieser ort eine schöne kirche, und li-gct den gräntzen von Lmrrey zu. Lri^n,,.
Griphon / ein Franciscaner aus Flandern , undnrokcüor rkea-zu Paris . Er wurde von dem Pabst Sirto III in Orient ge-schickt , damit er die Griechen und Maroniten von dem berge Li-bano zur Catholischen kirche bringen möchte. Calirtus III ernen-nete ihn hierauf zum Patriarchen der Orientalischen kirche. Erstarb an. 147; / und hinterließ itinerarium rerr« tsnÄL; er soll aucheiniges in Syrischer spräche geschrieben haben.
Lrlien. krsnc. cie INN. Nac. 1. z c. ü. ciü fcri^r.
orll. tvlin. x. irS.
Gripho / war Caroli Martelli dritter söhn von feiner anderngemahlin der Sunichilde. Sein vater hatte ihn anfänglich in dertheilung Übergängen / hernach aber ihm eine kleine porno», so vonseiner brüder Pipini und Carolomanni ländcrn abgenommen ward,gegeben. Nach des Vaters tode entstund deßwegen ein krieg, ent-weder weil Gripo mit seinem antheil nicht zufrieden seyn wolle,oder weil ihm seine stieff-brüder das seinige nicht gönneten. Siegiengen demnach insgesamt auf ihn loß, und als er sich auf die K>r.rrcsse Lavn rccii itte, wurde er daselbst von seinen brüdern gefangengenommen, welche ihn zu Chateauneuftn Ardenne eingesperret.(->) Pipinus, sein anderer brudcr, setzte ihn nachmals wieder indie vorige freyheit, hielte ihn sehr wohl an seinem Hofe, und räu-mte ihm zu seinem unterhalt einige Grafschafften ein- (i>) Alleingleichwie die ->mt>üion dieses Printzen durch seine gefängniß nicht zudämpffen war, also konte selbiges noch weniger durch wohlthatengeschehen. Dannenhero als Pipini bruder Carolomannus steh inskloster begeben, suchte er dessen gehabten antheil, nemlich Austra-sien, an sich zu bringen, und beredete die Sachsen, ihm beyzutret-te». Aber Pipinus gieng ihm entgegen, und schlug die Sachsen.Weil aber eben damals Odilo Hertzog von Bayern gestorben war,iMnte stch Grippo dahin, bekam des Hcrtzogs sohn Thassilonemmit seiner muler gefangen, und weil er von seiner eigenen muterSunichilde, die eine Bayrische Printzeßin war, p,L-c.nii<»i tormi-ren tonte, machte er sich selvst zum Hertzoge. Allein Pipinus giengwiederum auf ihn loß, bekam ihn gefangen, und -^Niimi-te Thas-silonem; doch tractirte er Gripponem abermal mit grosser gelindig»keit, fübrete ibn in Frankreich , gab ihm die stadt Mans und dar-bey noch 12 Grafschafften in Neustrien ein. (c) Doch Grippomachte sich auch zum dritten mal darvon, und gieng zu dem Her-tzoge in Aquilanien, ward aber von Pipmo, der inzwischen Königworden, bald wieder verjagt; woraus Grippo sich zu den Longo-barden ---'«-im, wolte, aber an. 75; aufdem wege nach Italien indem Maurienner thale von Pipini leuten ermordet wurde. (6)
zc! Ln. 74(bzci ,111. 7^7. (c7 Lnasl.
(<l) sci sn. 7si. cnntin. c. 118.
(bris / (Iacobus llc) war des Grafen von Alen-M,Petri llss--voriis. Er verliebte sich in Iohannis von Carouge, so des besagtenGrafen bedienter war, eheweib, und nothzüchtigte sie in ihrem ei«gencn gemache, zu der zeit, als ihr mann eine reise in das heiligeland vorgenommen. Als nun derselbige wieder nach Hause kam,eröffnete ihm bemeldte dame das ihr zugeflossene Unglück; Carougesuchte zwar bey dem Grafen von Aien^on > als er aber
solche nicht erhielte, citirte er besagten Gris vor das Parlament zuParis , welches so dann wegen crmanglung zulänglicher bcwnß-gründen verordnete, daß beyde partheyen ihren streit durch einenducll schlichten sollen; dieses geschahe auch an.'1287 zu Paris aufdem Catharinen-platz hinter der kirche, in gegenwart des Kö.ugsund einer grossen menge volcks. In demselbigen duelle behielte nunJohann von Carouge den sieg, und bewog alle zuschauer zu glau-be» , daß er eine gerechte lache hätte, und die dame unschuldig wä-re ; damit also die Ungerechtigkeit seines widersächers recht erem-plarisch abgeflraffet werden mochte, so wurde des -le Gris cörperdem hencker übergeben, der ihn nach Montfaucon schlechte, unddaselbst an den galgen knüpffce. i. z. c. 4;.
