M» Hertzog von Molina, And Grafen bdn Kürgos. Als der Kö-nig in Franckreich Carolus V in eben diestm jähr mit den Engel-ländern wiederum in krieg verfiel bernffte er ihn nach Hause , undmachte ihn an. n?-- znm conn«Lb!e in Franckreich. Räch diesemwohnte er allen seldzügen Arider die Engelländcrbey, und that vieldarzu - Laß ihnen die Prsvintzm Poitou-, Rovergue und LiMvsin ,nebst verfthredenen andern platzen in der Rormandie und Bretagne Wieder abgenommen wurden. Als er an. i ;8o das neue schloß züRandon in Brttagne belagerte, erkranckte er, und starb den ; jul.im 66 jähr seines alters. König Carolus V ließ ihn mit ungemcinerpracht in der Königlichen arufft zu 8. Denys neben seinem eigenengrabe beysetzen; Carolus V! ließ ihm gleichffts an. i;8y ein sehrprächtig begängniß halten; es findet sich auch zu 8. Denys einslampe / so den »amen von ihm hat / und stäts drennet. Er hattezur ehe Tiphanam Raguenel , und nach deren tode Iohaimain vonLava!, hatte aber mit beyden keine Ander / hinterließ also nur einenemsigen natürlichen söhn,namens Michael von Gucselin.
vieNs<ruelitin-
^ t. 2 tut, Lzrolo V. Nr«)7s.
Guesle/ (Johann !^) nrL-ilcisnr des Parlanrents zü Paris,war indem 16 Lciüo fthr berühmt, e.-Guesle ist ein gewisser strichlaiibes, ss in der Grafsthafft Auvekgne gelegen, worv'on diese fami-sie, welche eine der ältesten in selbigem lande ist, den namen hat.Francsseus 6-!s Guesle hatte das gouvsrni-mL.-n daroon, welchernachmals bey der Königin Catharina von Medicis Hofincistevwar, und von selbiger in besondern gttaden gehalten wurde. Fran-ciscus hatte 2 söhne, Antomum und unsern Johannem. Dieserwar anfangs zu dem geistlichen stände gewidmet; als aber seinältester bruder starb, brauchte man ihn in -ivi en Verrichtungen,welches er auch wohl verdient, indem er unter den berühmtestenleuthen seine Null!« mit gutem wccsL getrieben , auch, als er Par-laments-Rath zn Paris wurde / großen verstand, nebst einer son-derbaren frömmigkeit von sich spüren ließ. Die Königin Catba-riua sr Mdicis machte ihn zum obersten Präsidenten des Paria»meitts von Bourgogne, und König Carolus IX, ihr sehn, brauchteihn in verschiedenen Verrichtungen, welchen er allen mit sonderba-rem fleiß abwartete, daß auch selbiger König, weil er ihn gern nachParis haben wolle, ihn an. 1 § 70 zu seinem o^-rLi-?r»cu^ior desParlaments machte. Caroli bruder und Nachfolger, Henricus III,bediente sich auch seiner,und machte ihn an. i;8; zum Präsidentendes Parlaments. Als an. 1588 den 12 may die stadt Baris bela-gert wurde, und selbige r«vo!c>rte, wurde derFönig genothiget, sichnach Chartres zu retiriren, weshalber das Parlament, welches wi-der die urheber solcher unruhe sehr ungehalten war, diesen Präsi-denten an den König abschickte, um ihr mißfallen darüber zu befu-gen ; welches er auch sehr wohl ausrichtete. Allein weil er dendaraus erfolgten innerlichen krieg leichtlich zuvor sehen konte, be-gab er sich in sein hauß Laureau in der provmtz Beausse, obnfernder stabt Espernay, und starb daselbst an. 15 89 etliche monat dar-nach., Er hatte von Maria Poiret, Frau von Laureau, rt.; söhne.Der älteste war Jacob t» Guesle, krocursror beydemParlament zu Paris,welcher den; jam an. 1612 starb,und 2 töch-ter hinterließ, Mariam 6-!»Guesle, Henriü -ie l» Chastre, ComrsNangy, gemahlin, undMargaretham, Kiai-gmte cko- si> an Pe-trum Signier, Herrn von Sörel, vermählet. Der andere warFranciscus ae i- Guesle, Ertz-Bifthoffvon Tours, welcher den ;ooct.an. 1614 z» Paris m wahrender Versammlung der geistlich,keil verstarb. tiikoirs ?r-66. Nist. clu äs
gourg. c. l LsII, kliirlll. 6- ^rcli. lukon. io elog- Lrll.
«!oü.