Grisant / (Wilhelm) ein Engellander, war,ein berühmterktZiticmLrNus in dem 14 li-cu!c>. Die meisten Engelländischen ssrip-rmer. als Baläns, Pitseus, auch Vossms und andere betrügensich, wenn sie sagen, daß er in Franckreich gekommen sey,;» Mont-pellier -^ciwt, und sich zu Marseille gesetzet habe, allwo Wilhel-mus, Abt von 8. Victor, so hernach unter dem namcn Urdani VPabst worden, von ihm gebohren worden. Allein alle andereres selbiger zeit versichern, daß Pabst Urbanus V, der WilhelmusGrimoardus, Baron von Grisac gewestn sey. Er bat geschrieben
lle gusclrzcurs circuli; cls <;uslirsritzu8 ; Ue ll^n>Ucäiion>dus
eorum; cle mzgnicucline tolis; chsculuin ; Uo caulU ignorsn-
NL, Lc. L4/E 6c cls script. LnZI. siehe Mich (FriMSNrdUS
und Urbanus V.
Grisler / von andern Geßler / war Qouvern-ur des landesvon Schwytz und Ury, welchen Kaystr Albertus I dabin gesetzet.Allein, als er sich durch seinen Hochmuth und strenge regierung ver-haßt machte, und seiner autorität mißbrauchte, so gar daß er be-fohlen seinem auf dem marckt aufgesteckten Hut eine gleiche ehrewie ihm zu erweisen , und zu Altdorss ein schloß mit dem namenZwing Ury unter die stägen: erbauen lassen, gab selbiges demWilhelm Tell und andern aelegenheit zn rev« nren , welcher auchdiesen Grisler mit einem pseile tödtcre. lle rez>. tt-lver. 1.1
» 8. 4;.
Grissau / lat. «rissovlum, eine Fürstliche Abtey in dem Schle-ssschen Fürstenthum Schweidnitz, eine meile von Landshut , inn-nrm schonen thäte, unweit der Böhmischen grantze gelegen. Sie
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ist ehemals Benedietiner-ordens gewesen, an. ir-r aber von demHertzoge Bolkone und Boleslao zu Schweidnitz den Cistcrcieniernemgeraumet worden. An. 1426 ist sie von den Hußiten verwüstet,und 70 geistliche umgevracht worden. In dem jährigenkriege ward dieses rloster, nebst der unvergleichlichen bibliothec,verbrandk, es ist aber an. iü;8 und in den folgenden jähren wiede-rum aufgebauet worden, worzu an. 1692 die neue K-,ici„te 8. Jo-sephs kirche gekommen, so völlig mit des berühmten Willmannsgemahlden ausgezieret. Scki. -Krön. ulk. mo»»n.
Lillcrc. II.
Gnttr / eine von den edlen Venetianischen familien der andernclasse. Sie hat einen Doge hervor gebracht, namens Andream,von welchem m dem folgenden articul. Eben derselbe ist der ersteseines geschlechts gewesen, welcher die würde eines von
8. Marco an. 1509 erhalten. Der andere, welcher an. 1578 danngelanget, war Alexander Gritli. Es hat auch einer aus diesem Hau-se das Ertz-Bißthum von Corfu besessen, und in dem jähr 1474wird eines Generals zur see, namens Tridano Gritti, crwehnt,welcher den Türcken Scutari abgenommen, und dessen lcichbe-gangniß durch die gegenwart des Doge und des Senats beehrtworden. An. 1622 hat sich Petrus Gritti als NmbLiUclsur an demKayserlichen Hofe befunden, 4, gu gouvcrn. gs
Veniie p. 9 , „8,140,;4Z. kiii. v-ner. I. 4.
Gritti / (Andreas) Hertzog von Venedig ; er kam durch seineVerdienste zu den wichtigsten bedienungen der Republic,hatte in dendamaligen kriegen der Venetianer stäts einiges cnmmsncio, wardauch von den Frantzosin einst zu Brescia gefangen und nach Franck-reich geführt, aber wie die Republic sich mit dieser Crone vertrug,wieder erlassen. Endlich ward er nach Antonii Grimani tode an.
zum Herkoge erwählet, und regierte mit grosser klugheit sastiü jähr zu einer für Italien sehr schlimmen zeit. Vor seiner wählhielt er es beständig mit den Frantzosen, nahm sich aber ihres Vor-theils im geringsten nicht mehr an, nachdem er Doge worden. Erstarb an. 15; 9 in dem 8c> jähre seines alters. r,k,alki llicassr.
p. ior.