Guette/ (Gerard »ela) gebürtig von Clerinont in Auvergne,war von geringer Herkunft!, wurde aber unter Königs PhilippiLongi in Franckreich regiernng vder-aufseher über das finantz-weftn. Er erpreßte viel geld, und führte schwäre auflagen ein;wannenhero er bey ansang der regiernng des Königs Caroli Pul-chri auf die tortur gelegt wurde; weil er aber solche matter nichtertragen.konte, starb er darüber, da denn sein leichnam durch diegassen geschleppet,und hernach zu Msntfaucon aufgehenckt »vurde.
sn.
Guevara / (Velez »-) eine von den ältesten Spanischen fa-milien, deren stamm-hauß Guevara in Biscaya ligt, und den titu!einer Marggrafschafft führet. Zu ihrem stamm-vater wird gesetztLatro Guevara, der um dasjahr ic>;; in grossem ansehen gelebet,und den titul eines Fürsten von Navarra geführet hat,welchen ihmder König von Navarra , Garsias, aus danckbarkeit, daß er ihn zumKönig erwählen hclffen, soll beygelegt haben. Daß er aber diesenKönig aus dem leibe feiner Mutter , da dieselbe von den Mvhrettauf einer reise tödtlich verwundet worden, geschnitten, und daher»den namen Latro erhalten, scheinet einer fabel ähnlich zu seyn. Ergab seinem liebsten söhn Vela,Grafen von Navarra,die HerrfchafftOnnatessamt dem stammffchlosse Guevara, und machte die Verord-nung, daß alle seine nachkommen diese guter denenienigen von ih-ren söhnen,so sie vor andern siedeten, voraus geben sotten. Beltra-Nus oder Bertrandus erhielt von dem König Henrico II die in derGrafsthafft Onnate gelegene Herrfchafft Leniz, und hinterließ ;söhne, die waren i) Carolus, Bischofs zu Salamanca ; 2) Bel-tran, welcher die linie der Herren von Eftalante angefangen, vondem unten; ;) Petrus , welcher den äst der Herren von Onnatefortvflantzte, und z söhne nach sich ließ, von denen der mittelste,Jnnigo I, ein urheber der Grasen von Äriano und Potenza in demKönigreich Neapolis worden, siehe unten. Der jüngste stifftete denzweig der Herren von Morata, welche Herrfchafft unweit Toledo telegen; es ist aber dessen xosisrimt bald erloschen, und ihre guter,
als Monteagudo und Tenti, durch heyratö an das harrß FajardKgelanget, wiewohl henk zu tag das hauß Grizman den Marggräflo»chen titul von Morata führet- Der älteste, Petrus II, zeugte In-nig» II, weicher zum ersten Grafen von Onnate ernennet ward,und an. i;oo mit tod abgieng. Von dessen ; söhnen stifftete Pe.trus III die linie der Herren von Scckmllas; Carolus und Victoraber setzten den äst der Grafen von Onnate dw an. 179; fort, wor-auf deren guter samt dem titul mit des letztem Grafen tochteeCatharina,an ihren gemahl Innig» III, Herrn von Salimllas, ge-kommen. Dieftr zeugte unterschiedliche Ander, (wie aus folgen-dem articul zu ersehen) von denen ihm Innig» I V Mc^öa-te. Der-selbe erbte zugleich wegen seiner großmucter, Mariana a.- Taris,die Graffchafft Villamediana, und das damit verknüpfst» General-Postmeister-Amt in Spanien , nachdem 6s Tassis aufKö-nigliche or6so ftjn leben durch einen prsiol-sthuß an. 1622 cinge-büffet. Er hatte auch die ehre , daß ihm der König die ckssße einetVice-8.6 in Neapolis anvertraute , worauf er an. 1658 ohne männ-liche erben das zeitliche gesegnete. Seine älteste tochter,Catharina,heyrathete Beltrannm, ihres vaters leiblichen bruder, wodurch der-selbe Graf von Onnate und Villamediana wurde; er erhielt auchden titul eines Marggraftn von Camporeale, welcher aber nach-gehends mit der würbe eines Marggraftn von Gnevara verwech-selt worden. Von seinen beyden söhnen ward der jüngere,Beltra«
EmaNNel , Cowll»<:.icht 0 s äc tos b.Ntim-mvi ciel 6- .Vsooriek
in dem Mter-orden 8. Jago , General über die Spanischen ga-ieren, und durch heyratd Hertzog von Najera . Er hinterließ nukeine eintzige lochter , welche nebst ihrer mutler unter Philippi Vregiemng , wegen allerhand besthuldigmigm in ein hartes gcfäng-niß geleget wurde, darinnen die letztere an. 1710 ihren geist aufge-geben. Der ältere söhn,Jlimgo Emanuel,«r-"ä von Svanien undRitter des güldenen vliesses, starb an. 1699, und ließ nach sich Die-go Casparuin, welcher noch an. 17« 4 , als der eilffte Graf von On-nate und Villamediana, Marggrafvon Guevara, und Ge-neral-Postmeister in Spanten, wie auch Ritter des güldenen vliessfes,gelebet.
Die sinie der Grafen von Escalante sieng obgedachter MassenBelttam von Guevara an. Dessen encke! wäre» 1) Antonius, Bi»schoffzu Mondonedo, von dem ein absonderlicher articul zu finden.2) Johannes, ein grvß-vater Josephi, der an. 1591 als v>ce-L- und«snsrsl^spNLM von Navarra gestorben. Dieses Josephi enckel,Ludovicus, erster Graf von Eftalante, hat seine sinie beschlossen,worauf seine güter und titul durch seines bruders tochter Aloysiaan das hauß Savedra gelanget sind. Ladron, des kurtz-vorher ge-dachten Josephi bruders söhn, war Ocnersi ?rorur»tor des ordenZvon 8 Jago und LowwsnllLwr von Villa. Sein Sohn, LudovicusPhisippus, ward durch seine erste gemahlin Herr von Fueure, Ul-mexir,Castro, Scrna rt. und durch die andere Herr von Efpiuardo,von welcher letztem Herrschafft sein söhn, Johannes, CamMechett
bey dem von Juan ä NiMri-und Capital» über öenen ZE , deitz
Marggrägisben titul nnaem>mni!>». N'M er»
lassen, .
gen naher anverwandzchafft, _ ___
Herrn von Palaznela,gemahlin aus dem Hanse Zmsiga gelanget.
Die Grafen von Arsimo und Potenz« in dem Neapolitani-schen,stammen,wie oben gedacht,von Junigo I her. Derselbe starban.1462 als s-ns-r-Ai des Reichs,und vinterließ 1) Petrum, welcherdie Marggrafschafft a-l Vasto erhielt, und zu einem RitterArmellino erkläret ward- Weil er aber an der co^ju»uon widerden König Ferdinandum II theil hatte, und unterdessen ohneerben mit tod abgiena, so verkaufst« die Königliche cammer dieMarMafschafft Vasto dem Hause Piftara und die GraffchafftÄriano dem haust Caraffa. 2)Antonium , Grafen von Potenza,welcher Johannem, des Kolilgreichs Neapolis, gezeuget,der zu Neapolis mit Francifto Avals, Marggraftn von Piftara,in eine rencomrs getteth, und etliche tage hernach au den dabey em-pfangenen wunden sterben wüste. Er halte 2 söhne Antoninmnnd Carolum; jener blieb in der jetzt-gedachten auf dem
platz, da er seinem vater zu hülffe käm; dieser aber zeugte Alptzon-süm, welcher keinen männlichen erben nach sich ließ, dahero WGraffchafft Potenza dnrch seine köchtek an das hauß LaNuoy, Nndvon demselben an die faimsic Lvffrcdo gelangte.
Die andere noch jetzö in dem Neapoliranischtn florirendt linieaus dem Hause Guevara, hat Guevara»-- Guevara gestifftet, desseneitern die ftribenten nicht anzugeben wissen. Er war bey dem Ar-ragonischen Könige Alphonso Rath, Ober - Hofmarschall undOber-Cammerherr, auch hernach Ritter cicNMmellino. KönigFerdrnandus überließ ihm die Herrschafften Vonalbevgo, Sa-vignano,Arpaja u. a. w. Er hatte 2 söhne,die waren i^Jnnigo.
welcher ein ältcr-vater Johannts worden,den der König Philivmiszu eiriem Marggraftn von Arpaja erklärte. Von dessen söhnen hatsich Petrus , Bischofs zu Theano, dnrch feine theologische fthnfflenhervorgethan; die übrigen sind Franc. Junigo II, Ferdinandusund Alphonstis. 2) Johannes, vs» welchem die heutigen Hertzvgevon Bovlno abstammen; denn desselben enckel gleiches namens, sodie würde eines Statthalters in Calabrien bekieidete, kauffre ami;6; die stadt Bovino, und erhielt davon den Hertzoglichen cks.rsst-r. Sein söhn, Jlinigo III , brachte nach abganssder Grafenvon Potenza die sens-mm würde in dem Königreich Neapolisunfeine linie, begab sich aber nach seiner gemahlin tob in die 80c.sclii, und überließ beydes seine <n», <-s und güter, seinem ältestensöhn Johannidessen enckel gleiches namens ist an. 1708 gestor-ben,und hat 2 söhne,Carolum und Junigo IV,hinterlassen.
»0 illustr. t»m.
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