Gritti/ (Ludovicus) war von dem in dem vorhergehenden ar-ticul erwehnten Venetiansschen Hertzog / Andrea Gritti / als der.selbevor seinererhöhungsich zu Constankinopel befunden/ mit ei-ner Lurckischen sclavin / ausser der ehe erzeugt / und hernach mitgroßer sorgsall aufferzogen worden. Insonderheit hatte er sich/ausser der Italiänischen / die Griechische und Llirckische spraach/vollkommen bekandt gemacht/ auch zu Padua in andern wissen»schafften einen guten gründ gelegt. Weil er zu Venedig kaum voreinen blossen cuk^mo oder bürger würde haben paßirenkönnen/so trieb ihn die chr-degierde/ zum theil auch das verlangen nachseinem gcburts-ort/ in die Lürckey/ allwo er durch seinen verstand/wie auch durch die in unterschiedenen begebenheiten erwiesene tapf-ferkettdermaffen empor kam / daß er / ungeachtet der Christlichen Religion/ worzu er sich bekenneke/ des Lürckischen Kaysers So«lymaniii II/ wie auch seines liebsten Ministers / des Groß-VeziersIbrahim / Hertz gleichsam in seinen Händen halte. Dieses bewogso wol die Turckcn/ als auch auswärtige/ zu einem grossen rcUeÄgegen ihn / und die Republic Venedig trug kein bcdcnckn / ihmdas pr«a>cLi durchleuchtig zu geben- An. 1529/ als der gedachteSultan die stadt Ofen erobert/ ließ erden Gritti mir zooo Tür-cken zurück/ um dieselbe wider den Römischen König Ferdinan-dum zu beschützen. Der Ungarische gkgen-König/ Johannes a«Zapolia / harke ihm den schütz / den er von der Olromanischeirpforte genoß/ grossen theils zu dancken; dannenhero ihm derselbenicht nur die würde eines Ungarischen ertheilte / sondernauch die verwaltung des gantzen Reichs mit dem timl eines c-u».verneurs anvertraute; wobey er sich mit grossem Nachdruck lnainre-nirke/unddie/ so ihm zuwider waren / am leben oder auf andereart bestraffte. An. i-;n that er eine reiß nach Constankinopel undbeförderte einen stillstand zwischen dem Römischen König Ferdi»nando und Johanne-l--Zapotta. An. izz4 gieng er mit etlichen1000 Janitscharen und Spahis/ wozu hernach noch viel anderetcouppcn stieffcn/ durch die Wallache» und Moldau/ allwo sichdie Hospodarcn selbst vor ihm demüthigen musten/ wider das Für-stcnthum Siebenbürgen / welches er vor sich selbst zu erlangen ge-sucht haben soll. Ja es sind etliche der meynnng gewesen / baß eeJohannem ->- Zapolia umzubringen und die Ungarische kröne sichäuffzusetzen vorgehabt. Allein er that gleich zu ansang der Sieben»bürglschen expeckrion seinem rühm und seinen absichten sehr grossenadbruch dadurch/ daß erden Bischoffvon Waradcin/ EmericumCidacum/ welcher über Siebenbürgen gesetzt und dem Lüi ckischenince^iN: zuwider war/ auf eine unverantwortliche art ermordenließ. Dieses verursachte eine so allgemeine Verbitterung wider ihn/daß er in wenig tagen biß 5000° mann gegen sich in den Waffen sa-he. Er rckirirtesich in die stadt Wegies oder Medwisch/ und alZman ihn darinnen belagerte/that er einen sehr tapffern widerstand.Als aber endlich der ort mit stürm übergieng/ und er mit der fluchtsich zu retten suchte/ siel er in der Wallachen und durch dieselbe inder Siebenbürger Hände/ welche ihn den 23 sept. an. i ?;4 öffent-lich hinrichten liessen/ und zwar so/ daß ihm erst beyde Hände /hernach aber der kopffabgehauen ward. Einige melden / daß manihm früh die arme / mittags die füsse / und abends den kopff ab-gehauen habe- So wird auch berichtet / daß seine scharffrrchtecin seinen betn-Neidernvor400000krönen edelgesteinegefunden/welche sie aber aus Unwissenheit sich nicht zu nutz gemacht. Seinezugleich mit ihm gefangene söhne Antonius und Andreas (vonwelchen der älteste durch Johannem -i-- Zappolia eine reiche Abte»bekommen hatte) wurden dem Moldauischen Fürsten Petro aus-II theil. Eeee geltes»